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Thema: Chronologie in FF mit langen zu überbrückenden Zeiträumen  (Gelesen 420 mal)

Lady Q

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Chronologie in FF mit langen zu überbrückenden Zeiträumen
« am: März 27, 2018, 02:45:25 Nachmittag »
Hi!

Ich schreibe grade an einer FF (mein Hauptprojekt), die letztendlich einen Zeitraum von ca. 18 Jahren überspannt.

In diesen 18 Jahren passiert natürlich nicht immer gleich viel. Es gibt ein paar wenige "Umbrüche", die wesentlich sind, außerdem drei etwas längere Zeiträume, die wichtig sind, und dann natürlich eine Art Showdown. In diesem werden einige Handlungsstränge verknüpft. Das alles nur zur vorab-Info.

Momentan bin ich schwer am überlegen, in welcher, ähm, Chronologie ich diese Geschichte aufbaue.

Ich könnte das jetzt rein chronologisch schreiben. Natürlich mit Zeitsprüngen, anders geht das nicht, ich habe mich auf etwa 40 Kapitel eingeschossen, und versuche das auch einzuhalten. Es soll keine Endlos-Story werden. Der Plot ist ja auch schon klar, also alles in allem steht die Story im Kopf.

Der Vorteil ist, dass man nicht durcheinander kommt. Und einfach ohne weitere Hinweise klar ist, was nacheinander passiert. Da es mehrer Fäden sind, die gänzlich unabhängig voneinander ablaufen, ist die Einordnung in die Chronologie der Geschichte auch schon Hinweis, WANN das jeweils passiert. Ich persönlich stehe nicht so auf Zeitangaben vor dem Anfang eines Kapitels (und überlese diese meistens auch).

Der Nachteil ist, dass es streckenweise anstrengend wird zu lesen. Möglicherweise auch langweilig (und DAS will im auf jeden Fall vermeiden). Sprich, wenn in Handlungsfaden A grade einfacch nichts wesentliches passiert (mehrere Jahre?), und ich daher kapitelweise nur Handlungsfaden B und C betrachte, dann habe ich die Befürchtung, dass sich das einfach nicht rund liest. Das gefällt mir nicht.


Die ALternative wäre, Mit Zeitsprüngen zu arbeiten. Ausgehend vom Epilog des ersten Teils der Geschichte (bereits fertig, online, und der Epilog machte einen Zeitsprung 17 Jahre in die Zukunft), könnte ich die "aktuellen" Ereignisse quasi parallel laufen lassen zu der Frage, wie es zu den aktuellen Ereignissen kam. Das aktuelle wäre dann ein zu schreibendes Jahr mit ziemlich viel Input, während eben die Geschichte, wie es dazu kam, kapitelweise als Einschub dazu käme. Puh, ich merke, ich muss mir auf jeden Fall noch Gedanken über das Wie machen, denn reine RÜckblenden im Sinne von "X erinnert sich", das mag ich nicht. Die Frage ist also, wie stelle ich das dar, dass immer klar ist, wo und wann wir uns befinden.

Der Vorteil wäre, dass die Ungeduld der Leser befriedigt wird, und diese manchmal nur rätseln müssen, warum etwas passiert. Das Ende ist ja aber noch nicht klar, folglich wäre der Spannungsbogen in erster Linie dieses letzte Jahr.

Der Vorteil wäre auch, dass ich das Ziel dadurch viel klarer im Kopf habe.

Der Nachteil ist, dass es möglicherweise manche verwirrt. Und die Frage ist, wie ich das eben darstelle, dieser Wechsel in der Zeit, wenn ich nicht ständig drüber schreiben will:Voyager, 2384. San Francisco, 2398.

Könnt ihr mir mal bitte eure Gedanken schreiben, ob ihr versteht, was ich meine ;), was ihr von der jeweiligen Umsetzung haltet, und was ihr für besser haltet, wenn ihr eine Meinung dazu habt :)

LG
Lady Q

CAMIR

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Antw:Chronologie in FF mit langen zu überbrückenden Zeiträumen
« Antwort #1 am: März 27, 2018, 03:05:48 Nachmittag »
Hey! Das Problem an so vagen Sachen ist immer, dass man als Außenstehender schlecht einschätzen kann, welche Form am meisten Sinn macht.
Ich kann jetzt aus deinem Beitrag herauslesen, dass es einen Zeitraum von 18 Jahren gibt. Innerhalb dieses Zeitraums hast du mehrere Kernereignisse, die auf jeden Fall erzählt werden müssen, aber auch viel Platz zum zeitraffenden Erzählen.
Dein Problem ist jetzt, wie du diese Kernereignisse anordnen sollst, damit es sich flüssig liest und nicht langweilig oder redundant wird.

Du hast für dich selber die Vor- und Nachteile schon aufgelistet und daran siehst du bereits, dass es die Lösung nicht zu geben scheint, vor allem, wenn du manche Hilfsmittel wie Zeitangaben oder Erinnerungspassagen von Vornherein kategorisch ausschließt.
Mein Rat an dich wäre, erstmal alles zu schreiben, aber noch nicht zu veröffentlichen. Ja, ich weiß, wenn man so gerne Feedback hat, postet man am liebsten gleich alles. Aber halte dich ausnahmsweise zurück. Wenn es fertig geschrieben ist, kannst du leichter sehen, ob es sich in der einen Form rund liest oder ob du ggf. noch rumschieben musst.
Mehr kann ich leider grade mit den Informationen schlecht sagen, aber vielleicht ist es doch hilfreich?

Lady Q

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Antw:Chronologie in FF mit langen zu überbrückenden Zeiträumen
« Antwort #2 am: März 27, 2018, 03:15:36 Nachmittag »
Hach, ich weiß, das mit den vagen Angaben ist das so schwer. Das ist einfach, wenn man nicht zu viel verraten will, ich will schließlich, dass das irgendwann noch jemand liest...hmpf.

Ich habe ungefähr die Hälfte geschrieben, und habe gemerkt: Die ersten 17 Jahre sind einfach zäh. NIcht, dass da nichts passiert, aber es sind 17 Jahre in Gefangenschaft, und doch, auch da gibt es Schlüsselereignisse, und die werden auch erzählt, aber alles arbeitet eben auf dieses letzte Jahr hin.

So kam mein Gedanke, ob dieses letzte Jahr nicht einfach der große Spannungsbogen ist. Ach, hach. Ist schwer....und ja, dass ich keine Zeile veröffentliche, bevor ich fertig bin, das wurde mir auch schon klar... :) trotzdem vielen Dank!  Alles ist hilfreich, was mir beim sortieren hilft.

Oriane

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Antw:Chronologie in FF mit langen zu überbrückenden Zeiträumen
« Antwort #3 am: März 27, 2018, 03:54:19 Nachmittag »
Ich würde Version 2 nehmen. Ist ja noch nicht so lange her, dass ich Teil 1 gelesen habe, also kann ich mir ungefähr vorstellen, wie Teil 2 aussehen wird. Ganz grob gesagt. Und ich glaube, wenn du alles chronologisch erzählst, ist die Gefahr größer, dass es ein bisschen zäh wird.
Außerdem kann man, wenn man Zeitsprünge macht, Schlüsselereignisse schöner miteinander verknüpfen. Und seine Leser ärgern, wenn man die Kapitel mit cliffhangern aufhört :D
Klar ist das komplizierter.

Bisher habe ich nur eine Geschichte in Form deiner zweiten Version geschrieben. Kein Star Trek, aber Sci-Fi. Grob geht es um einen Häftling, der für die Anhörung seiner Verteidigerin seine Geschichte erzählen muss, also gibt es einen Teil, der chronologisch eben diese erzählt und einen, der sich um die Anhörung dreht. Die beiden Teile sind mehr oder weniger Kapitelweise verzahnt. Ich fand, dass das der einzige logische Weg war und bei deiner Geschichte kann ich mir vorstellen, dass das genauso gut funktioniert.

Und ich glaube, dass du keine Zeit- und Ortsangaben über den Kapiteln brauchst. Wenn du nur zwei Handlungsstränge hast, wird glaube ich im jeweiligen Kapitel schnell klar, wann und wo gerade was abgeht. Wenn es jetzt natürlich 3 oder mehr verschiedene Zeiten wären, dann gäbe es ziemlich schnell Chaos und dann würde ich mir überlegen, es lieber chronologisch anzugehen.

Lady Q

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Antw:Chronologie in FF mit langen zu überbrückenden Zeiträumen
« Antwort #4 am: März 27, 2018, 04:22:35 Nachmittag »
Ja, es ist leichter zu verstehen, was ich meine, wenn man Story 1 kennt. Dein Beispiel trifft es gut, Oriane. In meinem Fall habe ich ja Radesch, der die Handlungen im AQ anstößt, und das war eben meine Intention, Radesch erklären und agieren zu lassen (der junge Mann ist ja auch ein wenig verstockt und mag nicht immer gleich mit allem rausrücken), und dann die Kapitel miteinander zu verzahnen. Wie genau ich die Übergange gestalte muss ich mir dann noch überlegen. Hast du deine Geschichte irgendwo online, Oriane?

Ich merke auch, dass mir das Schreiben schwer fällt, wenn ich Zeitraffen muss. Ich hab kein Problem schlimme Dinge zu schreiben, aber irgendwann ist es auch genug, nicht wahr ;) und dann ja, könnte es sein, dass die 17 Jahre zäh werden.

ulimann644

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Antw:Chronologie in FF mit langen zu überbrückenden Zeiträumen
« Antwort #5 am: März 27, 2018, 04:51:50 Nachmittag »
Hach, ich weiß, das mit den vagen Angaben ist das so schwer. Das ist einfach, wenn man nicht zu viel verraten will, ich will schließlich, dass das irgendwann noch jemand liest...hmpf.

Ich habe ungefähr die Hälfte geschrieben, und habe gemerkt: Die ersten 17 Jahre sind einfach zäh. NIcht, dass da nichts passiert, aber es sind 17 Jahre in Gefangenschaft, und doch, auch da gibt es Schlüsselereignisse, und die werden auch erzählt, aber alles arbeitet eben auf dieses letzte Jahr hin.

So kam mein Gedanke, ob dieses letzte Jahr nicht einfach der große Spannungsbogen ist. Ach, hach. Ist schwer....und ja, dass ich keine Zeile veröffentliche, bevor ich fertig bin, das wurde mir auch schon klar... :) trotzdem vielen Dank!  Alles ist hilfreich, was mir beim sortieren hilft.

Bei dem ersten Teil von meinem MU-Doppelband (zweiter Teil folgt dieses Jahr noch) hatte ich ein ähnliches Problem.
Die Geschichte beginnt im Jahr 2160. Doch sie ohne einige Ereignisse des Jahres 2155 zu erzählen wäre irgendwie verwirrend geworden für den Leser. Dabei kam chronologisch nicht in Frage, da ich die Ereignisse des Jahres 2155 nicht zu einem Kernthema machen wollte, und der anschließende Sprung von 5 Jahren komisch geworden wäre. Zumindest wenn ich nicht die Form eines Prologs genutzt hätte, was ich vermeiden wollte.
Also habe ich diese Ereignisse, als Imperatorin Hoshi Satos Erinnerungen eingefügt. Wobei ich mehrmals zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her springe, im ersten Kapitel.

Es geht IMO sowohl, als auch - die Frage ist dabei IMO, was und wie viel genau willst du in jeder der Zeitabschnitte erzählen und wie wichtig sind diese Ereignisse.
Wenn in den 17 Jahren wirklich nicht so viel passiert kann man halt chronologisch bleiben und einen längeren Prolog nutzen (reiner Fließtext, falls kurz, oder bestimmte kürzere Kern-Episoden aus dem Zeitraum). Oder aber man springt zwischenzeitlich immer wieder einmal in die Vergangenheit. Dazu bieten sich dann Ereignisse in der Gegenwart an, die an jeweils ein bestimmtes Vorkommnis in der Vergangenheit erinnern.

Letzteres verlangt vielleicht etwas mehr Vorausplanung - ich persönlich mag diese Art von Rückblenden, wie bei dem Film: "Highlander". Andere Leser sind von so etwas eher verwirrt.
Da du es für die Hälfte der Leser ohnehin verkehrt machen wirst, egal welche Form du wählst, kannst du da relativ frei entscheiden. ;)

Oriane

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Antw:Chronologie in FF mit langen zu überbrückenden Zeiträumen
« Antwort #6 am: März 27, 2018, 04:54:41 Nachmittag »
Hast du deine Geschichte irgendwo online, Oriane?

Jein. Ich habe sie hier mal hochgeladen: http://forum.treknation.net/index.php?topic=559.0
zumindest teilweise, aber ich weiß nicht, ob vollständig und ob das die Version ist, die ich schlussendlich zu Ende geschrieben habe. In späteren Posts müssten noch mehr Teile zum runterladen drinstecken.
Außerdem ist das ganze ca vier ( :umfall: ) Jahre her und ich habe das ganze bewusst nicht nochmal vollständig veröffentlicht. Naja, aber um einen Eindruck zu erhalten, reicht es sicher.

(der junge Mann ist ja auch ein wenig verstockt und mag nicht immer gleich mit allem rausrücken)

Ich bin schon sehr gespannt auf den jungen Mann  ;)

Lady Q

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Antw:Chronologie in FF mit langen zu überbrückenden Zeiträumen
« Antwort #7 am: März 27, 2018, 05:04:25 Nachmittag »
Es geht IMO sowohl, als auch - die Frage ist dabei IMO, was und wie viel genau willst du in jeder der Zeitabschnitte erzählen und wie wichtig sind diese Ereignisse.
Wenn in den 17 Jahren wirklich nicht so viel passiert kann man halt chronologisch bleiben und einen längeren Prolog nutzen (reiner Fließtext, falls kurz, oder bestimmte kürzere Kern-Episoden aus dem Zeitraum). Oder aber man springt zwischenzeitlich immer wieder einmal in die Vergangenheit. Dazu bieten sich dann Ereignisse in der Gegenwart an, die an jeweils ein bestimmtes Vorkommnis in der Vergangenheit erinnern.

Letzteres verlangt vielleicht etwas mehr Vorausplanung - ich persönlich mag diese Art von Rückblenden, wie bei dem Film: "Highlander". Andere Leser sind von so etwas eher verwirrt.
Da du es für die Hälfte der Leser ohnehin verkehrt machen wirst, egal welche Form du wählst, kannst du da relativ frei entscheiden. ;)

Das Problem ist: Beides ist wichtig. In den 17 Jahren passiert schon viel (wirklich viel), und zwar an zwei verschiedenen Orten (auf der Voyager und auf einem Planeten im DQ). Dann, nach den 17 Jahren, gibt es quasi das "anstoßende" Ereignis in Form von "Radeschs Rückkehr zur Erde". Und dieser setzt auf der Erde Ereignisse in Gang (und lernt Menschen kennen, und klärt Dinge auf), die quasi alle Handlungsstränge, alles was bis dato passiert ist, zusammennehmen.

Ich glaube daher, dass die Lösung, die Oriane vorgeschlagen hat, bzw. die du genannt hast - Sprünge in die Vergangenheit, verknüpft mitdann relevanten Dingen - doch die beste Lösung ist.

Danke euch!

(und jetzt muss ich aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah alles umstellen, was ich bisher fabriziert habe. Meine Beta wird mich HASSEN! *lol*)

(UNd ich geh bei Oriane lesen....)

ulimann644

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Antw:Chronologie in FF mit langen zu überbrückenden Zeiträumen
« Antwort #8 am: März 28, 2018, 01:06:28 Vormittag »
Das Problem ist: Beides ist wichtig. In den 17 Jahren passiert schon viel (wirklich viel), und zwar an zwei verschiedenen Orten (auf der Voyager und auf einem Planeten im DQ). Dann, nach den 17 Jahren, gibt es quasi das "anstoßende" Ereignis in Form von "Radeschs Rückkehr zur Erde". Und dieser setzt auf der Erde Ereignisse in Gang (und lernt Menschen kennen, und klärt Dinge auf), die quasi alle Handlungsstränge, alles was bis dato passiert ist, zusammennehmen.

Ich glaube daher, dass die Lösung, die Oriane vorgeschlagen hat, bzw. die du genannt hast - Sprünge in die Vergangenheit, verknüpft mitdann relevanten Dingen - doch die beste Lösung ist.

Danke euch!

Glaube einem "Serientäter aus Überzeugung"...
Was zu lang wird für eine einzelne Episode kann man sehr gut auch in Serie schreiben. Fällt mir gerade so siedendheiß ein, da ich selbst gerade an der zweiten Episode meiner "Mini-Serie" (geplant sind 6 bis 8 Episoden) sitze... ;) Dauert zwar dann vielleicht insgesamt länger, aber man hat den Vorteil in der Chronologie bleiben zu können, pro Episode die Konzentration auf ein (oder zwei, je nach Episodenlänge) Kernthemen legen zu können UND erhält zwischen den Episoden Feedback, das einem helfen kann bei den Folgeepisoden.

Ich weiß, das ist nicht jedermanns Geschmack, aber eine Überlegung wert bei wirklich langen Erzählungen, die trotzdem nicht gefühlt ewig dauern sollen. Mein Eindruck ist nämlich mitunter, dass Projekte nicht deshalb aufgegeben werden, weil sie zu schwierig sind, sondern weil sie zu umfangreich zu sein scheinen und einen erschlagen, weil man denkt, da geht nix weiter.

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Antw:Chronologie in FF mit langen zu überbrückenden Zeiträumen
« Antwort #9 am: März 28, 2018, 10:24:13 Vormittag »
Ich weiß, das ist nicht jedermanns Geschmack, aber eine Überlegung wert bei wirklich langen Erzählungen, die trotzdem nicht gefühlt ewig dauern sollen. Mein Eindruck ist nämlich mitunter, dass Projekte nicht deshalb aufgegeben werden, weil sie zu schwierig sind, sondern weil sie zu umfangreich zu sein scheinen und einen erschlagen, weil man denkt, da geht nix weiter.

Das habe ich bei meinem aktuellen Projekt auch schon überlegt, weil es definitiv den Rahmen sprengt um nur eine einzelne Geschichte zu werden und es wird immer schlimmer, weil ich immer mehr Plotbunnies rumhüpfen habe, je weiter ich komme. Trotzdem habe ich mich dagegen entschieden, weil es dann ZU lang wird.
Mit der Aufteilung in Episoden könnte ich zwar einzelne Ereignisse besser beleuchten, aber ich müsste mir für jedes einen eigenen Handlungsbogen überlegen. Da würde dann der übergeordnete Spannungsbogen drunter leiden und der ist es, der mich wichtiger ist. Außerdem mag ich Serien nicht, wo man nicht in jeder Folge mit dem Schauen bzw. Lesen einsteigen kann. Also habe ich mich entschieden, das ganze in drei große Teile aufzuteilen. Also auch irgendwie Episoden, wenn man so will, aber eher in der Größenordnung Filmreihe.

Ich gebe zu, dass Teil 1 schon dabei ist, mich zu erschlagen, aber ihn zu zerrupfen hätte keinen Sinn gemacht. Da heißt es nur, zurückschlagen ;)

CAMIR

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Antw:Chronologie in FF mit langen zu überbrückenden Zeiträumen
« Antwort #10 am: März 29, 2018, 07:48:17 Nachmittag »
Ich hoffe, du konntest eine Lösung finden, Lady Q?

Lady Q

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Antw:Chronologie in FF mit langen zu überbrückenden Zeiträumen
« Antwort #11 am: März 29, 2018, 08:41:19 Nachmittag »
Hi!

Ich bin mittendrin.  Es handelt sich übrigens um den Nachfolgeteil der Story, die du dir grade .pdf't hast.

Vermutlich wird es auf Variante zwei rauslaufen. Es ist vom Stoff und vom Spannungsbogen aber definitiv nur EINE Geschichte, nicht eine Serie. Ich mache daraus daher auch nur EINE Geschichte. Es ist meine Aufgabe, dass ich all die vielen Plotbunnys, die da noch fleißig in meinem Kopf hüpfen, sortiert bekomme, und nur das reinnehme, was wirklich dienlich ist.

Schwierig und im Gegensatz zu Orianes Beispiel ist, dass derjenige, der den aktuellen SPannungsbogen hält, nicht alles erlebt hat, was erzählt werden muss. Das ist auch das hinderliche am "einfache RÜckblenden" erzählen, denn eine Rückblende ist es nicht. Ich lass ich am besten aber die Story erst mal lesen - ich glaube, dann verstehst du ungefähr, warum ich hier so vage bleibe....

Aber ich tendiere zu Variante zwei, doch.

CAMIR

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Antw:Chronologie in FF mit langen zu überbrückenden Zeiträumen
« Antwort #12 am: März 30, 2018, 03:25:33 Nachmittag »
Ja, das dachte ich mir schon. Ich hoffe ich komme bald dazu, sie zu lesen. Im ersten Kapitel bin ich grade... fängt jedenfalls schomma gut an.

Ich finde es aber gut, wenn du in etwa weißt, wie die Geschichte am Ende auszusehen hat und dass du dranbleibst. Ich lese dann erstmal brav. Vielleicht kann ich dann auch beim Puzzlen helfen.

In meiner FF "Erinnerungen" hab ich auch mehrere Zeitebenen rumjongliert: Die Gegenwart und die Zeit 7-6 Jahre vorher. Aber da konnte ich das ganz gut mit Rückblenden und Erinnerungssequenzen machen. Die Figuren kommen immer auf ein bestimmtes Ereignis zu sprechen und dann bekommt man die Ereignisse aus der Vergangenheit aus mehreren Perspektiven beleuchtet, bis man erfährt, was das Trauma war. Ab dann gibt es nur noch die Gegenwart. Aber ich glaube, das ist für dich kein gangbarer Weg. Ich vertraue aber, dass du es löst.