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Thema: Star Trek - Where the End begins  (Gelesen 1705 mal)

MFB

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Star Trek - Where the End begins
« am: November 26, 2015, 02:11:03 Nachmittag »
(Vorwarnung: Wer auch bei sf3dff.de aktiv ist, dem wird der untenstehende Text teilweise bekannt vorkommen  ;) )

"Where the End begins" ist mein zweites Projekt, das in Taschenbuchform - knapp aber doch - auf über 1.000 Seiten kommt. Dieser Roman ist mein erster, der im 24. Jahrhundert angesiedelt ist. Diese Ära liegt mir normalerweise nicht so sehr, aber da ich es mag, mit meinen Romanen Lücken zu schließen und es sowohl interessant ist zu sehen, was aus den Voyager-Crewmitgliedern nach deren Rückkehr geworden ist als auch immer wieder mal die Frage in den Diskussionsforen aufkommt, wie es denn zur Ausgangssituation von "Nemesis" kommen konnte, habe ich mir gedacht: Verbinde beides doch einfach!

Und so setzt "Where the End begins" ein paar Monate vor den Ereignissen von "Nemesis" an, erzählt, wie Shinzon an die Macht kommen konnte, welche Rolle Admiral Kathryn Janeway dabei spielte und was ihre gut gemeinten Hintergedanken bei einigen der schlechtesten Entscheidungen ihrer Karriere waren. Neben Kathryn Janeway und der Voyager-Crew spielen auch Captain Picard und die Enterprise-Crew entscheidende Rollen, vor allem wenn die Geschehnisse des Romans dann die Ereignisse von "Nemesis" einholen. Der Filmhandlung wird dabei nie widersprochen, aber mit der neuen Vorgeschichte werden einige Aktionen und Aussagen neu interpretiert und die Motive der handelnden Personen werden entsprechend erläutert. "Nemesis" zeigt immer noch WAS geschehen ist. Aber "Where the End begins" erklärt, WARUM manches davon geschah.

Nach "The Romulan War" ist dies also meine zweite FanFicition, in der der Fokus stark auf den Romulanern - und zusätzlich auch noch auf den Remanern - liegt. Dennoch sind die Geschichten sehr unterschiedlich. Abenteuerlich und action-reich geht es immer noch zum Teil zu, aber in "Where the End begins" geht es stärker als bei meinen vorherigen Werken um Geheimdienstarbeit, Konspirationen, verdeckte Operationen, aber natürlich darf ein großes Bedrohungsszenario wie bei meinen anderen Romanen auch hier nicht fehlen (bzw. ist dieses ohnehin durch den Kinofilm vorgegeben). Und welche Bedeutung die sporadischen Auftritt eines gewissen allmächtigen Wesens haben, offenbart sich erst ganz zum Schluss der Geschichte. Lasst euch überraschen!

"Where the End begins" entstand hauptsächlich zwischen Herbst 2012 und Herbst 2014, die überarbeitete Endfassung gibt es erst seit einer Woche, sowohl in digitaler Form als kostenlose ebooks und als 2bändiges Taschenbuch-Set. Hier der Link zur Downloadseite auf meinem Blog:

Gabi

Antw:Star Trek - Where the End begins
« Antwort #1 am: April 11, 2017, 12:59:53 Nachmittag »
Dann beginne ich einmal mit dem ersten Kapitel, denn ich schätze, wenn ich kapitelweise vorgehe, dann ist die Erinnerung einfach frischer. Bei rund 280.000 Wörtern geht doch das Eine oder Andere verloren ;) .

Vorweg muss ich schicken, dass ich die Serie „Voyager“ nur teilweise gesehen habe und den Film „Nemesis“ auch nur ein einziges Mal, weil er mir überhaupt nicht gefiel. Daher bitte über mögliche inhaltliche Dummie-Kommentare gnädig hinweg sehen ;)

Das erste Kapitel beginnt mit der Hochzeit von Riker und Troi, wobei die Hochzeit dabei nur den Hintergrund darstellt, um Picard (und den Leser) durch die Ankunft von drei Charakteren darauf vorzubereiten, dass etwas Großes im Busch ist.
Über Qs Erscheinen bin ich mir noch unschlüssig, da alle Episoden mit ihm bei mir auf der schwarzen Liste stehen (außer denen mit Vash), aber da er bislang nur kurz „durchs Bild gehuscht“ ist, hat es nicht für mein übliches negatives Gefühl bei ihm gereicht.
Sehr gut hingegen fand ich Deine Erklärung für das plötzliche Auftauchen von Guinan und Wesley auf der Hochzeit, die man im Film – wenn ich mich recht erinnere – ohne irgendeine Erklärung in die Szene geklatscht hat. Dass Du aus beiden dann gleich noch gewissermaßen Orakel für das Kommende machst, hat bei mir für einiges an Vorfreude gesorgt. (Im Gegensatz zu Q mag ich Wesley nämlich … auch wenn ich damit konträr zum gesamten Fandom gehe)

Danach beschäftigt sich das Kapitel vor allem mit Janeway und Tuvok. Beide empfinde ich im Rahmen meiner Voyager-Kenntnisse gut getroffen. Vor allem Janeways leicht selbstherrliche Art und ihre dementsprechenden Handlungen und Entscheidungen in diesem Kapitel passen für mich sehr gut. Diesen Hang zu „Hauptsache meiner Handvoll Leuten geht es gut“ hat sie ja auch besonders im Voyager-Finale gezeigt.

Wie ihr Weg, sowie derjenige von Tuvok und der von Shinzon sich da im ersten Kapitel verweben, ist Dir wieder ausgesprochen gut gelungen. Das passt hervorragend und liest sich absolut flüssig und glaubwürdig. Ich war selbst recht erstaunt darüber, wie oft ich immer wieder das Tablet zum Weiterlesen aufgenommen habe, obwohl mich ganz offen gestanden keiner dieser drei Charaktere vorher auch nur im Entferntesten interessierte. Es hat so ein wenig Gänsehautqualität, weil man in der Ahnung liest, dass sie sich da alle in eine Katastrophe hineinmanövrieren, die Guinan zwar spüren, aber nicht verhindern kann.

Auch hier hat mir wieder Deine Beschreibung von Umgebungen oder Gebäuden gefallen. Vor allem den Sitz des Geheimdienstes fand ich sehr anschaulich und raffiniert ausgeklügelt.
Auch die Pump-Station hat mir gefallen – und vor allem die Graviton-Ellipse. Bei letztere weiß ich jetzt nicht, ob das aus dem Canon stammt, es klang so ein wenig im Text an, aber – wie anfangs erwähnt – bin ich da nicht canonsattelfest.

Als einen sehr schönen Exkurs empfand ich Deine kleine Beschreibung der orionischen Gesellschaftsstruktur. Über Spezies, die nicht in den Serien bereits breitgetreten worden sind (sprich: alles außer den Klingonen ;) )lese ich immer wieder ausgesprochen gerne. Das Gespräch über Tahras Vergangenheit hat mir daher sehr gefallen.

Apropos Tahra: Die Beschreibung des fliegbaren Untersatzes der drei war klasse! (da habe dann sogar ich das Easteregg entdeckt, ich, die normalerweise völlig witzlos bei Querverweisen ist) Janeways Gedanken, das die Brandspuren das Erscheinen sogar verbesserten, war einer der Momente, in denen mir die Frau beinahe sympathisch war.

Einen Abzug in der B-Note muss ich allerdings wegen der Verunglimpfung meines Lieblingsgetränks, Grüntee, geben ;)

Oh, und noch eine Frage, weil das ein Thema ist, mit dem ich meine Beta-Schäfchen regelmäßig zum Augenrollen treibe: Nach was legst Du es eigentlich fest, welchen Charakter Du in der Erzählerperspektive mit Nachnamen und welchen Du mit Vornamen bezeichnest? Jean-Luc Picard und Kathryn Janeway beschreibst Du mit Nachnamen, Harry Kim und Deanna Troi mit Vornamen. Bei Tom Paris habe ich beides bei Dir gelesen. (Diejenigen mit nur einem Namen wie Tuvok, Chakotay, Guinan sind natürlich klar)

MFB

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Antw:Star Trek - Where the End begins
« Antwort #2 am: April 11, 2017, 02:26:53 Nachmittag »
Vorweg muss ich schicken, dass ich die Serie „Voyager“ nur teilweise gesehen habe und den Film „Nemesis“ auch nur ein einziges Mal, weil er mir überhaupt nicht gefiel.
(...)
Über Qs Erscheinen bin ich mir noch unschlüssig, da alle Episoden mit ihm bei mir auf der schwarzen Liste stehen

Hm, interessant. Das sind nicht unbedingt die allerbesten Vorbedingungen für "Where the End begins". :D Ich würde sagen, diese Geschichte ist im Grunde meine einzige, bei der es durchaus von Vorteil ist, mit dem Ausgangsmaterial gut vertraut zu sein, aber Janeway hast du schon sehr gut charakterisiert. Ihr wird ja gerne Wankelmütigkeit vorgeworfen, aber fast immer lässt sich ihr Verhalten auf das Bedürfnis zurückführen, ihre Crew schützen zu wollen. Also würde ich sagen, dass du mit VOY ausreichend vertraut bist und auch "Nemesis" dürfte präsent genug sein, nachdem was du über Shinzon geschrieben hast. Ich bin zuversichtlich, dass sich da keine Probleme auftun sollten. :)

Was Q angeht ... na dann bin ich jetzt schon mal auf dein Fazit des letzten Kapitels gespannt. :D

Wesley Crusher war übrigens auch so ein Charakter, der mich überrascht hat, wie gut ich ihn schreiben konnte. Auch ich hatte eigentlich nie etwas gegen ihn in TNG einzuwenden. Mag damit zusammenhängen, dass ich damals, als ich TNG erstmals gesehen habe, noch deutlich jünger als Wesley war, weshalb es für mich keinen Unterschied gemacht hat, welcher von den durch die Bank älteren Charaktere jetzt heldenhaft das Schiff rettet. Die waren alle älter als ich, also hatten sie das auch gefälligst zu können. :D

Zitat
Auch die Pump-Station hat mir gefallen – und vor allem die Graviton-Ellipse. Bei letztere weiß ich jetzt nicht, ob das aus dem Canon stammt, es klang so ein wenig im Text an, aber – wie anfangs erwähnt – bin ich da nicht canonsattelfest.

Ja, mit einer anderen Graviton-Ellipse hat es die Voyager-Crew in einer Folge der 6. Staffel zu tun bekommen:
http://memory-alpha.wikia.com/wiki/Graviton_ellipse

Zitat
Apropos Tahra: Die Beschreibung des fliegbaren Untersatzes der drei war klasse! (da habe dann sogar ich das Easteregg entdeckt, ich, die normalerweise völlig witzlos bei Querverweisen ist) Janeways Gedanken, das die Brandspuren das Erscheinen sogar verbesserten, war einer der Momente, in denen mir die Frau beinahe sympathisch war.

Ich baue ganz gerne mal dezente Eastereggs zu dem einen oder anderen Franchise in meine Romane ein. Bei "Star Wars" bediene ich mich gerne. Mal sehen, ob dir auch das abgewandelte Zitat aus "Zurück in die Zukunft" gegen Ende des 2. Kapitels auffallen wird.  :D

Zitat
Einen Abzug in der B-Note muss ich allerdings wegen der Verunglimpfung meines Lieblingsgetränks, Grüntee, geben ;)

Ich habe wahrscheinlich bis jetzt nur schlecht nachgemachten Grünen Tee aus klingonischen Replikatoren getrunken. ;)

Zitat
Oh, und noch eine Frage, weil das ein Thema ist, mit dem ich meine Beta-Schäfchen regelmäßig zum Augenrollen treibe: Nach was legst Du es eigentlich fest, welchen Charakter Du in der Erzählerperspektive mit Nachnamen und welchen Du mit Vornamen bezeichnest? Jean-Luc Picard und Kathryn Janeway beschreibst Du mit Nachnamen, Harry Kim und Deanna Troi mit Vornamen. Bei Tom Paris habe ich beides bei Dir gelesen. (Diejenigen mit nur einem Namen wie Tuvok, Chakotay, Guinan sind natürlich klar)

Das ist wohl am ehesten Gefühlssache. Je nachdem, wie es gerade passend erscheint. Ich weiß, ich sollte da durchaus konsequenter sein, aber bei der Länge meiner Geschichten übersehe ich auch leicht mal, wenn ich mich hier und da mal nicht an die "logischen" Regeln halte. Das ist halt so ein Fehler, der einem nebenbei unterläuft und der einem beim Korrekturlesen auch nicht als Fehler auffällt, weils ja genaugenommen keiner ist. Im Idealfall würde ich den Namen aus Sicht der Person wählen, aus deren Perspektive ich die Passage gerade schreibe und/oder über die Frage, ob das Gespräch beruflich oder privat ist. Das vermischt sich bei der Voyager-Crew aber sowieso.
« Letzte Änderung: April 11, 2017, 02:42:14 Nachmittag von MFB »

Gabi

Antw:Star Trek - Where the End begins
« Antwort #3 am: April 18, 2017, 12:46:16 Nachmittag »
Hm, interessant. Das sind nicht unbedingt die allerbesten Vorbedingungen für "Where the End begins". :D Ich würde sagen, diese Geschichte ist im Grunde meine einzige, bei der es durchaus von Vorteil ist, mit dem Ausgangsmaterial gut vertraut zu sein,

Ich hab's gemerkt  :P . Ich habe Deinen Roman über die Feiertage fertig gelesen, als ich offline war, und muss mich jetzt erst einmal mit dem Inhalt von Nemesis vertraut machen, damit ich eine Vorstellung habe, was aus dem Film stammt und was Deine Ergänzung ist.
Den Storyverlauf beschreibst Du derart, dass meines Erachtens ein Kennen des Nemesis-Films nicht nötig ist (vielleicht sogar von Vorteil, weil man ohne das Gesicht des Schauspielers zu sehen, viel eher glauben kann, dass er ein Klon von Picard sein soll - fand ich recht unglaubwürdig durch die Schauspielerwahl).

Zitat
Was Q angeht ... na dann bin ich jetzt schon mal auf dein Fazit des letzten Kapitels gespannt. :D

Ja, ich gestehe, das ist derzeit ein wenig mein Problem. Ich hadere da noch, was ich dazu schreiben soll. Wenn ich die Nemesis-Zusammenfassung gelesen habe, werde ich da in mich gehen  ::)

Zitat
Ja, mit einer anderen Graviton-Ellipse hat es die Voyager-Crew in einer Folge der 6. Staffel zu tun bekommen:
http://memory-alpha.wikia.com/wiki/Graviton_ellipse

Oh danke! Ich habe zwar die sechste Staffel VOY gesehen, aber an die Folge habe ich überhaupt keine Erinnerung mehr - peinlich ...

Zitat
Ich baue ganz gerne mal dezente Eastereggs zu dem einen oder anderen Franchise in meine Romane ein. Bei "Star Wars" bediene ich mich gerne. Mal sehen, ob dir auch das abgewandelte Zitat aus "Zurück in die Zukunft" gegen Ende des 2. Kapitels auffallen wird.  :D

 8) Da ist bei mir eher Hopfen und Malz verloren, sorry! Die Zeiten, in denen ich mich mit den Must-Sees im SF- und Fantasy-Bereich auskannte, sind doch schon ... ähem ... Jahrzehnte her. Zurück in die Zukunft habe ich das letzte Mal vor ... einer Ewigkeit gesehen.

Dann schau ich mal, dass ich meine Eindrücke in Buchstabenform bekomme, kann aber noch ein paar Tage dauern.

----

EDIT: beim Durchlesen habe ich gerade gemerkt, dass mein "Lautdenken" hier nicht sonderlich hilfreich ist und falsche Schlüsse nach sich ziehen könnte: Daher also Vorweg als Fazit: Kapitel 1 bis 6 fand ich absolut genial geschrieben!

Xella Sky

  • Crewman
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Antw:Star Trek - Where the End begins
« Antwort #4 am: April 18, 2017, 01:13:04 Nachmittag »
Hi! Durch Gabis Kommentar bin ich überhaupt erst auf deine Geschichte aufmerksam geworden und da ich ein relativ großer Voyager-Fan bin, der immer wieder interessiert an Post-Endgame-Storys ist, und auch Picard und seine Crew sehr schätzt, hab ich mir deine Geschichte heruntergeladen. Bis jetzt hab ich es kein bisschen bereut! (Stehe gerade am Beginn des zweiten Kapitels.) Die Qualität ist sehr hoch, man kann es tatsächlich als Roman sehen. Immer wenn ich zum Aufhören gezungen bin, überlege ich, wann ich endlich weiterlesen könnte und was wohl als nächstes kommt ^^ Ich muss mir unbedingt Nemesis mal wieder ansehen, jetzt wo ich deine "Lückenfüller"-Infos habe.

Soweit ich es bisher beurteilen kann, beschreibst du die Figuren charaktertreu. Vor allem Picard und Guinan, aber auch Janeway und Tuvok finde ich gut getroffen.

Überhaupt gefällt mir Tuvok als Undercoveragent mehr als gut. Du bringst ganz nebenbei zum Ausdruck, dass Vulkanier ein sehr langes Leben haben und dass daher für Tuvok schon vor der Voyager eine interessante Karriere hinter im liegt und dass es für ihn spannend weitergeht. Du wertest seine Figur dadurch enorm auf.
Janeways Pläne sind zunächst ein bisschen mysteriös. Man weiß zuerst nicht, warum sie die Voyager so "aufmotzt" und warum sie Koval so leichtfertig unterstützt, doch Stück für Stück erfährt man mehr. Kaum zu glauben, dass sie bereit ist, so sehr mit den Föderationsregeln zu brechen. Der Prozess gegen ihre Crewmitglieder muss wirklich dramatisch gewesen sein! Gibt es dazu eigentlich auch Canonbezüge? Oder ist das deine Idee?

Viel gelernt habe ich durch dich über Romulaner und ihre Gesellschaft. Komischerweise sind die Serienfolgen, in denen sie eine Rolle spielten, beinahe unbeachtet an mir vorbeigeflogen. Ich hatte sogar vergessen, was Spock eigentlich im Untergrund auf Romulus macht. Doch jetzt haben sie meine volle Aufmerksamkeit.


Als einen sehr schönen Exkurs empfand ich Deine kleine Beschreibung der orionischen Gesellschaftsstruktur. Über Spezies, die nicht in den Serien bereits breitgetreten worden sind (sprich: alles außer den Klingonen ;) )lese ich immer wieder ausgesprochen gerne. Das Gespräch über Tahras Vergangenheit hat mir daher sehr gefallen.

Apropos Tahra: Die Beschreibung des fliegbaren Untersatzes der drei war klasse! (da habe dann sogar ich das Easteregg entdeckt, ich, die normalerweise völlig witzlos bei Querverweisen ist) Janeways Gedanken, das die Brandspuren das Erscheinen sogar verbesserten, war einer der Momente, in denen mir die Frau beinahe sympathisch war.

Bei Tarha und der Geschichte Orions geht's mir so wie Gabi. Danke für den Input ;D Das Easteregg hab ich leider nicht erkannt. Doch wenn ich es richtig verstanden hab, stammt es aus Star Wars und das hab ich nie gesehen. Lustig war die Szene trotzdem.

Überhaupt der Humor. Schön, dass du ihn an ausgewählten Stellen einstreust. Die Szene mit dem Grünen Tee war zum Wegschmeißen!

Apropos Easteregg. Zu Beginn von Kapitel zwei hält Spock einen Vortrag vor 5000 Zuhörern. Zufall oder bewusst gewählte Ähnlichkeit mit Jesus und der Speisung der 5000?

Noch eins zur Rechtschreibung. Im Allgemeinen sehr gut, doch in Kapitel 1 sind mir zwei Phänomene aufgefallen, über die ich mehrmals gestolpert bin: "anderseits". Ist zwar laut Duden nicht falsch, doch es war mir bisher unbekannt. Ich glaube die gebräuchlichere Variante ist "andererseits". Dann noch das Wörtchen "stätig", das sollte "stetig" heißen, denn "Stätigkeit" hat was mit störrischen Pferden zu tut und mit nichts anderem :P

So, dann geh ich mal weiterlesen :)

Gabi

Antw:Star Trek - Where the End begins
« Antwort #5 am: April 18, 2017, 02:20:07 Nachmittag »
 ;D Das finde ich ja klasse, dass Du mit dem Lesen angefangen hast, Xella Sky! Ich denke, als Voyager-Fan wirkt der Roman gleich nochmal mehr.

So ... es waren jetzt nicht ein paar Tage, sondern nur meine Mittagspause. Ich habe Angst, dass ich zu viel zu erwähnen vergesse, wenn ich zu lange warte (ich wette, das ist jetzt bereits der Fall... ich hatte mal wieder keine Notizen beim Lesen gemacht)

"Where the end begins" - mal von dem Umstand abgesehen, dass ich grundsätzlich keine englischen Titel für deutschsprachige FFs mag  ;), finde ich den Titel sehr schön. Ich mag Titel, die nicht so plakativ sind, sondern bei denen man sich ein wenig denken kann/muss.

Hier sitze ich nun, ein Nischen-ST-Fan, der Voyager nicht mag, "Nemesis" ganz furchtbar fand und mit der Männerriege von TNG, wie sie in den Filmen immer wieder vorgeführt wurde, nichts anfangen kann. Und dennoch habe ich Deinen Roman, der sich auf diese drei Stützpfeiler stellt, verschlungen. Ich meine ... wenn das nicht für Deinen Stil und Deinen Einfallsreichtum spricht, was dann? ;)

Ich fand es einfach nur raffiniert und genial durchdacht, wie Du hier die Fäden aus den Serien und Filmen nimmst und sie zu einem schlüssigen Ganzen verknüpfst. Bis hin zur Überleitung zu Nero und somit zur Kelvin-Zeitlinie. (die Erklärung, warum sie auf Neros Schiff alle rasierte Schädel haben, fand ich klasse!) Die Handlung des Romans ist so spannend, so erschreckend konsequent und so logisch verwoben, dass es völlig gleichgültig ist, ob ich die Charaktere mag oder nicht.
Auch hier hast Du wieder meine absolute Hochachtung! Bei den ENT-Romane spielte ja für mich noch der Pluspunkt hinein, dass ich die Crew liebe. Der fällt hier weg und es ändert dennoch nichts am Resultat.

Die Herkunft der Thalaron-Strahlung, die Gizor-Sonne und der Thalaron-Raum stammen von Dir, oder? Ich habe bei den Recherchen nichts weiter darüber gefunden. Diese Herleitung hat mich nämlich völlig fasziniert! Die Verbindung mit der Berthold-Strahlung von Omicron Ceti III und dem Subraum liest sich absolut profimäßig. Das ganze Konstrukt hat mich wirklich gefesselt. Vor allem dann auch Paris' Versuch, das Problem sozusagen "von hinten" zu lösen.

Bei Ifrana hatte ich mich erst gewundert, warum Du sie als eine der wenigen Personen äußerlich beschrieben hast, bis ich dann ihr weiteres Schicksal gelesen habe und mich an das Photo erinnert habe. Eine wirklich raffinierte und schöne Verbindung.
Auch ansonsten hast Du mich wiedereinmal völlig mit der romulanischen Politik und Kultur überzeugt. Sehr schön fand ich die kleine Anmerkung der Gründer von Romulus, aus deren Buchstaben man sich dann den Namen herleiten kann. Dass der auf einer terranischen Legende beruht, ist ja höchst unglaubwürdig. Stammt die Idee von Dir oder gibt es diese Gründer? Auch wie Du Spock und seine Wiedervereinigungsbewegung eingebracht hast, war durch und durch stimmig. Dadurch bedingt dann auch die Begründung, warum er es sein muss, der das Schiff im Endeffekt fliegt. Da merkt man, wie sehr Du Dich mit dem Franchise beschäftigst und es Canon-stimmig zusammenfügst.

Tal'aura, Shinzon und Janeway empfand ich am besten beleuchtet. Bei den Dreien bist Du ein wenig tiefer gegangen und hast ihre Motive verständlich gemacht. Das hat mir sehr gut gefallen. Und überraschenderweise ist mir Dein Shinzon sympathisch gewesen (im Film mochte ich ihn überhaupt nicht). Auch sein Verhältnis zu seinem remanischen Ziehvater fand ich sehr schön ausgearbeitet. Tal'aura mochte ich insgesamt von allen agierenden Charakteren wahrscheinlich am liebsten. Bei ihr hatte ich am ehesten noch das Gefühl, dass sie im Endeffekt zum Wohl der Galaxis arbeitet, was bei den meisten Sternenflotten-Offizieren leider nicht zu spüren war.
Der Sternenflottenchef war leider so gar nicht sternenflottentauglich. Bei ihm hätte ich mir gewünscht, dass seine unsympathische Bösewicht-Rolle ein wenig durch Innenansichten differenziert worden wäre. So kommt er als das typische Ar*** herüber, in das hochrangige Admiräle gerne mal gedrängt werden. Du wolltest zeigen, dass das Militär moralisch den Bach runtergeht, aber mit Hayes (ich hoffe, der Name stimmt) war mir das doch an manchen Stellen zu dick aufgetragen (vor allem eben in Kapitel 7). Ein so hochrangiger Admiral, der bewusst einen Genozid beschwört, ist schon heftig.

Die Katastrophen, die sich bis zu diesem Punkt ereignet haben, und die perfekt zu dem Sprichwort "der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen" passen, hingegen waren absolut mitreißend, fürchterlich in ihrer Konsequenz und doch unaufhaltsam. Diese Mischung aus eigentlich gutgemeinten Handlungen, ohne das große Konzept zu überblicken, womit erst Janeway und dann Paris die Katastrophe auslösen, haben mir in positivem Sinn die Nackenhaare aufstehen lassen.
Ich bin richtig mitgegangen, als sich die Konsequenzen entfaltet haben. Absolut genial verwoben, schlüssig aufgeführt und so zwingend geschildert, dass man mit fasziniertem Entsetzen davor sitzt. Und vor diesem Hintergrund "stört" mich dann eben die eher "platte" Vorgehensweise der Admiralität im 7. Kapitel. Ich dachte erst, der kurze Einfall auf Vulkan war dafür gedacht, dass Spock die ihm zur Verfügung stehende Zeit überschreitet.  Aber das hätte auf der einen Seite auch mit einem technischen Defekt bewerkstelligt werden können (war ja ein Prototyp) und auf der anderen Seite war es im Endeffekt nicht einmal nötig, weil Tal'auras missglückter Anschlag ohnehin das Schicksal besiegelt hat.

Ich bin da einfach hin- und hergerissen. Ich denke, es war Dir wichtig, den moralischen Niedergang der Sternenflotte möglichst krass zu schildern, um dann im Endeffekt auf den Bogen überzuleiten, wegen dem wohl auch Qs Rahmenhandlung existiert. Auf der einen Seite schließt Du sozusagen das Kapitel TNG damit ab, indem Du wieder an den Anfang zurückkehrst und die dort begonnene Gerichtsverhandlung zu Ende bringst. Auf der anderen Seite verknüpfst Du damit die Kelvin-Zeitlinie mit der Hauptzeitlinie und zeigst die Vorteile daran auf.
Also, ich denke, ich verstehe, warum Du es schreibst. Ich bin mir aber eben unschlüssig, ob ich es mag. Die Geschichte an sich funktioniert vollständig ohne jede Q-Szene, da er dieses Mal nicht eingreift, sondern nur beobachtet.

Von diesem Zweifel auf meiner Seite abgesehen, hat mich "Where the end begins" absolut überzeugt und vor dem eingangs von mir erwähnten Präferenzen-Hintergrund auch in seiner intensiven Wirkung auf mich überrascht.

Was ich allgemein an Deinen Werken so schätze, ist der Umstand, dass Du streng auf den Canon achtest und Dir nicht hier und da ein Bröckchen herauspickst, das Dir gefällt und den Rest, den Du nicht magst, unter den Tisch fallen lässt oder biegst. Das ist die Art von FF, die ich einfach bevorzuge.


MFB

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Antw:Star Trek - Where the End begins
« Antwort #6 am: April 18, 2017, 05:07:39 Nachmittag »
Wow, da habe ich ja ganz schön viel zu kommentieren! :-)

Vorweg gleich: Ich bin sehr begeistert, wie gut "Where the End begins" ankommt. Xella Sky, ich hoffe, dir wird auch der Rest der Story so gut gefallen wie die ersten beiden Kapitel. :-) "Stetig" war wohl ein Schreibfehler (darf bei einem 1.000seitigen Taschenbuch vorkommen. ;) )."Anderseits" mag regional bedingt sein, für mich klingt "Andererseits" irgendwie holprig. Ist wohl einfach Geschmackssache.

Zitat von: Autor: Xella Sky
Der Prozess gegen ihre Crewmitglieder muss wirklich dramatisch gewesen sein! Gibt es dazu eigentlich auch Canonbezüge? Oder ist das deine Idee?

Einen Bezug zum Prozess gibt es nicht, aber schon beim allerersten Sehen der Folge "Rettungsanker", bei jener Szene, in der sich Janeway und Chakotay die Nachricht von Admiral Hayes ansehen, habe ich mich gefragt, ob der nicht böses im Schilde führt, wenn die Maquis-Leute auf der Voyager wieder in den Alpha-Quadranten zurückkehren. Schon sehr lange habe ich die Idee gehabt, wie eine Folge nach "Endspiel" aussehen könnte, um was es gehen könnte und mit "Where the End begins" hatte ich dann endlich Chance, diese Idee in eine meiner Storys einzuweben.

Zitat
Bei Tarha und der Geschichte Orions geht's mir so wie Gabi. Danke für den Input ;D Das Easteregg hab ich leider nicht erkannt. Doch wenn ich es richtig verstanden hab, stammt es aus Star Wars und das hab ich nie gesehen. Lustig war die Szene trotzdem.

Korrekt, das war aus "Star Wars". :) Die Sache mit den 5.000 Zuhörern war aber reiner Zufall.



So, nun weiter zu Gabi. Einmal mehr bin ich von deinem Lesetempo enorm beeindruckt  :thumbsup: und bedanke mich vielmals für die netten Worte. :) Die Ausgangssituation mag nicht ideal gewesen sein, aber ich bin sehr happy, dass es mir gelang, dich mit meinem TNG/VOY/Nemesis/Q/Kelvin-Crossover zu begeistern. "Where the End begins" ist sicher ein würdiger Repräsentant meiner eigentlich immer vorhandenen Intention, verschiedene Handlungen oder nur Elemente aus den Serien und Filmen auf einer höheren Ebene miteinander zu verknüpfen. Und ich muss sagen, dass ich da offenbar glücklicherweise ein natürliches Talent habe, Zusammenhänge relativ mühelos zu generieren, an die außer mir nur wenige denken würden. Das ist natürlich auch immer ein gewisser Balanceakt, denn natürlich will ich keine Zusammenhänge erzwingen oder wirklich jede mögliche Verbindung verwenden, weil das ST-Universum dann leicht mal zu klein erscheinen könnte. Erst gestern habe ich mir gedacht, ich könnte den Namen eines Planeten aus TAS verwenden, den etwas seltsamen Namen so nebenbei in meinem nächsten Roman erklären, aber dann habe ich gemerkt, dass diese Erklärung noch noch weiteren Erklärungen schreien würde und so habe ich die Idee dann verworfen. Schade um die Gelegenheit, aber besser für die Geschichte, denke ich mir.

Zitat
Die Herkunft der Thalaron-Strahlung, die Gizor-Sonne und der Thalaron-Raum stammen von Dir, oder? Ich habe bei den Recherchen nichts weiter darüber gefunden. Diese Herleitung hat mich nämlich völlig fasziniert! Die Verbindung mit der Berthold-Strahlung von Omicron Ceti III und dem Subraum liest sich absolut profimäßig. Das ganze Konstrukt hat mich wirklich gefesselt. Vor allem dann auch Paris' Versuch, das Problem sozusagen "von hinten" zu lösen.

Ja, die Gizor-Sonne und wie Thalaron-Strahlung mit den Graviton-Ellipsen zusammenhängt, stammt von mir. Das war eigentlich etwas, das mir recht schnell in den Sinn gekommen ist, weil es etwas war, auf das ich hinsichtlich eines speziellen Kritikpunkts zum elften Film schon 2009 hingewiesen hatte. Es hat auch irgendwie sehr gut gepasst, dass die "sonnenähnliche" Graviton-Ellipse zwar eine "Anomalie-der-Woche" war, aber aus einer Voyager-Folge stammte und es stimmig wirkte, eine solche Anomalie erneut in einer Voyager-Geschichte zu verwenden. Und was Omicron Ceti III angeht, war mir irgendwann mal ganz plötzlich während der TOS-Folge aufgefallen, dass  die Wirkung von Berthold-Strahlung so ziemlich exakt gleich wie jene der Thalaron-Strahlung in "Nemesis" beschrieben wurde. Natürlich reiner Zufall und ich selbst habe die Folge auch mindestens dreimal nach "Nemesis" gesehen, ohne dass mir die Ähnlichkeit auffiel, aber kam war es soweit, war der Aufhänger für eine FF-Roman geboren. :)

Auch das ist ein Grund, warum ich drüben im Enterprise-Thread Amber empfohlen habe, unvoreingenommen an jede Folge heranzugehen: Man weiß nie, was für Hinweise und mögliche Andeutungen man verpassen könnte. Ich selbst gebe auch immer wieder Folgen, die mir zuletzt nicht gefallen haben, immer wieder eine neue Chance, lasse sie nie aus, wenn ich mal wieder eine Star Trek-Serie schaue. So war z.B. eine nebensächliche Erwähnung aus der TNG-Folge "Gefangen in der Vergangenenheit" (die mit Q, Vash und der Crew im Robin Hood-Ambiente), die gar nicht mit der Haupthandlung der Folge zu tun hatte, der Aufhänger für meinen 1.600seitigen Roman "A Decade of Storm". Hätte ich die Folge (die immer noch nicht mag :D ) ausgelassen, wäre mein FF-Output bis dato sehr viel geringer. :D

Zitat
Auch ansonsten hast Du mich wiedereinmal völlig mit der romulanischen Politik und Kultur überzeugt. Sehr schön fand ich die kleine Anmerkung der Gründer von Romulus, aus deren Buchstaben man sich dann den Namen herleiten kann. Dass der auf einer terranischen Legende beruht, ist ja höchst unglaubwürdig. Stammt die Idee von Dir oder gibt es diese Gründer?

Die Sache mit den Reichsgründern und den Anfangsbuchstaben habe ich mir selber überlegt. Es sind im Lauf der Zeit bezüglich der Namensgebung der romulanischen Spezies natürlich einige Versionen entstanden. Populär ist da die Annahme, dass sich die Romulaner selbst Rihannsu, aber mit dem Canon verträglich war das spätestens seit der Enterprise-Folge "Das Minenfeld" nicht mehr, in der Hoshi Sato ja eindeutig aus einem Funkspruch einen Eigennamen heraushört, der sich auf jeden Fall so ähnlich wie "Romulan" anhört. Also gehe ich bei meinen Romanen davon aus, dass "Romulus" wirklich nur zufällig wie der Name aus der irdischen Mythologie klingt und "Remus" später, als sie von der Mythologie erfahren haben, als herabwürdigender Name für die Heimat der Remaner herangezogen wurde.

Zitat
Der Sternenflottenchef war leider so gar nicht sternenflottentauglich. Bei ihm hätte ich mir gewünscht, dass seine unsympathische Bösewicht-Rolle ein wenig durch Innenansichten differenziert worden wäre. So kommt er als das typische Ar*** herüber, in das hochrangige Admiräle gerne mal gedrängt werden. Du wolltest zeigen, dass das Militär moralisch den Bach runtergeht, aber mit Hayes (ich hoffe, der Name stimmt) war mir das doch an manchen Stellen zu dick aufgetragen (vor allem eben in Kapitel 7). Ein so hochrangiger Admiral, der bewusst einen Genozid beschwört, ist schon heftig.

Oh, ich bin mit Hayes eigentlich sehr zufrieden, so wie er dargestellt wurde. Wie gesagt habe ich hier eine Aussage aus einer VOY-Folge herangezogen und daraus abgeleitet, dass er eher nicht zur verzeihenden Sorte gehört und vor unpopulären Maßnahmen nicht zurückschreckt. Die Lösung für das Supernova-Problem zurückzuhalten passt da ganz gut. Ist auch eine gewisse Parallele zur Formwandler-Krankheit, deren Heilung die Föderation in DS9 ja auch parat hatte, aber sich geweigert hat, sie den Gründern zu überlassen. Hayes ist im Grunde sehr einfach: Bei ihm läuft alles darauf hinaus, dass das Ergebnis ihn zufrieden stellen muss, ganz gleich was auf dem Weg dahin passiert ist. :D Mehr steckt da eigentlich nicht dahinter.

Zitat
Ich bin da einfach hin- und hergerissen. Ich denke, es war Dir wichtig, den moralischen Niedergang der Sternenflotte möglichst krass zu schildern, um dann im Endeffekt auf den Bogen überzuleiten, wegen dem wohl auch Qs Rahmenhandlung existiert. Auf der einen Seite schließt Du sozusagen das Kapitel TNG damit ab, indem Du wieder an den Anfang zurückkehrst und die dort begonnene Gerichtsverhandlung zu Ende bringst. Auf der anderen Seite verknüpfst Du damit die Kelvin-Zeitlinie mit der Hauptzeitlinie und zeigst die Vorteile daran auf.

Dieser Absatz von dir fasst das Ziel, das ich mit dem Roman verfolgt habe, eigentlich kurz und knapp absolut perfekt zusammen.  :)

Allerdings: Qs Verwicklung in das Ganze, ist auch wieder eine Verbindung, die ich hergestellt habe zu etwas, das bereits in TNG vorhanden war. Genauer gesagt war das sogar ein gewaltiges loses Ende, das TNG zurückgelassen hat. Es war folgende Szene (ab Sekunde 50) aus dem TNG-Finale, die ich als Ausgangspunkt für mein ganzes Romanprojekt erachte:

https://www.youtube.com/watch?v=Ut_BXPpJzp4

Okay, nicht allein diese Szene. Das Herumjammern mancher Fans, die im Grunde schon seit 2001 (dem Start von "Enterprise") dauernd nur à la Trelane "Ich wil, ich will, ich will" rumschreien und ihr 24. Jahrhundert "zurückwollen", hat mich auch stark motiviert, diese Geschichte zu schreiben. :D Aber diese eine TNG-Szene und was am Ende in meinem Roman passiert, sollte doch ein wenig die Augen öffnen, dass es mehr gibt.

Und ich glaube, es ist auch absolut in Ordnung, wenn man als Leser nach dem Schluss von "Where de End begins" nicht so recht weiß, was man davon halten soll. :) Der Schluss ist sicher nicht typisch für eine Abenteuerstory, sondern mehr "High Concept Science Fiction", die nicht jede Frage beantwortet, sondern es dem Leser überlässt, was er daraus macht.

Gabi

Antw:Star Trek - Where the End begins
« Antwort #7 am: April 18, 2017, 07:10:10 Nachmittag »
So, nun weiter zu Gabi. Einmal mehr bin ich von deinem Lesetempo enorm beeindruckt  :thumbsup:

War jetzt nur Zufall  8). Ich bin in diesem Monat unverhältnismäßig oft über das Wochenende im Schwarzwald gewesen. Und da das je nach Verkehrslage 5 - 6 Stunden Fahrzeit für einen Weg sind, habe ich da eine Menge Zeit zum Lesen gehabt (bin nur Beifahrerin). Normalerweise würde ich einen solchen Wälzer nicht in der kurzen Zeit lesen können.

Zitat
und bedanke mich vielmals für die netten Worte.

Immer wieder. Auf die Gefahr hin, Dein Ego zu plustern: Du stehst jetzt in meiner persönlichen Top 3 der FF-Autoren ;). Ich denke, ich werde mir dann doch "A Decade of Storms" vornehmen. Allerdings mit einer kleinen Pause dazwischen, jetzt brauche ich erst mal wieder DS9-Futter (wo eigentlich mein Herz schlägt) ;) .


Zitat
Und ich muss sagen, dass ich da offenbar glücklicherweise ein natürliches Talent habe, Zusammenhänge relativ mühelos zu generieren, an die außer mir nur wenige denken würden.

Ja, ich denke, das kann man so unterstreichen.  8) Hier fand ich es z.B. sehr gut, dass Du Nero als Gefolgsmann Shinzons hingestellt hast. Über die Bergbau-Schiene passt das wie die Faust aufs Auge.

Zitat
Die Lösung für das Supernova-Problem zurückzuhalten passt da ganz gut. Ist auch eine gewisse Parallele zur Formwandler-Krankheit, deren Heilung die Föderation in DS9 ja auch parat hatte, aber sich geweigert hat, sie den Gründern zu überlassen.

Daran wurde ich natürlich auch sofort erinnert. Aber ich fand dennoch, dass die Ausgangssituationen ein wenig anders waren. Nun ja ... aber der Typ unsympathischer Admiral ist ja auf jeden Fall Canon im ST-Franchise ;) .

Zitat
Dieser Absatz von dir fasst das Ziel, das ich mit dem Roman verfolgt habe, eigentlich kurz und knapp absolut perfekt zusammen.  :)

:D Dann habe ich es doch auf jeden Fall kapiert, ist doch auch schon mal was ;) .

Xella Sky

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Antw:Star Trek - Where the End begins
« Antwort #8 am: April 20, 2017, 03:15:30 Nachmittag »
;D Das finde ich ja klasse, dass Du mit dem Lesen angefangen hast, Xella Sky! Ich denke, als Voyager-Fan wirkt der Roman gleich nochmal mehr.

Ich schätze, es wirkt tatsächlich noch stärker ;) Wobei ich nach den ersten Seiten, die ich gelesen hatte, den Klappentext ganz vergaß und dachte, was für eine spannende TNG-Story :lol:

Einen Bezug zum Prozess gibt es nicht, aber schon beim allerersten Sehen der Folge "Rettungsanker", bei jener Szene, in der sich Janeway und Chakotay die Nachricht von Admiral Hayes ansehen, habe ich mich gefragt, ob der nicht böses im Schilde führt, wenn die Maquis-Leute auf der Voyager wieder in den Alpha-Quadranten zurückkehren. Schon sehr lange habe ich die Idee gehabt, wie eine Folge nach "Endspiel" aussehen könnte, um was es gehen könnte und mit "Where the End begins" hatte ich dann endlich Chance, diese Idee in eine meiner Storys einzuweben.

Ich dachte mir doch, dass ich den Namen Admiral Hayes irgendwo her kenne! Hab ihn auch schon in anderen Fanfictions gelesen. Manchmal erschreckt es mich, wie viel man vergisst :-[ Hab Voyager im Lauf der Jahre eigentlich mehrmals angesehen, doch die Folge "Rettungsanker" ist mir nur noch dunkel geläufig. Doch jetzt, wo du es schreibst, glaube ich mich zu erinnern, dass Janeway und Chakotay zum ersten Mal so richtig die Befürchtung bekamen, dass doch nicht alles reibungslos verlaufen wird und dass es vielleicht nicht reicht, was die ehemaligen Maquis sich an Verdiensten auf der Voyager erarbeitet haben.

Korrekt, das war aus "Star Wars". :) Die Sache mit den 5.000 Zuhörern war aber reiner Zufall.

Dafür dass es Zufall war, hast du Spock ganz schön messiasmäßig auftreten lassen :P

Doch nun zu Kapitel 2 und dem Beginn von Kapitel 3:
Du schaffst es tatsächlich, dass man zumindest zeitweilig großes Mitleid für Shinzon empfindet. Sein Leben wurde von Anfang an manipuliert und er war jedermanns Spielball. Schlimm genug, doch auch jetzt nützt Koval ihn und seinen schwachen Gesundheitszustand aus.
Geradezu sträflich leichtsinnig war es allerdings von Tuvok, Janeway und Koval, in der Höhle über diese Geheimnisse zu plaudern. So kam also "Nemesis" ins Rollen! Super - und zugleich furchtbare - Idee!

Gut gefallen hat mir auch die Beschreibung des Gefängnisses vor Neuseeland. Es wirkt in dieser ersten Voyagerfolge, als Tom Paris dort einsaß, relativ harmlos. Deine Beschreibung erscheint mir wesentlich realistischer. Ja, es ist stellenweise schön gestaltet, aber es ist immer noch ein Gefängnis und es belastet die Familien oder Freunde, wenn einer ihrer Liebsten dort einsitzt.

Ich mag es, dass du aus Seven Annika Hansen hast werden lassen, die ein menschliches Leben aufbauen konnte und ihre Auszeit haben durfte. Wie vielen anderen Voyagerfans kam es zwar auch mir ein wenig weit hergeholt vor, dass in "Endspiel" auf einmal Seven und Chakotay ein Paar sein sollen, doch es ärgerte mich trotzdem in vielen Fanfictions, wie abwertend Seven schnell wieder "entsorgt" wurde, damit der Weg für J/C frei wird.
Du gestehst ihr tiefe Gefühle zu und gibst ihr damit ihre Würde zurück. Da ist es beinahe nebensächlich, ob diese Beziehung nun gelingen kann oder nicht.

Tuvoks Schicksal ist schwer zu verkraften. Ich bin mal gespannt, ob jemals herauskommt, was ihm widerfahren ist und wie Janeway damit umgehen wird. Bis zu diesem Zeitpunkt hat man als Leser wider besseren Wissens gehofft, dass dieses Föderations-Romulaner-Komplott gelingen wird. Doch eigentlich sagt schon der Titel alles, gepaart mit Q's Andeutungen zu Beginn.

Zum Verschwinden der höherstehenden Rassen (Beginn K.3) fällt mir ein, die (hochintelligenten) Ratten verlassen das sinkende Schiff! ;) Sehr sozial ist das allerdings nicht von ihnen, da sie ja die anderen warnen könnten!

Apropos, ich muss doch nochmal einen Satz zum ersten Kapitel verlieren: Guinan nimmt die Rolle einer modernen "Kassandra" ein. Sie sieht das Unheil, doch kann es nicht verhindern. Das ist ein spannendes Stilelement. Es wird sogar noch spannender, indem Q sie als Unsicherheitsfaktor bezeichnet. Kann sie vielleicht doch etwas tun??? Naja, selbst wenn, vermutlich wird's dadurch noch schlimmer :argh: ;D

MFB

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Antw:Star Trek - Where the End begins
« Antwort #9 am: April 23, 2017, 09:02:14 Vormittag »
Ich dachte mir doch, dass ich den Namen Admiral Hayes irgendwo her kenne! Hab ihn auch schon in anderen Fanfictions gelesen.

Am populärsten dürfte Hayes durch seinen kurzen Auftritt in "Der Erste Kontakt" sein. Dort ist er derjenige Admiral, der Picard über die erneute Borg-Invasion informiert.

Zitat
Dafür dass es Zufall war, hast du Spock ganz schön messiasmäßig auftreten lassen :P

Eine gewisse Messias-Inspiration war bei Spock sicher ein bisschen dabei. :D

Zitat
Gut gefallen hat mir auch die Beschreibung des Gefängnisses vor Neuseeland. Es wirkt in dieser ersten Voyagerfolge, als Tom Paris dort einsaß, relativ harmlos. Deine Beschreibung erscheint mir wesentlich realistischer. Ja, es ist stellenweise schön gestaltet, aber es ist immer noch ein Gefängnis und es belastet die Familien oder Freunde, wenn einer ihrer Liebsten dort einsitzt.

Ja, ich denke meine Darstellung ist recht konsistent mit dem, was im VOY-Pilotfilm zu sehen war und erweitert die Umgebung dennoch. Dass es aber auch ganz andere Arten von Gefängnisse in der Föderation gibt, wird dann später im Roman deutlich.

Zitat
Ich mag es, dass du aus Seven Annika Hansen hast werden lassen, die ein menschliches Leben aufbauen konnte und ihre Auszeit haben durfte. Wie vielen anderen Voyagerfans kam es zwar auch mir ein wenig weit hergeholt vor, dass in "Endspiel" auf einmal Seven und Chakotay ein Paar sein sollen, doch es ärgerte mich trotzdem in vielen Fanfictions, wie abwertend Seven schnell wieder "entsorgt" wurde, damit der Weg für J/C frei wird

Ich denke, dieser Impuls, diese Beziehung schnell wieder aufzulösen kommt daher, weil sie in der Serie genauso schnell entstanden ist. In "Endspiel" hatte diese Beziehung zwischen Seven und Chakotay auch für mich etwas Befremdliches, weil sie so plötzlich vorhanden war, ohne echtes Hinarbeiten darauf - abgesehen von der Folge "Menschliche Fehler" und Sevens soziales Experiment mit einem Chakotay-Hologram natürlich. Ich bin zwar auch kein Freund diese Folge, aber es wäre vielleicht nicht schlecht gewesen, den Beginn der Beziehung zu zeigen, indem Chakotay die Sache mit dem Hologram herausbekommt.

Was Sevens menschlichen Namen angeht, gab es - glaube ich - für mich eigentlich nie einen Zweifel, dass ich sie Annika nenne. Das hat ihre Einführung im Roman in Zusammenhang mit ihrer Tante Irene eigentlich von selbst erledigt. Hätte ich sie nach ihrem Abschied von ihrer Tante wieder zu Seven gemacht, wäre das wie ein Rückschritt in ihrer Entwicklung gewesen. Außerdem gefällt mir der Name "Annika" sehr gut.

Zitat
Du gestehst ihr tiefe Gefühle zu und gibst ihr damit ihre Würde zurück. Da ist es beinahe nebensächlich, ob diese Beziehung nun gelingen kann oder nicht.

Vielen Dank! :)

Zitat
Zum Verschwinden der höherstehenden Rassen (Beginn K.3) fällt mir ein, die (hochintelligenten) Ratten verlassen das sinkende Schiff! ;) Sehr sozial ist das allerdings nicht von ihnen, da sie ja die anderen warnen könnten!

Spätestens das Ende des Romans wird erklären bzw. zumindest andeuten, warum es keine Warnung gab.

Zitat
Apropos, ich muss doch nochmal einen Satz zum ersten Kapitel verlieren: Guinan nimmt die Rolle einer modernen "Kassandra" ein. Sie sieht das Unheil, doch kann es nicht verhindern. Das ist ein spannendes Stilelement. Es wird sogar noch spannender, indem Q sie als Unsicherheitsfaktor bezeichnet. Kann sie vielleicht doch etwas tun??? Naja, selbst wenn, vermutlich wird's dadurch noch schlimmer :argh: ;D

Abwarten. ;)
« Letzte Änderung: April 23, 2017, 09:05:25 Vormittag von MFB »

David

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Antw:Star Trek - Where the End begins
« Antwort #10 am: April 23, 2017, 09:17:57 Vormittag »
Am populärsten dürfte Hayes durch seinen kurzen Auftritt in "Der Erste Kontakt" sein. Dort ist er derjenige Admiral, der Picard über die erneute Borg-Invasion informiert.

*Klugscheißmodus*
Tatsächlich hatte Hayes noch einen weiteren Kurzauftritt in "Voyager".
Da dieser zeitlich nach FC spielt, hat Admiral Hayes beide Schlachten überlebt (Typhon Sektor und Sektor 001)
http://de.memory-alpha.wikia.com/wiki/Hayes_(männlicher_Admiral)

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Antw:Star Trek - Where the End begins
« Antwort #11 am: April 23, 2017, 10:45:01 Vormittag »
*Klugscheißmodus*
Tatsächlich hatte Hayes noch einen weiteren Kurzauftritt in "Voyager".
Da dieser zeitlich nach FC spielt, hat Admiral Hayes beide Schlachten überlebt (Typhon Sektor und Sektor 001)
http://de.memory-alpha.wikia.com/wiki/Hayes_(männlicher_Admiral)

Weiß ich doch. :D Aber am populärsten ist er sicher durch "Der Erste Kontakt" geworden.

Achja, den Vornamen "Jack", den ich ihm in "Where the End begins" gegeben habe, habe ich einfach von seinem Darsteller Jack Shearer übernommen. Ich schaue mir ganz gerne mal den Darstellernamen an, wenn ich mir für einen bislang nicht oder nur teilweise benannten Canon-Charakter einen Namen überlegen. Die offiziellen Romane haben Hayes offenbar den Vornamen "Jeremiah" gegeben.

Xella Sky

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Antw:Star Trek - Where the End begins
« Antwort #12 am: Mai 07, 2017, 12:08:03 Nachmittag »
Hi MFB :)
Ich stehe jetzt vor dem letzten Kapitel, da dachte ich mir, ich schreib mal wieder ;) (Eigentlich wollte ich das schon viel früher tun, doch dann war es immer so spannend oder kein PC in der Nähe...) Vermutlich erinner ich mich jetzt auch gar nicht mehr an alles, was mir irgendwie aufgefallen ist, aber das macht nichts ^^

Diese Woche bin ich endlich dazu gekommen, den Film "Nemesis" mal wieder anzusehen. Mit dem Hintergrundwissen durch deinen Roman sind mir dieses Mal ganz andere Dinge aufgefallen! Mir war z.B. bis dahin gar nicht bewusst, dass Guinan und Crusher-Junior bei der Hochzeitsszene dabei waren. Oder das Bodenmosaik im Romulanischen Senat...
Deine Vorgeschichte wie Shinzon zu seinen Taten inspiriert wurde, die er nun auszuführen versuchte, war auf jeden Fall von dir sehr gut hinzuerfunden :thumbup:

Die mittleren Kapitel sind bei dir ja voll und ganz den Ereignissen von "Nemesis" gewidmet. Ich hatte den Film bis letzte Woche schon jahrelang nicht mehr gesehen, so dass ich nie genau wusste, was von dir stammt und was nicht, doch es fügte sich alles sehr gut zusammen. Ich dachte dann beim Lesen, dass auch bei "Where the end beginns" alles auf das Finale von "Nemesis" hinausläuft, doch da hatte ich mich getäuscht... es geht ja noch viel weiter! Eigentlich ergibt das Sinn, denn im Film wurde ja nie geklärt, ob z.B. nur die Scimitar über diese gefährliche Thalaron-Waffe verfügt und wie die romulanische Gesellschaft auf Shinzons kurze Machtzeit reagiert.

Um B-4 tut es mir leid. Ihm hast du ja eine echt üble Rolle zugedacht!
Der Sinneswandel von Donatra und Suran hat sich mir ehrlich gesagt nicht ganz erschlossen. Vor allem Suran als alter Krieger, der für die Ausbreitung des Imperiums war... (doch ich hab jetzt im Film gesehen, dass der Sinneswandel schon dort angelegt war und du nur die Vorgaben aufgegriffen hast... trotzdem ist es erstaunlich, dass Suran bereit ist, die Station zu zerstören)

Die Taten der geflüchteten Voyager kann man nur mit gemischten Gefühlen betrachten. War es Leichtsinn oder Arroganz oder einfach Zeitdruck, der sie zu diesem fatalen Fehler trieb? Hier passt wirklich der Spruch "Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen". Man kann ihnen wirklich nur wünschen, dass sie außer Reichweite sind und von den Folgen nichts mitbekommen.

Janeway im Gefängnis tut mir leid. Aber irgendwie passt es zu ihr, sich selbst zu bestrafen und auf diese Weise die Verantwortung zu übernehmen. Bin mal gespannt, ob sie im letzten Kapitel nochmal auftaucht, oder ob ihr Handlungsstrang zu Ende erzählt ist.

Wesley Crusher hat mich an einer Stelle überrascht. Es gab doch da diesen Moment, als die Enterprise in Gefahr war und Guinan verletzt wurde. Er hatte den Eindruck, dass er Guinan besser nicht hätte helfen sollen. Ist da auch in ihm die Kassandra erwacht? Wird das noch aufgegriffen? Ich bleibe gespannt.

Nero - da sagt schon der Name alles! Mit dem ist kein Staat zu machen. Gibt's den eigentlich auch in den Kanon-Geschichten? Und - die interessantere Frage - wie gelingt es ihm, auch weiterhin Thalaron-Anschläge durchzuführen? Klar, Ifrana stellt ihm die Waffenkomponenten her, aber die Station hatte doch angefangen, den Riss zu schließen *grübel*

Das Abenteuer von Picard und Worf auf Orion war zeitweise schon wieder herzerfrischend. Eine kleine Abenteuer-der-Woche-Episode innerhalb einer lange andauernden Tragödie. Allerdings mit interessanten Folgen! Ich sage nur Tarha, Rote Materie, Spock und Scotty.

Wenn ich das richtig erkannt habe, dann hast du durch die Erwähnung von Archers Beagle und dem neuen Föderationssitz auf DS9 nun alle Star Trek-Serien mit eingebunden. Respekt! :keks:

Mehr fällt mir im Moment nicht mehr ein. Ich hoffe, das, was ich geschrieben habe, war jetzt nicht zu verwirrend, denn ich bin vielleicht nicht immer chronologisch vorgegangen. Jetzt bleibt mir nur noch, an Chakotays letzten Spruch zu denken: "Lasst fahren alle Hoffnung" und mich ins letzte Kapitel zu stürzen :o

MFB

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Antw:Star Trek - Where the End begins
« Antwort #13 am: Mai 08, 2017, 08:21:51 Vormittag »
Diese Woche bin ich endlich dazu gekommen, den Film "Nemesis" mal wieder anzusehen. Mit dem Hintergrundwissen durch deinen Roman sind mir dieses Mal ganz andere Dinge aufgefallen! Mir war z.B. bis dahin gar nicht bewusst, dass Guinan und Crusher-Junior bei der Hochzeitsszene dabei waren. Oder das Bodenmosaik im Romulanischen Senat...
Deine Vorgeschichte wie Shinzon zu seinen Taten inspiriert wurde, die er nun auszuführen versuchte, war auf jeden Fall von dir sehr gut hinzuerfunden :thumbup:

Die mittleren Kapitel sind bei dir ja voll und ganz den Ereignissen von "Nemesis" gewidmet. Ich hatte den Film bis letzte Woche schon jahrelang nicht mehr gesehen, so dass ich nie genau wusste, was von dir stammt und was nicht, doch es fügte sich alles sehr gut zusammen. Ich dachte dann beim Lesen, dass auch bei "Where the end beginns" alles auf das Finale von "Nemesis" hinausläuft, doch da hatte ich mich getäuscht... es geht ja noch viel weiter! Eigentlich ergibt das Sinn, denn im Film wurde ja nie geklärt, ob z.B. nur die Scimitar über diese gefährliche Thalaron-Waffe verfügt und wie die romulanische Gesellschaft auf Shinzons kurze Machtzeit reagiert.

Freut mich sehr, dass dir mein Roman bis jetzt so gut gefällt. :) Wenn für den Leser die Grenzen zwischen der Vorgabe und dem neu hinzugefügten verschwimmen, habe ich meine Arbeit gut gemacht. Es kommt zwar in allen meinen Romanen vor, dass ich auf die eine oder andere Erwähnung aus den Serien und Filmen zurückgreife und diese interpretiere, aber "Where the End begins" ist in der Hinsicht nochmal eine ganz andere Herausforderung gewesen, da wirklich viele Szenen aus dem Film darin vorkommen. Aber ich zumindest jede einzelne erweitert, bin früher in sie eingestiegen oder bin länger dabei geblieben.

Zitat
Um B-4 tut es mir leid. Ihm hast du ja eine echt üble Rolle zugedacht!
Der Sinneswandel von Donatra und Suran hat sich mir ehrlich gesagt nicht ganz erschlossen. Vor allem Suran als alter Krieger, der für die Ausbreitung des Imperiums war... (doch ich hab jetzt im Film gesehen, dass der Sinneswandel schon dort angelegt war und du nur die Vorgaben aufgegriffen hast... trotzdem ist es erstaunlich, dass Suran bereit ist, die Station zu zerstören)

Surans Sinneswandel kommt zwar auch im Film recht schnell, aber ich denke, dass er einfach Donatra sehr bewundert und ihre Belehrung (vor allem in Hinsicht "Gleichgewicht der Kräfte", das für Suran ein völlig neues weil irdisches Konzept war) ihn überzeugen. Den Riss zu schließen finde ich da schon in Ordnung, aber ich habe auch durchaus im Roman drinnen, dass er fürchtet, die Raumstation könnte geentert werden und deshalb denkt er an ihre vollständige Vernichtung. Vor allem da ihm davor der Chefwissenschaftler auch sagt, dass dieser kein Bedauern empfindet, es gewohnt ist, dass man etwas erfindet, das kurze Zeit später nutzlos wird. An die Vernichtung der Station denkt Suran wahrscheinlich vor dem Gespräch noch gar nicht.

Zitat
Die Taten der geflüchteten Voyager kann man nur mit gemischten Gefühlen betrachten. War es Leichtsinn oder Arroganz oder einfach Zeitdruck, der sie zu diesem fatalen Fehler trieb? Hier passt wirklich der Spruch "Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen". Man kann ihnen wirklich nur wünschen, dass sie außer Reichweite sind und von den Folgen nichts mitbekommen.

Es war einfach Unwissenheit über die Natur der Thalaron-Domäne und damit sicher eine Arroganz, weil man annahm, man wüsste schon alles. (Im Grunde kann man auch dieses Verhalten mit Q in Zusammenhang bringen. In "Zeitsprung mit Q" meint Picard, die Sternenflotte wäre auf viele Möglichkeiten vorbereitet und Q hält diese Einstellung für arrogant.)

Zitat
Janeway im Gefängnis tut mir leid. Aber irgendwie passt es zu ihr, sich selbst zu bestrafen und auf diese Weise die Verantwortung zu übernehmen. Bin mal gespannt, ob sie im letzten Kapitel nochmal auftaucht, oder ob ihr Handlungsstrang zu Ende erzählt ist.

Ein bisschen was kommt zwar noch, aber nur ein kleiner Abschluss. Ich gebe zu, im letzten Kapitel die Voyager-Crew nicht mehr so recht untergebracht zu haben. Sie haben "ihren Zweck" eigentlich schon erfüllt gehabt.

Zitat
Wesley Crusher hat mich an einer Stelle überrascht. Es gab doch da diesen Moment, als die Enterprise in Gefahr war und Guinan verletzt wurde. Er hatte den Eindruck, dass er Guinan besser nicht hätte helfen sollen. Ist da auch in ihm die Kassandra erwacht? Wird das noch aufgegriffen? Ich bleibe gespannt.

Da kommt noch was im letzten Kapitel, versprochen. :)

Zitat
Nero - da sagt schon der Name alles! Mit dem ist kein Staat zu machen. Gibt's den eigentlich auch in den Kanon-Geschichten? Und - die interessantere Frage - wie gelingt es ihm, auch weiterhin Thalaron-Anschläge durchzuführen? Klar, Ifrana stellt ihm die Waffenkomponenten her, aber die Station hatte doch angefangen, den Riss zu schließen *grübel*

Nero? Der ist der Bösewicht in ST11. Aber wenn du meinst, ob man über sein Leben im Prime-Universum etwas erfährt, dann nur das, was Spocks Gedankenverschmelzung bzw. Neros eigenen Aussagen in ST11 zu entnehmen ist. Aber seine Geschichte zu erweitern bis hin zurück zu den Ereignissen von "Nemesis", war meine Idee.

Zitat
Das Abenteuer von Picard und Worf auf Orion war zeitweise schon wieder herzerfrischend. Eine kleine Abenteuer-der-Woche-Episode innerhalb einer lange andauernden Tragödie. Allerdings mit interessanten Folgen! Ich sage nur Tarha, Rote Materie, Spock und Scotty.

Ja, mit der Orion-Story hatte ich wieder ein bisschen "Strange new worlds"-Feeling untergebracht. :) Darauf lag in "Where the End begins" nicht so der Fokus, aber die Ausflüge nach Orion und Vulkan haben mir beim Schreiben viel Spaß gemacht. Vor allem habe ich mich schon lange darauf gefreut, Scottys Auftritt in der Geschichte zu schreiben, seinen Spruch hatte ich schon länger im Kopf. :D

Zitat
Wenn ich das richtig erkannt habe, dann hast du durch die Erwähnung von Archers Beagle und dem neuen Föderationssitz auf DS9 nun alle Star Trek-Serien mit eingebunden. Respekt! :keks:

"Where the End begins" ist wahrlich ein komplettes Star Trek-Crossover geworden. Im Epilog kommt dann sogar noch mehr. ;)

Zitat
Jetzt bleibt mir nur noch, an Chakotays letzten Spruch zu denken: "Lasst fahren alle Hoffnung" und mich ins letzte Kapitel zu stürzen :o

Ich wünsche dir viel Vergnügen mit dem Finale und kann schon jetzt versprechen: Frei von Hoffnung bleibt die Geschichte - auch wenn sie sehr düster angelegt ist - am Ende dann doch nicht. Bin schon gespannt, was du von der Auflösung der Geschichte - sofern man von einer Auflösung überhaupt sprechen kann - halten wirst.

Xella Sky

  • Crewman
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Antw:Star Trek - Where the End begins
« Antwort #14 am: Mai 29, 2017, 05:23:27 Nachmittag »
Ich wünsche dir viel Vergnügen mit dem Finale und kann schon jetzt versprechen: Frei von Hoffnung bleibt die Geschichte - auch wenn sie sehr düster angelegt ist - am Ende dann doch nicht. Bin schon gespannt, was du von der Auflösung der Geschichte - sofern man von einer Auflösung überhaupt sprechen kann - halten wirst.

Oh Mann, ich hätte nicht gedacht, dass wieder so viel Zeit seit meinem letzten Review vergangen ist! Dabei war ich mit dem Abschlusskapitel nur wenige Tage nach deiner letzten Antwort durch :-[ Irgendwie hat mir die Zeit gefehlt, um was Ordentliches zu schreiben *lach*
Auch wenn ich nun leider viele Details nicht mehr parat habe, die mir beim Lesen aufgefallen sind, bin ich doch immer noch ganz geflasht von deiner Geschichte als Ganzes. Sie ist das Beste aus dem Star Trek-Bereich, das ich seit Jahren gelesen habe! Und das schließt nicht nur Fanfiktions, sondern auch offizielle Romane mit ein. Hättest du deine Geschichte innerhalb von treknation oder bei ff.de eingestellt, würde ich sie sofort zu meinen Favoriten hinzufügen ;D

Doch nun zum Inhalt (soweit ich ihn noch auf die Reihe bekomme):
Die Schachmetapher, mit der Q arbeitet, hat mir megagut gefallen - auch wenn ich selbst kein Schach spiele. Guinan und Wesley als undurchsichtige Spielfiguren, das passt einfach und ist zugleich fasziniernd neu.
Ein erstmalig interessiertes Q-Kontinuum und Picard ein letztes Mal vor dem Richterstuhl waren sehr interessant. In den Gedankengängen, die du hier umgesetzt hast, stecken sehr viele gute und nachdenkenswerte Ideen. Nicht jeder hätte die intellektuelle Kraft eines Picards, um mit solch einer Situation umzugehen. Ist es auch eine noch nicht existierende Zukunft/Vergangenheit wert, beschützt zu werden? Das ist eine sehr gute Frage!
Auf jeden Fall wird deutlich, warum Zeitreisen normalerweise so stark regelmentiert und geächtet sind. Wer hätte schließlich erwartet, welch weitreichende Konsequenzen die damaligen Handlungen von Admiral Janeway haben könnten. Im Fanfiktionbereich sind die meisten ja sehr zufrieden mit ihrem eigensinnigen Handeln, doch nur wenige - wie du - kommen auf die Idee, dass sie es vielleicht einfach hätte lassen sollen. Trotzdem ist es gut, dass am Ende nicht nur ihr die Schuld in die Schuhe geschoben wird - immerhin musste sie für ihre Handlung ja auch einen schweren Preis bezahlen -, es gab so viele Rädchen bzw. Schachfiguren, die da mitgemischt haben. Trotzdem ist es eine beängstigende Vorstellung, dass die Handlung einer einzelnen Person theoretisch ein ganzes Universum ins Chaos stürzen könnte :help:

Ein bisschen was kommt zwar noch, aber nur ein kleiner Abschluss. Ich gebe zu, im letzten Kapitel die Voyager-Crew nicht mehr so recht untergebracht zu haben. Sie haben "ihren Zweck" eigentlich schon erfüllt gehabt.
Hey, ich bin echt dankbar, dass du das Schicksal der Voyager bzw. das von Janeway noch ein wenig aufgegriffen hast. Hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass sie zu ihrer ehemaligen Crew zurückkehren kann ^^ Natürlich hätte es mir noch mehr gefallen, wenn noch eine Dialogszene dabei gewesen wären, in der sie sich über das Vergangene und die gemachten Fehler ausgetauscht hätten - doch hier spricht das Fangirl aus mir, nimm es also nicht so ernst ::) Mir ist klar, dass es für die restliche Handlung keinerlei Nutzen gehabt hätte.

Die Parts von Wesley und Guinan haben mich sehr beschäftigt. Mir war lange nicht klar, wer hier der "Gute" und wer der "Böse" sein würde. Das Ergebnis hat mich überrascht. Beide Haltungen sind irgendwie nachvollziehbar, doch es sind tatsächlich ganz unterschiedliche Herangehensweisen an das Leben/Schicksal, die sich einfach ausschließen müssen. Es ist ein Wunder, dass Picard aus dieser Zwickmühle herausfand. Du musst ihn wohl sehr mögen ;)

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: es war eine geniale Geschichte, die ich am liebsten jedem Star Trek-Leser weiterempfehlen würde :love: :danke: Dass sie zu Ende ist, kann ich immer noch kaum fassen :'( Tagelang hab ich danach nichts annähernd so fesselndes gefunden, das mich genauso reizen würde wie diese Geschichte. Am schönsten fand ich übrigens, dass nichts an der Handlung vorhersehbar war. Es gibt auch viele andere gute Geschichten, doch meist weiß man ab einer bestimmten Stelle, worauf es hinauslaufen wird, doch das war hier (zumindest für mich) nirgends der Fall. :thumbup:

P.S. Ach der Nero aus ST11? Wow, jetzt ist echt alles vorgekommen und ich hab schon wieder einen Film, den ich mir dank dir unbedingt mal wieder ansehen sollte :P