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Thema: Doppelhelix  (Gelesen 1933 mal)

Schafi95

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Doppelhelix
« am: Oktober 01, 2013, 09:26:05 Nachmittag »
Zitat
Wie die verdrehten Stränge mutierter Chromosomen erstreckt sich eine perfide Verschwörung fremder Mächte durch den gesamten Alpha-Quadranten - umspannt zahlreiche Jahre der Sternenflottengeschichte.Kurz nachdem Captain Picard das Kommando über das Raumschiff Enterprise übernimmt, befällt eine höchst ansteckende Epidemie die Bewohner von Archaria III. Sie gefährdet das Leben von Tausenden und beschwört Gewalthandlungen an jenen herauf, die das Volk für die Verbreitung der Krankheit verantwortlich macht. Während Data und Natasha Yar gemeinsam die wahre Herkunft des Virus suchen, muss Dr. Crusher feststellen, dass die unerbittliche Krankheit all ihren Bemühungen widersteht, ein Heilmittel zu finden. Die verzweifelte Suche nach einem Impfstoff wird noch dringender, als Deanna Troi sich ebenfalls ansteckt Nach Destiny steht das nächste Crossoverevent ins Star Trek-Haus: Die Doppelhelix-Minireihe. Unzählige Helden der Star Trek-Geschichte geben sich ein Stelldichein: Kira Nery und Dukat aus Deep Space Nine, Chakotay, B'Elanna Torres und Tuvok aus Voyager, McCoy und Spock aus der Originalserie sowie Captain Calhoun aus der Buchreihe New Frontier, um nur wenige zu nennen.



Kennt einer von euch die Doppelhelix-Reihe? Wenn nicht, solltet ihr froh sein! Denn diese Romanreihe gehört wirklich zum Langweiligsten, was mir an Trek-Romanen bis jetzt in die Hände gefallen ist!
Die einzelnen Romane laufen immer nach dem selben Handlungsmuster ab: Auf irgendeinem Planeten, den eh keiner interessiert (sieht man vom zweiten Band ab, der auf Terok Nor spielt) bricht eine Seuche aus, die durch das heldenhafte Einschreiten mehr oder weniger bekannter ST-Charaktere gestoppt werden kann.
Handlungsmäßig hat man das also schon gefühlt dutzende Male im TV gesehen oder in FFs und Büchern gelesen, was das Ganze ganz sicher nicht interessanter macht. Selbst Peter Davids Beitrag mit den Captains Calhoun und Picard als Hauptcharaktere kann der Reihe keinen Schwung verleihen - es gibt kaum ein anderes Buch von Peter David, welches ich ermüdender empfand ('Der Ort der Stille' habe ich wohlwissend aus der Hand gelegt, als es mir zu langweilig wurde :rolleyes: ).
Nun denn, was denkt ihr?

Gwen123

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RE: Doppelhelix
« Antwort #1 am: Oktober 01, 2013, 09:28:54 Nachmittag »
Ich habe den ersten Band gelesen und fand ihn eigentlich in Ordnung. Dann hab ich die Leseprobe für den nächsten Band gelesen und dann... eigentlich nichts mehr.

Schafi95

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RE: Doppelhelix
« Antwort #2 am: Oktober 01, 2013, 09:35:51 Nachmittag »
Gut, der erste Band ging eigentlich noch, der zweite auch, aber dann merkte ich schon, wie die Handlungsstränge begannen, sich zu wiederholen :rolleyes:

CAMIR

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RE: Doppelhelix
« Antwort #3 am: Oktober 01, 2013, 11:54:07 Nachmittag »
Ich hab mir vor gefühlten drölfzig Jahren (2003? 2005?) in den USA den Sammelband der Reihe geholt, wo alle fünf Romane drin sind. Ein ziemlich dicker Wälzer.
Den ersten Roman hab ich noch auf dem Flughafen beim Warten auf den Heimflug verschlungen, der zweite war auch in Ordnung und beim dritten kam ich ins Stocken und hörte nach der Hälfte auf.
Ich habs nicht als öde empfunden, ich hab einfach aufgehört...
Okay ab 4 und 5 haben mich die Charaktere dann nicht mehr interessiert (diese komischen OCs von Peter David fand ich noch nie toll...) und wer im 5. drankommt weiß ich gar nicht mehr. Ich glaub die Voyager Crew...
« Letzte Änderung: Oktober 01, 2013, 11:54:41 Nachmittag von CAMIR »

Telai

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RE: Doppelhelix
« Antwort #4 am: Oktober 02, 2013, 02:24:47 Nachmittag »
Also, einen Roman hab ich von der Reihe.
Habe ich gekauft weil... Data auf dem Cover war. :redface:
Ja, war ganz gut, den nächsten habe ich dann allerdings nicht mehr gelesen.
Laaaaaaaangweilig.

Schafi95

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RE: Doppelhelix
« Antwort #5 am: Oktober 02, 2013, 02:53:33 Nachmittag »
Ich gestehe, wenn Jadzia in die Handlung involviert gewesen wäre, hätte ich auch das letzte Buch der Reihe gelesen ;)

CAMIR

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RE: Doppelhelix
« Antwort #6 am: Oktober 02, 2013, 03:20:24 Nachmittag »
Zitat von: 'Schafi95' pid='8749' dateline='1380718413'

Ich gestehe, wenn Jadzia in die Handlung involviert gewesen wäre, hätte ich auch das letzte Buch der Reihe gelesen ;)


Stimmt, der DS9 Band spielt ja iirc noch zu Terok Nor Zeiten und hatte Doktor Pulaski als Protagonistin.

Schafi95

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RE: Doppelhelix
« Antwort #7 am: Oktober 02, 2013, 03:28:21 Nachmittag »
Jepp, ich meine aber, Kira wäre auch irgendwo rumgelaufen...

CAMIR

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RE: Doppelhelix
« Antwort #8 am: Oktober 02, 2013, 03:32:00 Nachmittag »
Ja, Kira war auch dabei. Aber halt nicht als "Major", sondern als "normale" Bajoranerin.

Schafi95

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RE: Doppelhelix
« Antwort #9 am: Oktober 02, 2013, 03:35:17 Nachmittag »
Ja, spielte ja auch noch während der Besetzung Bajors. Daher lief auch Dukat ständig rum (was ich gar nicht mal so schlecht fand ;) )

Gwen123

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RE: Doppelhelix
« Antwort #10 am: Oktober 02, 2013, 03:42:04 Nachmittag »
Kira und Dukat laufen rum? Vielleicht sollte ich den zweiten doch lesen... :D

Arielen

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RE: Doppelhelix
« Antwort #11 am: Oktober 17, 2013, 08:23:19 Nachmittag »
Die Hintergrundgeschichte der Saga fand ich eher nichtssagend, aber einige der Romane gefielen mir ganz gut, gerade Band 3 und 4, wo im einen die altgedienten Helden herumsprangen und es endlich mal eine interessante Backstory zu Chakotay gab, die ihn mir etwas sympathsicher machte.

Schafi95

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RE: Doppelhelix
« Antwort #12 am: Oktober 17, 2013, 08:58:10 Nachmittag »
Ich bin der Ansicht, dass sich gerade der Band über die Maquis doch sehr zog. Obwohl, vielleicht kommt es mir auch nur so vor, da die Handlung ja schon durch die ersten Beiden Bände absehbar war ;)

Emony

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RE: Doppelhelix
« Antwort #13 am: Oktober 19, 2013, 10:40:54 Vormittag »
Zitat
... und es endlich mal eine interessante Backstory zu Chakotay gab ...


Deckt sich die mit dem Roman Schicksalspfade von Jeri Taylor, der vor x Jahren rauskam? Wenn nicht, wäre das ja mal wieder sau blöd.

Arielen

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RE: Doppelhelix
« Antwort #14 am: Oktober 19, 2013, 12:31:17 Nachmittag »
Zitat von: 'Emony' pid='10080' dateline='1382172054'

Zitat
... und es endlich mal eine interessante Backstory zu Chakotay gab ...


Deckt sich die mit dem Roman Schicksalspfade von Jeri Taylor, der vor x Jahren rauskam? Wenn nicht, wäre das ja mal wieder sau blöd.


Keine Ahnung.

Ich habe die Bücher übrigen mal alle rezensiert:

John Gregory Betancourt
Star Trek The Next Generation: Doppelhelix 1 - Infektion
Star Trek TNG - Double Helix Vol. 1 – Infection, USA 2012
Cross Cult, Asperg 03/2012
Taschenbuch, Science Fiction, ISBN 978-3-86425-011-8, 218/1180
Übersetzung aus dem Amerikanischen von Stephanie Pannen
Titelbild von Paramount Pictures Corporation


„Infektion“ ist der erste Band einer sechsteiligen Saga im „Star Trek“-Universum, die nicht nur die Besatzung der „Enterprise-D“ beschäftigen wird, sondern auch die Besatzung von „Deep Space Nine“ und die der „Voyager“. Auch wenn die Romane in sich geschlossen sind – eine entgültige Antwort auf die Frage nach dem „Wer“ und „Warum“ wird der Leser vermutlich erst am Ende erhalten. Bis dahin wird die Verschwörung den ganzen Alpha Quadranten in Atem halten.

Captain Picard hat das Kommando über die „Enterprise-D“ übernommen. Doch schon im ersten Jahr der Mission bekommt man es mit großen Herausforderungen zu tun. Auf dem Planeten Archaria III ist eine Seuche ausgebrochen, die Teile der Bevölkerung angegriffen und bereits ausgelöscht hat.
Bei genauerem Hinsehen stellt die Crew jedoch fest, dass nur eine ganz bestimmte Gruppe von Einheimischen betroffen ist – nämlich diejenigen die das Blut zweier Rassen in sich tragen, egal welcher. Da dies noch nicht allgemein bekannt ist, schlagen die Emotionen hoch und es kommt zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen.
Während Dr. Crusher und ihr Team alles unternehmen, um das Virus zu isolieren und eine Heilung zu finden, ist es an Captain Picard, mit der Regierung zu verhandeln, zu verhindern, dass irgendwer die Quarantäne durchbricht und die Seuche vielleicht auch noch auf andere Planete trägt und alles zu tun, um den Frieden auf der Welt wiederherzustellen. Dabei macht die Crew der Enterprise so manch überraschende Entdeckung.

„Doppelhelix“ scheint ein Zyklus zu sein, der an die alten Werte des „Star Trek“- Universums erinnert – humanitäres Vorgehen und Verständnis für andere Kulturen, wissenschaftliche Erforschung großer Geheimnisse und ein freundliches Miteinander der Crew anknüpft, aber auch moderne Elemente mit einbringt.
So wirkt die Geschichte sehr schlicht, man hat keinen Zweifel daran, dass die Helden eine Lösung finden werden, als noch ein wichtiges Crewmitglied erkrankt, besitzt aber die Atmosphäre einer Serienfolge. Die Spannung ist eher mäßig, da vieles zu einfach gelöst wird, dennoch besteht Lust, weiter zu lesen, da es genügend Hinweise darauf gibt, dass die Verschwörung viel größer ist als gedacht.
Allerdings sollte man nicht viel Charaktertiefe und Entwicklung erwarten. Picard und Co, werden so distanziert geschildert, wie man sie aus den ersten Folgen kennt. Auch die Action ist eher gering, es gibt nur wenige dramatische Höhepunkte.

Alles in allem erweist sich „Infektion“ auf den ersten Blick als sehr durchschnittlicher „Star Trek“-Roman, der für sich allein zwar kurzweilige Unterhaltung aber keine neuen Erkenntnisse bietet, aber vermutlich erst mit den nächsten Bänden mehr von seinem wahren Inhalt preisgibt als jetzt. Daher sollte man dem „Doppelhelix“-Zyklus noch eine zweite Chance geben, denn erste interessante Hinweise auf einen weit größeren Hintergrund gibt es durchaus.



Dean Wesley Smith & Kristine Kathryn Rusch
Star Trek The Next Generation: Doppelhelix 2 - Überträger
Star Trek TNG - Double Helix Vol. 2 – Vectors, USA 2000
Cross Cult, Asperg 03/2012
Taschenbuch, Science Fiction, ISBN 978-3-86425-012-5, 266/1280
Übersetzung aus dem Amerikanischen von Stephanie Pannen
Titelbild von Paramount Pictures Corporation

Nach „Infektion“ setzt „Überträger“ die sechsteilige Saga im „Star Trek“-Universum fort. Nicht nur die Enterprise-D beschäftigt sich mit dem Problem, diesmal ist der Schauplatz die cardassianische Station Terok Nor über dem Planeten Bajor, aus der in nicht all zu ferner Zukunft die Station „Deep Space Nine“ werden wird.
Wieder testen die noch immer unbekannten Verschwörer aus, wie gut ihre künstlichen Seuchen wirken und wie schnell die Förderation es schafft, diese in den Griff zu bekommen.

Katherine Pulaski übergibt die Krankenstation der Enterprise-D zurückl an Beverly Crusher und will nach Deep Space Five gehen, um neue Aufträge zu erhalten. Früher als erwartet wird sie eingespannt, denn auf Bitten ihres ehemaligen Mannes, soll sie auf die cardassianische Station Terok Nor kommen, um ihm dort mit dem Wissen und der Technik der Föderation zu unterstützen.
Bei der Ankunft ist sie entsetzt über die Zustände auf der Station, aber sie kann und darf nichts unternehmen, da die Regierungen noch in Verhandlungen stehen und sie nur geduldet werden. Das macht ihr der Kommandant der Station, Gul Dukat, auch sehr deutlich klar.
Dr. Pulsaki muss zulassen, dass die Bajoraner weiter misshandelt, gequält und als mindere Sklaven benutzt werden. Schon bald findet sie heraus, dass die Seuche, die Die Planetenbewohner genau so wie die Cardassianer dahin rafft, mutiert. Doch noch hat sie weder den Auslöser noch den Grund dafür gefunden.
Erst durch die Hilfe der jungen Widerstandskämpferin Kira Nerys und der Datenbanken der Enterprise-D kommt sie dem Virus auf die Schliche.

Der Ablauf der Geschichte ähnelt dem des ersten Bandes – auch hier tritt eine Seuche auf, die die Bewohner eines Planeten nicht in den Griff bekommen, viele sterben bis die Förderation eingeschaltet wird. Die Ärzte finden erst dann mit ihrem Wissen und Forschergeist heraus, was gespielt wird und stellen das Gegenmittel her.
Interessanter ist diesmal daher der Hintergrund – zwar tauchen bekannte Figuren aus Deep Space Nine auf, aber man lernt die Station selbst nur unter cardassianischer Herrschaft kennen.
So ist Fingerspitzengefühl gefragt, um einerseits nach humanitären Maßstäben zu handeln, andererseits müssen die Anwesenden aber auch aufpassen, die Cardassianer nicht zu verärgern. Aber es werden die ersten kleinen Grundsteine für weitere Entwicklungen gelegt.
Immerhin erkennen die Protagonisten ersten Zusammenhänge, aber noch immer bleibt spannend, wer für die künstlichen Epidemien verantwortlich ist.
Alles in allem ist der Roman flüssig geschrieben, gut zu lesen, wenn auch nur leidlich spannend. Aber diesmal zählt ohnehin mehr das Ambiente.

„Überträger“ führt die „Doppelhelix“-Saga interessant weiter und bietet diesmal einen interessanten Einblick auf die gut bekannte Station Deep Space Nine als sie noch Terok Nor hieß und das Sinnbild der bajoranischen Unterdrückung durch die Cardassianer war.
Für die Fans ist das sicherlich sehr interessant, das Thema selbst wird ausreichend, aber nur leidlich spannend behandelt. Immerhin erfährt man einige Dinge, die die Brücke zu kommenden Bänden schlagen und so Lust auf mehr machen.



Diane Carey
Star Trek The Next Generation: Doppelhelix 3 – Roter Sektor
Star Trek TNG - Double Helix Vol. 3 – Red Sector, USA 2000
Cross Cult, Asperg 05/2012
Taschenbuch, Science Fiction, ISBN 978-3-86425-013-2, 340/1280
Übersetzung aus dem Amerikanischen von Stephanie Pannen
Titelbild von Martin Frei

„Roter Sektor“ ist der dritte Roman der sechsteiligen Saga „Star Trek: Doppelhelix“. Diesmal kommen neben der Besatzung der „Enterprise-D“ auch zwei Urgesteine der „Classic“-Serie ins Spiel: Spock und Dr. McCoy, die vielleicht alte Männer sind, aber noch nicht zu denen gehören, die sich in den Ruhestand begeben haben.

Die Geschichte selbst beginnt fünfzehn Jahre vor den eigentlichen Ereignissen. Der junge Ensign Eric Stiles führt eine Gruppe von Soldaten an, um die Angehörigen einer Botschaft zu retten, unter ihnen auch eine der Ikonen der Föderation – Botschafter Spock.
Die Aktion gelingt mit Mühe und Not, aber nur, weil Stiles mit einem kleinen Fluggerät ein Manöver wagt, das den anderen die Flucht ermöglicht, ihn aber zum Gefangenen der aufgebrachten Pojana macht, die aus irgendwelchen Gründen plötzlich keine Außenweltler mehr leiden können.
Vier Jahre bleibt er auf dem Planeten und freundet sich dabei mit den Romulaner Zejan an, der mehr über die Katastrophe zu wissen scheint, die den Planeten heimsucht. Dieser Mann ist zudem ein Mitglied der imperialen Herrscherfamilie.
Beide halten sich am Leben, bis ein alter Mann Eric aus dem Gefängnis holen kann, der von Spock selbst darum gebeten wurde. Dr. Leonard McCoy päppelt Stiles wieder auf, der in sein altes Leben in der Sternenflotte zurückkehrt. Elf Jahre später ist er ein anerkannter Lieutenant Commander und erfährt durch dunkle Kanäle, das Spock, McCoy und die Enterprise verzweifelt nach einem nicht von einer unbekannten Seuche infizierten Mitglied der romulanischen Herrscherfamilie sucht.
Denn wieder einmal haben die unbekannten Feinde zugeschlagen. Ihre Krankheit, die nach dem selben Muster wie die früheren Ausprägungen die Bausteine der DNA verschiedener Rassen angreift, soll diesmal für eine Destablisierung eines der großen Machtblöcke im Alpha-Quadranten dienen – und es ist im Interesse der Förderation, das zu verhindern...

Nicht die Ärzte sind diesmal die Helden der Geschichte, sondern ein Mitglied des Militärs steht im Mittelpunkt der Geschichte, umgeben von Spock und McCoy, die etwas mehr Gewicht und Bedeutung bekommen als Picard, Crusher und Co.
Auch wenn die Geschichte durch die bereits eingeführten Konstellationen vorhersehbar ist, bleibt sie spannend, denn der Leser fiebert mit, ob und wie es der Förderation gelingt, den romulanischen Erben rechtzeitig zu finden.
Es gibt ein stimmungsvolles Wiedersehen mit den ganz alten Helden des Universums, die sich noch ähnlich beharken wie früher, aber alt und weise geworden sind. Die Unterschiede zwischen Romulanern und Vulkaniern werden schön herausgearbeitet, ebenso wie die Intrigen, die erneut für Unruhe in der Galaxis sorgen.
Die Geschichte ist intelligent um die Figuren herum geschrieben und bietet viele kleine Aha-Momente, wenn es wieder Anspielungen auf die Vergangenheit gibt.
Die einzigen, die dabei zu kurz kommen sind eigentlich die Figuren, da gerade die Seriencharaktere nicht ausgearbeitet werden. Die Person mit der man fühlt und leidet ist Eric Stiles, der in diesem Buch zu einem verantwortungsvollen Offizier heranreift.

Alles in allem bietet auch „Roter Sektor“ wieder spannende Unterhaltung und schreibt den Hintergrund etwas fort, auch wenn er diesmal aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachtet wird. Aber gerade das bringt die notwendige Abwechslung in den Zyklus – da die Krankheitsmuster ja schon bekannt, kein Zufall mehr sind und damit Wiederholungen vermieden werden können.



John Vornholt
Star Trek The Next Generation: Doppelhelix 4 – Quarantäne
Star Trek TNG - Double Helix Vol. 4 – Quarantine, USA 2000
Cross Cult, Asperg 08/2012
Taschenbuch, Science Fiction, ISBN 978-3-86425-014-9, 267/1280
Übersetzung aus dem Amerikanischen von Stephanie Pannen
Titelbild von Martin Frei

Als vierter Roman der Serie „Star Trek: Doppelhelix“ bringt „Quarantäne“ nun endlich die letzte Crew des Universums ins Spiel. Captain Chakotay und seine Leute waren bis vor kurzem Angehörige der Sternenflotte, haben sich nun aber losgesagt und dem Maquis angeschlossen, um die Kolonisten der entmilitarisierten Zone vor der Willkür der Cardassianer zu beschützen.

Dennoch können sie nicht wirklich aus ihrer Haut. Als eine seltsame Seuche die Bewohner des idyllischen Planeten Helena erkranken lässt, kennen die neuen Beherrscher der Region nur ein Ziel: Die Welt und ihre Bevölkerung zu zerstören und gar nicht erst zu versuchen, die Krankheit zu bekämpfen.
Chakotay und seine Leute sehen das anders. Auch wenn sie genau wissen, dass sie jederzeit auffliegen könnten, versuchen sie alles zu tun, um den Bewohnern zu helfen und sie zu retten, auch wenn sie sich damit selbst in Gefahr bringen. Denn der Virus, der die Wesen reihenweise tötet ist gar nicht so unbekannt, wie jeder glaubt. Die Datenbanken der Föderation haben einiges über frühere Ausbrüche gespeichert.
Thomas Riker, der durch einen Transporterunfall entstandene Zwilling von Commander William Riker, ist zu dieser Zeit als medizinischer Kurier in dem Sektor unterwegs, will eigentlich eine andere Laufbahn einschlagen, um nicht immer mit seinem Doppelgänger verglichen zu werden. Doch erst bei der Begegnung mit Chakotay und seiner Crew, die ihm auch noch das Leben rettet, spürt er, vielleicht seine wirkliche Bestimmung gefunden zu haben.

Der vierte Band der „Doppelhelix“-Reihe ist natürlich auch wieder in sich geschlossen und beschreibt ein eigenständiges Abenteuer, das nur geringen Bezug zu den Vorgängern nimmt. Tatsächlich steht auch weniger die Seuche im Mittelpunkt – die Sternenflotte weiß ja inzwischen, mit was sie zu tun hat, sondern mehr die Crew der „Spartacus“. Das Buch liefert eine glaubwürdige Vorgeschichte der Personen, die später einen wichtigen Teil der „Voyager“-Crew werden, zeigen, warum Captain Chakotay seine Eide vergessen und Verrat begangen hat. Die Männer und Frauen seiner Besatzung sind Helden, die im humanitären Sinne handeln und am Ende dafür belohnt werden. Auch Thomas Riker bekommt einen interessanten Hintergrund, der sein späteres Auftauchen in „Deep Space Nine“ besondere Tiefe verleiht.
Die Geschichte ist zwar in größeren Teilen vorhersehbar, besitzt aber Charme und lebt vor allem durch die Charakterzeichnungen. Damit ist die Spannung zwar nicht besonders groß, aber Lesevergnügen bleibt erhalten, auch wenn der Rote Faden kaum zu erkennen ist, da es keine weiteren Erkenntnisse über den Hintergrund gibt.

Alles in allem ist „Quarantäne“ ebenfalls ein recht unterhaltsamer Roman der „Star Trek: Doppelhelix“-Reihe, der diesmal auch gleich eine mögliche Vorgeschichte der späteren „Voyager“-Crew bietet und damit durchaus auch für die Fans der dritte neuen „Star Trek“-Serie ist.



Peter David
Star Trek The Next Generation: Doppelhelix 5 – Doppelt oder nichts
Star Trek TNG - Double Helix Vol. 5 – Double or Nothing, USA 2000
Cross Cult, Asperg 10/2012
Taschenbuch, Science Fiction, ISBN 978-3-86425-015-6, 267/1280
Übersetzung aus dem Amerikanischen von Stephanie Pannen
Titelbild von Martin Frei

Mittlerweile geht die Reihe „Star Trek: Doppelhelix“ in die fünfte Runde. „Doppelt oder nichts“ markiert einen Wendepunkt in der Reihe, denn konnte die Sternenflotte bisher nicht ausmachen, wer hinter den verschiedenen Seuchenfällen der letzten zehn Jahre stand, so sieht das diesmal anders aus.

Schlüssel dazu ist ausgerechnet die Rettung der Orionerin Vandelia aus der Gewalt des Thallioners Darg. Damals glaubte Captain Makenzie Calhoun seinen Erzfeind getötet zu haben – aber schon bald soll er erfahren, dass dies ein Irrtum ist.
Zunächst aber haben die Feinde leichtes Spiel, als sie die Daystrom-Station entern und den Supercomputer Omega 9 unter ihre Kontrolle bringen soll. Dem Erbauer, der es möglich gemacht hat, sich direkt mit dem Gehirn mit der Maschine zu vernetzen, gelingt es noch, einen Notruf abzusetzen, ehe er stirbt.
Die „U.S.S. Independence“ empfängt ihn. Captain Garfield ist gerade unterwegs, um William Riker zu einer ganz besonderen Unabhängigkeits-Feier zu bringen, bei dieser eine Rede halten soll, aber natürlich unterbrechen sie den Flug, um etwas zu unternehmen.
Leider geraten sie in einen Hinterhalt, die „Idenpendence“ wird durch romulanische Warbirds zerstört. In letzter Sekunde rettet die „Excalibur“, das Schiff von Calhoun, die Überlebenden.
Nun, da der Captain weiß, was los ist, gibt es auch für ihn kein Zögern mehr. Er übernimmt das Problem, könnte es doch endlich die Gelegenheit bietet, Rache an dem Mann zu nehmen, der ihm und seinem Volk so viel Schmerz und Tod zufügte. Doch steht es einem Sternenflottenkapitän zu, sich wie ein Barbar zu benehmen?

Erstmals steht nicht nur eine der aus den Fernsehserien bekannten Crews im Mittelpunkt der Saga, sondern mit Mackenzie Calhoun auch eine erfundene Figur, die die Tradition wieder aufleben ließ, Geschichten aus dem Universum zu erzählen, in denen die bekannten Figuren nur eine kleine Nebenrolle spielen.
So gesehen sind die Anspielungen auf die „Star Trek: New Frontier“-Reihe nicht für jeden verständlich, auch wenn sich der Autor bemüht, die wichtigsten Informationen zu liefern und die Andeutungen nicht all zu sehr ausufern zu lassen.
Ansonsten bietet der Roman eine abwechslungsreiche Handlung in der die Action dominiert und die Leser nicht zur Ruhe kommen, da sich eine gefährliche Situation mit der nächsten abwechselt. Gelegentlich ermöglicht der Autor auch einen Einblick in die Psyche seines Helden – etwas was bei den Fernsehserien-Figuren nur schwer möglich ist.
Auch wenn man es nicht vermutet – der Hintergrund des Zyklus wird gerade dadurch erstmals genauer beleuchtet und man bekommt eine erste Ahnung, wer die Drahtzieher hinter den Seuchenattacken sind.
So werden einige Fragen endlich beantwortet, aber auch genug neue aufgeworfen um damit neugierig auf den Abschlussband zu machen, denn noch immer ist nicht klar, was die Feinde eigentlich dazu gebracht hat, so viel Unheil über die Galaxis zu bringen.

Alles allem bereitet „Doppelt oder Nichts“ den Abschluss des „Star Trek: Doppelhelix“-Zyklus angemessen vor, auch wenn er nicht mehr ganz so allein für sich stehen kann wie die vorhergehenden Bücher. Nun werden endlich die ganzen offenen Fäden und Hinweise zusammengeführt und in einer actionreichen Handlung präsentiert, die die Offiziere der Föderation auch einmal von einer anderen Seite zeigt.


Michael Jan Friedman & Christie Golden
Star Trek The Next Generation: Doppelhelix 6 – Die oberste Tugend
Star Trek TNG - Double Helix Vol. 6 – The First Virtue, USA 2000
Cross Cult, Asperg 12/2012
Taschenbuch, Science Fiction, ISBN 978-3-86425-016-3, 242/1280
Übersetzung aus dem Amerikanischen von Nicholas Sturm und Peter Osterried
Titelbild von Martin Frei

„Die oberste Tugend“ ist der abschließende Band der Reihe „Star Trek: Doppelhelix“, deren roter Faden eine Reihe ungeklärter aber künstlicher Seuchenfälle darstellte. Der fünfte Band verfolgte die Spur zurück in den tholianischen Sektor. Nun aber kommen mit einem Sprung in die Vergangenheit die wahren Hintergründe für die ganzen Attacken ans Licht.

Zwanzig Jahre zuvor war Captain Jean Luc Picard noch Kommandant der „U.S.S. Stargazer“. Mit an Bord ist auch sein bester Freund Jack Crusher, der seine Frau Beverly und seinen Sohn Wesley auf der Erde zurücklassen musste.
Ihre Mission besteht darin, heraus zu finden, warum zwei Völker ständig miteinander im Krieg liegen und es keinen Frieden geben kann, weil irgendwer immer wieder Terroranschläge verübt.
Bevor sie den entsprechenden Sektor am Rande des tholianischen Imperiums erreichen, nehmen sie auch noch einen Experten für das Gebiet an Bord, den vulkanischen Sternenflottenoffizier Tuvok.
Während Jean-Luc Picard mit den Regierungen Kontakt aufnimmt und zwischen ihnen zu vermitteln versucht, gehen Jack Crusher und Tuvok den vagen Hinweisen nach und entdecken eine dritte Partei und Intrigen, die nicht mehr und nicht weniger daran arbeiten, ein neues Machtgefüge entstehen zu lassen – auf Kosten anderer...

„Die oberste Tugend“ funktioniert für sie allein sehr gut – es ist ein klassischer Abenteuerroman im Stil der „Star Trek“-Serien, der neben humanistischen Grundsätzen und Handlungsweisen auch handfeste Action und Gefahren bietet. Die Geschichte nutzt viele bekannte Handlungsmuster und fügt sie interessant zusammen, so dass man sich nicht langweilt.
Auch die Figuren, insbesondere Jack Crusher und Tuvok erhalten ein wenig Farbe, und die Gegenspieler sind nicht ganz so zweidimensional wie befürchtet. Vor allem ist das Netz aus Beziehungen etwas komplexer und beschäftigt sich auch mit ernsten und wichtigen Themen, wie etwa den Bindungen in einer Familie, die Verantwortung, die man als Eltern gegenüber seinen Kindern hat, so dass man auch hier einiges aus den Serien wiederfindet.
Nur eines schafft der Roman nicht: Wirklich überzeugend darzustellen, warum die Seuchen in die Welt gesetzt worden sind. Dass es sich dabei nur um eine persönliche Vendetta handelt, wirkt recht dünn und schwach. Ein Bogen zu den späteren Ereignissen wird nicht geschlagen, den muss man sich leider denken. So gesehen dürften viele Fans nicht ganz zufrieden mit den Entwicklungen sein, haben sich vielleicht mehr erwusst, als ein aus dem Zusammenhang gerissenes Abenteuer.

Alles in allem mag „Die oberste Tugend“ als unabhängiges Abenteuer aus dem „Star Trek“-Universum funktionieren, das man auch ohne Vorkenntnis lesen kann, allerdings nicht als Abschluss für die „Doppelhelix“-Saga. Nachdem so intensiv auf das Ende hingearbeitet wurde, ist es doch eher enttäuschend, mitzuerleben, dass es sich dabei nur einmal mehr um eine persönliche Vendetta gegenüber einem der „Enterprise“-Captains handelt und nicht mehr.
« Letzte Änderung: Oktober 19, 2013, 12:32:21 Nachmittag von Arielen »