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Thema: Schreibstil  (Gelesen 1950 mal)

Lady Q

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« Antwort #15 am: Oktober 16, 2017, 12:00:45 Nachmittag »
So ein bißchen bin ich da bei Uli. Wenn ich einen Oneshot schreibe, oder von mir aus auch etwas kurzes mit 3-4 Kapiteln, ist es okay, das Ende nicht zu kennen, die Geschichte einfach fließen zu lassen.

Aber bei einer langen Geschichte muss man doch einfach schon von Anfang an wissen, wo die Reise hingeht. Es gibt solche Geschichten, klar, bei denen ich dann das Gefühl bekomme, dass der Autor mittendrin selbst nicht mehr wusste, was das geben wird. Heißt natürlich nicht, dass das bei euch so ist, es ist nämlich auch ein Unterschied, ob man fertig schreibt, oder ob man mittendrin anfängt hochzuladen.

Trotzdem. Ich kann nur von mir selbst sprechen, aber ich hätte die Story, die ich aktuell schreibe, mit für mich offenem Ende gar nicht anfangen können. Es ist von Anfang an klar, wie es enden wird, für mich, aber eben nicht für die Leser. Es waren auch ein paar feste Eckpunkte von Anfang an geplant. Ohne die festen Eckpunkte wären die Umwege, die die Charaktere nehmen, für mich wahrscheinlich selbst zu verwirrend gewesen. So aber pendelt sich alles immer wieder auf der von mir gedachten Linie ein, und irgendwann wird die Linie zur Zielgeraden. Anders könnte ich mir das grade gar nicht vorstellen.

(Ich korrigiere mich also insofern: FÜR MICH käme es anders nicht in Frage. Nicht man ;) )

Nerys

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« Antwort #16 am: Oktober 17, 2017, 07:32:39 Vormittag »
Wenn ich nicht ungefähr weiß, wohin ich mit einer Geschichte will, neige ich dazu, mich auf dem Weg zu verlieren. Der Weg zum Ziel kann sich durchaus gabeln, in Schlangenlinien verlaufen oder durch undurchsichtiges Gestrüpp führen, solange die Richtung stimmt.

Früher habe ich aber auch gern drauflos geschrieben und geschaut was passiert. Spaß macht das auf jeden Fall ;)
« Letzte Änderung: Oktober 17, 2017, 07:35:53 Vormittag von Nerys »

ulimann644

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« Antwort #17 am: Oktober 17, 2017, 07:48:20 Vormittag »
Aber bei einer langen Geschichte muss man doch einfach schon von Anfang an wissen, wo die Reise hingeht. Es gibt solche Geschichten, klar, bei denen ich dann das Gefühl bekomme, dass der Autor mittendrin selbst nicht mehr wusste, was das geben wird. Heißt natürlich nicht, dass das bei euch so ist, es ist nämlich auch ein Unterschied, ob man fertig schreibt, oder ob man mittendrin anfängt hochzuladen.

Beide Punkte, die du da ansprichst, treffen IMO den Nagel auf den Kopf.
Einerseits ist da das gefühlte herumeiern im Plot, wo man sich dann über gewisse "Gedankensprünge" des Autors wundert. Andererseits - und das ist der Grund, warum ich selbst eine Geschichte (i.d.R. die einzige Ausnahme ist BREAKABLE - aber da habe ich ein sehr genaues Skript) fertig schreibe, und nicht schreibe-lade-schreibe-lade... etc, ist, das zu frühe "festlegen-und-vergessen" gewisser Punkte der Geschichte. Dabei schmeißt man bestimmt (zumindest wenn man mehr als nur das eine Projekt verfolgt, so wie ich) zu schnell die Details aus dem Kopf und erinnert sich dann beim übernächsten Kapitel nicht daran - wodurch man Gefahr läuft da dann das genaue Gegenteil zu gewissen Details zu schreiben. Zum anderen lege ich mich dann darauf fest, was ich habe, und Änderungen sind später dann kaum möglich. (Technisch sind Änderungen zwar schon möglich - führen bei den Lesern aber bestimmt zu Konfusion, wenn die nicht permanent bereits gelesene Kapitel nochmal lesen - und mal so gefragt: Wer macht das?)

Trotzdem. Ich kann nur von mir selbst sprechen, aber ich hätte die Story, die ich aktuell schreibe, mit für mich offenem Ende gar nicht anfangen können. Es ist von Anfang an klar, wie es enden wird, für mich, aber eben nicht für die Leser. Es waren auch ein paar feste Eckpunkte von Anfang an geplant. Ohne die festen Eckpunkte wären die Umwege, die die Charaktere nehmen, für mich wahrscheinlich selbst zu verwirrend gewesen. So aber pendelt sich alles immer wieder auf der von mir gedachten Linie ein, und irgendwann wird die Linie zur Zielgeraden. Anders könnte ich mir das grade gar nicht vorstellen.

(Ich korrigiere mich also insofern: FÜR MICH käme es anders nicht in Frage. Nicht man ;) )

Dito.
Ich arbeite mit solchen Eckpunkten in meinen Skripts, die dann, wie an Gummibändern, flexibel miteinander verbunden sind. Sprich: Die Details zwischen den Eckpunkten können stark variieren, die Eckpunkte selbst halte ich zumeist ein, da sie wesentliche Elemente des Plots darstellen. Natürlich habe ich auch da schon rausgehauen bzw. eingefügt. Dennoch hilft es enorm solche Eckpunkte zu haben - wie du es sagst, schon wegen der Übersicht.
« Letzte Änderung: Oktober 17, 2017, 07:50:29 Vormittag von ulimann644 »

Emony

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« Antwort #18 am: Oktober 17, 2017, 08:13:12 Vormittag »
Ich schreibe ja eher selten Action oder Abenteuer Geschichten, die wie eine Trek Episode aufgebaut sind. Bei denen weiß ich das Ende auch, klar. Aber bei den eher 'fluffigen' Romanzen lasse ich mich gerne treiben. Klar weiß ich dann so Fakten wie, ich werde ein Happy End schreiben - oder auch nicht - aber genaue Details lege ich vorher nicht fest.

ulimann644

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« Antwort #19 am: Oktober 17, 2017, 02:46:26 Nachmittag »
Ich schreibe ja eher selten Action oder Abenteuer Geschichten, die wie eine Trek Episode aufgebaut sind. Bei denen weiß ich das Ende auch, klar. Aber bei den eher 'fluffigen' Romanzen lasse ich mich gerne treiben. Klar weiß ich dann so Fakten wie, ich werde ein Happy End schreiben - oder auch nicht - aber genaue Details lege ich vorher nicht fest.

Yo - bei solchen Geschichten mag das sogar gut funktionieren.

Womit ich bei dem zitierten Tipp hauptsächlich so gar nicht einverstanden bin ist dieser IMO absurde Nachsatz: "Die Geschichte wird dadurch stärker."
Das würde im Umkehrschluss heißen, dass eine Geschichte, bei der man das Ende kennt, schlechter sein muss - was in meinen Augen blühender Unsinn ist. Aber ich muss letztlich keinem Menschen vorrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine Geschichte, von der man eine geringere Vorstellung hat, als nötig, wirklich besser werden kann, als eine, bei der man genug, oder mehr als nötig, weiß... ;)

YKirk

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« Antwort #20 am: Oktober 31, 2017, 06:04:09 Vormittag »
Bezüglich des wissen wohin die Geschichte geht. Meine ersten Geschichten habe ich nach dem Motto: "drei zwei eins .. fertig" und mal sehen wie sie enden Geschrieben. Ende vom Lied, meine erste Geschichte hat fünf Versionen, zwei Beta-Leser und "nur" 2 Jahre und einen Monat Überarbeitung gebraucht bis sie so ist das man sagen kann: geht kann man jetzt so lassen.
Jetzt bei der aktuellen Geschichte habe ich die Schneeflocken Methode verwendet. Ich bin im 5. Kapitel habe über 14.000 Wörter und noch nicht mal bei der Hälfte angekommen. Zum Vergleich meine erste Geschichte hatte so irgendwas bei 2.000 Wörtern.
Das Schöne ist ich weiß nicht nur wo ich mit der Geschichte hin will, sondern ich weiß das auch bei jedem Kapitel, sogar jeder Szene. So bleibt die Kreativität beim Schrieben dafür da die Szenen so gut wie möglich zu gestallten und nicht neben bei den Plot zu entwickeln.

Zu der Satzlänge wo es am Anfang dieses Themas ja hieß 13 Wörter, ich mache die Sätze so lang wie es mir als Autor Passt. Wenn da mal einer über eine  Seite geht werde ich mir da schon was bei gedacht haben.
Allerdings achte ich auf die Stimmung die ich mit der Szene vermitteln will. Kampf Szenen schreibe ich in kurzen Sätzen.  Möglichst ohne Füllwörter. Schlag auf Schlag. So wie ich diesen Absatz geschrieben habe.
Während ich bei un hektischen Szenen, beispielsweise Technischen Erklärungen, gerne mal, je nach Lust und Laune, verschieden stark ausgeprägt Nebensätze und natürlich Schachtelsätze, nicht zu vergessen einige Füllwörter, verwende, so wie hier grade, mit einem Satz der länger ist wie der vorherigen fünf Sätze.
« Letzte Änderung: Oktober 31, 2017, 05:06:51 Nachmittag von YKirk »

ulimann644

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« Antwort #21 am: Oktober 31, 2017, 04:54:11 Nachmittag »
Das Schöne ist ich weiß nicht nur wo ich mit der Geschichte hin will, sondern ich weiß das auch bei jedem Kapitel, sogar jeder Szene. So bleibt die Kreativität beim Schrieben dafür da die Szenen so gut wie möglich zu gestallten und nicht neben bei den Plot zu entwickeln.

DAS ist der wesentliche Punkt, beim Schreiben längerer Geschichten.
Das Trennen von Plotten und Schreiben ist IMO einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg, die Qualität seiner Geschichten signifikant zu heben.

Schafi95

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« Antwort #22 am: November 01, 2017, 05:36:55 Nachmittag »

Na ja, im Endeffekt muss jeder selber sehen, mit welchem Maß an Planung er am besten klar kommt/ am meisten Spaß beim schreiben hat/ die besten Ergebnisse fabriziert. Ich persönlich gucke halt, dass ich halbwegs weiß, wie die Geschichte enden soll, und wie ich ganz grob da hin komme. Der Rest kommt dann schon von alleine.

Aber ich meine, dieses Thema hätten wir auch schon an anderer Stelle ausführlichst besprochen  ;)



Nerys

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« Antwort #23 am: November 25, 2017, 12:28:38 Nachmittag »
Hier gibt's ein kurzes Interview mit der Autorin Tess Gerritsen.
Sie erwähnt dabei, dass sie sehr intuitiv schreibt und oft nach 3/4 des ersten Entwurfs noch keine Ahnung hat, wie der Fall zu lösen sein könnte. Finde ich cool :D Die Ergebnisse sprechen jedenfalls für sich und das ist es doch, was am Ende zählt - egal ob Hobbyschreiberling oder Berufsschriftsteller.

 :edit: Hab den ersten Satz direkt zum Interview verlinkt, anstatt die ellenlange URL anzeigen zu lassen.
« Letzte Änderung: November 26, 2017, 04:44:43 Nachmittag von Emony »

ulimann644

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« Antwort #24 am: Mai 11, 2018, 01:01:29 Nachmittag »
Ich denke, hier passt das, was ich schreiben will am besten hinein (einen eigenen Thread muss ich dafür nicht eröffnen IMO).

Ist zwar weniger ein Stil. als eine Angewohnheit, die sich bei mir in den letzten Geschichten eingeschlichen hat, aber im weitesten Sinne passt es thematisch.

Während der letzten Episoden zu meinen verschiedenen Projekten habe ich festgestellt, dass ich die Spontan-Ideen (gelegentlich auch einfach Daten, auf die ich öfter beim Schreiben eines Abschnitts zugreife) unter der Geschichte aufliste. Sie zwei Zeilen unter dem Cursor zu haben hilft dabei, mal eben nachzusehen, welches Rufzeichen jemand hat (bzw. wie dieser Jemand überhaupt heißt). Dabei entferne ich abgearbeitete Punkte dieser kleinen Liste, die permanent zumeist aus etwa 5 bis 10 Punkten besteht.
Kommt mir beim Schreiben eine Idee, dann nehme ich sie zunächst dort auf, ohne Gewähr, dass sie auch den Weg in die Geschichte findet. Bei Erfüllung (oder Verwerfen) fliegt der Punkt, wie gesagt, dann wieder raus.

Für mich ist diese Marotte eine gute Unterstützung um nicht vielleicht wesentliche Punkte zu vergessen und sie in "Griffweite" zu behalten.

So, in etwa sieht das dann aus. (Ich habe nur einen Punkt der momentanen 10 Punkte sichtbar gemacht, und den Text der eigentlichen Geschichte geschwärzt, da zuviel gespoilert würde.) Die Zahlen in den Klammern geben schlicht die Nummerierung eines Rufzeichens an (in diesem Fall Sperber-1 bis Sperber-9).

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« Antwort #25 am: Mai 11, 2018, 02:15:44 Nachmittag »
Während der letzten Episoden zu meinen verschiedenen Projekten habe ich festgestellt, dass ich die Spontan-Ideen (gelegentlich auch einfach Daten, auf die ich öfter beim Schreiben eines Abschnitts zugreife) unter der Geschichte aufliste. Sie zwei Zeilen unter dem Cursor zu haben hilft dabei, mal eben nachzusehen, welches Rufzeichen jemand hat (bzw. wie dieser Jemand überhaupt heißt). Dabei entferne ich abgearbeitete Punkte dieser kleinen Liste, die permanent zumeist aus etwa 5 bis 10 Punkten besteht.
Kommt mir beim Schreiben eine Idee, dann nehme ich sie zunächst dort auf, ohne Gewähr, dass sie auch den Weg in die Geschichte findet. Bei Erfüllung (oder Verwerfen) fliegt der Punkt, wie gesagt, dann wieder raus.

So mache ich das auch immer.  :) Bei manchen Projekten habe ich auf diese Weise zwischenzeitlich so an die 6 oder 7 Seiten Ideen "mitgeschleppt". Ist dann immer interessant, wie diese Seiten dann zusammenschmelzen, je näher man dem Ende der Geschichte kommt.

Aber das mache ich wirklich nur mit spontanen Ideen so. Die Timeline oder grundsätzliche Infos lagere ich dann doch ganz gerne in andere Dateien aus, ich nutze dafür auch gerne Excel-Tabellen.

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« Antwort #26 am: Mai 12, 2018, 12:28:06 Nachmittag »
So mache ich das auch immer.  :) Bei manchen Projekten habe ich auf diese Weise zwischenzeitlich so an die 6 oder 7 Seiten Ideen "mitgeschleppt". Ist dann immer interessant, wie diese Seiten dann zusammenschmelzen, je näher man dem Ende der Geschichte kommt.

Könnte sein, dass der Gesamtumfang bei mir ähnlich gewichtet ist - ich halte die Liste nur permanent kürzer, denke ich.
Komplizierte Ideen mit größerem Umfang halte ich woanders fest, weil ich mir selbst dazu gerne Fragen stelle.

Aber das mache ich wirklich nur mit spontanen Ideen so. Die Timeline oder grundsätzliche Infos lagere ich dann doch ganz gerne in andere Dateien aus, ich nutze dafür auch gerne Excel-Tabellen.

Da bin ich fürchterlich analog und notiere handschriftlich.
Aber nur weil es irgendwie bequemer ist, sich dabei mit Block und Stift auf der Couch zu lümmeln. Oder im Grünen.

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« Antwort #27 am: Mai 13, 2018, 12:07:09 Nachmittag »
Bis auf winzige Details (Schiffe + ihre Captains und so ein Schmuh) hab ich wirklich alles im Kopf. :( Das ist aber auch bei meinen akademischen Texten so. Vermutlich bin ich nur faul. Ich bewundere euch da.

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« Antwort #28 am: Mai 13, 2018, 12:36:52 Nachmittag »
Bis auf winzige Details (Schiffe + ihre Captains und so ein Schmuh) hab ich wirklich alles im Kopf. :( Das ist aber auch bei meinen akademischen Texten so. Vermutlich bin ich nur faul. Ich bewundere euch da.

Ich muss dazu sagen, dass ich das so nur bei langen Geschichten mache. Bis etwa 25.000 Wörter handhabe ich das i.d.R. nicht so. DEAN CORVIN 2 wird so etwas um 120.000 Wörter haben, da fallen mehr Daten an, besonders da es eine Original-Fiction ist. Bei FF muss ich mir auffällig weniger notieren, da vieles von Technik, Wissenschaft, Charakteren usw. einfach schon im Gedächtnis verankert ist.

Wenn ich Captain Dheran auf DS9 herumlaufen lassen, dann weiß ich, wie die Station aussieht, kenne die dort agierenden Hauptcharaktere und deren Marotten, die verwendete Technik usw.
Wenn ich eine Gruppe von 9 neuen Charakteren für eine Original-Fiction entwerfe, dann habe ich (außer einigen Anhaltspunkten aus meiner zunächst vagen Vorstellung) rein gar nichts. Dasselbe gilt, wenn auch vielleicht in etwas abgeschwächter Form, für FF, in denen man überwiegend OC´s nutzt.

Von daher hängt es natürlich auch etwas mit davon ab, was man schreibt, und in welcher Art und Weise.

Oriane

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« Antwort #29 am: Mai 13, 2018, 04:22:57 Nachmittag »
Mir geht es auch so, ich schleppe im Schreibprozess eine riesige todo- und Notizliste mir mir herum, allerdings nicht unter der eigentlichen Geschichten sondern eben im Notizdokument, das ich mir auf die andere Seite vom Bildschirm, oder wenn ich Zuhause bin auf den zweiten Bildschirm lege. Das klappt dann ziemlich gut mit dem schnell mal nachgucken und nicht den Faden verlieren.

Zumindest bei FFs funktioniert das so, bei OFs gibt es zur Weltenbastelei natürlich Unmengen mehr an Informationen, da muss ich dann auch mal in anderen Dokumenten wühlen. Ich vergesse nämlich gerne im Prozess was ich mir schon ausgedacht habe und was nicht.