Neuigkeiten

:writer: Noch auf der Suche nach der passenden Inspiration für den Dezember? Dann mach mit beim Trekzember! :xmas-tree:

Thema: Der Humor in einer Geschichte  (Gelesen 1515 mal)

Ijan'kato

  • Lieutenant Commander
  • ****
  • Beiträge: 1054
  • Tropifrutti-Fusseldödel: 1a Wahrheitsschleimometer
Antw:Der Humor in einer Geschichte
« Antwort #15 am: Januar 18, 2018, 11:08:53 Nachmittag »
Humor... beherrsche ich nicht. Wenn erotische Szenen (zum Beispiel eine Erektion) sich mit unmöglichen Wörtern verselbstständigen, dann haben wir sowas: (Ich hoffe, das gilt noch für den normalen Forenbereich und muss nicht ins 18)

„Ich finde es recht sinnlich.“
Er schaute beschämt weg. „Haw, sag sowas nicht, sonst hab ich gleich wieder den Salat.“
Ein leises Lachen verließ ihre Kehle und sie küsste ihn auf die schmalen Lippen.
„Korrigiere - ich HABE den Salat.“ murmelte er verlegen und sie spürte bereits den besagten Salat sprießen.


[drölftausend Zeilen, die zu unjugendfrei für hier sind, später]

Dann fuhr sie mit der Hand seine Brust herunter zu seinem Bauch und von dort aus zum Salat.

Aber hey, sowohl Liebe, als auch Essen gehen durch den Magen, nicht?

Lady Q

  • Ensign
  • **
  • Beiträge: 102
Antw:Der Humor in einer Geschichte
« Antwort #16 am: Januar 19, 2018, 12:00:26 Vormittag »
DAS ist extrem lustig!!! Haha!

Ijan'kato

  • Lieutenant Commander
  • ****
  • Beiträge: 1054
  • Tropifrutti-Fusseldödel: 1a Wahrheitsschleimometer
Antw:Der Humor in einer Geschichte
« Antwort #17 am: Januar 19, 2018, 12:11:56 Vormittag »
Aw, ich freu mich immer, wenn meine gedanklichen Kapitalverbrechen noch jemand anders ausser mir lustig findet.

BlueScullyZ

  • Lieutenant
  • ***
  • Beiträge: 580
Antw:Der Humor in einer Geschichte
« Antwort #18 am: Januar 19, 2018, 07:05:19 Vormittag »
@Ijan
Schönes Beispiel :)

@Uli
Ich hab bei deinem Beispiel auch nichtmal schmunzeln müssen, ging aber einfach davon aus, dass es meinen Humor nicht trifft, statt es deiner Vorgehensweise anzulasten. Vielleicht bin ich auch zu blöd oder eben mein Humor zu simpel, das will ich nicht in Abrede stellen.

Die Frage ist wohl, was man plant. Selbst, wenn man ne spontane Idee hat und eine Formulierung sucht, ist das ja schon planen. Es wacht ja niemand auf und plötzlich steht diese Szene ohne unser zutun im Text. Aber was ich mit "Nein, sowas plane ich nicht und niemals" meine, ist, dass ich immer vorher einen Kern habe, aus dem sich etwas entwickelt. Eine Idee. Bei mir steht nicht im Vordergrund "Seite 1342, Szene 2, Zeile 12 muss ein Witz hin! Komme was wolle! Das muss witzig sein." Die Idee zur humoristischen Szene existiert als erstes, bevor die Planung beginnt. Und dann überlege ich mir, wo die Szene hinpassen könnte und wie ich da hinleite. Hast recht, ja, das ist auch Planung. Im Zweifel passierts auch einfach beim Schreiben selbst, dann ist der Planungsweg kürzer, da die Überlegung, wo es in die Geschichte gehören könnte, sich völlig erübrigt.

ulimann644

  • Serious Andorian
  • Commander
  • *****
  • Beiträge: 3258
  • a.k.a. Code Blau
    • RED UNIVERSE
Antw:Der Humor in einer Geschichte
« Antwort #19 am: Januar 19, 2018, 03:47:12 Nachmittag »
Aber was ich mit "Nein, sowas plane ich nicht und niemals" meine, ist, dass ich immer vorher einen Kern habe, aus dem sich etwas entwickelt. Eine Idee. Bei mir steht nicht im Vordergrund "Seite 1342, Szene 2, Zeile 12 muss ein Witz hin! Komme was wolle! Das muss witzig sein."

Konsens - das mache ich auch nicht.
Darum geht es aber im Grunde auch nicht.

Die Eingangsfrage war viel mehr: Wie handhabt ihr es, WENN ihr eine humorvolle Geschichte bzw. eine humorvolle Szene schreiben wollt? Das impliziert bereits den festen Vorsatz DASS da Humor im Vordergrund stehen soll. Dabei ging es im Grunde nicht um den eher zufällig entstehenden Humor in einer Geschichte, in der eben der Humor KEINE tragende Rolle spielen soll.

Die Idee zur humoristischen Szene existiert als erstes, bevor die Planung beginnt. Und dann überlege ich mir, wo die Szene hinpassen könnte und wie ich da hinleite. Hast recht, ja, das ist auch Planung. Im Zweifel passierts auch einfach beim Schreiben selbst, dann ist der Planungsweg kürzer, da die Überlegung, wo es in die Geschichte gehören könnte, sich völlig erübrigt.

Siehe oben.
BTW: Ich finde meinerseits den Ansatz seltsam, sofern die Geschichte nicht von Vornherein dahingehend ausgelegt ist, zuerst eine humorvolle Szene zu haben, und sie dann irgendwo in einer Geschichte unterbringen zu müssen/wollen. Weil ich selbst zuerst die Grundstory entwickle, und wenn da keine humorvolle Szene passt, oder geplant ist, dann hebe ich maximal die Idee für eine andere Geschichte auf. Aber ich schreibe sie dann nicht in eine Geschichte, wo sie im Grunde eher weniger passen würde.

Anders sieht es natürlich aus WENN ich eine solche Szene unbedingt in meiner Geschichte haben will - weil die Handlung sie unterstützt/erforderlich macht.
Dann, und darauf will ich hinaus, ist eben Planung um das Wo, Wann, und auch das WIE zu klären, zumindest in meinen Augen, schon sehr wichtig.

Amber

  • Trägerin des Schmökerkampfordens 1. Klasse
  • Commander
  • ****
  • Commodore
  • Beiträge: 2425
  • Happy Fluffy Tutu
Antw:Der Humor in einer Geschichte
« Antwort #20 am: Januar 20, 2018, 08:39:47 Vormittag »
Bei mir ist es meistens "leider" so, dass irgendwie immer Humor durchplatzt.  ;D

Ich plane im Prinzip nichts, es ergibt sich beim Schreiben einfach. Meine "Blütenseele"-Serie zum Beispiel war zwar von Anfang an als humorvoll gedacht, aber dass die dann tatsächlich derart lustig wurde, dass sich die Leser laut eigener Aussage kugelten, war nicht gewollt. ^^ Freut mich allerdings trotzdem.

Ich mag spontanen, unerwarteten Humor wie aus dem Leben gegriffen. Quark ist ein Charakter, den finde ich absolut großartig und witzig. Einfach, weil er so ist, wie er ist.

Wie bei so vielem kommt es auf die Wortwahl an. Damit meine ich nicht unbedingt geistreiche Wortschöpfungen sondern eher, wie etwas gesagt/geschrieben wird. Ja, ein Beispiel wäre jetzt cool, aber ad hoc hab ich keines. Aber wir lesen hier ja alle fleißig FF und es gibt ein paar Autoren, die schreiben einfach humorvoll: uena, Janora, dammitcola zB. Wenn man von denen etwas liest, schmunzelt man einfach hin und wieder, obwohl die Szene gar nicht lustig ist, aber sie ist halt so geschrieben, die Worte so gewählt und gesetzt, dass sie lustig wird. Ich liebe das.
« Letzte Änderung: Januar 20, 2018, 10:21:46 Vormittag von Amber »

Drago

  • Lieutenant Commander
  • ****
  • Beiträge: 834
  • Die Feder ist Mächtiger als das Schwert
Antw:Der Humor in einer Geschichte
« Antwort #21 am: Januar 21, 2018, 09:42:59 Nachmittag »
Ich denke grade, eigentlich kann man Humor schon gezielt einstreuen. Und zwar, wenn man, wie ich, zu einem eher sarkastisch/ironischen Schreibstil neigt, dann kann man je gegebenenfalls entscheiden, wie sarkastisch/ironisch eine Szene sein soll... und das könnte dann die Wahrnehmung der Szene ändern, was denkt ihr?

Ijan'kato

  • Lieutenant Commander
  • ****
  • Beiträge: 1054
  • Tropifrutti-Fusseldödel: 1a Wahrheitsschleimometer
Antw:Der Humor in einer Geschichte
« Antwort #22 am: Januar 21, 2018, 10:45:31 Nachmittag »
Das ist wahr, Drago. Ich denke aber auch, dass man oft merkt, wenn etwas geplant lustig geschrieben wurde, oder eben sich gerade so ergeben hat. Beides hat allerdings seinen Sinn und wenn es gut gemacht ist, bin ich absolut ein Fan von beidem.

ulimann644

  • Serious Andorian
  • Commander
  • *****
  • Beiträge: 3258
  • a.k.a. Code Blau
    • RED UNIVERSE
Antw:Der Humor in einer Geschichte
« Antwort #23 am: Januar 22, 2018, 12:41:56 Nachmittag »
Ich denke grade, eigentlich kann man Humor schon gezielt einstreuen. Und zwar, wenn man, wie ich, zu einem eher sarkastisch/ironischen Schreibstil neigt, dann kann man je gegebenenfalls entscheiden, wie sarkastisch/ironisch eine Szene sein soll... und das könnte dann die Wahrnehmung der Szene ändern, was denkt ihr?

100% agree
Ich selbst neige dazu, gerne mit schrägen, "leicht" ironisch angehauchten Charakteren zu arbeiten. In der Tat ist es manchmal dann schon nicht leicht, sich etwas zurück zu nehmen, wenn eine Szene diesen Humor nicht verträgt, weil sie gerade lebensbedrohlich wird. Aber in dem Fall kann man immer noch auf Galgenhumor zurückgreifen. ;)

Ijan'kato

  • Lieutenant Commander
  • ****
  • Beiträge: 1054
  • Tropifrutti-Fusseldödel: 1a Wahrheitsschleimometer
Antw:Der Humor in einer Geschichte
« Antwort #24 am: Januar 23, 2018, 02:13:43 Nachmittag »
Hmmm, wo ich gerade mein Gesamtkunstwerk nochmal überfliege, hab ich einen recht guten Eindruck darüber bekommen, wie Humor für mich wohl funktioniert. Er scheint situationsabhängig und subtil, an anderen Stellen einfach nur satirisch und gewollt. Zwei Szenen sind mir besonders aufgefallen:

Als er das Quartier betrat schaute er sich um. Dabei blieb sein Blick auf den vier kunstvoll geschnitzten Holzmasken hängen, die ihn von jeder Wand her anstarrten.
Kes bemerkte seinen fragenden Gesichtsausdruck und grinste, als sie den Wasserkocher anschaltete. „Das sind die Umin.“ erklärte sie. „Viele Kulturen haben solche, oder ähnliche Dinge. Sie gelten als die guten Geister des Hauses und wenn man sie an allen vier Wänden eines Zimmers aufhängt, halten sie das Böse fern und negative Energie kann den Raum nicht mehr betreten.“
Lon kratzte sich am Kopf. „Da ich ja zweifelsfrei gerade reingekommen bin, nehme ich an, die sind kaputt?“


und jene:

Kes fixierte ihn mit ihren Augen. „Darf ich dich noch etwas fragen?“
Er nickte. „Ja.“
Doch bevor sie fragen konnte, ob er unglücklich darüber war, wieder am Leben zu sein, wurde das Schiff von einer Erschütterung erfasst. „Was war das?“
„War das die Frage?“ wollte er wissen. „Wenn ja, würde ich sagen, ein Torpedo, der uns ins Heck geschossen wurde. Aber ich mag mich irren.“
„Du magst dich irren?“ wiederholte sie besorgt.
„Ja, es könnte immerhin auch ein gebündelter Phaserstrahl gewesen sein.“ antwortete er ruhig und gleich darauf meldete sich sein Kommunikator.



Allerdings muss ich zugeben, dass ich wahrscheinlich oft Dinge lustig finde, die andere nicht nachvollziehen können. Daher ist es wohl ein ziemliches Glücksspiel, ob man mit humoristischen Einlagen den Nerv des Lesers auch trifft. Wenn der Humor sich beim Schreiben einfach so ergibt, hat man zumindest immer das Ass im Ärmel, dass es nicht gewollt war und es somit okay ist, wenn das keiner lustig findet. Wenn man es allerdings beabsichtigt und dann keiner lacht, dann ist das frustrierend und man neigt dazu, sich in die Ecke zu stellen zum schämen.

So mein Eindruck.

Persephone

  • Ensign
  • **
  • Beiträge: 105
  • Captain Kirk hat immer Brückentag
Antw:Der Humor in einer Geschichte
« Antwort #25 am: Januar 23, 2018, 03:01:40 Nachmittag »
ljan'kato, ich muss zugeben, von allen bisher zitierten Texten sind deine beiden am amüsantesten^^ Ich bin aber sicher kein Richter über lustig oder nicht, ich wollte das nur anmerken, dass deine Ausschnitte auch ohne Kontext gut funktionieren :)

Bei allen anderen denke ich, dass wohl die Komik in der Szene besser zur Geltung kommt. Deshalb werde ich auch keine Ausschnitte hier rein stellen, da ich denke, dass sie ohne Kontext einfach nicht witzig sind.

Zitat
„Da ich ja zweifelsfrei gerade reingekommen bin, nehme ich an, die sind kaputt?“
Toll  :lol: trocken und auf den Punkt. Gefällt mir, trifft mein Komikzentrum!

Ijan'kato

  • Lieutenant Commander
  • ****
  • Beiträge: 1054
  • Tropifrutti-Fusseldödel: 1a Wahrheitsschleimometer
Antw:Der Humor in einer Geschichte
« Antwort #26 am: Januar 23, 2018, 03:17:08 Nachmittag »
Das find ich toll, dass da jemand anscheinend das selbe Komikzentrum hat, wie ich. Oft fällt einem das immer erst hinterher auf, wie unfreiwillig komisch manche Szenen sind.  :-[

Oriane

  • Commander
  • ****
  • Commodore
  • Beiträge: 2348
Antw:Der Humor in einer Geschichte
« Antwort #27 am: Januar 23, 2018, 06:51:45 Nachmittag »
„Da ich ja zweifelsfrei gerade reingekommen bin, nehme ich an, die sind kaputt?“

Zu geil :lol:
Genau mein Humor!
Abgesehen davon habe ich mich ganz kurz gefragt, warum du ihn im Text Lon nennst und wieso du das i weggelassen hast, das doch zu Loni dazugehört  :meise:

Mir wird oft gesagt, dass mein Geschreibsel humoristisch ist, aber bewusst mache ich das nie. Ich habe einen ziemlich trockenen Sinn für Humor, der anscheinend gerne eigenmächtig durchkommt und wenn ich meine Sachen im Nachhinein lese, verstehe ich, was die Leser lustig finden, aber beim Schreiben selber fällt mir das nicht auf. Beim Reden passiert das gleiche, oft finden Leute etwas witzig, obwohl ich es nicht beabsichtigt hatte. Kontrollieren kann ich das also nicht besonders gut.

Ijan'kato

  • Lieutenant Commander
  • ****
  • Beiträge: 1054
  • Tropifrutti-Fusseldödel: 1a Wahrheitsschleimometer
Antw:Der Humor in einer Geschichte
« Antwort #28 am: Januar 23, 2018, 09:16:18 Nachmittag »


Hätte nicht gedacht, dass das gut ankommt. Aber umso besser  :team:
Lonilonlonlon :D Ja, ich verstehe das Problem. Ich laber einfach zuviel von.... LOOOOONIIIIII :heart:
« Letzte Änderung: Januar 23, 2018, 09:18:04 Nachmittag von Ijan'kato »