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Thema: Voyager (VOY)  (Gelesen 8168 mal)

Robi

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Voyager (VOY)
« am: März 11, 2015, 07:12:07 Nachmittag »
Genau die ersten beiden Staffeln haben mir diese Serie am meisten verhagelt.
Was hingegen beinahe ein Geniestreich in TNG war, das war die Darstellung der Borg - irgendwie unheimlich und nicht greifbar, die Freunde. Leider wurde in Film 8 und in VOY diese tolle Idee durch die Erfindung der Borg-Queen prompt wieder zunichte gemacht.

Mit der Borg-Queen in First Contact kann ich noch leben.
Voyager hat da viel mehr zunichte gemacht, als die Autoren die Borg - gegen die selbst die Big E und die Defiant zusammen nur mit Mühe ankamen - zu Schießbudenfiguren degradiert haben, die von der USS Reset Button (aka Voyager) gleich scharenweise weggeputzt werden...
« Letzte Änderung: November 27, 2018, 04:47:45 Nachmittag von Emony »

Joral Farrel

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« Antwort #1 am: März 11, 2015, 07:22:36 Nachmittag »
Ich fand die Idee mit der Borg Queen eigentlich ziemlich gut.
Was Voyager angeht, so war's sowieso die schlechteste Serie

Nerys

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« Antwort #2 am: März 11, 2015, 08:47:24 Nachmittag »
Deiner Meinung nach ;) Ich bin durch die Voyager überhaupt erst zu ST gekommen.

VGer

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« Antwort #3 am: März 11, 2015, 09:04:59 Nachmittag »
Ich bin auch über Voyager zu Trek gekommen. ;)

Leute, Ihr seid neu hier, also bitte informiert Euch über unsere Gepflogenheiten und passt Euch daran an. Ich zitiere hierzu mal:

Zitat
Beleidigende, destruktive oder provozierende Beiträge sind nicht erwünscht (...) Respektvoller, sachlicher Meinungsaustausch ist immer gerne gesehen, aber wir unterlassen es, auf einzelne Serien, Filme, Genres, Charaktere, Pairings, etc. hin zu hacken oder andere für ihre Vorlieben und Abneigungen zu diskreditieren – das nennt man auch bashing und es ist absolut unerwünscht.

Herzlichen Dank.

Nerys

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Voyager
« Antwort #4 am: März 12, 2015, 07:19:56 Vormittag »
So, jetzt müssten alle Serien ihren allgemeinen Thread haben ;)

Jedes Mal, wenn ich mir "Equinox" anschaue, wundere ich mich darüber, wie leicht der Doc seine Crew verrät, wenn nur ein "Schalter" umgelegt wird. Die ethischen Subroutinen sollen das MHN davon abhalten, moralisch fragwürdige oder unvertretbare Dinge zu tun, so wie grausame Experimente an Lebewesen durchzuführen, soweit klar. Ich verstehe nur nicht, wie die Deaktivierung dieser Subroutinen ausreichen kann, um seine Persönlichkeit gleich komplett umzudrehen. Letztendlich besinnt er sich zwar irgendwie, aber trotzdem ist es komisch, oder?

ulimann644

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« Antwort #5 am: März 12, 2015, 02:02:07 Nachmittag »
So, jetzt müssten alle Serien ihren allgemeinen Thread haben ;)

Jedes Mal, wenn ich mir "Equinox" anschaue, wundere ich mich darüber, wie leicht der Doc seine Crew verrät, wenn nur ein "Schalter" umgelegt wird. Die ethischen Subroutinen sollen das MHN davon abhalten, moralisch fragwürdige oder unvertretbare Dinge zu tun, so wie grausame Experimente an Lebewesen durchzuführen, soweit klar. Ich verstehe nur nicht, wie die Deaktivierung dieser Subroutinen ausreichen kann, um seine Persönlichkeit gleich komplett umzudrehen. Letztendlich besinnt er sich zwar irgendwie, aber trotzdem ist es komisch, oder?

Der Doc besteht aus Licht, Energie und einer hoch komplexen Programmierung. Aber - das wird durch seine Vermenschlichung vergessen - er ist kein Lebewesen.
Ein Programm kann modifiziert werden, so dass es genau das macht, was der Programmierer wünscht.

Die Frage ist: In wie weit kann ein solches Programm bewusst entscheiden, und wie weit ist es von seinen Programmroutinen abhängig - in dieser Hinsicht eine sehr interessante Frage noch dazu.
Wenn man Lern-Routinen, jene für Fuzzy-Logik, UND die ethischen Routinen abschaltet, dann kann das wohl schon genau zu dem führen, was der Doc da verbrecherischer Weise angestellt hat. Er weiß in dem Moment ja nicht, was richtig oder falsch ist - sprich, für ihn gibt es gar keinen Unterschied in der Hinsicht.
Wichtig wäre hier auch zu wissen, ob der Doc auf seinen "Erinnerungs-Speicher" zugreifen konnte, und wenn ja, ob die gerade aktive Programmierung einen Vergleich zu seinen bisherigen Handlungen, und seinen aktuellen zugelassen hätte, oder aber nicht.

Als denkendes Wesen, bei dem man dies alles nicht willkürlich abschalten kann, ist man nicht in der Lage sich das plötzlich so andere Verhalten des Docs vorzustellen - bei einem "Programm" ist das vorstellbar.

ulimann644

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« Antwort #6 am: März 12, 2015, 02:16:46 Nachmittag »
Voyager hat da viel mehr zunichte gemacht, als die Autoren die Borg - gegen die selbst die Big E und die Defiant zusammen nur mit Mühe ankamen - zu Schießbudenfiguren degradiert haben, die von der USS Reset Button (aka Voyager) gleich scharenweise weggeputzt werden...

Leider passieren solche Missverhältnisse wenn verschiedene Leute die Drehbücher schreiben - da ist jeder von seiner ureigenen Auslegung, was geht und was nicht, so überzeugt, dass er nicht nach Links und Rechts schaut was bisher war und wie seine Version sich da einfügt.

Gerade für ENDGAME hätte ich mir etwas weniger "Brechstange" und etwas mehr "Überlisten" gewünscht, damit die VOYAGER nach Hause kommt, vielleicht ohne gleich noch - als wäre es nichts - einen KO-Punch gegen das Transwarp-Zentrum zu landen.

Robi

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« Antwort #7 am: März 12, 2015, 07:34:34 Nachmittag »
Wichtig wäre hier auch zu wissen, ob der Doc auf seinen "Erinnerungs-Speicher" zugreifen konnte, und wenn ja, ob die gerade aktive Programmierung einen Vergleich zu seinen bisherigen Handlungen, und seinen aktuellen zugelassen hätte, oder aber nicht.

Auch wenn der gute Doktor noch seine Erinnerungen hätte - das Deaktivieren der ethischen Subroutinen würde doch dazu führen, dass kein Maßstab mehr da ist, an dem die Erinnerungen hinsichtlich gut/böse (platt formuliert) gemessen werden können?

Robi

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« Antwort #8 am: März 12, 2015, 07:39:05 Nachmittag »
Gerade für ENDGAME hätte ich mir etwas weniger "Brechstange" und etwas mehr "Überlisten" gewünscht, damit die VOYAGER nach Hause kommt, vielleicht ohne gleich noch - als wäre es nichts - einen KO-Punch gegen das Transwarp-Zentrum zu landen.

D'accord.
Vor allem, da - wenn ich mich recht entsinne - ALLE Begegnungen mit den Rittern der Konservenbüchse ziemlich knappe Kisten waren, die meistens nur aufgrund von Einfallsreichtum und schnellem Denken zugunsten der Sternenflotte ausgingen. Mit Feuerkraft kam man den Borg nicht bei, also musste man sie austricksen.

ulimann644

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« Antwort #9 am: März 13, 2015, 02:53:02 Nachmittag »
Auch wenn der gute Doktor noch seine Erinnerungen hätte - das Deaktivieren der ethischen Subroutinen würde doch dazu führen, dass kein Maßstab mehr da ist, an dem die Erinnerungen hinsichtlich gut/böse (platt formuliert) gemessen werden können?

Das stimmt einerseits.
Andererseits: Wenn er auch mit der modifizierten Programmierung lernfähig bleibt UND hinterfragen kann, warum er früher anders agiert hat, als aktuell, so wäre er immerhin (theoretisch) in der Lage das, was er momentan macht, zu analysieren und Berechnungen anzustellen warum er nun anders agiert - und vielleicht bewegen ihn die Ungereimtheiten dann möglicherweise in eine andere Richtung.
Darum halte ich den Punkt für überlegenswert.

ulimann644

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« Antwort #10 am: März 13, 2015, 03:16:21 Nachmittag »
Am schlimmsten war für mich der Stockfehler in der Kontinuität der Erzählung, wie es bei jeder "Zeitkorrektur" (nicht Zeitreise) der Fall ist.
Dadurch dass die ältere Janeway ihre Vergangenheit korrigiert, eliminiert sie den Grund diese Korrektur auszuführen, weil all das, was sie dazu bewogen hat ja gar nicht passiert.
So reist Admiral Janeway zwangsläufig auch nicht - wenn es eigentlich sein müsste - in die Vergangenheit um sie zu korrigieren, denn dazu besteht ja nun kein Grund mehr (weshalb wiederum doch das passieren müsste, was die ältere Janeway erlebt hat...)
Das Ganze würde also in einem Paradoxon enden - deshalb war das mit der Idee der Zeitreise nichts.

Dass mir ENDGAME ansonsten dennoch irgendwie gefallen hat war, abseits dieses Logik-Kraters, das "Was-Wäre-Wenn?"-Prinzip, das auch bei "Zurück in die Zukunft" - trotz besagter Logik-Mängel - Spaß gemacht hat. Auch wegen der Aussicht darauf, wohin sich die Waffentechnik der Feds entwickeln wird.

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« Antwort #11 am: März 13, 2015, 04:32:10 Nachmittag »
Das Paradoxon gabs ja auch schon bei "Temporale Paradoxie" und das ist, find ich, eine tolle Folge.

Robi

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« Antwort #12 am: März 13, 2015, 04:33:16 Nachmittag »
Das stimmt einerseits.
Andererseits: Wenn er auch mit der modifizierten Programmierung lernfähig bleibt UND hinterfragen kann, warum er früher anders agiert hat, als aktuell, so wäre er immerhin (theoretisch) in der Lage das, was er momentan macht, zu analysieren und Berechnungen anzustellen warum er nun anders agiert - und vielleicht bewegen ihn die Ungereimtheiten dann möglicherweise in eine andere Richtung.
Darum halte ich den Punkt für überlegenswert.

Das habe ich auch gar nicht abgestritten, dass es überlegenswert ist ;)
Es wäre mMn generell mal interessant, diese ethischen Subroutinen näher zu beleuchten. Denn so, wie der unmittelbare Effekt beim guten Doktor eintritt, erinnern sie mich irgendwie an Asimovs Robotergesetze. Ist Freund Roboter mit ihnen programmiert, ist alles gut. Löscht man sie aber - all bets are off, wie der Franzose sagt.
Dazu kommt noch, dass der Doktor ein Sonderfall ist. Er hat diese Erinnerungen, aber die zigtausend anderen MHNs der Flotte - wenn ich die Äußerungen in der Serie richtig in Erinnerung habe - nicht. Sprich, wenn ich bei dem 08/15-MHN der USS Kleinkleckersdorf - die ihr MHN alle Jubeljahre mal braucht - an den Subroutinen herumfummele, kann ich sehr viel Böses anstellen.

Robi

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« Antwort #13 am: März 13, 2015, 04:44:56 Nachmittag »
Am schlimmsten war für mich der Stockfehler in der Kontinuität der Erzählung, wie es bei jeder "Zeitkorrektur" (nicht Zeitreise) der Fall ist.
Dadurch dass die ältere Janeway ihre Vergangenheit korrigiert, eliminiert sie den Grund diese Korrektur auszuführen, weil all das, was sie dazu bewogen hat ja gar nicht passiert.
So reist Admiral Janeway zwangsläufig auch nicht - wenn es eigentlich sein müsste - in die Vergangenheit um sie zu korrigieren, denn dazu besteht ja nun kein Grund mehr (weshalb wiederum doch das passieren müsste, was die ältere Janeway erlebt hat...)
Das Ganze würde also in einem Paradoxon enden - deshalb war das mit der Idee der Zeitreise nichts.

Seien wir doch mal ehrlich - Zeitreisen bei Voyager waren generell etwas mau.
In Future's End denkt keine Sau an den Slingshot-Effekt, der nachgewiesenermaßen funktioniert. Okay, dann wäre die Serie ein paar Jahre zu früh zu Ende gewesen (nicht, dass es mich gestört hätte) - aber wenigstens einen Dialog darüber, dass das aus was für einem Grund auch immer in diesem Fall nicht funktionieren würde, hätte ich mir schon gewünscht...
Und dass sie am Ende von Year of Hell den Reset Button gedrückt haben, fand ich auch etwas billig. Da hätte man soviel draus machen können...

Das Paradoxon gabs ja auch schon bei "Temporale Paradoxie" und das ist, find ich, eine tolle Folge.

Stimmt, das war eine der Folgen, die mir wirklich gefallen haben.
Wobei das auch viel damit zu tun hat, dass die drei (Beltran, Wang und Picardo) das mMn super gespielt haben.

Dass mir ENDGAME ansonsten dennoch irgendwie gefallen hat war, abseits dieses Logik-Kraters, das "Was-Wäre-Wenn?"-Prinzip, das auch bei "Zurück in die Zukunft" - trotz besagter Logik-Mängel - Spaß gemacht hat. Auch wegen der Aussicht darauf, wohin sich die Waffentechnik der Feds entwickeln wird.

Dito.

(Auch wenn Harry Kim mal wieder die Arschkarte gezogen hat - eigenes Schiff ja, aber ein Minischiffchen, das nach dem kleinsten US-Bundesstaat benannt ist. Irgendeine kosmische Macht scheint den guten Harry nicht zu mögen... :devil:)

VGer

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« Antwort #14 am: März 13, 2015, 05:10:43 Nachmittag »
Temporale Paradoxie (Timeless) ist wirklich so eine tolle Folge! Ebenso Endgame ... von temporalen Paradoxien bekomme ich Kopfschmerzen, deswegen denke ich lieber nicht zu viel darüber nach, aber Spaß macht es trotzdem.

(Auch wenn Harry Kim mal wieder die Arschkarte gezogen hat - eigenes Schiff ja, aber ein Minischiffchen, das nach dem kleinsten US-Bundesstaat benannt ist. Irgendeine kosmische Macht scheint den guten Harry nicht zu mögen... :devil:)

Mit ein Grund, diese Zeitlinie auszulöschen ... :lol: ... weil eigentlich wird er zuerst Captain der Kirk und dann Captain der Enterprise. Ich bin die kosmische Macht, die für Harry Kims Wohlbefinden und seine Karriere zuständig ist ;)

Und dass sie am Ende von Year of Hell den Reset Button gedrückt haben, fand ich auch etwas billig. Da hätte man soviel draus machen können...

Ja, das ist wirklich so schade. Das war so eine geniale Idee, und sie ist einfach so abgenudelt worden und dann verpufft.

So, und wenn Ihr nichts dagegen habt, werde ich hier mal abtrennen und die Voyager-Diskussion in den Voyager-Thread verlagern, okay? :mopp: