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Thema: STAR TREK - TIMELINE  (Gelesen 2803 mal)

ulimann644

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STAR TREK - TIMELINE
« am: August 27, 2013, 09:21:23 Vormittag »
Halli-Hallo Community
Hier möchte ich TIMELINE vorstellen, und was es damit auf sich hat.

Einigen von euch ist vermutlich aufgefallen, dass der Titel - oben auf den TIMELINE-Covers dreigeteilt ist und geringfügig differiert. Das Ganze hat einen Zweck, und zwar den, dem Leser zu sagen, um welche FF genau es sich handelt und um welchen Charakter es dabei hauptsächlich geht.

Beispiel:
TIMELINE steht immer drauf und besagt, dass es sich um die Ereignisse einer Person meiner Hauptserie( n ) handelt. Über diesem Begriff steht die FF zu der die Geschichte/die Person gehört um die es geht, und unter TIMELINE steht der Name der Person, aus deren Leben diese Episode handelt.

So gibt es z.B.: "Star Trek - ICICLE - TIMELINE - Tar´Kyren Dheran" aber auch "Star Trek - ICICLE - TIMELINE - Namoro Kunanga". Beide handeln in demselben FF-Universum (gehören also thematisch zur Serie STAR TREK - ICICLE) jedoch wird im ersten Fall eine Episode aus dem Leben meines andorianischen Captains erzählt, und im zweiten Fall eine Episode aus dem Leben des Commander Kunanga. Ich hoffe das hat jetzt nicht allzu sehr verwirrt... ;)



STAR TREK - TIMELINE ist im Grunde keine wirkliche Serie, sondern eine lose Sammlung von Charakter-Episoden aus den verschiedenen Serien, die ich schreibe.

In diesen TIMELINE-Episoden werden Ereignisse aus dem Leben einzelner Haupt- und Nebencharaktere dieser Serien erzählt, die für die eigentlichen Serien nicht unbedingt relevant sind oder in die jeweiligen Episoden passten. Dabei spielen einige dieser Geschichten Jahrzehnte vor den Hauptserien, einige aber auch mal Jahre nach den Serie - geben also einen kleinen Ausblick auf Dinge, die in den Serien selbst noch Zukunftsmusik sind. Dabei wird allerdings kaum gespoilert, so dass die Spannung der eigentlichen Serien grundsätzlich gewahrt bleibt.

Dennoch kann natürlich der Lesegenuss der Serien durch diese Hintergrundinformationen gesteigert werden.
Die TIMELINE-Episoden sind trotzdem vordringlich als STAND-ALONE Geschichten zu verstehen, auch wenn sie Dinge aus den Serien berücksichtigen und hier und da auch darauf hin arbeiten.

Im Normaluniversum beginnen die TIMELINE-Episoden mit dem ersten Kadettenjahr des späteren Captain Dheran aus der Serie ICICLE. Es hat ungeheuer viel Spaß gemacht diesen charismatischen Andorianer weniger charismatisch als Teenie zu beschreiben, als er noch nicht an das Zusammenleben mit Vertretern anderer Spezies gewohnt war, und noch eine wesentlich kürzere Lunte hatte, was Temperament und Geduld angeht. Vom Mann zurückzugehen zu dem Jungen brachte Spaß pur, und es wird noch eine weitere Episode aus Dherans Kadettenzeit geben.



DOWNLOAD:
--> STAR TREK - TIMELINE: KADETTENJAHRE TEIL-1
--> STAR TREK - TIMELINE: KADETTENJAHRE TEIL-1 (Reader optimiert)

Zum Inhalt:
    Auf der Erde schreibt man das Jahr 2357.
    Der junge Andorianer, Tar´Kyren Dheran, hat beschlossen, die AKADEMIE DER STERNENFLOTTE zu besuchen um als Wissenschaftler auf dem Gebiet der Archäologie, in der Föderation Karriere zu machen.
    Anfangs ist sein Vater, ein hoher Offizier der Andorianischen Kommandotrupps, Den´Lyran Dheran, gar nicht begeistert davon, dass sein Sohn nicht in seine Fußstapfen treten möchte, und nicht, so wie er selbst, eine Offizierslaufbahn bei den Andorianischen Kommando-Einheiten einschlägt. Er akzeptiert jedoch die Entscheidung seines Sohnes, der seinen eigenen Weg finden muss.
    Also macht sich der sechzehnjährige Tar´Kyren Dheran, nachdem seine Aufnahme an der Akademie bestätigt wurde, voller Tatendrang, im Spätsommer des Jahres 2357, auf den Weg zur Erde.
    Gleich in der zweiten Woche an der Akademie, gerät der junge Andorianer jedoch mit dem RED-SQUAD-Kadetten im vierten Jahrgang, Valand Kuehn, an einander – und schon bald überstürzen sich die Ereignisse. Denn auch die vulkanische Kadettin, T´Rian, macht es ihm nicht gerade einfach.
    Doch bald finden Kuehn und Dheran einen Weg, ihre anfänglichen Differenzen beizulegen, und im Laufe der nächsten Wochen freunden sie sich schließlich sogar an.
    Durch Valand Kuehn lernt er kurz darauf auch Alev Scenaris kennen, die ebenfalls zur RED-SQUAD gehört, und dem Andorianer schöne Augen macht.
    Und es ist ebenfalls Valand Kuehn, der ihm die sowohl hübsche, als auch intelligente Kalifornierin, Elisabeth Dane, Kadettin im Zweiten Jahrgang, vorstellt.
    Zum Geburtstag der Kalifornierin organisieren Kuehn und Dheran eine Überraschungsparty für sie, bei der sich Elisabeth heftig in den temperamentvollen Andorianer verguckt.
    Nun ist guter Rat teuer, denn Tar´Kyren Dheran sieht in der blonden Kalifornierin lediglich eine gute Freundin, die er andererseits sehr gern hat und nicht verletzen will.
    Diese Situation erfordert alles an Feingefühl und Diplomatie, was der Andorianer aufbieten kann, und einmal mehr wird ihm dabei bewusst, wie anders das Leben auf der Erde, mit so vielen Nicht-Andorianern ist.
    Schließlich ist es T´Rian, die ihm eine Lösung anbietet, welche alles andere als gewöhnlich für eine Vulkanierin ist.
    Und dann ist da auch immer noch Alev Scenaris...


Manchmal hatte ich gedacht, diese Story würde sich ewig ziehen, doch dann ging es zum Ende hin doch recht zügig voran. Hier nun die erste Geschichte aus Konteradmiral Valand Kuehns frühen Jahren. Der Charakter, dessen Nachname mit meinem übereinstimmt, war ursprünglich nur als kleiner Gag in der zweiten ICICLE-Episode gedacht. Dann machte ich den "Fehler" ihn in Kadettenjahre einzubauen, da ich in der oben genannten Episode erwähnt hatte, dass sich beide seit ihrer Kadettenzeit kennen. Und - Peng - mochte ich den Kerl fast mehr, als meinen Andorianer. Spätestens in dieser Episode ist er mir ans Herz gewachsen, und ich war völlig verblüfft darüber, wie sehr sich der Knabe zu einem meiner Lieblingscharaktere entwickelt hat. Das kam absolut unerwartet. Hätte ich das vorher gewusst so hätte ich einen anderen Namen (und auch einen anderen "Charakterkopf") gewählt...

Diese Episode (vielleicht weil mal kein Krieg herrscht) halte ich in vielerlei Hinsicht für meine bisher beste Geschichte, nicht nur wegen der besonderen Länge. Zeitlich schließt sie sich direkt an die vorangegangene Episode an. Thematisch ist diese Geschichte eigenständig.



--> DAS SONNENINFERNO
--> DAS SONNENINFERNO (Reader optimiert)

Inhalt:

Wir schreiben Mitte Juni des Jahres 2358.
Valand Kuehn, ehemaliger RED-SQUAD, frisch von der Akademie kommend und gerade zum Ensign befördert, tritt seinen Dienst, als Taktischer Offizier, auf der USS ALAMO / NCC-2035 an.
Gleich beim Antrittsbesuch rasselt er dabei mit Captain Cianera Crel – kurz Triple-C – der tellaritischen Kommandantin der ALAMO zusammen. Doch schon sehr bald bessert sich sein Verhältnis zum Captain.
Während der Silvesterparty an Bord lernt der junge Norweger die hübsche andorianische Assistenzärztin, Ahy´Vilara Thren, kennen, und verliebt sich Hals über Kopf in sie.
Doch die Andorianerin bleibt zunächst distanziert, und stellt die Geduld des jungen Sternenflottenoffiziers auf eine harte Probe.
Erst Monate später gelingt es Valand Kuehn das Herz seiner Auserwählten, auf ungewöhnliche Art und Weise, zu gewinnen, und beide verbindet fortan eine leidenschaftliche Beziehung
Gegen Ende des Jahres 2360 heiraten beide an Bord der ALAMO
Ein halbes Jahr später trifft Valand Kuehn überraschend Sylvie LeClerc wieder, die ihren Dienst an Bord der ALAMO antritt. Beide kennen sich von der Akademie, und die ehemalige RED-SQUAD hadert mit dem Schicksal, dass der Mann, den sie insgeheim liebt, nun verheiratet ist.
Es kommt zu Spannungen zwischen Sylvie LeClerc und Valand Kuehn - und mehr als einmal gerät sie mit seiner Frau, Ahy´Vilara an einander.
Doch dann kommt es im Jahr 2362 zu einem schrecklichen Unfall, bei dem 80% der Besatzung, darunter auch Kuehns Frau, das Leben verliert. Fortan müssen beide ehemaligen RED-SQUAD eng zusammenarbeiten, damit die Überlebenden eine Chance haben wieder nach Hause zu kommen...


Die Handlung dieser Episode schließt zeitlich an DAS SONNENINFERNO an und beschreibt den weiteren Karriereverlauf des Valand Kuehn.


Download PDF-Datei:
--> CAPTAIN UND COMMANDER
--> CAPTAIN UND COMMANDER (Reader optimiert)

Zum Inhalt:
Wir schreiben Anfang des Jahres 2368.
    Commander Valand Kuehn tritt, nach langer Urlaubszeit, seinen Dienst – nach einem bitteren Besuch bei den Eltern seiner verstorbenen Frau auf Andoria – an Bord der U.S.S. AKIRA, einem neuartigen Schiffstypen, an.
    Sein Captain an Bord, Marina Ramirez-Escobar, ist nicht sehr erfreut ausgerechnet Valand Kuehn als neuen Ersten Offizier zugeteilt zu bekommen, nachdem ihr ehemaliger XO aus dem aktiven Dienst ausschied, denn sie ist der Ansicht, dass ein Offizier, der so extremen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt war, wie der Norweger, unmöglich nach nur einem Jahr wieder voll tauglich ist, für den Dienst an Bord eines Sternenflottenschiffes. Außerdem hegt sie gewisse Bedenken, weil Kuehn für seinen Rang sehr jung ist.
    Da Valand Kuehn es, seit dem Unglück an Bord der ALAMO im Jahr 2362, nicht mehr gewohnt ist unter einem vorgesetzten Offizier zu dienen, kommt es fast zwangsläufig zu Komplikationen zwischen den beiden ranghöchsten Offizieren der AKIRA.
    Doch dann geschieht etwas Unerwartetes, in dessen Zuge Captain Marina Ramirez-Escobar und Commander Valand Kuehn auf Gedeih und Verderb zusammenarbeiten müssen.
    Nun muss sich erweisen, ob beide Offiziere in der Lage sind, ihre persönlichen Differenzen zu überwinden, um bedingungslos für einander einzustehen – oder ob es zum endgültigen Bruch kommt, zwischen Captain und Commander...


Dies ist eine Episode aus dem Leben von Namoro Kunanga ein Jahrzehnt bevor er in ICICLE das erste Mal in Erscheinung tritt, wo er als Nebenfigur bislang eher weniger zum Einsatz kam.


COVER-CREDITS:
Material by Paramount-Pictures
Artwork by Ulrich Kuehn


PDF-DOWNLOAD:
--> RÜCKKEHR INS LICHT
--> RÜCKKEHR INS LICHT (Reader optimiert)


Zum Inhalt:
Auf der Erde schreibt man das Jahr 2370.
Gegen Ende des Jahres kommt die USS ODYSSEY / NCC-71832 einem Hilferuf von DEEP SPACE NINE nach, als Captain Sisko im Gamma-Quadranten als verschollen gilt. Sie durchfliegt das Bajoranische Wurmloch. Mit an Bord des Schiffes der GALAXY-KLASSE ist der fünfundzwanzigjährige Lieutenant Junior-Grade, Namoro Kunanga.
Das Schiff wird von mehreren Jem´Hadar-Raidern, die zur Streitmacht des geheimnisumwitterten Dominion – der Großmacht im Gamma-Quadrant - angegriffen und vernichtet. Nur Kunanga, und mit ihm dreizehn weitere Mitglieder der Crew, überleben die Attacke durch einen glücklichen Umstand.
Die Überlebenden werden jedoch später gefangen genommen, nach Kiranem II gebracht und dort interniert.
Fast ein ganzes Jahr nach diesen Ereignissen fliegt eine kombinierte Streitmacht aus cardassianischen Kriegsschiffen der KELDON-KLASSE und romulanischen Warbirds der D´DERIDEX-KLASSE in den Gamma-Quadrant ein, um die vermeintliche Heimatwelt der Gründer des Dominion, die mit den Wechselbälgern identisch sind, zu vernichten.
Doch dies war nur eine Falle der Gründer, und die kombinierte Flotte beider Völker wird, bis auf einen einzelnen Warbird, die IRW GENOREX, total aufgerieben. Als ranghöchster überlebender Offizier an Bord des Warbirds, übernimmt Lieutenant Ti´Maran das Kommando über das Schiff und beschließt den schwierigen Rückflug, um dem romulanischen Senat vom Verrat durch einen an Bord befindlichen Gründer zu berichten. Auf dem Weg zurück trifft das Kriegsschiff auf einen Jem´Hadar-Frachter, auf dem man die gefangenen Crewmitglieder der ODYSSEY findet.
Ti´Maran, die Kunanga seit 2366 kennt, schließt ein Bündnis mit ihm, und gemeinsam setzen sie alles daran in ihre jeweilige Heimat zurückkehren zu können...


Hier wird genau genommen etwas abgeschlossen, was sich in ICICLE noch seeeeehr viele Jahre hinziehen wird. Da mir dieser Punkt in Dherans Leben aber sehr wichtig ist, habe ich ihn in der TIMELINE-Reihe beschrieben. Ich denke dass, trotz der kleinen Ausblicke hier und da, die Spannung der Serie ICICLE auch zukünftig nicht leiden wird...

Genug geschwafelt - hier die Story:



COVER-CREDITS:
Tar´Kyren Dheran = Richard Dean Andersom
Christina Carey = Michelle Borth

DOWNLOAD:
--> STAR TREK - TIMELINE: HOCHZEITEN UND VERSPRECHEN
--> STAR TREK - TIMELINE: HOCHZEITEN UND VERSPRECHEN (Reader optimiert)

Zum Inhalt:
Wir schreiben Dezember des Jahres 2386. Commodore Tar´Kyren Dheran befindet sich mit seinem Schiff, der USS ICICLE / NCC-79823 auf dem Weg nach Andoria, wo er die traditionelle Hochzeitszeremonie mit seiner Braut, Konteradmiral Christina Carey, im engsten Familienkreis vollziehen wird.
Unterwegs wird er mit gleich zwei überraschenden Nachrichten konfrontiert. Während Christina anschließend mit ihrem Schiff, der
USS PERCEPTION, nach STRATEGICAL STARBASE 71 zurückfliegt, wo zu Heiligabend die offizielle Trauung vollzogen werden soll, macht sich Tar´Kyren Dheran auf die Suche nach einem besonderen Geschenk für seine Braut. Diese Suche erweist sich so dramatisch, wie der Andorianer es befürchtet hat. Nur knapp kommt Dheran mit dem Leben davon und kann schließlich mit der ICICLE nach DEEP SPACE NINE aufbrechen, um einige Gäste zu seiner Hochzeit dort abzuholen.
Als die ICICLE sich STRATEGICAL STARBASE 71 nähert, erreicht Dheran die Nachricht, dass die PERCEPTION von Einheiten der Allianz angegriffen wird. Zu weit vom Geschehen entfernt, muss es der Andorianer ausgerechnet seiner Ex-Freundin, Pasqualina Mancharella, überlassen, die Frau zu retten, die er zu heiraten beabsichtigt...


Diese Geschichte ist ursprünglich im Zuge eines Story-Contests entstanden und ist im Grunde eine eigenständige Kurzgeschichte, obwohl sie thematisch zu STAR TREK - ICICLE gehört.
Diese Geschichte spielt etwa 6 Jahre nach den aktuellen Geschehnissen der ICICLE-Serie - allerdings wird hier kaum etwas Wesentliches verraten, obwohl es einige Ausblicke auf Dinge gibt, die in der Serie noch kommen...
Im Zuge der Neufassung von STAR TREK - ICICLE habe ich die Geschichte nun in die Serie STAR TREK - TIMELINE integriert.



HINWEIS: Zum besseren Verständnis dieser Kurzgeschichte sollte man den Inhalt von HOCHZEITEN UND VERSPRECHEN kennen. Die Geschichte ist zwar auch so zu verstehen, doch es werden den Lesern dann einige Feinheiten dieser Episode entgehen.

Actors: R.D. Anderson, Michelle Borth, Penélope Cruz
Background: FreeWallpapersHD

--> PDF-DOWNLOAD

Zum Inhalt:
Das Jahr 2387 Commodore Tar´Kyren Dheran nimmt an einer Konferenz mit der neu entdeckten Spezies der Ulimá teil.
Am Ende des 5. Konferenztages ist er dabei am Ende seiner nervlichen Kräfte und freut sich auf nichts mehr, als mit seiner Frau, Christina Carey, zusammen zu sein.
Doch in der Nacht geschieht Merkwürdiges: Ein Ulimá erscheint Dheran in seinem Traum und macht ihm ein seltsames Angebot. Dheran, der das Ganze für einen normalen Traum hält, nimmt bedenkenlos an, und so findet er sich, als er aufwacht, in einer Realität wieder, die sich so nie zugetragen hat.
Zumindest nicht für ihn...


Hier die erste Episode, die nicht zur Serie ICICLE gehört. Diesmal handelt die Geschichte (der erste Band einer Doppelepisode) von einer Figur meines BREAKABLE-Universums. Diese Episode passte nicht (weder als Rückblende, noch als normales Kapitel oder als Prolog) in die BREAKABLE-Geschichte, ohne den Erzählfluss zu stören und vom eigentlichen BREAKABLE-Plot abzuschweifen. Einige Details dieser Episode habe ich dort zwar knapp angedeutet, doch schienen mir diese Details interessant genug, um sie in dieser Form ausführlicher zu beleuchten.

So spielt diese TIMELINE-Episode etwa 6,5 Jahre vor der Hauptgeschichte und der spätere Mann an der Seite von Imperatorin Hoshi Sato begegnet ihr hier zum ersten Mal persönlich. Desweiteren taucht in dieser Episode ein durchtriebener Admiral auf, der Darth Vader (zu seinen besten Zeiten) schwer Konkurrenz machen könnte, was sein diabolisches Verhalten und seine Ambitionen betrifft.

Da zum Zeitpunkt der Titelwahl nicht feststand (und auch bisher nicht feststeht) ob es nach dieser Episode weitere geben wird, die sich an diesen Doppelband thematisch anschließen, besitzt diese Doppelepisode (die zweite Hälfte wird 2016 erscheinen) einen Untertitel (Gefallene Helden) da diese Folgeepisoden dann ebenfalls unter "Retter des Imperiums" laufen sollen, damit man als Leser den Zusammenhalt erkennt - aber auch weiß, welche Episoden zeitlich zusammengehören.



PDF-DOWNLOAD:
--> RETTER DES IMPERIUMS: Gefallene Helden - Teil 1
--> (READER) RETTER DES IMPERIUMS: Gefallene Helden - Teil 1

Zum Inhalt:
Auf der Erde schreibt man November 2160. Seit der Machtübernahme durch Hoshi Sato sind somit beinahe sechs Jahre vergangen, und die junge Japanerin haelt die Zügel der Macht weiterhin fest in ihren Händen.
Jedoch gibt es gewisse Elemente innerhalb des Flottenstabes, allen voran Flottenadmiral Conrad Abel Gardner, welche gegen die Regentschaft Hoshi Satos opponieren.
Doch Gardner Senior hat die Rechnung ohne den durchtriebenen Geheimdienstchef, Vizeadmiral John Jefferson Pickett, gemacht, der ausgerechnet mit Hilfe von Gardners Sohn, Commander Jeffrey Gardner, der unter seinem Kommando steht, den Flottenadmiral zu Fall bringen will. Gleichzeitig schürt Pickett bei der Imperatrice die Angst eines Angriffs der Romulaner auf das Imperium der Terraner.
So verwundert es kaum, dass Hoshi Sato ein kühnes Unternehmen, namens THOR´S HAMMER, mit Pickett und Gardner Junior an der Spitze, initiiert, welches zum Ziel hat, die Macht des Terranischen Imperiums auszudehnen, und zu konsolidieren.
Doch auch privat vertieft die Imperatrice schon bald die Bekanntschaft mit den beiden Männern...


Hier eine Episode, die zu keiner meiner FF-Charaktere angehört - weshalb auch keine FF-Figur unter TIMELINE aufgeführt ist sondern die canonische TV-Serie, zu der diese Geschichte thematisch gehört (eine meiner wenigen wirklichen FF da der Haupthandlungsträger ausnahmsweise mal eine Canon-Figur ist). Diese Episode entstand im Zuge eines Contests mit der Vorgabe eine "Five-Times-Story" zu schreiben (Fünfmal geschieht dasselbe, ein sechstes Mal dann anders). Ich bin das Thema seinerzeit als Zeitschleifen-Geschichte angegangen, weil mir eine entsprechende STARGATE-Episode, die so etwas zum Thema hat, sehr gefällt.



PDF-DOWNLOAD:
--> AN TAGEN WIE DIESEM
--> AN TAGEN WIE DIESEM (Reader optimiert)

Zum Inhalt:
Mitunter braucht es mehr als einen Anlauf, um die Frau seiner Träume in die Arme schließen zu können.
Diese Erfahrung macht auch Julian Bashir, als er durch eine Verkettung unglücklicher Umstände in eine Zeitschleife gerät, und denselben Tag immer wieder erlebt.
Dabei muss er täglich auf´s Neue mit ansehen, wie eine junge Andorianerin, in die sich Bashir schwer verliebt hat, jeden Abend ermordet wird.
Jedoch ist der Chefarzt von DEEP SPACE NINE fest dazu entschlossen, diesen Ring von vorherbestimmtem, sich permanent wiederholendem Schicksal zu durchbrechen und eine Möglichkeit zu finden, die andorianische Wissenschaftlerin zu retten - und sich selbst gleichzeitig aus der Zeitschleife zu befreien.
Doch schon bald muss der junge Arzt feststellen, dass dieses Vorhaben leichter geplant, als getan ist, denn düstere Geheimnisse, die Bashir niemals für möglich gehalten hätte, spielen sich an Bord der Raumstation ab und schon bald gerät Julian Bashir in ein Netz aus Intrigen und Verrat...

Viel Spaß beim Lesen
UK
« Letzte Änderung: März 08, 2018, 08:42:52 Vormittag von ulimann644 »

ulimann644

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RE: STAR TREK - TIMELINE
« Antwort #1 am: Januar 24, 2014, 07:44:17 Nachmittag »
Momentan macht mir meine "Plot-Bunny-Zucht" mal wieder einen Strich durch die Rechnung.
Eigentlich wollte ich um diese Zeit herum ganz auf DIVIDED fokusiert sein - und dann machte ich den Fehler, "nur mal eben" eine kurze Idee für RÜCKKEHR INS LICHT zu tippen...
Aus dem "mal eben" sind aktuell fast 9000 Wörter geworden, und das erste Kapitel steht in groben Zügen. Und trotzdem werde ich irgendwie das Gefühl nicht los, dass es zum Vorstellen der Überlebenden der ODYSSEY immer noch zu knapp ist, und weiter ausgearbeitet werden müsste... Argh...

Was mir ebenfalls momentan etwas Kopfzerbrechen macht ist, dass ich diesmal anfangs mit einer Art des "allwissenden Erzählers" arbeite, die ich sonst ganz gerne vermeide, und ich bin mir nicht ganz sicher wie es wirkt. Darum stelle ich das, was ich habe (noch unkorrigiert) einfach mal vor und warte, was ihr dazu sagt.

Zur Erklärung:
Ich bin mir im Klaren darüber, dass Keoghs XO in der DS9-Folge ein Mann ist (gespielt von Michael Jace). Da Jace aber in meiner Geschichte einen jungen Lieutenant verkörpert, habe ich auf eine verworfene Idee für diese Folge zurückgegriffen und Keogh eine weibliche XO zur Seite gestellt: Commander Maria Gonzales.
Desweiteren trägt Keogh hier den Vornamen Alan - was reine Fiktion ist, da der Vorname canonisch nicht genannt wird. Da der Schauspieler (Alan Oppenheimer) diesen Vornamen trägt, fand ich ihn irgendwie passend für den Captain.
Canonisch wird auch nicht ersichtlich, ob nach Überlebenden gescannt wird - in diesem Kapitel wird´s gemacht, aber mit negativem Erfolg. (Dumm gelaufen übrigens - denn in meiner Geschichte gibt es ja Überlebende, und man hätte ihnen viel ersparen können, wenn - tja, wenn...) ;)


PROLOG

   Gegen Ende des Jahres 2370 kam es zum ersten Kontakt mit Vertretern des Dominion, der dominierenden Großmacht im Gamma-Quadranten. Zu diesem Zeitpunkt kannte die Föderation jedoch weder die eigentlichen Machthaber dieses Gefüges, noch waren den Verantwortlichen innerhalb der Föderation die militärischen Möglichkeiten, oder die Flottenstärke des Dominion bekannt. In späteren Generationen wurde oft und gerne behauptet, man habe im Sternenflottenkommando die Bedrohung durch das Dominion schlicht auf die leichte Schulter genommen. Man habe sich, weitab des Gamma-Quadranten, zu sicher gefühlt und man wäre der eindringliche Warnung, die von einem Ersten der, vom Dominion für den Krieg geklonten Jem´Hadar, ausgesprochen worden war, nicht mit dem notwendigen Ernst entgegen entgegen getreten.
   Ein Offizier der Sternenflotte, der die Folgen dieser Fehleinschätzungen am eigenen erfahren musste, war Namoro Kunanga – ein aufstrebender, junger Offizier, der zu diesem Zeitpunkt, als OPS-Offizier im Rang eines Lieutenant Junior-Grade, seinen Dienst auf der U.S.S. ODYSSEY, einem Raumschiff der GALAXY-KLASSE, verrichtete.
   Gegen Ende des Jahres kam die ODYSSEY einem Hilferuf von DEEP SPACE NINE nach, nachdem sie eine Routine-Patrouille entlang der cardassianischen Grenze beendet hatte. Sie flog, mit zwei modifizierten Runabouts der DANUBE-KLASSE, der ORINOCO und der MEKONG, als Geleitschutz, trotz der Warnung des Dominion, in den Gamma-Quadranten ein, um Commander Benjamin Sisko und seine Begleiter, die von den Truppen der Jem´Hadar während eines Urlaubsaufenthaltes entführt worden waren, zu befreien und zum Alpha-Quadranten zurück zu bringen.
   In dem falschen Gefühl militärischer Überlegenheit folgte der Captain der ODYSSEY dem Befehl des Sternenflottenkommandos, ohne zu ahnen, dass er sein Raumschiff damit direkt ins Verderben führen würde. Und mit ihm beinahe achthundert Angehörige der Sternenflotte.
   Augenzeugen an Bord der begleitenden Runabouts, die nur unter größter Mühe den Weg zurück in den Alpha-Quadranten schafften, sagten aus, es habe unter der Besatzung der ODYSSEY keine Überlebenden gegeben, doch dies entsprach nicht den Fakten, wie erst zwei Jahre später bekannt wurde. Tatsächlich überlebten vierzehn Mitglieder der Besatzung, wie durch ein Wunder, das von den Jem´Hadar ausgelöste Inferno – unter ihnen auch Lieutenant Junior-Grade Namoro Kunanga.
   Dies ist seine Geschichte...


1.

Das Inferno

   Am oberen Pylon der Raumstation DEEP SPACE NINE angedockt, wartete das beeindruckende Raumschiff der GALAXY-KLASSE, die U.S.S. ODYSSEY, darauf, dass Captain Keogh den Befehl zum Start erteilen würde.
   Der knapp zwei Meter große, breitschultrige Mann, der hinter dem Platz des Captains an der Taktischen Konsole stand, nahm die letzten Systemchecks vor und überzeugte sich davon, dass alle taktischen Systeme Grünwert im Bereitschaftsmodus anzeigten.
   Zu Beginn des Jahres erst war Namoro Kunanga, zusammen mit einem andorianischen Lieutenant-Commander, namens Tar´Kyren Dheran, an Bord gekommen. Der ruhige, in Port Harcourt, an der Küste von Nigeria geborene, Schwarzafrikaner hatte sich schnell einen Ruf als vorbildlicher Offizier und guter Kamerad erworben. Zu Kunangas Bedauern wechselte der Andorianer, der ein halbes Jahr lang an Bord den Posten des Zweiten Offiziers bekleidet hatte, im Sommer des Jahres auf die U.S.S. MAGELLAN, denn gerade mit ihm hatte sich der Afrikaner sehr gut verstanden, und das, obwohl sie beide von vollkommen unterschiedlichem Temperament und Gemüt waren. Dabei verstand er die Beweggründe des Andorianers natürlich. Auch die MAGELLAN war ein Raumschiff der GALAXY-KLASSE, und ein tragischer Unfall hatte, kurze Zeit zuvor, die halbe Brückencrew getötet – darunter den Ersten Offizier des Schiffes. Überraschend hatte das Sternenflottenkommando Dheran angeboten den Posten des Ersten Offiziers an Bord der MAGELLAN zu übernehmen, obgleich er gerade erst ein halbes Jahr zuvor zum Lieutenant-Commander befördert worden war. Dieses Angebot hatte sich der ehrgeizige Andorianer nicht entgehen lassen.
   Tar´Kyren Dheran war an Bord der ODYSSEY, neben seiner Funktion als Zweiter Offizier, der Leitende Taktische Offizier gewesen. Da diese Stelle, seit Dherans Fortgang, vakant war, übernahm Kunanga nun mitunter diesen Posten, obgleich er hauptsächlich als Leitender OPS-Offizier des Schiffes fungierte. Zumindest in der nächsten Zeit hieß es also zu improvisieren, doch darin sah Kunanga kein Problem.
   Überhaupt war Namoro Kunanga, den meisten Dingen des Lebens gegenüber, positiv eingestellt. Es entsprach seiner Lebensphilosophie, die ihn seine Eltern gelehrt hatten. Sein Verhältnis zu ihnen war dem entsprechend gut, auch wenn sie es nicht gerne gesehen hatten, dass er zur Sternenflotte gegangen war. Besonders seinem Vater, Tigan, wäre es lieber gewesen, sein Sohn hätte einen Weg als Diplomat eingeschlagen, war er doch ein erklärter Pazifist, der jegliche Gewaltanwendung verabscheute. Selbst dann, wenn sie lediglich zum Selbstschutz eingesetzt wurde, wie von der Sternenflotte.
   Einzig und allein seine drei Jahre jüngere Schwester, Sinia, hatte seinen Entschluss uneingeschränkt begrüßt, denn so wie auch er sah sie den Forschungsauftrag bei der Sternenflotte im Vordergrund. Auch wenn die aktuelle, politische Großlage momentan scheinbar wieder mehr den Schutzauftrag der Flotte in den Vordergrund rücken ließ. Zumindest vermutete Namoro Kunanga das, nachdem was er und seine Kameraden bei der letzten Besprechung der Führungsoffiziere durch Captain Keogh erfahren hatte.
   Alan Keogh wirkte, rein äußerlich, wie ein sehr väterlicher Typ, was wohl hauptsächlich seinen schlohweißen Haaren geschuldet war. Weniger seinem Charakter, denn der Kommandant der ODYSSEY galt als hart und mitunter etwas eigensinnig. Wer Keogh weniger gut kannte der sagte ihm gerne eine gewisse Arroganz nach, doch Namoro Kunanga, der den Captain nun seit fast einem Jahr kannte, wusste es besser. Alan Keogh vermittelte diesen Eindruck zumeist dadurch, dass er sich seines Könnens und seiner langjährigen Erfahrung, als Kommandant eines Raumschiffs, bewusst war, und aus diesem Grund eine gewisse Selbstsicherheit ausstrahlte, die von anderen Wesen oft als Überheblichkeit missverstanden wurde. Natürlich hätte Keogh dem entgegenwirken können, indem er sich etwas umgänglicher hätte zeigen können, was seine Art betraf, doch das wiederum entsprach nicht dem Wesen dieses Mannes, der vor wenigen Wochen seinen siebenundfünfzigsten Geburtstag gefeiert hatte. Einige Senior-Offiziere an Bord wussten zu berichten, dass das Sternenflottenkommando Alan Keogh bereits vor zwei Jahren zum Commodore hatte befördern wollen, doch Keogh hatte dies rundheraus abgelehnt, mit der Begründung, dass er seine Berufung darin sehe, Raumschiffe zu kommandieren, und keine Schreibtische.
   Dem ruhigen, fünfundzwanzigjährigen Kunanga imponierte diese Entscheidung. Ihm gefiel, dass Keogh seine Berufung, an die er fest glaubte, über seine Karriere gestellt hatte. Vielleicht deshalb, weil er selbst seine Berufung im Fliegen von Jägern und Shuttles sah, sich aber letztlich doch für eine Karriere als Brückenoffizier entschieden hatte. Bereut hatte er seine Entscheidung deswegen bislang jedoch nicht. Er fragte sich lediglich, von Zeit zu Zeit, ob diese Entscheidung nicht vielleicht zu einem Teil der Einstellung seines Vaters geschuldet war, und ob er ohne diese möglicherweise anders entschieden hätte. Wie immer an diesem Punkt seiner Überlegungen verwarf Kunanga diese fruchtlosen Gedanken, und er konzentrierte sich wieder auf das Naheliegende.
   Auf Befehl des Captains hin nahm Kunanga Verbindung mit der OPS von DEEP SPACE NINE auf, und teilte mit, dass Keogh den Start von 13:00 Uhr auf 12:00 Uhr vorverlegt hatte. In fünfzehn Minuten würden sie von der Station ablegen und zu einer Rettungsmission, in den Gamma-Quadranten, aufbrechen.
   Während Keogh seinen Bereitschaftsraum aufsuchte und Namoro Kunanga die letzten Checks abschloss, erinnerte er sich daran, was Keogh ihm, und allen anderen Führungsoffizieren der ODYSSEY, vor weniger als zwei Stunden eröffnet hatte.
   Vor einem halben Tag war ein Jem´Hadar, der sich als Dritter Talak´talan vorgestellt hatte, überraschend auf die OPS der Station gebeamt und war umgehend zur Sache gekommen. Er informierte die Anwesenden, dass Sisko zwecks einer eingehenden Befragung, in der Hand des Dominion sei. Der Fremde war bei seinen Ausführungen nicht darauf eingegangen, wie lange Commander Sisko in der Gewalt des Dominon bleiben würde, er gab lediglich einen vielsagenden Hinweis darauf, dass an ihm ein Exempel statuiert werden würde, wegen Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Dominions.
   Major Kira Nerys, Siskos Verbindungsoffizier und die Stellvertretende Kommandantin der Station, hatte natürlich erfahren wollen, was genau das Dominion mit dieser Einmischung meinte. Laut ihrer Aussage gab Talak´talan die Auskunft, dass die Durchquerung des Wurmlochs Einmischung genug für das Dominion sei. Um weitere Unannehmlichkeiten zu vermeiden, verlangte der Jem´Hadar, zukünftig keine Schiffe mehr durch das Wurmloch zu schicken.
   Anbei hatte der Jem´Hadar Major Kira eine Liste von Raumschiffen überreicht, die vom Dominion wegen der Verletzung ihres Territoriums zerstört worden waren. Darüber hinaus war, nach seinen Aussagen, die bajoranische Kolonie im Gamma-Quadrant zerstört vollständig vernichtet worden. Bevor er auf sein Raumschiff zurückgekehrt war, hatte der Jem´Hadar, Talak´talan, die unmissverständliche Warnung ausgesprochen, fortan das Territorium des Dominion unangetastet zu lassen.
   Nachdem die ODYSSEY die Station erreichte, hatte Captain Keogh der Kommando-Crew der Station Bescheid gegeben, dass der Verkehr durch das Wurmloch, auf Geheiß des Sternenflottenkommandos, bis auf Weiteres eingestellt werden würde. Zumindest so lange, bis man wusste, was von der Drohung der Jem´Hadar zu halten war. Allerdings hatte zuvor die Rückkehr von Commander Sisko oberste Priorität. Das Oberkommando der Sternenflotte war zu keinem Preis bereit, einen ihrer Stationskommandanten in den Händen einer unbekannten Großmacht zu belassen.
   Im Zuge dieser Entwicklung hatte Keogh alles entbehrliche Personal seines Raumschiffs auf die Station beordert, und darauf gedrängt, die beiden momentan zur Verfügung stehenden Runabouts der erst kürzlich entwickelten DANUBE-KLASSE, die zur Raumstation gehörten, mit Abschussbänken für Photonentorpedos aufzurüsten. Vor etwa einer halben Stunde war die Bestätigung eingegangen, dass diese Arbeiten an den Runabouts abgeschlossen worden, und sie bereit für den kommenden Rettungseinsatz waren.
   Namoro Kunanga verurteilte die brutale, lebensverachtende Vorgehensweise des Dominion. In einem aber hatten sie, seiner Meinung nach, nicht ganz Unrecht: Wenn das Dominion tatsächlich den Gamma-Quadrant als ihren Herrschaftsbereich ansahen, so war der unautorisierte Einflug mit bewaffneten Raumschiffen, nach interstellarem Recht, illegal. Er hoffte inständig, dass der kommende Einsatz einigermaßen reibungslos ablaufen würde. Alles Weitere lag dann in der Entscheidungsgewalt des Sternenflottenkommandos.
   Namoro Kunanga war zufrieden mit den Checks. Von ihm aus konnte es losgehen. Er hob den Blick und ließ den ihn umgebenden Trubel der Startvorbereitungen, den er zuvor ausgeblendet hatte, wieder an sich heran. Zu seiner Linken öffnete sich das Schott des Turbolifts und eine athletische Andorianerin, in der golden abgesetzten Uniform des technischen Personals und den Rangabzeichen eines Lieutenant Junior-Grade am Kragen, betrat die Brücke. Sie kam mit federnden Schritten zu ihm und begrüßte ihn freundlich: „Hallo, Namoro. Bist du bereit, der roten Kreatur der Unterwelt gegenüber zu treten?“
   Der Nigerianer erwiderte das Lächeln der andorianischen Frau und hob fragend seine Augenbrauen. „Die rote Kreatur der Unterwelt? Was meinst du damit, Nia´Lyara?“
   Nia´Lyara Tareh erlaubte sich ein verschmitztes Grinsen. „Auf der Erde würde man Teufel sagen.“
   Die Antennen der Andorianerin, die mehr als einen Kopf kleiner war als der afrikanische Hüne, bogen sich schnell zur Seite und richteten sich gleich darauf wieder auf. Namoro Kunanga, der des Öfteren nach Dienstende mit der Andorianerin im Fitnessraum der ODYSSEY trainierte, wusste um die Bedeutung dieser Antennenbewegung. Gelegentlich hatte er sie auch bei Tar´Kyren Dheran wahrgenommen. An der Akademie der Sternenflotte war es ihm mitunter schwer gefallen, sich daran zu gewöhnen, dass man im Umgang mit andorianischen Wesen nicht nur auf die Mimik und Gestik, sondern zusätzlich auf die Bewegungen der Antennen achten musste, damit es nicht zu Missverständnissen kam. An der Akademie hatte er, außerhalb des Unterrichts, kaum Kontakt zu Andorianern gehabt. Die meisten von ihnen waren ihm schlicht zu sprunghaft, was überhaupt nicht seinem eigenen Wesen entsprach, denn er selbst war zumeist die Ruhe in Person. Dass er mit Nia´Lyara so gut zurecht kam, lag wohl daran, dass sie eine der rühmlichen Ausnahmen der Regel war. Zumeist hatte sie ihr andorianisches Temperament ganz gut im Griff, obwohl sie kolossal wütend werden konnte, wenn einer ihrer Untergebenen im Dienst nicht sein Bestes gab.
   „Ich vermute mal, der Captain wartet bereits auf deinen Bericht“, orakelte Namoro Kunanga und deutete auf das PADD in der linken Hand der Andorianerin.
   Die Antennen der Andorianerin bogen sich leicht nach hinten, während sie ihr schulterlanges, silbrig-weißes Haar zurückwarf. „Du hast Recht, ich sollte ihn nicht länger warten lassen. Sehen wir uns nachher in der Messe?“
   Der Afrikaner machte eine wiegende Handbewegung. „Sofern unser Einsatz das zulässt, würde ich sagen.“
   Nia´Lyara lächelte aufmunternd und legte kurz ihre Hand an seinen Oberarm. „Positiv denken, Namoro. Das habe ich von dir gelernt.“
   Kunanga erwiderte den amüsierten Blick ihrer tief-violetten Augen, deren Farbe ihn ein ums andere Mal faszinierte. Bereits im nächsten Moment hatte sich die Andorianerin abgewandt und schritt zielstrebig zum Schott des Bereitschaftsraumes hinüber.
   Namoro Kunanga beobachtete, wie sie die Hand auf den Meldekontakt legte, und sich das Schott vor ihr teilte.
   Nachdem die Andorianerin im Bereitschaftsraum des Captains verschwunden war, wandte sich Kunanga um und blickte direkt in das breite Gesicht von Ensign Alexeij Worronow, der mit verklärtem Gesichtsausdruck zu ihm aufsah und meinte: „Eine wirklich hübsche Person, nicht wahr?“
   „Was man von dir nicht behaupten kann“, spöttelte Kunanga augenzwinkernd. Er und Worronow waren im Zuge ihrer bisherigen, gemeinsamen Dienstzeit an Bord so etwas wie Freunde geworden. Dabei reichte ihm der drahtige Kirgise nicht einmal bis zur Schulter. Auch sonst schien der Ensign das genaue Gegenteil von Kunanga zu sein. Selbst in den ruhigsten Phasen des Dienstes schien er immer irgendwie in Bewegung zu sein – nur selten sah man ihn reglos auf einer Stelle stehen, und wenn, dann garantiert nicht sehr lange.
   „Danke, das weiß ich zu schätzen“, giftete der Kirgise gespielt finster, wobei er permanent das Gewicht von einem Bein auf das andere verlagerte. „Was ich mir von einem Lulatsch, wie dir, so alles gefallen lassen muss. Nicht zu fassen.“ Dann wurde Worronow übergangslos wieder ernst und fragte: „Hast du eigentlich mal daran gedacht, dich mit ihr zu verabreden, Namoro?“
   „Nein.“
   Die prompte, knappe Antwort brachte Alexeij Worronow sichtlich aus dem Konzept. Die Haut über seinen hohen Wangenknochen schien sich noch etwas stärker zu spannen, als ohnehin schon, während er die Kiefer zusammenpresste. Dann fragte er: „Wie, nein? Warum denn nicht?“
   Namoro Kunanga schmunzelte leicht. „Erinnerst du dich noch daran, dass ich dir mal von Ti´Maran erzählt habe?“
   „Du meinst vorgeschwärmt“, verbesserte der Kirgise feixend und seine dunklen Mandelaugen kniffen sich zu schmalen Schlitzen zusammen. „Sie ist Romulanerin, wenn ich mich nicht sehr täusche.“
   Kunanga nickte schwach. „Stimmt. Du wirst mich vielleicht für verrückt halten, Alexeij, aber ich habe mich in diese Romulanerin verliebt, als ich sie das erste Mal sah.“
   „Vielleicht ist gut... Mann, du hast sie seit mehr als drei Jahren nicht mehr gesehen, und dabei bleibt es vermutlich. Streich sie aus deinem Kopf, das wäre besser.“
   Kunanga blickte den Kirgisen etwas unwillig an. Dann antwortete er nachdenklich: „Vielleicht werde ich das irgendwann, aber dieser Tag ist nicht heute.“
   Alexeij Worronow seufzte entsagungsvoll und gab resignierend zurück: „Deine Entscheidung, Langer. Ich werde mich jetzt auf die Socken machen. Ach ja, ehe ich es vergesse: Ein Typ-VII-Shuttle steht startklar im Hangar – nur für den Fall, dass der Captain danach fragen sollte. Ich habe die anderen Shuttles ebenfalls ausgerüstet, so dass sie im Notfall innerhalb weniger Minuten einsatzbereit sind.“
   Kunanga nickte knapp. „Das ist der Alexeij, den ich so sehr schätze – immer auf Draht. Halte dich in der nächsten Zeit von Konsolen fern, mein Junge.“
   Im Gehen verzog der Kirgise das Gesicht und meinte, leicht genervt: „Dass Ensigns auffällig öfter von explodierenden Konsolen erwischt werden als andere Dienstgrade ist nie offiziell bewiesen worden, das weißt du.“ Damit verschwand er im Turbolift.
   Kaum dass Worronow die Brücke verlassen hatte, verließ Nia´Lyara Tareh den Bereitschaftsraum des Captains. Als sie an seiner Station vorüber ging und ihn ansah, sagte Namoro leise: „Pass auf dich auf, Nia´Lyara.“
   „Das gilt auch für dich“, erwiderte die Andorianerin leichthin, bevor sie zum Turbolift schritt, und wieder hinunter auf ihre Station fuhr.
   Namoro blickte zum Chronographen, über dem Hauptbildschirm der Brücke. Noch etwas mehr als zehn Minuten bis zum Start.

* * *
   
   Im Haupthangar der ODYSSEY hatte Master-Chief-Petty-Officer Krixx Grel momentan völlig andere Sorgen. Mit seine dreifingrigen, linken Hand anklagend auf fünfzehn Raumanzüge, die ausgebreitet auf dem Boden des Hangars lagen, deutend, fragte der Tellarit aufgebracht: „Was soll das heißen, einige der Anzüge verlieren Energie? Stellen Sie sich mal vor, Chief, wir benötigen die Dinger und deren Systeme versagen?“
   „Es ist nicht bei allen Anzügen so“, beeilte sich die Bolianerin, im Rang eines Crewman Zweiter Klasse, zu versichern. Ich habe den Fehler bisher bei drei Anzügen feststellen können, die ich untersucht habe. Ihre Energiezellen scheinen defekt zu sein.“
   „Dann wechseln Sie sie aus, bevor mit diesen Anzügen noch ein Unglück passiert“, wetterte der Chief gereizt. „Auf diese Idee hätten Sie aber auch wirklich selbst kommen können, Crewman Chorell.“
   Die Bolianerin, die Grels Art kannte, nickte ergeben und erwiderte sachlich: „Das bin ich, Chief. Ich wollte Sie lediglich davon unterrichten.“
   Der Tellarit wedelte wild mit den Armen durch die Luft. „Na, das haben Sie ja nun, also ran an die Arbeit. Ich würde vorschlagen, Sie wechseln die Energiezellen bei jedem der Anzüge aus. Welche der ausgebauten Energiezellen noch in Ordnung sind können wir danach immer noch feststellen. Hauptsache, die Anzüge liegen nicht noch länger in meinem Hangar herum, Crewman.“
   „Aye, Sir“, antwortete die Bolianerin hastig, als der Chief sich zum Gehen wandte.
   „Sir?“, heulte Grel im nächsten Moment auf. „Nennen Sie mich nicht Sir, ich verrichte auf diesem Schiff ehrliche Arbeit, klar?“
   „Aye, Master-Chief!“
   Ohne sich umzudrehen grölte der Tellarit zurück: „So ist es richtig, Crewman!“
   Während Chorell kopfschüttelnd auf ihren Kommunikator tippte, um ihren Kollegen, Lornem Arex, einen unvereinigten Trill, um Hilfe zu bitten, stakste der Tellarit, auf seinen kurzen, stämmigen Beinen hinüber zu dem Typ-VII-Shuttle, den er auf Befehl von Ensign Worronow startklar machen ließ. Dabei rief er den drei Technikern bereits von Weitem zu: „Wie lange dauert denn das noch?“
   Ein menschlicher Petty-Officer streckte seinen Kopf zur Seitenluke des Shuttles heraus und erklärte: „Wir haben ein Problem mit dem Antriebssystem des Shuttles, Chief. Sie wissen, so gut wie wir, dass die ODYSSEY überhastet ausgerüstet und hierher geschickt wurde. Wir waren mitten in den Wartungsarbeiten, als es losging. Ich habe bereits beim Leitenden Ingenieur um Hilfe gebeten. Er schickt uns seine Stellvertreterin. Die kennt sich mit Schiffsantrieben, nach ihm, am besten aus.“
   „Der andorianische Fratz hat mir hier gerade noch gefehlt“, stöhnte Grel. „Die Dame soll mir bloß nicht in meine Arbeit hineinreden, sonst werde ich ungemütlich.“
   Petty-Officer Aiden Harrell fuhr sich mit der Hand durch das dichte, schwarze Haar und grinste offen. „Ich finde nicht, dass sie so schlimm ist, Chief, und wir können ihre Hilfe hierbei wirklich gut gebrauchen.“
   „Schon klar!“, schnappte Grel grantig. „In Bezug auf Lieutenant Tareh denken Sie ja auch nicht mit Ihrem Gehirn.“ Dann wurde Grel übergangslos sachlich, und neugierig erkundigte er sich: „Haben Sie bereits ermitteln können, was die wahrscheinliche Ursache ist? Vielleicht ist es gar nicht so schlimm.“
   Harrell schüttelte den Kopf und seine blauen Augen drückten Ratlosigkeit aus. „Nein, Chief. Ich vermute zwar, dass es am EPS-Verteiler liegt, aber die Ebene-Drei-Diagnose, die ich eben durchgeführt habe, besagt das Gegenteil. Meiner Meinung nach stimmt diese Diagnose aber nicht, darum wäre es vorteilhaft, wenn ich mir, zusammen mit Lieutenant Tareh, den Verteiler einmal genauer ansehen könnte. Sie wird einen verborgenen Fehler des Verteilers sicherlich erkennen, falls er vorhanden ist.“
   In Krixx Grel rumorte es. Zuerst die Anzüge, und nun das hier. Das Inventar seines Hangars war momentan eine einzige Katastrophe. Außerdem verspürte er, seit sie so überstürzt von Sternenbasis-375 nach DEEP SPACE NINE aufgebrochen waren, ein ungutes Gefühl, dass sich schleichend in ihm ausbreitete. Aber vielleicht lag das auch nur daran, dass er seit vielen Stunden nichts mehr gegessen hatte.
   Bei einem Blick über die Schulter erkannte Grel, dass Nia´Lyara Tareh gerade den Hangar betreten hatte. Mit einem giftigen Blick zu Harrell meinte er: „Machen Sie die Augen auf, wenn sie mit Lieutenant Tareh den Verteiler untersuchen, aber nur beruflich, ist das klar, Mister Harrell?“
   „Sonnenklar, Chief“, grinste der Dunkelhaarige.
   Mit den tiefliegenden Augen rollend erwiderte der Tellarit: „Ich brauche jetzt erst einmal etwas zu essen. Falls etwas Außergewöhnliches passieren sollte, rufen sie mich.“
   „Geht klar, Chief.“
   Grel stapfte davon. Im Vorübergehen grüßte er die Andorianerin, die seinen Gruß erwiderte und dann hinüber sah zu Petty-Officer Harrell, der ihr zuwinkte und rief: „Lieutenant Tareh, dieses Shuttle ist unser Sorgenkind!“
   Aiden Harrell blickte seine beiden Kollegen, die sich bisher schweigend an der rechten Warpgondel zu schaffen gemacht hatten, auffordernd an, und sie verstanden ihn ohne Worte. Schnell die Wartungsöffnung verschließend entfernten sie sich.
   Nia´Lyara Tareh blickte den beiden Technikern nach, als sie bei Harrell ankam. Ihre Antennen bewegten sich unruhig, während sie den Mann fragend musterte und meinte: „Wo wollen die denn so eilig hin, Petty-Officer?“
   „Ensign Worronow möchte, dass im Notfall auch die übrigen Shuttles innerhalb weniger Minuten einsatzbereit sind, Lieutenant“, antwortete Aiden Harrell geistesgegenwärtig. „Die Beiden können uns hierbei ohnehin nicht helfen, darum kümmern sie sich um die Shuttles auf dem Wartungsdeck.“
   Nia´Lyara Tareh gab sich mit dieser Erklärung zufrieden und stieg durch die Seitenluke in das geräumige Shuttle. Als ihr Blick auf den hinteren Bereich des Shuttles fiel, wo einige Dutzend Bauteile des Antriebssystems auf dem Boden, und den Sitzbänken für die Passagiere, verstreut herumlagen, fragte sie bestürzt: „Wie sieht es denn hier aus?“
   Aiden Harrell erklärte ihr in wenigen Sätzen, was er kurz zuvor Grel versucht hatte zu erläutern, und meinte abschließend: „Jetzt kennen Sie das Problem, Ma´am.“
   Die Andorianerin blickte den Mann forschend an und ihre Antennen bogen sich leicht nach Innen. Dann seufzte sie: „Leider.“

* * *
   
   Crewman Julie Rieder erlaubte sich einen fragenden Blick, als sie beobachtete, wie ihre beiden Kameraden, Crewman Erster Klasse, Benito Perez, und Crewman Dritter Klasse, Heung Min Lun, zu ihr in den Wartungshangar marschiert kamen. Sie fuhr sich mit der Hand durch das kurze, strohblonde Wuschelhaar und rief ihnen entgegen: „Schön, dass ihr Zwei euch auch einmal hier unten, bei mir sehen lasst. Ich dachte schon, Aiden und ihr zwei würdet da oben im Haupthangar eine Party feiern.“
   „Aiden feiert die Party, uns beide wollte er nicht dabei haben“, konterte Perez, der seine mexikanischen Wurzeln nicht verleugnen konnte, missgestimmt.
   Der hagere Asiat neben Perez fügte gleichmütig hinzu: „Was Benito damit sagen will ist, dass Aiden lieber mit Lieutenant Tareh feiert, als mit uns.“
   Die grünen Augen der etwas properen Blondine weiteten sich etwas und neugierig fragte sie: „Wollt ihr zwei damit andeuten, da läuft etwas zwischen Aiden und der Andorianerin?“
   Perez grinste schadenfroh. „Wenn es nach Aiden geht würde da bestimmt etwas gehen, aber ich schätze, der blaue Engel spielt da nicht mit.“
   „Ist vielleicht auch besser so“, orakelte Julie Rieder. „Ich habe einmal erlebt, wie sie einen Techniker zur Schnecke gemacht hat. Wenn die so auch mit ihren Liebhabern umspringt, dann gute Nacht.“
   „Nur wenn sie nicht die volle Leistung bringen“, lachte Perez anzüglich und fing sich dafür einen verweisenden Blick seines asiatischen Kameraden ein, der solche zweideutigen Scherze nicht besonders mochte. Auch nicht, wenn sie ihn nicht unmittelbar betrafen.
   Julie Rieder kletterte von der Warpgondel des Shuttles, auf dem sie bisher gehockt hatte und meinte: „Schluss mit dem Klatsch, Jungs. Erzählt mir lieber weshalb es der Alte so eilig hat, von DEEP SPACE NINE abzulegen.“
   Perez macht eine wiegende Handbewegung. „Was Genaues weiß man nicht, aber die neuesten Latrinenparolen besagen, dass es in den Gamma-Quadrant gehen soll. Angeblich vermisst man den Commander der Station und wir sollen ihn wiederfinden. Was mich etwas beunruhigt ist, dass Keogh alle Zivilisten von Bord hat evakuieren lassen. Es scheint also so, als könne es etwas rau werden. Halten deine Nerven das aus?“
   Die üppig proportionierte Frau hob ihre Augenbrauen. „Ich mache mir über etwas ganz anderes Sorgen, denn ich habe gehört, dass man für einen kurzen Moment in seine Bestandteile aufgelöst wird, wenn man in das Wurmloch einfliegt. Glaubt ihr zwei, dass da etwas dran sein könnte?“
   „Ich auf keinen Fall“, erklärte Heung Min Lun überzeugt. Das sind, in meinen Augen, irgendwelche wilden Geschichten, von Leuten in Umlauf gebracht, die sich damit wichtig machen wollen.“
   Perez zwinkerte seinem Kameraden unauffällig zu, bevor er ihm vehement widersprach: „Also, ich weiß nicht, Heung. Vielleicht ist doch etwas dran, denn ich habe das von verschiedenen Seiten gehört. Auch einen heftigen Übergangschmerz soll es geben.“
   Julie Rieder blickte mit einem Anflug von Panik von Perez zu Lun und wieder zu Perez. Dann bemerkte sie das unterdrückte Schmunzeln des Mexikaners und sie versetzte ihm einen kräftigen Fausthieb auf den Oberarm. „Dir verflixtem Kerl werde ich helfen. Du sollst mich gefälligst beruhigen, und mich nicht erschrecken, verstanden? Und für euch beide gilt: Behandelt mich besser und helft mir gefälligst mit diesen beiden Shuttles.“
   „Aye, Ma´am“, grinste Perez, sich übertrieben ehrfürchtig verneigend, und rieb sich verstohlen die Stelle am Arm, wo ihn die Faust der Blondine getroffen hatte. Das Mädchen hatte eine verdammt feste Handschrift, auch wenn der Mexikaner gerne behauptete, das Meiste an der gerade Neunzehnjährigen wäre Babyspeck.

* * *
   
   Etwa zur gleichen Zeit blickte der vulkanische Wissenschaftsoffizier, Tarik, seine Vorgesetzte an und erkundigte sich, mit sonorer Stimme: „Wissen wir mittlerweile etwas über die, vom Dominion verwendeten Waffensysteme, Lieutenant-Commander?“
   Anya Sernenkowa, die vor etwa zehn Minuten das Waffenlabor auf Deck-6 betreten hatte, sah zu ihrem Kollegen und schüttelte ihren Kopf. „Bedauerlicherweise nicht, Ensign. Aus den bisher analysierten Restsignaturen, die unsere Raumschiffsbesatzungen bislang scannen konnten, lässt sich keine fundierte Theorie darüber ableiten. Wir wissen lediglich, dass sie auf Polaronbasis – ähnlich der bajoranischen Phaser – funktionieren müssen. Allerdings scheinen die Polaronpartikel ihrer Waffen eine völlig andere Form der energetischen Ausrichtung zu unterliegen. Sehen Sie selbst.“
   Der asketisch aussehende, hochgewachsene Vulkanier trat zu seiner Vorgesetzten und blickte auf das Daten-PADD in ihrer Hand. Einen Moment lang studierte er die verschiedenen Diagramme, bevor sein Zeigefinger auf eines der Diagramme tippte. „Wofür halten sie diese Signaturspitze, Lieutenant-Commander?“
   Die Dunkelhaarige blickte auf die bezeichnete Stelle. Dann sah sie den Vulkanier an und erklärte. „Ich habe mich das bisher vergeblich gefragt. Dabei bin ich sicher, so etwas schon einmal, in ähnlicher Form, gesehen zu haben. Wenn ich nur wüsste wo.“
   Der Vulkanier legte seine Hände auf den Rücken und sagte nachdenklich: „Wenn es nicht eine Waffensignatur wäre, so könnte man beinahe glauben, es sei die Phasenvarianz einer Schutzschirmsignatur.“
   „Klingt reichlich abwegig, Ensign“, widersprach die schwarzhaarige Leitende Wissenschaftlerin. „Ich kann mir darauf keinen Reim machen.“
   Tarik hob sacht seine Augenbrauen. „Botschafter Spock sagte einmal, dass, wenn man das offensichtlich Unmögliche ausschließt, in dem, was übrig bleibt, die Wahrheit stecken muss, und sei es auch noch so unwahrscheinlich.“
   Anya Sernenkowa versuchte in den sanft wirkenden, braunen Augen des Vulkaniers eine emotionale Reaktion zu erkennen. Wie schon so oft gelang es ihr auch diesmal nicht, und so gab sie schließlich seufzend zu: „Damit haben Sie vermutlich Recht, Mister Tarik. Nur wissen wir leider nicht, was für das Dominion unmöglich ist, und was nicht.“
   „Noch nicht“, fügte der Vulkanier hinzu.
   Die Russin lachte amüsiert. „Was mir an Ihnen so gefällt, Ensign Tarik, ist Ihr unerschütterlicher Glaube daran, allen Geheimnissen des Universums irgendwann auf die Spur zu kommen.“
   Der Vulkanier versicherte ernsthaft: „Es wäre doch auch höchst unlogisch Wissenschaftler zu werden, wenn man dies nicht glauben würde.“
   Die Frau erlaubte sich ein Schmunzeln. „Darüber werde ich mit Ihnen ganz bestimmt nicht streiten, Ensign. Und nun, lassen Sie uns weitermachen, wenigstens dieses Rätsel zu lösen, Mister Tarik.“

* * *
   
   Pünktlich um 12:00 Uhr gab Captain Alan Keogh auf der Brücke der ODYSSEY das Kommando, und das Raumschiff legte von DEEP SPACE NINE ab. Langsam, beinahe majestätisch, glitt das 642,5 Meter lange, 463,7 Meter breite und 195,2 Meter hohe Raumschiff der Sternenflotte, langsam von der Station fort.
   Momentan stellte dieses Schiff der GALAXY-KLASSE eine der modernsten und schlagkräftigsten Einheiten dar, über welche die Vereinte Föderation der Planeten verfügten. Keogh war klar, warum man sein Schiff von der Cardassianischen Grenze abgezogen, überhastet auf Sternenbasis-375 überholt, und dann hierher geschickt, hatte. Die Admirals im Flottenstab wollten dem Dominion, bei der geplanten Rettungsaktion für Commander Sisko, gleichzeitig Macht und Stärke demonstrieren, und wie konnte das besser funktionieren, als durch die Präsenz eines ihrer stärksten Raumschiffe.
   Zwar regte sich in Captain Alan Keogh ein ungewisses Gefühl, welches ihm riet vorsichtig zu sein - er wäre ein schlechter Captain gewesen, hätte er dies nicht verspürt - doch Keogh war zuversichtlich, mit jeglicher Situation fertig zu werden, mit der er im Gamma-Quadranten konfrontiert werden konnte. Er wechselte einen schnellen Blick mit seiner XO, Commander Maria Gonzalez, deren blondes Haar zu ihren dunkelbraunen Augen einen ungewöhnlichen Kontrast bildete.
   Die ernste Enddreißigerin nickte Keogh zu; ein kurzes Zeichen, dass sie bereit war.
   Alan Keogh wandte sich seinem Steuermann zu und gab das Kommando: „Bringen Sie uns rein, Lieutenant.“
   Namoro Kunanga, der auf Keoghs Geheiß hin die Taktik übernommen hatte, beobachtete auf dem Hauptbildschirm der Brücke, wie sich der Eingang des Wurmlochs, vor den beiden begleitenden Runabouts und der ODYSSEY etablierte. Er hatte diesen Effekt noch nie mit eigenen Augen und aus nächster Nähe erlebt, weshalb er fasziniert auf den ultrablauen Energiestrudel blickte, aus dessen Innern ein gelb-goldenes Glühen drang. Hin und wieder glühten dabei etwas hellere Feldlinien auf, und bildeten ein filigranes Muster – fast wie einen kreisrunden Korridor - ins Innere des Wurmlochs. Die Hände des Afrikaners umklammerten den oberen Rand der Taktischen Konsole, während sie das Wurmloch durchflogen. Mit Vielem hatte er gerechnet, aber nicht damit, dass sich ihnen das Innere des Wurmloches in einem sanften Blauton, durchzogen von silbernen und goldenen Schlieren und geometrischen Mustern, derart prächtig präsentieren würde. Lieutenant Kunanga kannte die wissenschaftlichen Abhandlungen zu diesem Effekt, in denen behauptet wurde, es würde sich dabei lediglich um eine optische Täuschung der Instrumente handeln. Doch falls dies tatsächlich zutraf, so war es die beeindruckendste optische Täuschung, die er je erlebt hatte, befand Kunanga.
   Bereits im nächsten Moment war es vorbei.
   Das Wurmloch spie die ODYSSEY und ihre beiden begleitenden Runabouts aus, und die gewohnte, samtene Schwärze des Weltalls, mit seinen Myriaden von Sternen umgab sie, so dass Namoro Kunanga sich für einen Augenblick fragte, ob er den Durchgang durch das Wurmloch nur geträumt hatte.
   Captain Keoghs Durchsage an die beiden Runabouts, nachdem diese den Weltraum in unmittelbarer Umgebung als feindfrei gemeldet hatten, riss ihn jedoch schnell wieder in die Realität zurück.
   „ODYSSEY an Shuttles: Wir sehen auch nichts Ungewöhnliches auf den Langstreckenscannern, aber es könnte sein, dass das Dominion eine Tarnvorrichtungs-Technologie hat.“
   Keogh blickte kurz über die Schulter, und Namoro Kunanga meldete: „Die primären Tachyonen-Scanns sind negativ.“
   Der Captain nickte und blickte wieder nach vorne, während Major Kira, auf der ORINOCO und Chief O´Brien, auf der MEKONG, bestätigten.
   Kunanga hatte mittlerweile weitere Scanns im Subraumspektrum vorgenommen und die Restsignatur eines Föderationsraumschiffs identifiziert. Er gab Keogh diese Information mit dem Hinweis: „Sir, es handelt sich vermutlich um die Warpsignatur der RIO GRANDE.“
   Der Captain nickte zufrieden. „Überspielen Sie die Informationen zur OPS-Konsole, Lieutenant. Wir werden der Signatur folgen und hoffentlich den verschollenen Commander Sisko, und seine Begleiter, an ihrem Endpunkt finden.“
   „Aye, Captain.“
   Namoro Kunanga kam umgehend Keoghs Anweisung nach und beobachtete von seiner Position aus, wie die junge Frau an der OPS einen Kurs bestimmte, und dem Piloten des Schiffes die Koordinaten weitergab. Nachdem sie den begleitenden Runabouts diese Kursanweisung ebenfalls durchgegeben hatte, aktivierten die drei Föderationsschiffe ihre Warpantriebe und eilten einem Punkt im All entgegen, der etwas mehr als vier Lichtjahre von ihrer momentanen Position entfernt lag.

* * *
   
   Im Haupthangar der ODYSSEY atmete Aiden Harrell im selben Moment erleichtert auf, nachdem er, gemeinsam  mit  Nia´Lyara Tareh, endlich den Fehler am Antrieb des Shuttles behoben hatte.
   Liegend, mit ihren Körpern zur Hälfte im Maschinenbereich des Shuttles verschwunden, bugsierte die Andorianerin gerade eins der neuen Gelpacks, die momentan in jedes Raumschiff der Flotte nachgerüstet wurden, zurück an seinen ihm zugedachten Platz und erklärte seufzend: „Der Fehler lag wirklich beim EPS-Verteiler, aber wer hätte ahnen können, dass dieses Gelpack verkehrt herum daran eingebaut worden ist? Kein Wunder, dass die Diagnose den eigentlichen EPS-Verteiler als fehlerfrei auswies. Warum die Anschlüsse so etwas überhaupt zulassen, werde ich nie begreifen.“
   „Ein Beweis dafür, dass menschlicher Instinkt nicht durch einen Computer ersetzt werden kann, und sei er noch so hochgezüchtet“, frohlockte Harrell, und blickte die Andorianerin, durch mehrere Energieleitungen hindurch zufrieden an. Das bläulich-weiße Licht welches die Leitungen emittierten verliehen ihm dabei ein beinahe andorianisches Aussehen, wie Nia´Lyara Tareh fand.
   Die Andorianerin rollte übertrieben mit den Augen. „So, so, menschlich also. Ich finde diese Aussage ein kleines bisschen rassistisch. Immerhin war es eine Andorianerin, die dieser menschlichen Überlegenheit auf die Sprünge geholfen hat.“
   „Kommen Sie, Lieutenant. Sie wissen, dass meine Worte keinesfalls so gemeint waren. Harrells Finger legten sich unbewusst auf die Hand der Andorianerin, bei seinen Worten. Im nächsten Moment bemerkte er den Fauxpas und zog seine Hand schnell fort, in der Hoffnung, Lieutenant Tareh habe es nicht bewusst wahrgenommen.
   Die andorianische Frau musterte Aiden Harrell mit ihren violetten Augen eigentümlich, während sich ihre Antennen leicht nach Vorne bogen. Gleichzeitig fuhren ihre Fingerspitzen über den Rücken seiner rechten Hand, während sie gurrend meinte: „Wenn Sie das sagen, Aiden.“
   Bei der Berührung ihrer Fingerspitzen zuckte der Mann unwillkürlich zurück. Es gab einen dumpfen Ton, als sein Hinterkopf schmerzhaft mit der Seitenwand kollidierte.
   Die Andorianerin grinste amüsiert, bevor sie übergangslos ernst wurde und gefährlich leise sagte: „Lassen Sie in Zukunft ihre Hände bei sich, oder Sie werden Schlimmeres erleiden, als eine kleine Beule am Kopf.“
   Harrel rieb sich den schmerzenden Hinterkopf und antwortete missgestimmt: „Aye, Sir.“ Dann konzentrierte er sich darauf, zusammen mit der Andorianerin, den Antrieb des Shuttles wieder zusammenzubauen, wobei er sorgsam darauf achtete, ihr nicht nochmal zu nahe zu kommen. Die gelegentlichen, forschenden Blicke der Frau entgingen ihm dabei.

* * *
   
   Zwei Decks tiefer blickte Ensign Tarik seine Vorgesetzte an und sagte im Brustton der Überzeugung: „Die einzig logische Erklärung für diese Diagrammspitze ist, nach Ausschluss aller anderen Optionen, dass es sich dabei um Phasen-Polaronstrahlung handelt. Nur habe ich sie noch nie in einem solch hohen Frequenzband gesehen.“
   Anya Sernenkowa blickte Tarik fragend an, wobei sie sich mit einer fahrig wirkenden Geste mit der Hand durch die Haare fuhr, bevor sie fragte: „Eine Modifikation zu dem, was wir bislang kennen, Ensign?“
   Tarik nickte knapp. „Das scheint mir die plausibelste Erklärung. Allerdings bleibt es momentan nichts weiter, als eine Theorie, wenn auch eine sehr wahrscheinliche. Wenn sie zutrifft, dann könnte das bedeuten, dass die Schilde der ODYSSEY bei einem möglichen Konflikt, mit den Jem´Hadar, wirkungslos bleiben. Das sollte der Captain erfahren, Ma´am.“
   „Der Captain wird stichhaltige Beweise für diese Theorie fordern, Mister Tarik“, gab die Frau zurück. „Sie kennen Captain Keogh.“
   Tarik nahm diesen Hinweis stumm zur Kenntnis. Dann fragte er: „Denken Sie, dass wir mit den vorliegenden Daten eine adäquate Simulation solcher Waffenstrahlen, mit einer voraussichtlichen Wirkung auf unsere Schilde, erstellen können, Lieutenant-Commander?“
   Die Chefwissenschaftlerin nickte knapp. „Ich würde sagen, mehr haben wir nicht, Ensign Tarik. Beginnen wir also mit der Programmierung einer Simulation.
   Beide Offiziere begaben sich zur Konsolenphalanx an der Stirnwand des Labors, wobei Anya Sernenkowa den Vulkanier anwies: „Geben Sie bitte die voraussichtlichen Werte für die Polaronstrahlen ein, Ensign, ich selbst werde eine rotierende Frequenzmodulation unserer Schilde programmieren.“
   Sie begannen mit der Programmierung für die Computer-Simulation, wobei Anya Sernenkowa nur gelegentlich zu Tarik sah, der, wie immer, wenn er sich auf eine Aufgabe fokussiert hatte, vollkommen in die Arbeit vertieft war; ja, fast entrückt wirkte. Die Frau lächelte unmerklich, bei einem dieser Blicke zu Tarik. Manchmal gewann sie in solchen Momenten den Eindruck, dass alles im den Vulkanier herum explodieren könne, und er es nicht bemerken würde, solange seine Konsole nur aktiviert blieb. Gelegentlich belächelte sie diese Art, aber in Momenten wie diesem war sie Tarik beinahe dankbar dafür, denn es lenkte sie davon ab, dass das Schiff sich auf einer gefährlichen Mission befand.
   Anya Sernenkowa hasste Konflikte. Sie hatte sich nicht zur Sternenflotte gemeldet, um in Kampfeinsätze verwickelt zu werden. Sie war Wissenschaftlerin und wollte neue Welten erforschen – neue Zivilisationen und Spezies kennenlernen. Dahin gehen, wo noch kein Mensch vor ihr gewesen ist. Außerdem, so dachte sie zumindest selbst von sich, war sie ein Feigling. Zumindest, was Konflikte betraf. Das galt nicht nur für Konflikte, wie der, welcher sich für die Föderation, momentan mit dem geheimnisumwitterten Dominion abzeichnete, sondern für Konflikte jedweder Art. Auch für zwischenmenschliche Konflikte. Anya Sernenkowa war bewusst, dass sie aus diesem Grund bisher alle Beziehungen zu Männern schnell wieder beendet hatte, sobald auch nur der Hauch eines Konfliktes erkennbar geworden war. Sie hatte bereits einige Versuche unternommen dieses Verhalten zu ändern, aber bisher nur mit mäßigem Erfolg. Auch regelmäßige Besuche bei der Schiffscounselor hatte bislang nicht sehr viel gebracht.
   Momentan dachte die Russin ernsthaft darüber nach, sich nach dieser Mission zur Erde versetzen zu lassen. Eine Entscheidung darüber hatte sie bisher aber noch nicht gefällt.
   Die Frau verwarf diese Gedanken und konzentrierte sich wieder auf ihre Aufgabe.
   Es dauerte fast eine dreiviertel Stunde, bis sie soweit waren, die Simulation starten zu können, doch dazu sollte es nie kommen. Denn bevor es soweit war, brach ein Inferno über die ODYSSEY herein, welches den Untergang des gewaltigen Raumschiffes, und fast seiner gesamten Besatzung, bedeuten sollte.

* * *
   
   Auf dem halb offenen Hangardeck-3, von dessen Rändern aus man hinunter blicken konnte, in den eigentlichen Haupthangar, der ein Deck tiefer lag, bemühte sich unterdessen Chief-Petty-Officer, Fatmira Al-Basrin, das Typ-VI Shuttle MARCO POLO korrekt auf seinen Landeplatz abzusetzen. Nach dem Einschleusen auf Deck-4 wurden die meisten Shuttles des Schiffes hier oben auf ihren Parkpositionen abgestellt. Dieses parken auf einer höher gelegenen Galerie hielt einerseits den Hangarbereich für die eigentlichen Shuttleoperationen frei, andererseits konnten auf diese Weise mehr Shuttles mitgeführt werden, als unter Verwendung eines einzigen, geschlossenen Hangardecks.
   Sinnvoller Weise lag das Reparaturdeck unter dem Hangar-Hauptdeck, auf Deck-5. Beschädigte, oder länger zu wartende Shuttles wurden in diesem Fall, über eine von zwei hydraulischen Hebebühnen, zwischen beiden Decks, herunter oder herauf gefahren.
   Die schlanke, arabische Shuttlepilotin blickte kurz zu ihrem momentanen Co-Piloten, Crewman Erster Klasse, Lornem Arex, einem vereinigten Trill, der bereits seit drei Jahren auf der ODYSSEY Dienst tat. Arex stand über Bordfunk mit dem izarianischen Petty-Officer Erster Klasse, Daren Nerth in Kontakt, wobei Nerth die Aufgabe zukam, das Shuttle exakt an seinen Platz einzuweisen. Petty-Officer Dritter Klasse, Carani Feroi, unterstützte ihren izarianischen Kollegen dabei. Der Platz auf der Galerie war nämlich knapp bemessen, und zwei Einweiser waren deshalb, bei solchen engen Manövern, unabdingbar.
   „Nerth bestätigt, das Shuttle sei mittig ausgerichtet, Chief. Jetzt nur noch rückwärts rein und das war es dann.“
   „Ach so?“ Fatmira Al-Basrin hob ironisch ihre Augenbrauen. „Hat Nerth vielleicht auch gesagt, wie weit rückwärts rein? Oder parken wir heute mal nach dem Motto: Wenn es kracht noch einen halben Meter?“
   Die Gesichtshaut des Trill nahm eine leicht rötliche Färbung an, was eigenartig zu seinen Flecken kontrastierte, und er beeilte sich, die entsprechende Information von Petty-Officer Nerth zu bekommen. Froh, dessen sicherlich feixendes Gesicht nicht sehen zu müssen, gab er schnell seine laufend reinkommenden Angaben weiter: „Noch vierzig Zentimeter... Dreißig... Zehn... Stopp. Das Shuttle ist exakt in Position, Ma´am.“
   „In Ordnung, ich lande und schalte die Systeme ab.“
   Arex gab diese Information wiederum an Nerth weiter, der sich gemeinsam mit Carani Feroi etwas vom Shuttle zurückzog. Beide Petty-Officers kontrollierten, ob beim Aufsetzen die mechanischen Klauen des Landeplatzes exakt die Warpgondeln fixierten.
   „Auf meiner Seite ist alles klar“, rief die Betazoidin Daren Nerth zu, der sein Okay wiederum an Lornem Arex weiter gab.
   Das Arbeitsgeräusch des Shuttles erstarb.
   Im Cockpit blickte Arex zu seiner Vorgesetzten. Fatmira Al-Basrin erahnte die unausgesprochene Frage und meinte verständnisvoll grinsend: „Schon gut, Crewman. Ich hörte davon, dass Sie sich, bei Ihrem letzten Landurlaub auf ihrer Heimatwelt verlobt haben. Und nun weilen Ihre Gedanken gelegentlich woanders. Ich habe Verständnis für ihre Gefühle, Crewman, solange sie nicht Ihre Arbeit signifikant beeinträchtigt. Also reißen Sie sich zukünftig etwas zusammen, dann vergesse ich diesen kleinen Fauxpas.“
   „Danke, Ma´am.“
   Die Araberin lächelte und öffnete die hintere Rampe. „Vergessen wir´s. Jetzt aber nichts wie raus aus dieser Konservendose.“
   Die Pilotin und der Techniker verließen ihre Plätze und schritten hinaus auf das Galerie-Deck. Während Arex den äußeren Schließkontakt berührte, begab sich Al-Basrin zu ihren beiden Kollegen, die das Shuttle eingewiesen hatten und nun amüsiert auf das tiefer gelegene Hangardeck blickten, wo sich Chorell immer noch mit den Raumanzügen abmühte.
   „Brauchen Sie vielleicht Hilfe, Crewman Chorell?“, rief Daren Nerth scheinheilig nach unten und fuhr sich mit der Hand durch sein kurzes, blondes Haar. Dabei ließ er seine grauen Augen in einer Art lachen, wie es an Bord der ODYSSEY nur er konnte.
   Die dunkelblonde Betazoidin neben ihm schien das genaue Gegenteil des Izarianers zu sein. Durch ihre ruhige, zurückhaltende Art wirkte sie manchmal unscheinbar.
   Der Blick, den Chorell hinauf warf, sprach Bände, und es war schließlich die Araberin, die meinte: „Kommen Sie, eine Kollegin lässt man nicht hängen, klar?“

* * *
   
   Namoro Kunanga verfolgte an der Taktischen Konsole die Fortschritte der Mission, wobei er gleichzeitig seine Instrumente im Blick behielt. Zumindest ein Teilerfolg hatte sich eingestellt – das Runabout RIO GRANDE war, innerhalb eines bisher unerforschten Sonnensystems, welches einen Klasse-M Planet beherbergte, um den es schlingerte, aufgespürt worden. Allerdings hatte sich seine anfängliche Hoffnung, man habe damit alle Vermissten gefunden, nicht erfüllt, denn lediglich Jake Sisko, der Sohn des vermissten Commanders von DEEP SPACE NINE, und sein Ferengi-Freund Nog, der Neffe des ebenfalls vermissten Barbesitzers Quark, hatten sich an Bord des Runabouts aufgehalten.
   Mittlerweile hatte sich Chief-Petty-Officer O´Brien, von der MEKONG aus, an Bord der RIO GRANDE gebeamt, um das Steuer zu übernehmen, denn in ihrer Verzweiflung, das Runabout per Hand zurück in den Alpha-Quadrant zu steuern, um Hilfe zu holen, hatten die beiden Teenager die Hälfte aller Bordsysteme, darunter den Autopiloten, lahmgelegt. Sie waren es auch gewesen, die für den schlingernden Kurs des Runabouts, um den Klasse-M Planeten herum, verantwortlich waren.
   Mit nun drei Shuttles vor ihrem Bug formiert, steuerte die ODYSSEY den Planeten an, um die beiden noch Vermissten, die sich, nach Jake Siskos Aussage, noch auf dem Planeten befinden mussten, zu lokalisieren.
   Jenes unbestimmte Gefühl drohenden Ungemachs, welches Kunanga, seit dem Beginn der Mission nicht verlassen hatte, verstärkte sich leicht, als seine Langstreckenscanner drei unidentifizierte Objekte auffassten. Noch während er Captain Keogh Meldung davon machte, identifizierten die Folgescanns diese Objekte, nach Auswertung der Energiesignaturen, als drei Raiders der Jem´Hadar.
   Keogh dankte knapp und informierte die Besatzungen der drei Runabouts von der Annäherung dieser drei Objekte.
   Wenige Augenblicke später bat Chief O´Brien, von der RIO GRANDE aus Break-Formation, da immer noch die Hälfte der Systeme an Bord des Kleinraumschiffs defekt war.
   Keogh schaltete umgehend und wies den Iren an: „Verstanden. Fliegen Sie zurück zum Wurmloch – wir geben Ihnen Feuerschutz.“
   Kunanga wartete nicht ab, bis der Captain den Befehl dazu erteilte, sondern aktivierte von sich aus die Waffensysteme der ODYSSEY, während er die Schilde noch auf Stand-By hielt, um nicht frühzeitig Energie zu verschwenden, die möglicherweise später noch dringend gebraucht werden würde. Gleichzeitig löste er Rotalarm für das Schiff aus und nahm Blickkontakt zu seiner Stellvertreterin auf, die an der hinteren Konsole alle seine Eingaben verfolgte, und sich darauf vorbereitete, ihn notfalls sofort zu unterstützen.
   Keogh wechselte einen schnellen Blick mit ihm und Kunanga deutete an, dass er bereit war, was der Captain mit einem zufriedenen Lächeln quittierte.
   Im nächsten Moment meldete sich O´Brien wieder von der RIO GRANDE. „Captain, ich könnte mich dem Planeten nähern um den Commander ausfindig zu machen.“
   Es sprach für Keoghs geistige Flexibilität, und Erfahrung, als Captain eines Raumschiffes, dass er augenblicklich den Vorschlag in seine Strategie einbezog und fast umgehend entschied: „Einverstanden. Sie haben zehn Minuten, dann verschwinden Sie hier.“
   Keogh ließ den Kanal schließen. Er hoffte, die anfliegenden Gegner wenigstens diese genannte Zeitspanne aufhalten zu können.
   Kunanga blickte von seinen Instrumenten auf, aktivierte die Ringverbindung mit allen Runabouts und meldete ernst: „Feindliche Schiffe in Reichweite. Klar zum Feuern, Captain.“
   Ohne sich umzudrehen erwiderte Alan Keogh: „Es beginnt. Break-Formation. Angriffsmuster: Delta.“
   Vor der ODYSSEY nahmen die MEKONG und die ORINOCO die vorgegebenen Positionen ein, während die RIO GRANDE bereits in Richtung des Planeten ausgeschert war. Gleichzeitig aktivierte Kunanga die Schilde der ODYSSEY und gab maximale Energie auf die Schildemitter.
   Draußen im All nahmen die anfliegenden Jem´Hadar Raider direkten Kurs auf die ODYSSEY und eröffneten das Wirkungsfeuer, als sie auf Kernschussweite heran waren. Zwei der grellweißen Energiestrahlen durchdrang mühelos die Schilde des Schiffes und traf die linke Warpgondel mittig an der Unterseite. Eine heftige Explosion erschütterte das gewaltige Raumschiff, das aus der getroffenen Gondel bläulich nachglühendes Plasma verlor.
   Hinter Kunanga wurden die Systeme einer Konsole überlastet und zerrissen sie förmlich. Splitter sirrten dem Hünen um die Ohren, und es war nichts weiter, als pures Glück, dass er von keinem getroffen wurde. Nicht alle Besatzungsmitglieder schienen so viel Glück zu haben, denn hinter ihm erfüllten Schreie von Verletzten die Brücke. Irgendwo war Feuer ausgebrochen, und eine Reihe von Leuchtkörpern fiel aus, so dass die züngelnden Flammen die Brücke in gespenstisches Licht tauchten.
   Der afrikanische Hüne fand in all dem Chaos die Zeit, einen Blick auf die Auswertung der, vom Feind benutzten, Waffensysteme zu werfen, und gab das Ergebnis seiner Beobachtung an den Captain weiter
   Die XO des Schiffes meldete Keogh, fast gleichzeitig, mit angehobener Stimme, um den entstehenden Lärm zu übertönen: „Schadensmeldungen von den Decks Vier, Fünf, Acht, und Siebzehn. Außerdem haben wir ein Plasmaleck an unserer Backbord-Antriebsgondel.“
   „Beschäftigen Sie unsere Reparaturteams!“, gab Keogh zurück und nahm dann, eingedenk Kunangas Information wieder Kontakt zu den Runabouts auf: „Keogh an Shuttlepiloten: Die Jem´Hadar benutzen modulierte Phasen-Polaronstrahlen zum Durchdringen unserer Schilde.“
   „Haben Sie schon versucht, alle Frequenzen zu kompensieren?“, schaltete sich Jadzia Dax, von Bord der MEKONG, ein.
   Keogh, der unter einer erneuten Erschütterung des Raumschiffes, Mühe hatte, auf den Beinen zu bleiben erwiderte bestätigend: „Wir haben das gesamte Spektrum eingesetzt. Keine der Frequenzen hat gewirkt.“
   Kunanga beobachtete, dass sich Keogh zu ihm wandte und sagte: „Lieutenant, ihre Stellvertreterin übernimmt. Bemannen Sie das bereitgestellte Shuttle und sorgen Sie zusätzlich für Flankenschutz!“
   Noch während der Afrikaner bestätigte, kamen bereits die nächsten Befehle des Captains an Kunangas Stellvertreterin: „Alle Energie auf die Waffensysteme! Wir geben Chief O´Brien noch fünf Minuten, dann verschwinden wir von hier!“
   Das war das Letzte, was Namoro Kunanga von Captain Keogh hörte. Einer inneren Warnstimme folgend, hetzte er, im Sprintertempo, durch die Gänge des Raumschiffs, die immer wieder heftig unter seinen Füßen zu vibrieren schienen, nachdem ihn der Turbolift auf Deck-4 abgesetzt hatte. Zweimal stürzte er zu Boden, als heftige Erschütterungen das Schiff durchliefen, und Kunanga versuchte, sich vorzustellen, wie sich der Kampf, draußen im Weltall nun entwickelte.
   Immer wieder sprühten um ihn herum elektrische Funken, aus defekten Wandkonsolen und gebrochenen Deckenverkleidungen, von denen einige demoliert auf den Gängen lagen. Das unstet flackernde Licht gab einen, nur allzu deutlichen Hinweis darauf, wie es momentan um das Schiff stand. Über allem glühten in regelmäßigem Rhythmus die Alarmpaneele in einem unheilverkündenden Rot.
   Keine zehn Meter vor Kunanga flog plötzlich eine Jeffriesröhren-Abdeckung auf den Gang, und ein Vulkanier, in der angesengten Uniform eines Wissenschaftlers fiel auf den Gang hinaus.
   Kunanga lief, bereits außer Atem, zu dem Ensign und half ihm auf die Beine. „Kommen Sie mit, ich brauche Sie möglicherweise als Co-Pilot eines Shuttles!“ Ohne auf eine Antwort des Vulkaniers zu warten, fasste er ihn fest am Oberarm und zog ihn mit sich.
   „Das Labor ist explodiert“, erklärte der Vulkanier, der Kunangas Befehl folgte und sich dessen Lauftempo anpasste, seltsam tonlos. Lieutenant-Commander Sernenkowa ist tot.“
   „Das besprechen wir später, Ensign“, gab Kunanga zurück, während er, zusammen mit dem Vulkanier, den Haupthangar erreichte. Auch hier hatte es einige Schäden gegeben. Zudem lagen seltsamerweise eine Reihe von Raumanzügen auf dem Hangarboden verstreut.
   Die beiden Neuankömmlinge achtete nicht darauf, sondern hielten auf ein Shuttle des Typs VII zu, dass einen flugtauglichen Eindruck machte. Sie hatten erst die Hälfte der Strecke zum Shuttle zurückgelegt, als alles um sie herum finster wurde. Sie spürten noch, dass sie in die Höhe geschleudert wurden, bevor sie von irgend etwas Hartem brutal gestoppt wurden, das ihr bewusstes Denken ausgelöschte. Es war der Moment, in dem das Schicksal der ODYSSEY besiegelt wurde.

* * *
   
   An Bord der Runabouts MEKONG und ORINOCO taten die Insassen ihr Bestes, um die ODYSSEY vor noch mehr Schaden zu bewahren, als die Waffen der Jem´Hadar Raiders ohnehin bereits angerichtet hatten. Der RIO GRANDE war es nicht möglich in den Kampf einzugreifen, da die Waffensysteme noch immer außer Funktion waren.
   So mussten Chief O´Brien und Benjamin Sisko, der mittlerweile, zusammen mit Quark und einer unbekannten Frau, namens Eris, lokalisiert und, per Transporter, an Bord geholt worden war, hilflos mitansehen, wie eines der drei Feindschiffe die Flankendeckung der beiden Runabouts durchbrach, und zur abdrehenden, stark beschädigten ODYSSEY vordrang, wobei es, zum Entsetzen der beiden Männer, direkt auf das Schiff zu hielt.
   Vor einigen Augenblicken hatte Captain Keogh den Befehl erteilt, vom Feind abzudrehen und den Rückweg zum Wurmloch anzutreten, und alle drei Runabouts hatten sich bereits formiert, doch die Jem´Hadar hatten sich offensichtlich vorgenommen, ihren Gegner nicht so leicht davonkommen zu lassen. Vor wenigen Sekunden war dann der Funkkontakt zur ODYSSEY abgerissen
   Kira Nerys, an Bord der ORINOCO, tat, vergeblich hinter dem Schiff her feuernd, ihr Bestes, um das Feindschiff abzudrängen, doch es gelang ihr nicht.
   Mit Entsetzen beobachteten die Besatzungen der drei Runabouts, wie das Feindschiff auf Höhe der Halssektion, zwischen Primärhülle und Deflektor, in die ODYSSEY einschlug und in einer gewaltigen Explosion verging. Ein gewaltiges Trümmerstück des Feindschiffs traf, davon wirbelnd, den Bussard-Kollektor der bisher unversehrten Steuerbordgondel des riesigen Föderationsschiffes.
   Folgeexplosionen überzogen fast alle sichtbaren Sektionen der ODYSSEY, bevor das Schiff von einer gewaltigen Detonation, deren Lichtschein selbst durch die automatisch aktivierten Filter der Runabout-Cockpits, schmerzlich auf die Augen der fassungslosen Besatzungen drang, endgültig zerrissen wurde.
   In der Pilotensektion der RIO GRANDE erkannten O´Brien, Benjamin Sisko, und Quark, der sich zu ihnen gesellt hatte, wie ein gewaltiges Stück der hinteren Primärhülle, und eine völlig durchlöcherte Warpgondel der ODYSSEY, wild um alle Achsen wirbelnd, in der Schwärze des Alls verschwanden.
   Erschüttert umkrampften die Finger des irischen Ingenieurs die Kante der Kontrollkonsole, und er sagte verständnislos zu Sisko: „Wir ziehen uns doch zurück. Für dieses Kamikaze-Unternehmen gab es keinen Grund.“
   „Sie wollten uns zeigen, wie weit sie gehen“, erklärte der Commander düster. Dann nahm er Verbindung mit den beiden anderen Runabouts auf, um sich danach zu erkundigen, ob irgendwelche Lebenszeichen aufgefangen worden waren, nachdem die verbleibenden zwei Jem´Hadar Schiffe abgedreht waren. Auch wenn Sisko sich keine großen Hoffnungen machte, dass Irgendwer an Bord der ODYSSEY, dieses Inferno überlebt haben könnte.
   Nach zwei negativen Rückmeldungen, gab Sisko, mit einem fast schmerzenden Ziehen in der Magengegend den Befehl, zum Wurmloch zu fliegen. Hier gab es nichts mehr für sie zu tun.
   Das mussten die Runabout-Besatzungen zumindest annehmen.
   Wie hätten sie auch ahnen sollen, dass sich das Trümmerstück der Primärhülle, die den Hangarbereich des GALAXY-Schiffes beinhaltete, kurz vor dem abschließenden Scann der Runabouts, durch eine Plasmawolke geflogen war, welche die Lebenszeichen von fünfzehn Überlebenden dieses Infernos, für mehrere Minuten absorbierte.
   So nahm das Schicksal einiger weniger Überlebende, des zerstörten Föderationsraumschiffs, U.S.S. ODYSSEY seinen Lauf. Ein Schicksal, von dem man in der Föderation vielleicht niemals etwas erfahren hätte, wäre da nicht, bereits zu diesem Zeitpunkt, der geradezu teuflische, Plan eines Formwandler gewesen, der, vor geraumer Zeit schon, den romulanischen Tal´Shiar infiltriert hatte, und bald dafür verantwortlich sein würde, den Führer des cardassianischen Obsidianischen Orden zu manipulieren...
« Letzte Änderung: September 14, 2014, 01:01:48 Nachmittag von ulimann644 »

ulimann644

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RE: STAR TREK - TIMELINE
« Antwort #2 am: Februar 03, 2014, 02:04:33 Nachmittag »
Ich habe die Geschichte "An Tagen wie diesem...", nun, da die Challenge gelaufen ist, in die Serie TIMELINE integriert - auch vom Titel her. Die ist also nicht weg, sondern steht jetzt nur etwas weiter unten, bei meinen anderen TIMELINE-Episoden.

BTW: Auch hier nochmal meinen Glückwunsch an Nerys.
Die bessere Challenge-Geschichte hat gewonnen.

Telai

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RE: STAR TREK - TIMELINE
« Antwort #3 am: Februar 03, 2014, 02:11:33 Nachmittag »
Sooo.... dann will ich mal anfangen deine FF's zu lesen. Mit welcher Serie sollte ich am besten Anfangen?

Nerys

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RE: STAR TREK - TIMELINE
« Antwort #4 am: Februar 03, 2014, 06:48:48 Nachmittag »
Zitat von: 'ulimann644' pid='14887' dateline='1391432673'

BTW: Auch hier nochmal meinen Glückwunsch an Nerys.
Die bessere Challenge-Geschichte hat gewonnen.

Dankeschön :)

ulimann644

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RE: STAR TREK - TIMELINE
« Antwort #5 am: Februar 04, 2014, 02:43:39 Nachmittag »
Zitat von: 'Telai' pid='14890' dateline='1391433093'
Sooo.... dann will ich mal anfangen deine FF's zu lesen. Mit welcher Serie sollte ich am besten Anfangen?

Du kannst es auf zwei Arten angehen:
- Zuerst ICICLE
- Danach TIMELINE - beides so so wie hier im Archiv sortiert.

Oder aber chronologisch, dem Alter der Figuren entsprechend:
Die Zeitlinie - inklusive Links zu den Story-Artikeln, welche die PDF-Links enthalten - findest du hier:

--> http://de.sfukff.wikia.com/wiki/STAR_TREK_-_ICICLE:_Episoden-Zeitstrahl

Im ICICLE-Verse liegt es letztlich an deiner persönlichen Vorliebe, ob du erst später die Jugendjahre von Dheran und Valand erfahren möchtest, oder ob du lieber alles in Reihe liest. Ich würde zur chronologischen Reihenfolge tendieren, da ab ICICLE-5 stärker auf vergangene Ereignisse Bezug genommen wird.

Beim Rest ist es relativ egal, da sowohl BREAKABLE, als auch DIVIDED, als auch die Einzelgeschichten in sich abgeschlossen sind - wobei für BREAKABLE noch nicht alle Kapitel geschrieben sind, die aber dieses Jahr folgen sollen.
« Letzte Änderung: Juni 01, 2016, 01:28:43 Nachmittag von ulimann644 »

Telai

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RE: STAR TREK - TIMELINE
« Antwort #6 am: Februar 04, 2014, 05:13:10 Nachmittag »
Na dann :keks:

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RE: STAR TREK - TIMELINE
« Antwort #7 am: Februar 19, 2014, 07:29:16 Vormittag »
So, wie ich momentan bei der voraussichtlichen Länge von "Rückkehr ins Licht" herumeiere, ist mir das noch nie passiert.

Normalerweise habe ich stets einen guten Überblick darüber, wie lang eine Story voraussichtlich wird - aber hier habe ich zum ersten Mal nicht den Masterplan. Als ich bei 20 Seiten war, da dachte ich, damit 20% der Geschichte zu haben.
Jetzt habe ich gute 30 Seiten geschrieben (gut 15.000 Wörter) und den Eindruck, dass ich damit erst 15% der Geschichte fertig habe.

Diesmal habe ich mir einfach mehr Optionen für die verschiedenen Parts der Geschichte gelassen, und das wirkt sich jetzt spürbar auf die Planung der Länge aus.

Na jo...
Positives gibt es aber auch.

Ich habe letzte Woche angefangen, grob die EXODUS-Trilogie zu entwerfen, also die nächsten drei TIMELINE-Episoden mit Valand Kuehn - die sich weitestgehend mit seinem ersten eigenen Kommando auf der USS EXODUS beschäftigen werden.

Der erste dieser drei Bände (EXODUS - Freunde) wird selbst dreigeteilt sein. Im ersten Teil dieses Bandes (Jahr 2371) werden die letzten Wochen und Monate an Bord der AKIRA im Vordergrund stehen, und die Beförderung Valands zum Captain inklusive dem Abschied von diesem Schiff und der Crew.
Im zweiten Teil des Bandes (Jahr 2372) wird ein Einsatz der EXODUS abgehandelt, den ich in Valands Charaktersheet nur kurz angedeutet habe.
Der dritte Teil (Jahr 2373) wird zentral das Thema "Freunde in leitenden Positionen an Bord desselben Schiffes" behandeln, mit der Beförderung von Tar´Kyren Dheran zum Commander und seiner Versetzung als XO auf die EXODUS, und damit enden, dass der Dominion-Krieg ausbricht, und die EXODUS in den Kampf zieht.

Der zweite Band (Jahr 2374) der Trilogie (EXODUS - Kriegshelden) wird zentral den Dominion-Krieg als Thema haben, und die Verwicklungen der EXODUS und seiner Crew darin.

Die letzte (Jahr 2375) der drei geplanten Episoden (EXODUS - Waffenbrüder) wird gegen Ende des Dominion-Krieges spielen und die Rückblende, die Dheran seiner XO in ICICLE-1 gewährt (er erzählt, wie er zu seiner Narbe kam - Ich-Perspektive) wird dabei aufgebohrt und diesmal aus der Warte beider beteiligter Personen (Dheran und die junge Bajoranerin, Fylara Nareen) erzählt. Auch der seinerzeit weggelassene Part, wie Dheran den letzten Teil des Unternehmens allein zu Ende bringt, wird hier erzählt werden. Außerdem gibt es einen längeren Vorlauf und Nachlauf zu diesem Unternehmen, in dem besonders beim Nachlauf Wert auf die Nachwirkungen des Kommandounternehmens - sprich dem Verlust von Fylara Nareen - bei Commander Dheran Wert gelegt werden wird. Optional kann es einen längeren Epilog geben, der mit Dherans Beförderung zum Captain, und seinem Abschied von der EXODUS enden wird. Mit dieser Folge würde dann auch die TIMELINE-Handlungslinie um Valand Kuehn einen Abschluss finden. (Vielleicht schreibe ich aber mal hier und da ein Special das zu einem seiner früheren Kadettenjahre spielt - wer weiß. Momentan ist dahingehend aber nichts geplant.)

Es gibt aber auch noch eine Handlungslinie um Tar´Kyren Dheran, bevor er zur EXODUS kommt (einen Kadettenband und seine Erlebnisse auf der USS MIDWAY - MIRANDA-KLASSE) also noch Stoff auf Jahre... :thumbup:
« Letzte Änderung: Juni 03, 2016, 07:47:42 Nachmittag von ulimann644 »

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RE: STAR TREK - TIMELINE
« Antwort #8 am: April 15, 2014, 01:29:55 Nachmittag »
Ich habe endlich die Contest-Story ins PDF-Format übertragen und in die TIMELINE-Reihe aufgenommen.


PDF-DOWNLOAD:

--> AN TAGEN WIE DIESEM
--> AN TAGEN WIE DIESEM (Reader optimiert)


Zum Inhalt:
Mitunter braucht es mehr als einen Anlauf, um die Frau seiner Träume in die Arme schließen zu können.
Diese Erfahrung macht auch Julian Bashir, als er durch eine Verkettung unglücklicher Umstände in eine Zeitschleife gerät, und denselben Tag immer wieder erlebt.
Dabei muss er täglich auf´s Neue mit ansehen, wie eine junge Andorianerin, in die sich Bashir schwer verliebt hat, jeden Abend ermordet wird.
Jedoch ist der Chefarzt von DEEP SPACE NINE fest dazu entschlossen, diesen Ring von vorherbestimmtem, sich permanent wiederholendem Schicksal zu durchbrechen und eine Möglichkeit zu finden, die andorianische Wissenschaftlerin zu retten - und sich selbst gleichzeitig aus der Zeitschleife zu befreien.
Doch schon bald muss der junge Arzt feststellen, dass dieses Vorhaben leichter geplant, als getan ist, denn düstere Geheimnisse, die Bashir niemals für möglich gehalten hätte, spielen sich an Bord der Raumstation ab und schon bald gerät Julian Bashir in ein Netz aus Intrigen und Verrat.
« Letzte Änderung: Juni 03, 2016, 07:49:15 Nachmittag von ulimann644 »

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RE: STAR TREK - TIMELINE
« Antwort #9 am: Mai 13, 2014, 12:57:30 Nachmittag »
Eigentlich wollte ich in diesen Tagen meine AKIRA texturieren, doch dann hat mich das Schreibfieber wieder voll gepackt. Es hat sich offensichtlich gelohnt, mal mehr in 3D anzustellen, und weniger in Sachen FF - so bekommt man den Kopf wieder etwas frei. Und nun fließen die Ideen wieder munter.

Normalerweise habe ich bei 55 Seiten (bei denen ich für "Rückkehr ins Licht" momentan stehe) das sichere Gefühl - selbst bei etwas überdurchschnittlich langen Episoden mehr als die Hälfte geschafft zu haben. Doch dieses Gefühl stellt sich hier noch nicht ein, und vermutlich nicht ganz zu Unrecht, denn es fehlt sicherlich noch eine ganze Menge.

Die Tatsache, dass ich gestern - mal eben - noch drei zusätzliche Seite im vorangegangenen Kapitel dazwischen geschoben habe zeigt dabei erneut, dass kapitelweise zu veröffentlichen bei mir eher negative Auswirkungen hätte, denn umgerechnet 6-7 Buchseiten eines Kapitels kennen oder nicht kennen macht IMO schon einen deutlichen Unterschied für die Leser.

Auch beim Überfliegen der vorherigen Kapitel sehe ich noch Potenzial für Erweiterungen, insbesondere bei der Schlacht im Omarion-Nebel und unmittelbar danach lässt sich bestimmt noch Einiges machen.
Momentan genieße ich dabei am meisten, wieder unmittelbar bei der Geschichte und den Charakteren zu sein - näher, als vor der kleinen 3D-Bastelpause. :)

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RE: STAR TREK - TIMELINE
« Antwort #10 am: Juli 30, 2014, 08:49:50 Nachmittag »
Rinn inne Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln...
So Jo-Jo-mäßig, wie bei "Rückkehr ins Licht" ist es beim Schreiben einer Episode noch nie zu gegangen.

Heute habe ich, nach reiflicher Überlegung, einen sehr langen Part wieder aus dem Plot geschmissen, da ich den doch eher nicht vor Ti´Marans Auftritt in ICICLE erzählen möchte. Den werde ich lieber bei einem Gespräch zwischen Ti´Maran und Kunanga als eine Art Rückblende einfügen. Wahrscheinlich auf mehrere Unterhaltungen (oder sogar auf mehrere Treffen zwischen beiden Charakteren in verschiedenen Episoden) verteilt, denn damit fallen gute 40-50 Seiten raus.

Damit wird diese aktuelle TIMELINE-Episode zwar immer noch über 100 Seiten lang werden, aber doch nicht länger, als "Das Sonneninferno"
Das Ganze schien mir, als ich es rein genommen habe, zunächst eine gute Idee zu sein, aber mit etwas Abstand finde ich, dass es vom eigentlichen Plot dann doch wieder zu weit weg führen würde. Und ein Abkürzen des Parts wäre nicht wirklich die Lösung.

Positiv daran: Bei bereits über 70 Seiten habe ich jetzt doch schon etwa 60-65% der Geschichte fertig (Rohskript - das wird allgemein, wenn es geschrieben ist nochmal um 5-10 Seiten länger.)
Aktuell angepeilte 110-120 Seiten sind aber auch schon ganz okay für eine Geschichte - das ist ohnehin schon um Einiges mehr, als die ursprünglich angepeilten 80 Seiten. :)

ulimann644

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Antw:STAR TREK - TIMELINE
« Antwort #11 am: September 29, 2014, 03:56:20 Nachmittag »
Was für ein Chaos - echt...

Heute habe ich nochmal 25 Seiten aus "Rückkehr ins Licht"  rausgeworfen, da ich mit dem Text ICICLE zu weit vorgegriffen hätte, wo dieser Part als Rückblende kommen soll - und doppelt will ich diesen Part nun auch nicht haben.

Nun - wenigstens habe ich damit schon mal ein ordentliches Stück für eine der späteren ICICLE-Folgen.

Eben habe ich das (vorläufige) Ende unter die Geschichte geschrieben - die Geschichte hat momentan 90 Seiten und das ist vielleicht auch besser so. Inklusive der Korrekturen und Verbesserungen sollte die Episode noch diese Woche online gehen...  :)  :)  :)

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Antw:STAR TREK - TIMELINE
« Antwort #12 am: September 30, 2014, 12:30:42 Nachmittag »
Hurra, auch diese Episode ist nun endlich fertig.
Ich hatte das Ding ja ziemlich lange vor mir her geschoben, hauptsächlich weil ich einzelne Story-Abschnitte addiert und später wieder gecuttet habe - aber nun ist es vollbracht.

Kürzer, als ursprünglich gedacht, ist die Geschichte, mit knapp 90 Seiten, immer noch eine meiner längeren Episoden.
Viel Spaß beim Lesen


COVER-CREDITS:
Material by Paramount-Pictures
Artwork by Ulrich Kuehn


PDF-DOWNLOAD:

RÜCKKEHR INS LICHT
RÜCKKEHR INS LICHT (Reader optimiert)


Zum Inhalt:

Auf der Erde schreibt man das Jahr 2370.
Gegen Ende des Jahres kommt die USS ODYSSEY / NCC-71832 einem Hilferuf von DEEP SPACE NINE nach, als Captain Sisko im Gamma-Quadranten als verschollen gilt. Sie durchfliegt das Bajoranische Wurmloch. Mit an Bord des Schiffes der GALAXY-KLASSE ist der fünfundzwanzigjährige Lieutenant Junior-Grade, Namoro Kunanga.
Das Schiff wird von mehreren Jem´Hadar-Raidern, die zur Streitmacht des geheimnisumwitterten Dominion – der Großmacht im Gamma-Quadrant - angegriffen und vernichtet. Nur Kunanga, und mit ihm dreizehn weitere Mitglieder der Crew, überleben die Attacke durch einen glücklichen Umstand.
Die Überlebenden werden jedoch später gefangen genommen, nach Kiranem II gebracht und dort interniert.
Fast ein ganzes Jahr nach diesen Ereignissen fliegt eine kombinierte Streitmacht aus cardassianischen Kriegsschiffen der KELDON-KLASSE und romulanischen Warbirds der D´DERIDEX-KLASSE in den Gamma-Quadrant ein, um die vermeintliche Heimatwelt der Gründer des Dominion, die mit den Wechselbälgern identisch sind, zu vernichten.
Doch dies war nur eine Falle der Gründer, und die kombinierte Flotte beider Völker wird, bis auf einen einzelnen Warbird, die IRW GENOREX, total aufgerieben. Als ranghöchster überlebender Offizier an Bord des Warbirds, übernimmt Lieutenant Ti´Maran das Kommando über das Schiff und beschließt den schwierigen Rückflug, um dem romulanischen Senat vom Verrat durch einen an Bord befindlichen Gründer zu berichten. Auf dem Weg zurück trifft das Kriegsschiff auf einen Jem´Hadar-Frachter, auf dem man die gefangenen Crewmitglieder der ODYSSEY findet.
Ti´Maran, die Kunanga seit 2366 kennt, schließt ein Bündnis mit ihm, und gemeinsam setzen sie alles daran in ihre jeweilige Heimat zurückkehren zu können.
« Letzte Änderung: Juni 03, 2016, 07:49:51 Nachmittag von ulimann644 »

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« Antwort #13 am: September 30, 2014, 03:50:50 Nachmittag »
Uli, wie optimierst du die pdfs für Reader?

ulimann644

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Antw:STAR TREK - TIMELINE
« Antwort #14 am: Oktober 01, 2014, 08:10:11 Vormittag »
Uli, wie optimierst du die pdfs für Reader?

Dazu ändere ich in der Textverarbeitung zuerst das Seitenformat von 21cm Breite und 29,70cm Höhe auf 22cm Breite und 28cm Höhe, wobei ich die Werte für den Seitenrand auf 1cm herabsetze. Damit hat das File ein für Reader passendes Format, bei dem kein Platz an den Seiten vergeudet wird.
Danach ersetze ich den Font: "Times New Roman" durch "Arial" und ändere die Größe des Textes von 12px auf 22px.
Anschließend muss ich dann natürlich das Cover, und die Kapitelanfänge wieder zurechtrücken, so dass die nicht plötzlich mitten auf eine Seite beginnen, oder sich Leerseiten einschleichen.
Und das war es dann auch schon.

Der Vorteil gegenüber dem epub-Format ist der, dass sämtliche Formatierungen - wie Blocksatz, eingerückter Text, Kursivstellen (für mich sehr wichtig) grafische Absatztrenner (für ST nehme ich gerne drei Sternenflottendeltas, für B6 die Station B5, statt eines oder drei Sternchen) erhalten bleiben. Zudem wird die Seitenzahl imReader korrekt angezeigt, was bei konvertierten Texten ins epub-Format oft nicht der Fall ist. Wenn da aus 100 Seiten 280 werden, dann wird im Reader im Schnitt 2,8 mal jede Seite angezeigt, was sich darin äußert, dass manche Seiten 2x andere 3x angegeben werden. (Ich persönlich weiß gerne, wo genau im Text ich gerade stehe, wenn ich Texte im Reader lese, und ich denke, dass auch andere Leute lieber die reale Seitenzahl angezeigt bekommen.)

Die Seitenanzahl wächst dabei etwa im Verhältnis 1:2,8 bis 1:2,9 an. Bei obiger Geschichte wurden aus den 92 Seiten des normalen PDF-Files 256 für die Reader-Version. Durch dieses Verhältnis entspricht die spätere Seitenzahl des Reader-Textes - bei meiner Formatierung des ursprünglichen Textes - nebenbei ziemlich genau dem Wert den man in "Standard-Buchseiten" angeben würde. (Das entspricht aber nicht real existierenden Buchseiten - dazu müsste ich auf etwas mehr als 1:2 umrechnen. Die 92 Seiten entsprechen also etwa 185 realen Buchseiten, da die etwa genauso viele Zeichen beinhalten, wie die Seiten der Bücher: DIE ZWERGE, oder DER HERR DER RINGE.)