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Thema: SciFi-Franchises abseits von Star Trek  (Gelesen 5622 mal)

Nerys

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Antw:SciFi-Franchises abseits von Star Trek
« Antwort #60 am: August 11, 2017, 05:36:31 Nachmittag »
Ja, das waren die großen Alben. In anderen Heften war manchmal Werbung dafür.

David

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Antw:SciFi-Franchises abseits von Star Trek
« Antwort #61 am: April 24, 2018, 02:08:10 Vormittag »
Mir ist vor einigen Tagen aufgefallen, dass ich weder Discovery, noch The Orville seit Längerem verfolgt habe.
Auch andere SciFi habe ich mir kaum angesehen (re-watch alter Serien/Filme außen vor) und ich habe mir die Frage gestellt, woran das liegen könnte?

Fehlende Zeit? - hab doch einen DVD-Recorder und wiederbeschreibbare Rohlinge gibt's für 'n Ei und 'ne Stulle in jedem Supermarkt.
Keine Lust auf SciFi? - ich gucke immer noch gerne Filmklassiker oder meine Lieblingsserien (B5, SGA, DS9, ENT, VOY).

Ich habe lange überlegt und bin schließlich zu der Erkenntnis gekommen, dass es die mittlerweile niedrige Qualität der Serien und das ewig gleiche Thema ist, dass mir das Interesse hat erschlaffen lassen.
Fast überall geht es nur noch gegen böse böse Überfeinde: Diplomatie, Freundschaft und einfach mal eine wirklich optimistische Zukunftsversion, in der man sich gerne selbst leben sehen würde - Fehlanzeige.

Dieses Manko zieht sich seit der 3. Staffel von Enterprise durch fast alle Serien und Filme.
Immer ein noch bösererer Oberbösewicht, immer eine noch größere Alienflotte und immer noch mächtigere Super-Giga-Waffen.

Es ist bedauerlich, dass heutzutage das Mainstream-Publikum offenbar so dermaßen geistlosen Einheitsbrei haben will; nichts zum Nachdenken, nichts mit Moral und positiver Vision.
Hauptsache die Effekte stimmen und es kracht ordentlich; egal wie inhaltslos die Story, wie flach die Figuren sind.

Ich fand den Auftakt von "The Orville" eigentlich nicht übel.
Der Versuch einen Mittelweg zwischen der "Ernsthaftigkeit" von Star Trek und "Comedy" a la Galaxy Quest zu gehen, hätte IMO das SciFi Genre langfristig interessanter machen können, aber es wurde leider, leider, in den Sand gesetzt.

Vorbei sind die Zeiten, in denen man gute Figuren mit Tiefgang hatte auf Abenteuern, die einen mitrissen.
Was gibt es da heute?
Oh je, Familiendrama im Weltraum... und platte Figuren.
Im Kino kaum anders... Story, Tiefgang, Utopie des 23. Jahrhunderts...? Fehlanzeige.
auch hier: Massenvernichtung, Gewalt, Bumm, Peng, Spreng...
ja, ich spreche vom Star Trek Reboot.

Ich bin Trekkie, weil ich ein fiktives Universum lieb gewonnen habe, in dem eine Zukunft gezeigt wurde, in der man gerne Leben würde.
In der viele Probleme beseitigt sind und die noch vorhandenen Probleme nicht totgeschwiegen, sondern mit Witz und Tat angegangen werden-

Doch unter dem Strich ist davon seit dem Ende von "Enterprise" eigentlich schon seit Ende der 2. Staffel der Serie, nichts mehr übrig.
Probleme werden nur noch mit Faust und Phaser gelöst, nicht mehr mit Worten und Verständigung.

Forschung, war gestern, jetzt geht es nur noch um Geballer.
Ich sage es ganz offen: ich habe davon die Nase voll, wirklich voll.
Zum ersten Mal frage ich mich ernsthaft, ob ich Scifi, bzw. Star Trek (besser gesagt, das, was man heute als Star Trek bezeichnet), noch in meinem Leben haben möchte?

Ich will die Klassiker nicht missen und TOS, DS9, VOY und ENT stehen komplett auf DVD in meinem Schrank.
Aber das "Neue Star Trek", dass jetzt seit gut einem Jahrzehnt uns beschäftigt (erst der KinoReboot, dann Discovery),... das hat für mich (wie auch praktisch jede Scifi und Fantasy von heute), eigentlich völlig den Reiz verloren; weil es IMO einfach total anspruchslos geworden ist.

Ich finde, dass das einfach mal gesagt werden muss.
Nicht um denjenigen von Euch, die die neue Serien/Filme-Generation mögen, diese schlecht zu reden; sondern, weil ich persönlich von dieser Generation des SciFi-Genres, völlig enttäuscht bin.

Defender34

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Antw:SciFi-Franchises abseits von Star Trek
« Antwort #62 am: April 24, 2018, 04:24:15 Vormittag »
David, ich stimme dir schon zu. Es ist nicht nicht nur bei Star Trek so. Das "Geballer- Genre", sag ich mal ganz plump, hat den Film eingeholt.
Ich bin ja selbst mehr der "Klassiker-Film- Fan" und gehe jedem, noch so krassem Geballer aus dem Weg. Lieber gebe ich mir zum drölfzigtausendsenten Mal einen "Immenhof"- Film, weil man damals einfach noch mit dem gearbeitet hat, was man zur Verfügung hatte: Freundschaft, Harmonie, Streitigkeiten werden auf friedliche Weise ausdiskutiert/ Diplomatie...
Man sieht es ja schon an unserer Gesellschaft und an der Regierung, wie die Menschen heute ticken: Nur Krieg und Gewalt. Demos für den Frieden sterben aus; ein 15jähriger wird grundlos zu Tode geprügelt, der eigentlich mit Worten eine Streitigkeit bereinigen wollte (in einem Nachbarort von mir), etc pp. Und genauso ist es in der Filmbranche. Es geht nur noch um Waffengewalt. Muss das wirklich sein? Haben wir nicht aus der Geschichte gelernt? Muss soetwas immer mehr in den Filmen Überhand nehmen? Ich sage auch Nein dazu.
Diese ganze Effekte- Soße ist doch Mist! Die ersten ST- Filme mit der TOS- Crew kam auch mit wenig Effekten aus oder die ganz alten Sachen wie "Raumpatrouille Orion" kommt auch mit schlichten Tricks aus. Es ist einfach nur schade, dass es heute nur noch um so ein plumpes Gebraue gehen muss! Das macht mich nicht nur wütend, es macht mich traurig!

Gabi

Antw:SciFi-Franchises abseits von Star Trek
« Antwort #63 am: April 24, 2018, 06:55:20 Vormittag »
Ich gestehe, ich verstehe es nicht. Gerade weil Du, David, B5, DS9 und SGA als Positivbeispiele anführst und Dich dann darüber beschwerst, dass es heutzutage nur noch um Überfeinde und Weltraumschlachten geht. Bei allen drei oben genannten Serien geht es um Überfeinde (DS9 erst in den letzten Staffeln, aber auch da ist dann der Krieg, der Feind und Weltraumschlachten das allesbestimmende Thema). Und zumindest in DS9 und B5 kommen weit mehr Weltraumschlachten vor, als es z.B. bei Discovery der Fall war.

Auch die "charakterliche Tiefe" von z.B. TOS-Charakteren gegen die "platten" Charaktere von heute zu setzen (JA, es ist bitte ironisch zu lesen), kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

Zwei der aktuell laufenden SF-Serien ("Travelers" und "Lost in Space") kommen ohne Überfeind und Weltraumschlachten aus und über die Charakterdarstellung kann ich mich beim besten Willen nicht beklagen. Die kommen allesamt doch um einiges glaubwürdiger rüber, als z.B. die TNG-Charaktere in den ersten Staffeln.

Von daher, wenn man offen an neue Serien herangeht, dann findet man dort genausolche Perlen, wie man sie aus seiner Nostalgie kennt - in meinem Fall sogar noch bessere als früher. (denn ich habe festgestellt, dass ich mir die alten ST-Serie nicht mehr so problemlos anschauen kann, weil sie mir teilweise zu naiv erscheinen)