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:writer: Noch auf der Suche nach der passenden Inspiration für den Dezember? Dann mach mit beim Trekzember! :xmas-tree:

Thema: Pet Peeves  (Gelesen 419 mal)

CAMIR

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Pet Peeves
« am: April 09, 2018, 01:25:59 Nachmittag »
Es gab jetzt schon mehr oder minder ähnliche Threads zu Themen wie "Ab wann macht ihr Fanfics zu?" oder "Was geht garnicht?" aber hier interessieren mich eher so Pet Peeves, also kleinere Sachen oder Tropen, die zwar nicht zwingend dazu führen, dass man eine Fanfic wegklickt, die sich aber häufiger in Fanfics finden lassen und euch zumindest nerven.

Bei mir ist es vor allem so, dass ich Zustände kriege, wenn sich die Charaktere unprofessionell verhalten. Wir haben es hier mit hochgebildeten, disziplinierten Angehörigen eines Militärs mit einer entsprechenden Ausbildung zu tun. Ich krieg zuviel wenn die sich benehmen wie 10jährige.
Hierunter fällt:
- Eifersuchtsdramen. Oh, bitte! Wenn Person A, die in Person B verknallt ist, Person B dabei beobachtet, wie diese mit Person C flirtet. Und anstatt Person B die Liebe zu gestehen (die arme Sau weiß nicht, was sie falsch gemacht hat), folgt beleidigtes Schmollen, Silent Treatment oder passiv aggressiver Müll. Ähnlich gelagert: Person A und Person B sind zusammen. Person B wagt es, mit Person C zu flirten und riskiert damit einen (gewalttätigen?) Ausraster oder das gesamte obige Arsenal von Person A. Was erwarte ich stattdessen? Erwachsenes Benehmen. Dass man drüber redet oder einsieht, dass einem eine Person nie gehört.
- unfreiwillige Schwangerschaften bei freiwilligem Sex. Ja, ne ist klar. Leute, vor allem Frauen, die für ihre Karriere hart gearbeitet haben, vergessen zu verhüten, lassen sich "einfach mal so fallen" und werden dann Surprise, Surprise schwanger, weil sie... dumm waren? Was erwarte ich stattdessen? Unfreiwillige Schwangerschaften sind okay, aber erklärt sie mir. Lasst irgendwelche Aliensporen das Verhütungsmittel fressen, es während einer Bruchlandung ausgehen. Irgendwas. Irgendwas. Aber nicht "ups ist halt passiert, oh mein Gott".
- generelles Kleinkindgebaren oder der Position unangemessenes Verhalten. Alles bei dem man merkt, dass die Autorin erst 15 ist. Und ihre Probleme genauso löst: Schnell beleidigt sein, keine Kritik einstecken können, sich guten Einwänden verwahren (ich rede hier von den Charas und der Autorin* gleichzeitig). Strunzdumme Dinge tun, weil es für die Handlung sein muss: "Geh nicht zurück zu dem Menschenfresserplaneten mit den Killerpflanzen, die uns beim letzten Mal schon die halbe Crew gefressen haben!" - "Aber ich muss. Ich hab meinen Lieblingshut dortgelassen." Nein.

Und dann noch das Janeway/Chakotay Special Pet Peeve: "Ich kann nicht mit dir zusammensein. Das Sternenflottenprotokoll verbietet es." Nein tut es nicht, tat es niemals, wird es niemals tun. Sonst hätte Picard bei seinen Affären mit z.B. Neela Darren ganz schön auf die Rübe bekommen. Im Alphaquadranten. Wo die Admiräle sitzen. Grade ein Prinzipienreiter wie Picard. Denkt euch bitte was besseres aus, warum sie nicht zusammen sind.

----------------------
*= Ich meine hier ehrlich wirklich niemanden Bestimmten. All meine Kontakte mit Fanficautoren waren erwachsen, sachlich und konstruktiv. Ich spiele mit dieser Liste auf keine konkreten Leute an, sondern nur auf Sachen, die mir über die Jahre in etlichen Fanfics unterkamen, ohne dass ich sie jetzt noch zuordnen könnte.

Lady Q

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Antw:Pet Peeves
« Antwort #1 am: April 09, 2018, 02:28:40 Nachmittag »
*mimimimi* ich fühl mich angesprochen *lol*

Also: Was für mich wiederum gar nicht geht, ist das immer eingesetzte Hormonpräparat. Allerdings wohl eher deshalb, weil Hormonpräparate auch in 300 Jahren Nebenwirkungen haben müssen. Eine andere Form der Verhütung fände ich viel zeitgemäßer, z.B. eine reversible Form der Eileiterabbindung oder so. Oder eine Möglichkeit, das ganze Zyklussystem der Frau hormonfrei zu unterbinden (ich stell mir das echt doof vor, wenn die Borg angreifen, und ich krieg meine Tage). Ich mag generell keine Hormone, und Barrierelösungen sind oft deutlich nebenwirkungsfreier. Am schönsten fände ich ja eine Art Clearance, dass man sich nach dem Geschlechtsverkehr unter die Schalldusche stellt, und diese es eben auch schafft, körperfremdes Eiweiß zu neutralisieren. Es gab in diversen Fics ja auch schon die Beaming-Lösung.

Außerdem fehlt mir die Möglichkeit, eine ungewollte Schwangerschaft ohne weiteres in Stasis zu versetzen, indem der Embryo entnommen und eingefroren wird, um ihn später wieder einzusetzen (das könnte man Kryotisation nennen). Das sollte ja wirklich kein Problem sein, aber offenbar geht das auch im 24. Jahrhundert nicht, denn die ungewollte Schwangerschaft wird immer fortgeführt.

Da allerdings auch in diversen Serien erstaunliche Dinge passieren (ein Tom Paris, der ständig aus der Stasis aufwacht z.B.), finde ich diese diversen Plotholes zwar beim Lesen, aber ich lese darüber hinweg. Ähm, und ich schreibe auch darüber hinweg *hust* es passt halt manchmal allzugut.

Aaaaaber die Überarbeitung wartet schon :D

CAMIR

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Antw:Pet Peeves
« Antwort #2 am: April 09, 2018, 03:00:33 Nachmittag »
*mimimimi* ich fühl mich angesprochen *lol*
Bist du aber nicht. An deine Story musste ich garnicht denken. Das hätte ich dir direkt gesagt und keinen passiv-aggressiven Thread eröffnet. Versprochen.

Zitat
Also: Was für mich wiederum gar nicht geht, ist das immer eingesetzte Hormonpräparat. Allerdings wohl eher deshalb, weil Hormonpräparate auch in 300 Jahren Nebenwirkungen haben müssen. Eine andere Form der Verhütung fände ich viel zeitgemäßer, z.B. eine reversible Form der Eileiterabbindung oder so. Oder eine Möglichkeit, das ganze Zyklussystem der Frau hormonfrei zu unterbinden (ich stell mir das echt doof vor, wenn die Borg angreifen, und ich krieg meine Tage). Ich mag generell keine Hormone, und Barrierelösungen sind oft deutlich nebenwirkungsfreier. Am schönsten fände ich ja eine Art Clearance, dass man sich nach dem Geschlechtsverkehr unter die Schalldusche stellt, und diese es eben auch schafft, körperfremdes Eiweiß zu neutralisieren. Es gab in diversen Fics ja auch schon die Beaming-Lösung.
Das Hormonpräparat ist weiß Gott die dämlichste aller Lösungen. Ich ziehe sie aber gänzlicher Ignoranz von Verhütung vor. (In deiner Story wird es doch angesprochen. Ich hab die Stelle inzwischen gefunden. Also echt kein Grund, sich angesprochen zu fühlen. :)

Zitat
Außerdem fehlt mir die Möglichkeit, eine ungewollte Schwangerschaft ohne weiteres in Stasis zu versetzen, indem der Embryo entnommen und eingefroren wird, um ihn später wieder einzusetzen (das könnte man Kryotisation nennen). Das sollte ja wirklich kein Problem sein, aber offenbar geht das auch im 24. Jahrhundert nicht, denn die ungewollte Schwangerschaft wird immer fortgeführt.
Ja. Irgendwie vergessen viele gerne, dass die Medizin im 24. Jahrhundert mehr kann.

 
Zitat
Da allerdings auch in diversen Serien erstaunliche Dinge passieren (ein Tom Paris, der ständig aus der Stasis aufwacht z.B.), finde ich diese diversen Plotholes zwar beim Lesen, aber ich lese darüber hinweg. Ähm, und ich schreibe auch darüber hinweg *hust* es passt halt manchmal allzugut.

Aaaaaber die Überarbeitung wartet schon :D

Ja. Das sage ich mir manchmal auch. Diese Pet Peeves bringen mich nicht zwangsläufig dazu abzubrechen. Aber wenn ich sie in der 10. Geschichte lese... nervt es halt. XD

Ijan'kato

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Antw:Pet Peeves
« Antwort #3 am: April 09, 2018, 03:24:08 Nachmittag »
Also, wenn ich mal ganz ehrlich mit mir bin, muss ich zugeben, dass ich mir um ungewollte Schwangerschaften und Verhütungsmethoden in Star Trek nie Gedanken gemacht hab. Ich mein, mit Pet Peeves hat das jetzt gerade auch nix mehr zu tun, aber wenn ich mir alleine das häufig benutzte "Inoprovalin" (Hilft gegen alles, inklusive Erdbeben) anschaue, dann hast du vollkommen Recht - ist eine ungewollte Schwangerschaft, die man dann auch nicht abbrechen kann aus (nicht seelischen) Gründen XYZ, so ziemlich das unlogischste aller Dinge, die im Star Trek Universum vorkommen.  Desweiteren da auch das Argument mit der Position auf einem Raumschiff, das fremde Kulturen entdeckt - du weisst nicht, wer und was dich erwartet und bei allem, was wir für (un-)mögliche Dinge in Star Trek schon gesehen haben - wer garantiert dir, dass du nicht den Erstkontakt mit einer neuen Spezies herstellst und sie dich durch Omegawellen-Gedanken-Inspermikation schwanger machen, weil das zum offiziellen Erstkontakt als Höflichkeitsgeste für die dazu gehört? Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Sternenflotte dann da immer noch mit Hormonpräparaten arbeitet...

Einmal ejakulieren und dann den Glibber ins All beamen? XD Sorry, aber da muss ich gerade lachen. Ist dann das selbe wie mit den Toiletten? Statt gespült wird dann in den Weltraum gebeamt und ich seh schon die Enterprise-Brücke bei folgendem Szenario:

Riker: "Unbekanntes organisches Objekt in 20 Kilometern Entfernung!"
Picard: "Auf dem Schirm!"
*gefrorener Dixikloinhalt kollidiert mit Aussenhüllenkamera*
Picard: "Ach, Geordi war wieder aufm Pott..."

Und jetzt das ganze Szenario nochmal mit gefrorenem Sperma...

Uh, oh, Plottribble für die im Eingangspost genannten Autorinnen - spätestens wenn das gefrorene Sperma auf dem Bildschirm auftaucht, wird Janeway in die Arrestzelle geworfen, weil Tuvok anhand Genanalysen feststellt, dass das Chakotays Glibber ist und DAS STERNENFLOTTENPROTOKOLL HATS DOCH VERBOOOOTEN!

(Hachja, ich weiss, meine Plottribbles sind genial!.... ICH bin genial!... *hust*)

Damnit, ich bin vom Thema abgekommen... wo war denn jetzt der rote Fa--- ach, da!
Ja nee, ich denk ja, die werden im 24. Jahrhundert entweder mechanisch irgendwas zur Empfängnisverhütung machen, oder aber ein Medikament entwickelt haben, das weder in den Hormonkreislauf eindringt, noch Nebenwirkungen aufweist. Und überhaupt - wer sagt eigentlich, dass es in der fernen Zukunft(tm) immer noch die Frauen sind, die sich um Verhütung kümmern müssen? Wie sieht es denn dem medikamentösen/invasiven Eingriff bei Männern aus?

Das täte mich jetzt interessieren!

ulimann644

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Antw:Pet Peeves
« Antwort #4 am: April 09, 2018, 04:37:30 Nachmittag »
Also: Was für mich wiederum gar nicht geht, ist das immer eingesetzte Hormonpräparat...

Das Thema Verhütung passt gerade wunderbar, da ich bei DEAN CORVIN im vorletzten Kapitel, das ich schrieb, ein Mittel zur Verhütung brauchte, das ad hoc wirken soll.
Also flugs ein "Verhütungspflaster" ins Leben gerufen, das von der Dame benutzt wird. (Dean selbst dachte, typisch Mann, natürlich erst während des Nahkampfes an dieses Thema.)

Einen Tag später rede ich mit meinem Herzblatt darüber:
Sie: "Du, das gibt es wirklich!"
Ich: "WAS...??"

Ich habe dann mal etwas Recherche betrieben, und ich dachte, ich krieg die Tür nicht zu. Solche Pflaster gibt es tatsächlich.
Allerdings wirken die nicht so "gezielt", wie die moderne Sci-Fi-Variante, die ich in meiner Original-Fiction verwende. Außerdem sehen die recht klobig aus (da gibt es im 33. Jahrhundert eine Variante, die doch wesentlich unauffälliger ist. Aber da kann man mal sehen, dass dieselben Überlegungen mitunter zu denselben Ergebnissen führen.

Vielleicht werde ich, schon aufgrund der Diskussion hier, eine noch etwas mehr technisch angehauchte Lösung erarbeiten. Eine, die einen, nicht den Körper belastenden, Eingriff in die Abläufe der Körperfunktionen vornimmt. Ist vielleicht eleganter, als die momentane Herangehensweise.

Was mich mit 18 noch weniger gestört hat, mir mittlerweile aber schwer auf den Keks geht ist, wenn der Autor zu weit weg ist, von seinen Charakteren. Das äußert sich zumeist darin, dass der Hobby-Autor/die Hobby-Autorin den Leser meistens aus den Überlegungen der Charaktere ausklammert und die Geschehnisse weitestgehend als Fließtext schreibt. Oft einhergehend damit, dass bei Konversationen dann nur das Gesagte steht. Beispiel:

Jede Menge Fließtext.
[...]
"Charakter 1 spricht"
"Charakter 2 spricht"
"Charakter 1 spricht"
"Charakter 2 spricht"
"Charakter 1 spricht"
"Charakter 2 spricht"
[...]
Und danach wieder Fließtext.

Ein Gräuel ist mir folgender Beginn einer Geschichte:
"Es war ein schöner, sonniger Tag (Morgen, Mittag, Nachmittag, Abend...)..."
Wer so beginnt, der hat bei mir allerbeste Chancen, dass es beim Lesen dieses einen Satzes bleibt.

USS-Stories

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Antw:Pet Peeves
« Antwort #5 am: April 09, 2018, 09:04:01 Nachmittag »
Einmal ejakulieren und dann den Glibber ins All beamen? XD Sorry, aber da muss ich gerade lachen. Ist dann das selbe wie mit den Toiletten? Statt gespült wird dann in den Weltraum gebeamt und ich seh schon die Enterprise-Brücke bei folgendem Szenario:

Riker: "Unbekanntes organisches Objekt in 20 Kilometern Entfernung!"
Picard: "Auf dem Schirm!"
*gefrorener Dixikloinhalt kollidiert mit Aussenhüllenkamera*
Picard: "Ach, Geordi war wieder aufm Pott..."

Und jetzt das ganze Szenario nochmal mit gefrorenem Sperma...

Uh, oh, Plottribble für die im Eingangspost genannten Autorinnen - spätestens wenn das gefrorene Sperma auf dem Bildschirm auftaucht, wird Janeway in die Arrestzelle geworfen, weil Tuvok anhand Genanalysen feststellt, dass das Chakotays Glibber ist und DAS STERNENFLOTTENPROTOKOLL HATS DOCH VERBOOOOTEN!

(Hachja, ich weiss, meine Plottribbles sind genial!.... ICH bin genial!... *hust*)

Ja, das bist du. Absolut genial!  :lol:

Und überhaupt - wer sagt eigentlich, dass es in der fernen Zukunft(tm) immer noch die Frauen sind, die sich um Verhütung kümmern müssen? Wie sieht es denn dem medikamentösen/invasiven Eingriff bei Männern aus?

Das täte mich jetzt interessieren!

Mich allerdings auch.
Dabei ist es gar nicht so abwegig. Ich meine, wenn man heute eine Vasektomie durchführen kann, wird man doch in den nächsten hundert Jahren die "On-off-Vasektomie" erfunden haben.  :P

Ijan'kato

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Antw:Pet Peeves
« Antwort #6 am: April 09, 2018, 10:11:16 Nachmittag »
 ;D  :team:
Ich stelle gerade fest, dass ich "Auf DEM Schirm" geschrieben hab. Gosh, ich geh mich erschießen...

On/Off Vasektomie - klingt auf jeden Fall logisch. Wenn man Eileiter abbinden kann, kann man das auch mit Samenleitern. Man könnte auch ein Medikament erfinden, das Spermien den Gencode entfernt, oder sie ohne Gencode entstehen lässt, sodass die befruchtete Eizelle keinen bock mehr hat, weil der Inhalt nicht das war, was auf der Packung draufstand. Die Möglichkeiten sind unendlich.

CAMIR

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Antw:Pet Peeves
« Antwort #7 am: April 10, 2018, 11:30:11 Vormittag »
Kuckt mal, Kinderchen! Die Tante CAMIR hatte zu dem Thema Verhütung sogar schonmal einen Thread erstellt. :D Es ist einfach zu spannend.

Edit: @ulimann: Das hier
Zitat
Jede Menge Fließtext.
[...]
"Charakter 1 spricht"
"Charakter 2 spricht"
"Charakter 1 spricht"
"Charakter 2 spricht"
"Charakter 1 spricht"
"Charakter 2 spricht"
[...]
Und danach wieder Fließtext.
ist ein Stilmittel der altehrwürdigen Isländersagas. Das kann ich den Autoren einfach nicht übel nehmen. XD!
« Letzte Änderung: April 10, 2018, 12:02:15 Nachmittag von CAMIR »

ulimann644

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Antw:Pet Peeves
« Antwort #8 am: April 10, 2018, 05:32:49 Nachmittag »
Edit: @ulimann: Das hierist ein Stilmittel der altehrwürdigen Isländersagas. Das kann ich den Autoren einfach nicht übel nehmen. XD!

Manche Mittel mögen für manche Dinge gut passen und für andere weniger gut - in Romanen passt dieses Stilmittel für mich nicht.
Man kann auch schlecht Theater mit Film vergleichen.

BTT:
Was mir über die Jahre auch etwas quer gegangen ist: Wenn Hobby-Autoren JEDE ihrer Geschichten mit einer Actioneinlage beginnen lassen. Man kann das wirklich machen und toll umsetzen, aber IMO sollte man so nicht NUR starten. Klar, man drückt sich zunächst vor langwierigen Erklärungen (aber die holen einen am Ende IMMER ein).

Was ich in dem Zusammenhang wirklich witzig finde sind zwei Aussagen, die ich nur zu oft von Leuten die generell so beginnen gehört habe:
1. "Man muss den Leser möglichst auf der ersten Seite einfangen, damit die Geschichte gelesen wird." (Anmerkung: Yo - aber warum immer nur mit Kassalla?)
2. "Ich schreibe die Geschichte primär für mich selbst - nicht für irgendwelche Leute, die sie lesen." (Anmerkung: Okay, aber damit ist Argument 1 hinfällig.)

Ich selbst habe auch schon mal etwas flotter begonnen und den Leser in die Szene geworfen, immer mit dem Wissen darum, dass der langsamere Part damit nur verschoben ist - nicht aufgehoben. Ich weiß auch nicht, was so viele Leser gegen einen etwas gemächlichen Beginn haben (und warum), bei dem man erst einmal einen interessanten Charakter adäquat vorstellt. Auch das kann man so gestalten, dass der Leser bei der Sache bleibt.

Eine andere Sache, wegen der ich zwar eine Geschichte nicht generell schließe, die mir aber auch mit der Zeit aufgefallen ist:
Gerade bei FF bleiben die Schreiber gerne bei den "Glorreichen Sieben". Der Truppe von Führungsoffizieren die dann auch immer wieder die Geschichte tragen. Dabei würde ich viel lieber auch mal einen Teil der Geschichte aus dem Blickwinkel der "unteren Chargen" erleben. Welche Auswirkungen die Geschichte aus der Sicht von Hans und Franz hat. (Alternativ: Hinz und Kunz.)

Einer der für mich primären Gründe, gerne OC´s zu verwenden (oder Original-Fiction zu schreiben) ist eben dieser Punkt. Ich stelle den höheren Offizieren (oder den bekannten EC´s) gerne mal den "Unknown Petty-Officer" oder "Unknown Master-Chief" an die Seite und lasse die dann miteinander agieren. Gerne, von Kapitel zu Kapitel, mit wechselseitigem Blickwinkel.
Für meinen Geschmack (ich weiß, damit stehe ich relativ allein auf weiter Flur) geschieht das gerade in der FF zu wenig, wo sich die meisten Leute auf nur eine (oder zwei) Handvoll Charaktere stürzen.

Gabi

Antw:Pet Peeves
« Antwort #9 am: April 10, 2018, 06:17:34 Nachmittag »
Ich wollte jetzt zu anderen posts verlinken, weil ich das Gefühl habe, das schon mal geschrieben zu haben - aber ich konnte die entsprechenden Threads jetzt nicht finden.

Was mich immer wieder stört, sind Geschichten, die sich so anfühlen, als ob sie in der Jetztzeit handeln. Seien es typische Ausdrücke, typische Klamotten, Gegenstände, Verhaltensweisen, was auch immer. Alles, was bei mir den Eindruck entstehen lässt, dass ich mich auch genauso gut in einer der Vorabendserien befinden könnte, ist mir beim Lesen von Star Trek FFs sehr abträglich. Ich erwarte in einer SF-Serie überraschenderweise ... SF

Ebenfalls auf meiner Liste steht das Behandeln von Fauna und Flora anderer Planeten als ob wir uns im Wald um die Ecke befinden würden. Im schlimmsten Fall gibt es die gleichen Pflanzen- und Tierarten wie auf der Erde, im abgemildert schlimmsten Fall bekommen sie zur "Verfremdung" das Planeten- oder Spezies-Prefix vorangestellt (z.B. der Andoria-Bär, der Bajor-Springbock oder sowas in der Art). Was ich erwarte ist "new worlds and new civilizations".

Auch ein Punkt, der mich doch eher genervt weiterscrollen lässt, ist ausführliche Charakterbeschreibung à la "Der hünenhafte rothaarige Tscheche, der mit dem soundso-Verdienstkreuz ausgezeichnet war, und aufgrund seiner Grübchen so gut beim anderen Geschlecht ankam, öffnete die Kommunikationsverbindung." Nope! Das ist so plakatives telling not showing, das möchte ich nicht lesen. Charakterbeschreibung möchte ich bitte aus der Sicht anderer Charaktere lesen oder dort, wo es flockig zur Situation passt.

Im Allgemeinen kann man mich auch immer gut mit Fluff in die Flucht schlagen. Aber das muss ich eingestandenermaßen ein wenig abmildern, seit ich in einem shipping-Paradies wildern gehe. Mit den richtigen Charas lese ich das dann tatsächlich gerne (wenn es nicht überbordet). Aber da ich sehr viel "artfremd" lese, ist für diese Geschichten zu viel Fluff meiner Aufmerksamkeit extrem abträglich.





ulimann644

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Antw:Pet Peeves
« Antwort #10 am: April 11, 2018, 09:00:44 Nachmittag »
Was mich immer wieder stört, sind Geschichten, die sich so anfühlen, als ob sie in der Jetztzeit handeln. Seien es typische Ausdrücke, typische Klamotten, Gegenstände, Verhaltensweisen, was auch immer. Alles, was bei mir den Eindruck entstehen lässt, dass ich mich auch genauso gut in einer der Vorabendserien befinden könnte, ist mir beim Lesen von Star Trek FFs sehr abträglich. Ich erwarte in einer SF-Serie überraschenderweise ... SF

Das sehe ich genauso.

Andererseits ist es auch mitunter gar nicht so einfach, über gerade längere Episoden hinweg eine ganz andere Sprach zu sprechen (oder zu denken). Aktuell stelle ich das bei DEAN CORVIN fest. Da wollte ich u. a. schreiben "...zwischen Tür und Angel". Klar kennt man vermutlich noch, aber ich habe es dann auf "...zwischen Schott und Führungsschiene" abgeändert. Klingt etwas anders.
Dasselbe galt für den Fluch "Himmel und Zwirn" den ich auf "Kometen, Sterne und Boliden" geändert habe, bzw. statt "...was, zur Hölle (oder zum Geier) wurde zu "...was bei Phobos und Deimos" (für eine auf dem Mars Geborene).

Man kriegt das (so oder ganz anders) schon hin, aber ich verstehe auch, wenn sich da mal Umgangssprache (wenn nicht all zu heftig, a la "I bims") mit einschleicht und man merkt es nicht.

Ebenfalls auf meiner Liste steht das Behandeln von Fauna und Flora anderer Planeten als ob wir uns im Wald um die Ecke befinden würden. Im schlimmsten Fall gibt es die gleichen Pflanzen- und Tierarten wie auf der Erde, im abgemildert schlimmsten Fall bekommen sie zur "Verfremdung" das Planeten- oder Spezies-Prefix vorangestellt (z.B. der Andoria-Bär, der Bajor-Springbock oder sowas in der Art). Was ich erwarte ist "new worlds and new civilizations".

Den Andorianischen Stier habe ich mal erwähnt (weil canonisch).
Ansonsten machen fremdartige Flora und Fauna eine Menge Spaß. Allerdings auch eine Menge Kopfzerbrechen, wenn es originell und original sein soll.
Für den Planet AVENAL-VII aus ICICLE 1 habe ich mir gleich drei verschiedene Pflanzen ausgedacht. Für Andoria habe ich die Eisbohrer etwas aufgebohrt und mir einen Lebenszyklus für die Freunde überlegt.

Für mich macht die Andersartigkeit der diversen pflanzlichen und tierischen Lebensformen (neben neuen Alien-Intelligenzen) einen wesentlichen Teil der SF aus.
Spannend war in dieser Hinsicht für mich, die pflanzliche Intelligenz in ICICLE 1, die Kor-Naxa (Einzahl: ein(e) Kor-Nax), zu entwickeln. Auch der Gedanke, dass auf diesem Planeten die früher möglicherweise vorhandene Fauna irgendwann von der übermächtigen Flora ausgerottet wurde, hatte dabei einen gewissen Reiz.

Auch ein Punkt, der mich doch eher genervt weiterscrollen lässt, ist ausführliche Charakterbeschreibung à la "Der hünenhafte rothaarige Tscheche, der mit dem soundso-Verdienstkreuz ausgezeichnet war, und aufgrund seiner Grübchen so gut beim anderen Geschlecht ankam, öffnete die Kommunikationsverbindung." Nope! Das ist so plakatives telling not showing, das möchte ich nicht lesen. Charakterbeschreibung möchte ich bitte aus der Sicht anderer Charaktere lesen oder dort, wo es flockig zur Situation passt.

Ich lege mich da nicht auf nur eine Methode fest.
Ich mag es auch, wenn andere Charaktere ihr Gegenüber "sehen, hören, etc." Mitunter, gerade wenn der Charakter relativ allein auf weiter Flur beginnt, dann bleibt keine andere Wahl, als mal das ein oder andere Detail des Charakters auf diese Weise zu vermitteln. Ich habe schon beide Formen von verschiedenen kommerziellen Autoren, sehr gut umgesetzt, gelesen.

Ich muss zugeben, dass ich selbst schon ein paar Mal in die große Bärenfalle getappt bin, und die Chance zu "show don´t tell" gelegentlich verpasst habe. Obwohl ich darauf achte. Aber mitunter vergisst man es im Eifer des Gefechtes, obwohl ich versuche es nicht (oder so wenig wie möglich) zu vergessen.

Gabi

Antw:Pet Peeves
« Antwort #11 am: April 24, 2018, 05:25:02 Nachmittag »
Da ich derzeit "hobbyberufsbedingt" ( ::) :P) ziemlich viel querbeet an FFs lese, sind mir noch ein paar Dinge unterkommen, die mich innerlich wegrennen lassen. Zum Glück bislang nicht bei Star Trek FFs.

- ausführliche Beschreibungen von modischen Klamotten, gefolgt von einem link zu einem Photo ebendieser Klamotten mitten im Text (was ich gerne hätte: KEINE Klamottenbeschreibung, denn das interessiert mich wie ein Loch im Knie, welcher Hip-Mode der entsprechende Teenie gerade folgt, wenn das Nullkommanix mit der Story zu tun hat)

- überhaupt links im Text zu irgendwelchen Informationen. Das scheint mittlerweile die gute alte Fußnote abgelöst zu haben. Ich will doch nicht während des Lesens in der Gegend rumklicken. Wenn ein Autor das nicht mit den eigenen Worten hinbekommt, was er mir da vermitteln möchte, dann läuft etwas mit der Story schief.

- EMOTICONS Im TEXT ... sorry ... ist der Fall bei meinem derzeitigen Text. Da stehen dann tatsächlich im Fließtext (O.o), (^-^), (O:) und Ähnliches hinter den Sätzen. Also ... wenn der Leser diese Intention nicht durch das Geschriebene mitbekommt ... (siehe oben)

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Antw:Pet Peeves
« Antwort #12 am: April 24, 2018, 08:13:11 Nachmittag »
Auch schön. Ich lese eine P18 Slash. Absichtlich. Im Vorwort wird erwähnt, dass die Geschichte P18 Slash ist. Ja, danke :) will ich. Ja genau, richtig.

Und dann kommt es zu einer P...öhm, 16 Slash Szene, und was steht da???


~~~~&&&&$%§$"§$!"§§ ACHTUNG; SLASH! $§%§%%§"!"%//%§%§"~~~~

dann machen die zwei Jungs, was man halt so macht, und dann kommt

~~~~&&&&$%§$"§$!"§§ ENDE SLASH! $§%§%%§"!"%//%§%§"~~~~

Ach. Echt?

Ich finde das so gruselig im Lesefluss. Also wirklich....nee. Also. Nee.

CAMIR

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Antw:Pet Peeves
« Antwort #13 am: April 25, 2018, 04:01:20 Nachmittag »
Da ich derzeit "hobbyberufsbedingt" ( ::) :P) ziemlich viel querbeet an FFs lese, sind mir noch ein paar Dinge unterkommen, die mich innerlich wegrennen lassen. Zum Glück bislang nicht bei Star Trek FFs.

- ausführliche Beschreibungen von modischen Klamotten, gefolgt von einem link zu einem Photo ebendieser Klamotten mitten im Text (was ich gerne hätte: KEINE Klamottenbeschreibung, denn das interessiert mich wie ein Loch im Knie, welcher Hip-Mode der entsprechende Teenie gerade folgt, wenn das Nullkommanix mit der Story zu tun hat)

- überhaupt links im Text zu irgendwelchen Informationen. Das scheint mittlerweile die gute alte Fußnote abgelöst zu haben. Ich will doch nicht während des Lesens in der Gegend rumklicken. Wenn ein Autor das nicht mit den eigenen Worten hinbekommt, was er mir da vermitteln möchte, dann läuft etwas mit der Story schief.

- EMOTICONS Im TEXT ... sorry ... ist der Fall bei meinem derzeitigen Text. Da stehen dann tatsächlich im Fließtext (O.o), (^-^), (O:) und Ähnliches hinter den Sätzen. Also ... wenn der Leser diese Intention nicht durch das Geschriebene mitbekommt ... (siehe oben)

Klingt nach klassischem FF.de - Kinder - RPG - Stil. Hachja...

Was mich auch noch annervt, sind Songfics. Ja, man kann es mal machen, aber meistens hasse ich Fics, die auf irgendwelchen Songs basieren/ Songs, die irgendwie in die Story eingewoben sind. Damit meine ich nicht Musik, auch keine klassische Musik, sondern die Texte irgendwelche Popklassiker, die außer der Autorin eh keine Sau kennt. Gähn.

ulimann644

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Antw:Pet Peeves
« Antwort #14 am: April 25, 2018, 05:23:52 Nachmittag »
Klingt nach klassischem FF.de - Kinder - RPG - Stil. Hachja...

Was mich auch noch annervt, sind Songfics. Ja, man kann es mal machen, aber meistens hasse ich Fics, die auf irgendwelchen Songs basieren/ Songs, die irgendwie in die Story eingewoben sind. Damit meine ich nicht Musik, auch keine klassische Musik, sondern die Texte irgendwelche Popklassiker, die außer der Autorin eh keine Sau kennt. Gähn.

Ist mir bisher beides bisher erspart geblieben. Ein Glück... ;)

Was ich bei einer Serie etwas absurd fand, war ein Verweis auf eine frühere Episode mitten im Text. Mal so gefragt: Wer beginnt eine Serie in der Mitte?
Kann natürlich passieren, falls im Thread dazu (oder in einem Archiv) nicht darauf hingewiesen wird, dass es sich um eine Serienepisode handelt.

Dabei halte ich es andererseits nicht für verkehrt, wenn man bei einer Serienepisode Ereignisse aus früheren Episoden, die zum Verständnis des aktuellen Geschehens beitragen, nochmal kurz zusammenfasst. Ich habe bei Captain und Commander auch noch mal erwähnt, dass Valand seine Frau verlor, bzw. dass die USS ALAMO havarierte (was in der Episode davor passierte). Natürlich in knapper Form, denn ich schreibe ja nicht die Ereignisse doppelt. Ich finde WENN man solche Schlüsselereignisse erwähnt dann sollte man das konsequent tun. Selbst wenn man dadurch eine halbe oder eine ganze Seite zusätzlich investiert. Das ist IMO gescheiter, als mitten im Text ein *Siehe hierzu Episode ABC - Titel: XYZ...