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Thema: Verkupplungen - Wer mit wem  (Gelesen 14983 mal)

Gabi

Antw:Verkupplungen - Wer mit wem
« Antwort #150 am: Juni 19, 2017, 01:08:23 Nachmittag »
Ich lagere das interessante Thema mal hierhin aus, denn der Thread "Verbrüderung" handelt eher von Beziehungen innerhalb der Kommandokette

Ja, ich hier, in diesem Topic  :help:
Da es hier ganz gut reinpasst, wollte ich die Thematik mal gerne hierher auslagern, bevor die Diskussion um Slash damit aufgeweicht wird.

Wenn ihr Romanzen schreibt, was schreibt ihr da am liebsten und wieso? Beziehungen zwischen zwei Canon-Charakteren? Beziehungen zwischen einem OC und einem Canoncharakter? Oder beschränkt ihr euch auf OCs? Macht ihr es abhängig von der Situation in der Geschichte/dem Fandom? Was sind eure Beweggründe, überhaupt zwei Charaktere miteinander zu verbinden?

Und weils nur fair ist - und ich zu der Thematik ohnehin nicht viel sagen kann - fange ich mal an.

Bei mir kommt es auf die Situation in der Geschichte an und dann kommt alles durch die Bank vor - wenn ich mich dann mal zu einer Romanze hinziehen lasse.

EC/EC - OC/EC - OC/OC?
Insgesamt bevorzuge ich Canon-Paare - Paare, die auch im Canon als solche verkauft werden. Ein gutes Beispiel fällt mir jetzt auf die Schnelle auch nicht ein, das weitgehend bekannt ist ... Jedenfalls Paare, bei denen es keine Interpretationssache ist, ob zwischen ihnen was läuft oder nicht. Da weiß ich ganz klar: Hey, da kann man nix verkehrt machen.

Danach kommen OC-Paare. Man hat die Kontrolle über die Entwicklung beider Charaktere und weiß, dass man auf jeden Fall nix falsch machen kann, weil man beide Charaktere in und auswendig kennt. Man hat sie schließlich erschaffen. So selten es auch vorkommt, dass ich solche Konstrukte baue, aber in einer Geschichte war mir beispielsweise ein Dorn im Auge, dass keiner der Canoncharaktere ein Leben außerhalb des Berufs hatte - geschweigedenn Familie. Also entschloss ich mich, einem OC diese Ehre angedeien zu lassen. Um der Eindimensionalität entgegenzuwirken. War bisher auch mein einziges OC-Paar.

Bei meiner aktuellen Serie überlege ich einen meiner OCs auch zu verkuppeln, mit einem anderen OC, aber da werd ich noch einige Nächte drüber schlafen. Die beiden würden zueinander passen und auch voneinander partizipieren - aber die Umstände, die dazu führen würde, hätten einen ziemlichen Einfluss darauf, wie ich den dritten Band zu gestalten habe. Und mit dieser Umsetzung hadere ich noch sehr ... Wenn ich es umsetzte, wie es sich derzeit anbahnt, wird es über kurz oder lang darauf hinauslaufen, da die beiden einfach sehr gut harmonieren würden.

Tatsächlich kann ich mich sonst für EC/EC-Paare begeistern, auch wenn es im Canon nicht so kommt und nichtmal angedeutet wird. Letztens vorgekommen, wenn auch nur angedeutet und nicht in ST. Zwei Charaktere, die sich im Canon zwar verstehen, aber mehr durch die Situation als durch alles andere zusammengeschweist wurden, treffen sich nach einigen Jahren wieder und sind froh, jemanden vertrauten zu treffen, weshalb sie die sonst ganz nett anzuschauenden, freundschaftlichen Zickereien beiseitelassen und sich näher kommen.
Durch die Änderung von Umständen kann viel passieren und Charaktere können zueinander passen und eine Romanze kann zwischen ihnen realistisch sein, auch wenn sie im Canon oft unterschiedlicher Meinung sind. Und gleichzeitig muss es nicht immer in einer Romanze enden, nur weil zwischen Mann und Frau die Chemie stimmt, zu einem späteren Zeitpunkt kann das aber durchaus passieren.
Unter diesen Gesichtspunkten lese ich solche Geschichten auch - wenn sie kurz sind oder die Romanze eine Nebenhandlung ist. Was ich dagegen überhaupt nicht gerne lese, ist, wenn die Charaktere verdreht werden. Ein Spock, der plötzlich seine romantische Zuneigung zu - wem auch immer - mittel herzerweichender Lyric ausdrücken will, kommt mir komisch vor. Einzige Erklärung, mit der ich gut leben kann, wären Drogen, Neuroparasiten oder ähnliches.

Vor OC/EC-Paaren schrecke ich tatsächlich zurück. Vor allem auch wegen der Vorurteile, denen man sich dann stellen müsste. Self-Insert, Mary Sue und der harschen Kritik von Lesern, die ihren Liebling nicht mit OC-X zusammen sehen wollen, weil sie darin womöglich eine Konkurrentin oder einen Konkurrenten sehen.
Außerdem wären viele Charaktere, die in den Fandoms zur Verfügung ständen, einfach sehr zu verkuppeln. Allein TOS:
Kirk: Sind wir ehrlich, für ernsthafte Bindungen ist der Kerl nicht zu haben und - wie in der vorherigen Diskussion beschrieben - sind Verbrüderungen innerhalb der Kommandokette IMMER höchst problematisch. Würde er sich dieser Problematik stellen wollen, hätte er es schon längst getan. Stattdessen tobt er sich lieber auf den Außenmissionen aus.
McCoy: Mit seiner Arbeit verheiratet und auch wenn er kein Captain ist, erschwert es seine Position wegen der Kommandokette und der professionellen Distanz zwischen ihm und potenziellen Patienten. Aber von den drei Haupt-Protagonisten ist er wohl noch das leichtere "Opfer", auch, wenn das Geschrei einiger Fans dann sicher groß wäre.
Spock: Wenn McCoy mit seiner Arbeit verheiratet ist, ist Spock in seine Arbeit und die Mission schwer verliebt. Eine Ablenkung davon käme für ihn kaum infrage. Außerdem: Kommandokette. Als Erster Offizier hängt er da wieder voll drin. Zudem war sein letztes Pon Farr in der Serie recht ernüchternd und es dauert auch wieder sieben Jahre, bis er einen Gedanken daran verschwendet. Eine geistige Gefährtin oder ein Gefährte vielleicht, aber darüber hinaus wäre es wohl unlogisch.
Scotty: Der ist vergeben. An die Enterprise :P Spaß beiseite, er ist ja für Frauen tatsächlich zu begeistern und kann ein wahrer Gentleman sein. Dass dem nicht öfter eine Begleitung ans Herz gelegt wird, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht. Allerdings hat er auch meist keine allzu große Rolle in Geschichten. Zu dem hab ich tatsächlich mal eine Geschichte mit hohem Romanzenanteil gelesen und sie hat mir sehr gefallen.
Sulu und Chekov: Na, die beiden wären wohl noch am ehesten für Gesellschaft zu begeistern. So ein netter Botaniker/eine nette Botanikerin für Sulu? Aber bei einer homosexuellen Partnerschaft wartet hier wieder die Diskussion, dass der Schauspieler, der Sulu spielt, im wahren Leben ja selbst homosexuell ist und da wird man sich als Autor vermutlich rechtfertigen müssen. Egal, ob man sich nun für eine heterosexuelle oder homosexuelle Beziehung entscheidet.
Uhura: Wie Scotty, sie findet meist nicht sonderlich viel Beachtung, muss sich auf dem Schiff allerdings auch als eine der wenigen Frauen behaupten. Einerseits kann ich mir gut vorstellen, dass sie es genießen würde, an Bord jemanden zu haben, bei dem sie einfach nur Frau sein kann, andererseits kann ich sie ehrlich gesagt schwer einschätzen, ob sie nicht doch davor scheut, sich auf diese Weise angreifbar zu machen.

Und in anderen Fandoms?
Captain Pierce (MASH): Ein lebhaftes Pondant zu Kirk, der seine sehr lockere Einstellung zu Beziehungen sehr offen kommuniziert, um es diplomatisch zu sagen. Ich könnte es keinem OC antuen, sich von ihm das Herz brechen zu lassen. Wenn, würd ich dem einen OC im gegenseitigen Einvernehmen das Bett teilen lassen - für eine Nacht und nicht mehr. Ihn umzukrempeln und zu konstruieren, dass er sich ausgerechnet für einen meiner OCs komplett ändert, käme mir arrogant vor ...
BJ (MASH): Verheiratet, treu wie ein Bernersennerhund und überglücklicher Vater einer kleinen Tochter. Würde ich das schreiben, würde ich damit eine ganze, sehr glückliche Familie zerstören, was mir niemals in den Sinn käme.
Trapper (MASH): Vater und Ehemann, allerdings fernab der Heimat anderen Frauen sehr zugetan. Eine Beziehung hätte noch weniger Aussichten als mit Pierce.

usw. und sofort ... Entweder ich mag meine Charaktere zu sehr, als sie ins offene Messer rennen zu lassen, ich habe zu viel Respekt vor dem Canon oder zu große Angst vor den Fans. Daher lasse ich die Pfoten davon xD


Haupt- oder Nebenhandlung?
Bis auf eine rühmliche Ausnahme, handelt es sich um Nebenhandlungen. Ich versuche Charaktere vielfältig zu gestalten und niemals nicht eine romantische Beziehung zu haben ist ebenso eindimensional, als wenn immer jemand einen anderen hat. Daher komm ich schlichtweg schon allein aus diesem Aspekt heraus nicht drumherum, auch mal Paare zu schreiben. Und wenn ich sie nur am Rande erwähne.

Wenn ich das schreibe, interessiert mich vor allem, weshalb die beiden Charaktere so aneinander hängen. Aus rein körperlichen Gründen oder haben sie Gemeinsamkeiten, auf denen sie eine gemeinsame Zukunft aufbauen wollen? Ersteres ist schnell erklärt und kommt bei mir sehr selten vor. Also noch seltener als Romanzen ohnehin vorkommen.
Haben sie Gemeinsamkeiten leg ich meistens viel Wert auf den Vorgang des Kennenlernens und danach viel Wert auf Diskretion, was Schlafzimmerszenen betrifft. Drumherum hab ich sonst sehr großen Spaß an Konfliktbewältigung zwischen Paaren - wenn sie sich also mal uneinig sind oder gemeinsam Probleme zu bewältigen haben und unterschiedliche Herangehensweisen miteinander kollidieren. Das fröhliche Miteinander ist da eher zweitrangig.


Du mit diesem Thema? Das ist in der Tat ungewöhnlich ;) .

Da es eines meiner Lieblingsthemen ist, muss ich mich da gleich ausbreiten:

Was sind meine Beweggründe, überhaupt zwei Charaktere miteinander zu verbinden?
Das ist bei mir ein unterliegender Drang, der so ein wenig an Grundnahrungsmittel im Bereich Ernährung herankommt. Ich brauch ganz dringend Beziehungen, ich brauche zwei Personen, zwischen denen es knistert, die sozusagen gemeinsam gegen die Welt angehen. Ohne diese Grundvoraussetzung fehlt mir ein ganz integraler Bestandteil in Geschichten. Ich glaube, ich habe auch wenige mehrkapitelige FFs, in denen keinerlei Beziehung oder wenigstens ein Kribbeln vorkommt. Das wäre für mich so ein wenig, als ob ich ohne Salz kochen würde.
Die Beziehung darf jedoch auch nie alleiniger Grund für die FF sein (von kurzen Oneshots abgesehen). Sie muss sich innerhalb einer wenn möglich SciFi/Mystery/Politik/Religion-Handlung entfalten.


EC/EC – OC/EC – OC/OC?

Da habe ich es persönlich natürlich jetzt etwas einfacher als die meisten Fans, die in den Serien nicht die Beziehungen ausgelebt sehen, die sie sich wünschen würden. Meine Traumbeziehung (Kira Nerys und Bareil Antos) wird vom Canon vorgegeben, und auch wenn der Vedek gekillt wurde, hat Kira die MU-Version ja auch gleich ins Bett genommen, nachdem sie ihn niedergeschlagen hat. Ich kann also einfach hingehen und in meinem post-Canon das weiterentwickeln, was im Canon ohnehin schon vorgegeben worden ist.
Auch die anderen Paare sind bei mir bereits vom Canon vorgegeben (Dax/Bashir, Yates/Sisko, die O’Briens).

Ansonsten habe ich in meiner Serie auch OC/EC-Paare, bei denen ich jedoch den Vorteil habe, dass der EC-Partner jeweils ein recht unbekannter Nebencharakter ist, den manche Leser erstmal auf MA googeln mussten (in dem Fall sind das Shakaar Edon und Erika Benteen), so dass ich da überhaupt nicht in die von Scully erwähnte Problematik gerate, dass Leser ihre Lieblinge mit jemandem Unbekannten sehen, was sie nicht mögen.

OC/OC-Paare sind natürlich am einfachsten. Ich nutze sie auch gerne, aber da ist es eben eher ein Glücksspiel, ob sie die Leser dann auch interessieren.

Wie mit dem Thema dann umgehen?

Bei den Beziehungen selbst interessiert mich jetzt weniger das romantische Get-together. Das versuche ich oft ziemlich rasch abzuhaken – es sei denn, es lässt sich hervorragend in ein ich-will-aber-du-nicht-und-ich-geh-dir-einfach-auf-den-Keks-bis-du-aufgibst umwandeln, DAS liebe ich dann wieder zu schreiben ;) . Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich ein Fan von „wir kennen uns zwei Stunden – ab ins Bett!“ Szenarien bin. Mir liegt erotisches Kribbeln mehr als zärtliches Kuscheln.
Mir ist dann vor allem das Danach wichtig: Wie gehen die beiden (oder mehr … eine Konstellation beinhaltet bei mir ein Triangle) Partner mit ihrer Beziehung im Alltag um? Wie in Extremsituationen? Wie leben sie zusammen, wie arbeiten sie zusammen? Und vor allem: wie erleben sie abenteuerliche Situation zusammen?
Ich schreibe auch sehr gerne ungleiche Paare, wo der eine Partner deutlich vom anderen abhängig ist, sei es aufgrund der gesellschaftlichen Stellung, persönlicher Unsicherheit oder einseitiger tiefer Verliebtheit. (also jetzt keine Sklavenszenarien oder sonst irgendwas Gezwungenes, Missbrauchartiges … alles auf der Basis einer freiwilligen Beziehung) Ich finde es spannend auszuloten, wie weit jemand da gehen würde.

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Edit: habe Scullys gesamten post nochmal zitiert, damit auch der hier in diesem Thread nachzulesen ist.

BlueScullyZ

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Antw:Verkupplungen - Wer mit wem
« Antwort #151 am: Juni 19, 2017, 01:44:41 Nachmittag »
Mwah, das Thema ist mir durchgegangen, sonst hätte ich es gleich hier hinein gepostet. Danke dir, Gabi :)

Zitat
Ich nutze [ OC/OC-Paare ] auch gerne, aber da ist es eben eher ein Glücksspiel, ob sie die Leser dann auch interessieren.
Das ist allerdings wahr. Da ist die Gefahr groß, dass sich einfach niemand für die beiden OCs interessiert. Hat großen Einfluss auf die Zielgruppe.
Aber ich finds trotzdem am einfachsten, wie du schon sagst :) (Und meist fühl ich mich dabei auch am wohlsten.)

Zitat
Bei den Beziehungen selbst interessiert mich jetzt weniger das romantische Get-together. Das versuche ich oft ziemlich rasch abzuhaken
Du kennst mich ja, ich nehme alles immer so gerne haarklein auseinander, dass es beinahe weh tut. Und wenn Charaktere eine Zeit lang etwas umeinander herumtänzeln, hat man die Möglichkeit, eben auch dieses Verhalten aus den verschiedensten Perspektiven zu beleuchten.
Wie gehen die Charaktere miteinander um, während sie nicht wissen, wie sie miteinander umgehen sollen? Da kann dann eine bedrohliche Situation zum Beispiel auch gut der Auslöser sein, eine Entscheidung zu treffen und mit ehrlichen Worten oder Taten Nägel mit Köpfen zu machen. Oder eben das geänderte Verhalten im Alltag, während sie jeder für sich klären, obs ne einmalige Sache war oder doch was für länger.
Ich gebe zu, dass ich zum Beispiel die Romanze zwischen Castle und Becket SEHR genossen habe. Was für mich ohnehin untypisch ist, aber die zwei - das war göttlich. (Zur Erklärung: Zwei ECs, von denen man in der ersten Folge auch als emotionaler Binäriker wie ICH sieht, dass zwischen denen irgendwann was laufen wird, aber sie das über FÜNF STAFFELN nicht einsehen und stark dementieren. Sehr lustig anzuschauen :3 dazu ein paar Mordfälle und ich war glücklich.)

Zitat
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich ein Fan von „wir kennen uns zwei Stunden – ab ins Bett!“ Szenarien bin. Mir liegt erotisches Kribbeln mehr als zärtliches Kuscheln.
*Finger inne Ohren steck* LALALALALALALA!!!
Ich sagte bereits, dass ich mich bei solchen Szenen fühle, wie ein unanständiger Voyeur, oder? xD

Ijan'kato

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Antw:Verkupplungen - Wer mit wem
« Antwort #152 am: Juni 19, 2017, 01:56:03 Nachmittag »
Ich glaube, ich handel da völlig anders. Ich bin nämlich so ein "Monocharakterautor" (öhm ja, das Wort hab ich jetzt extra dafür erfunden XD).
Will heissen: Ich beisse mich an einem einzelnen Charakter fest und dann wird er "schriftlich weiter begleitet" und so lange beleuchtet, be"doktort" und lieb gehabt, bis er "gerettet" ist vor dem bösen Kanon (und Tante Ijan so zufrieden mit seiner Entwicklung ist, dass ich ihn loslassen kann). Bevor ich mit dem Chara nicht durch bin, gelingt es mir kaum, über jemand anderen zu schreiben, weil mein Kopf so voll ist mit dem einen Chara, dass es darin aussieht wie in Obelix' "Hast du Appetit, hau rein!" Phantasie - nur mit dem Chara, statt mit Wildschweinen XD

LESEN kann ich in der Phase aber auch durchaus anderes. Nur schreiben gelingt mir dann nicht.

Was ich auch festgestellt hab: Ich bin FF-Monogamist. Wenn ich mein "Wildschwein" einmal in eine Beziehung mit einem anderen Chara gebracht hab, dann bleibt es so und ich käme nie auf die Idee, ihn (wenn auch nur für Oneshots, die mit der eigentlichen Story nix zu tun haben) mit wem anders rummachen zu lassen. Das würde sich nicht nur falsch anfühlen, es wäre auch in meinem Gefühl, in meinem Headcanon total OOC.

...uhm... das war jetzt irgendwie am Thema vorbei, glaube ich... aber ich schicks trotzdem ab. *mieps*

BlueScullyZ

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Antw:Verkupplungen - Wer mit wem
« Antwort #153 am: Juni 19, 2017, 09:20:18 Nachmittag »
@Ijan
Gar nicht am Thema vorbei :D
So halte ich es meist mit Geschichten. Während ich eine Geschichte schreibe, weiß ich, dass es besser ist, nichts andres anzufangen. Daher lasse ich das und konzentrier mich total auf das, was ich schreiben will.

Die Frage, ob ich von mir kreierte Paare trennen könnte, hab ich mir ehrlich gesagt noch nie gestellt. Die ist mal interessant.
Bei Freundschaften, weiß ich, dass ich das gut kann. Da einen Keil zwischen zu treiben, habe ich schon des Öfteren getan. Auch sehr endgültig. Aber bei Liebesbeziehungen? Uh, ich glaub, das würd mir auch weh tun ...

Gabi

Antw:Verkupplungen - Wer mit wem
« Antwort #154 am: Juni 19, 2017, 11:05:31 Nachmittag »
(Zur Erklärung: Zwei ECs, von denen man in der ersten Folge auch als emotionaler Binäriker wie ICH sieht, dass zwischen denen irgendwann was laufen wird, aber sie das über FÜNF STAFFELN nicht einsehen und stark dementieren. Sehr lustig anzuschauen :3 dazu ein paar Mordfälle und ich war glücklich.)

:D Ich muss gestehen, das ist die Art von Konstellation, die mich eher abschreckt. Ich nenne es das Crusher-Picard-Trauma  :P Mit den beiden haben sie in TNG über Jahre rumgetanzt, mal war da gar nichts, dann war da dieser Funken, dann wieder gar nichts, dann natürlich der Aspekt "aber wir dienen auf dem gleichen Schiff" ... und als dann Picard endlich mal ein Herz gefasst hat, kommt Crusher daher und sagt, dass sie gar nicht möchte ... ARGL! Glaub mir, die beiden haben mir den Rest gegeben und mich für jede Art von sogenannter unresolved sexual tension verdorben. Seit dem bekomme ich die Krise, wenn zwei erwachsene Menschen über mehrere Staffeln hinweg nicht imstande sind, sich ihren Gefühlen zu stellen. ( :P Ist aber eben ein ganz persönliches Trauma ;) )


Zitat
*Finger inne Ohren steck* LALALALALALALA!!!
Ich sagte bereits, dass ich mich bei solchen Szenen fühle, wie ein unanständiger Voyeur, oder? xD

 :P Ich werde auch alles Dahingehende verbal verpixeln, bevor es zur Beta geht  :-* (nein, so etwas bekommst Du von mir natürlich nie zur Beta, das tu ich Dir nicht an)

Ich glaube, ich handel da völlig anders. Ich bin nämlich so ein "Monocharakterautor" (öhm ja, das Wort hab ich jetzt extra dafür erfunden XD).

Das Wort finde ich total klasse, Ijan! Und mir gefällt auch Deine Herangehensweise. Sich mit einem Charakter so richtig intensiv auseinanderzusetzen, ist etwas total Schönes!

Die Frage, ob ich von mir kreierte Paare trennen könnte, hab ich mir ehrlich gesagt noch nie gestellt. Die ist mal interessant.
Bei Freundschaften, weiß ich, dass ich das gut kann. Da einen Keil zwischen zu treiben, habe ich schon des Öfteren getan. Auch sehr endgültig. Aber bei Liebesbeziehungen? Uh, ich glaub, das würd mir auch weh tun ...

Die Frage hatte ich mir auch mal gestellt ... so ein paar Millisekunden lang, aber die Antwort darauf war ein entsetztes NIE UND NIMMER! Damit nimmt man sich zwar eine Menge an dramatischem Konfliktpotential aus den Stories, aber das wär einfach nicht drin.

ulimann644

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Antw:Verkupplungen - Wer mit wem
« Antwort #155 am: Juni 20, 2017, 09:53:41 Vormittag »
Was sind meine Beweggründe, überhaupt zwei Charaktere miteinander zu verbinden?
Das ist bei mir ein unterliegender Drang, der so ein wenig an Grundnahrungsmittel im Bereich Ernährung herankommt. Ich brauch ganz dringend Beziehungen, ich brauche zwei Personen, zwischen denen es knistert, die sozusagen gemeinsam gegen die Welt angehen. Ohne diese Grundvoraussetzung fehlt mir ein ganz integraler Bestandteil in Geschichten. Ich glaube, ich habe auch wenige mehrkapitelige FFs, in denen keinerlei Beziehung oder wenigstens ein Kribbeln vorkommt. Das wäre für mich so ein wenig, als ob ich ohne Salz kochen würde.
Die Beziehung darf jedoch auch nie alleiniger Grund für die FF sein (von kurzen Oneshots abgesehen). Sie muss sich innerhalb einer wenn möglich SciFi/Mystery/Politik/Religion-Handlung entfalten.

Volle Zustimmung.
Genau mein Denken und Schreiben. :keks:

OC/OC-Paare sind natürlich am einfachsten. Ich nutze sie auch gerne, aber da ist es eben eher ein Glücksspiel, ob sie die Leser dann auch interessieren.

Da die zwischenmenschlichen Ereignisse (zumindest in meinen Serien) zwar schon wichtig sind, aber nicht die eigentliche Handlung tragen, richten sich meine Geschichten primär eher an Leser, die gerne Abenteuer/Space-Opera lesen. Weniger an Leute, die eine Geschichte primär wegen der Beziehungen lesen.

Von daher habe ich mir die Frage im Grunde nie gestellt, ob ich da vielleicht lieber ein EC-Paar als Main-Characters nehmen sollte, als ein OC-Paar.