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Thema: Lieblingsstories  (Gelesen 16863 mal)

USS-Stories

  • Yeoman
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Antw:Lieblingsstories
« Antwort #120 am: Juli 17, 2017, 05:35:53 Nachmittag »
Ich möchte euch hiermit die Fanfiktion "Die Geburt des Widerstandes" von Lady Q empfehlen. Es handelt sich um eine Voyager-Fanfiktion, die auf FF.de veröffentlicht ist. Ich weiß, dass sich dieses Fandom hier nur bedingter Beliebtheit erfreut - besonders was die Veröffentlichungen auf FF.de angeht -, aber diese Geschichte halte ich für ein Meisterwerk. Sie ist noch nicht vollständig abgeschlossen, allerdings lädt die Autorin regelmäßig hoch (etwa aller sieben Tage). "Die Geburt des Widerstandes" handelt von einem extremen physischem und psychischem Missbrauch und ist deswegen nichts für allzu schwache Nerven.
Captain Janeway wird von einer Spezies namens Kqohosch entführt und misshandelt. Sie überlebt die Folter nur knapp und steht danach vor einem Scherbenhaufen, der einmal ihr Leben war. Ähnlich geht es Chakotay. Auch er war in der Hölle der Kqohosch gefangen, welche ihm ihre Ideale aufzwingen wollen. Dabei trifft er eine folgenschwere Entscheidung, die nicht nur Kathryn, sondern auch ihn zerstören soll...
Mich beeindruckt an der Fanfiktion vor allem wie detailliert und tiefgründig sich die Autorin mit den Charakteren und ihrer Psyche auseinandersetzt. Bereits die Misshandlungen der Kqohosch nimmt der Leser zum Großteil aus der Perspektive des Opfers (Kathryn oder Chakotay) wahr. Dadurch wirkt alles sehr lebendig und authentisch. Ich würde es am ehesten mit einem verschwommenem Bild vergleichen, dass man nur durch die "benebelten" Sinne der Beiden wahrnehmen kann. Lady Q konfrontiert ihre Leser dabei direkt mit den Gedanken, Gefühlen und Schmerzen der Charaktere und lässt sie die Welt aus ihren Augen sehen, ohne dabei den Blick aufs Ganze zu verlieren.
Doch der wohl bemerkenswerteste Teil dieser Fanfiktion beginnt erst auf der Voyager selbst, nachdem Kathryn und Chakotay zurückkehren konnten. Sie beide stehen vor einem Scherbenhaufen, der einmal ihr Leben war und müssen nun lernen, weiterzumachen...oder auch nicht.
Ich weiß nicht, ob die Beiden es letztendlich schaffen werden und verliere während des Lesens immer wieder die Hoffnung, trotzdem finde ich es bewundernswert wie intensiv sich Lady Q mit der Bewältigung dieser Folter auseinandersetzt. Es gibt nicht allzu viele Geschichten im Star Trek-Universum, die sich überhaupt an dieses Thema heranwagen - besonders nicht bei Voyager, da die meisten Autoren den Fokus hier auf Romantik in Verbindung mit „leicht verdaubarer“ Dramatik setzen - und wenn doch, lässt die Umsetzung oft zu wünschen übrig: Entführung, Misshandlung, Verzweiflung auf der Voyager, spektakuläre Rettungsaktion, zarter Kuss zwischen unserem Kommandoduo + Liebeserklärung auf der Krankenstation und (wenn der Autor sich in Bestform befindet) am nächsten Tag die pompöse Spontan-Hochzeit - Ende gut, alles gut und das völlig ohne auch nur ansatzweise über das Erlebte hinwegkommen zu müssen!!!   :bday2: :party3: :konfetti:

Hier ist das anders: Opfer werden zu Tätern und Täter zu Opern, Urteile werden gefällt und Schuldige gesucht. Was bleibt ist der Schmerz...

Link: www.fanfiktion.de/s/590e4ff100077dd6222d25d5/1/Die-Geburt-des-Widerstandes

Gabi

Antw:Lieblingsstories
« Antwort #121 am: Juli 17, 2017, 05:45:48 Nachmittag »
Ich habe die von USS-Stories empfohlene Geschichte bislang bis zur Rückkehr auf die Voyager gelesen (dann kamen mir Beta-Projekte dazwischen, weswegen ich noch nicht weiter bin), und ich kann zustimmen: Die Folterszenen sind hammerhart! Da ich absolut kein Janeway-Fan bin, leide ich nicht ganz so gravierend mit, wie es sicherlich jemand tun wird, dem dieser Charakter sympathisch ist.
Ich war auch ziemlich fasziniert davon, wie hart und doch nicht geschmacklos die Autorin dieses Thema angeht.

Gabi

Antw:Lieblingsstories
« Antwort #122 am: August 01, 2017, 12:40:53 Nachmittag »
285 Gründe, dich zu hassen von EchoTracer

Auf meiner immer noch andauernden Quest, alle FFs im TrekNation Archiv zu lesen, die unter der Serienrubrik „DS9“ abgelegt sind, bin ich über dieses Kleinod gestolpert. Wobei in Anbetracht der Wortzahl von 100 k das Ganze wohl eher als „Großod“ bezeichnet werden müsste. Ich bin einige Zeit lang drum herumgeschlichen, einmal wegen der Länge der FF und vor allem aufgrund des Umstands, dass als EC-Charaktere lediglich Brunt und Quark angegeben waren, und ich mir wirklich nicht sicher war, ob ich einen ganzen  Roman mit Ferengi in der Hauptrolle durchhalten würde.

Nun, ich wurde eines Besseren belehrt und einmal mehr in meiner Vorgehensweise bestätigt, keine Geschichte aufgrund der Charaktere oder des Genres links liegen zu lassen.

Schon die Kapitelübersicht gefällt mir: Jedes Kapitel ist nach einer anderen Erwerbsregel bezeichnet. Das macht bereits beim Durchsehen der Liste Laune.

Brunt ist auf der Flucht vor orionischen Kopfgeldjägern, weil er es sich mit dem Orion-Syndikat verscherzt hat. Auf DS9 muss er erst einmal das Gezanke mit Quark über sich ergehen lassen, trifft dann jedoch auf eine Bande von Piraten, die im Dienst der Breen stehen und auf der Suche nach einem Ferengi sind, der Schätze aus einer Kriegsbeute verhökern kann, die man legal nicht so wirklich unter die Leute bringen kann.
Mit der Zeit wird klar, dass es um mehr geht, als nur um einen Trip wegen Hehlerei. Das Schicksal von ganz Ferenginar liegt plötzlich in den Händen jener nausikaanischen Piraten und die Breen, die im Hintergrund ganz harmlos wirkend die Strippen ziehen, bereiten sich tatsächlich auf den kommenden Krieg vor.

Es ist ein rundum gelungener, interessanter Roman, der sich ganz prima canonisch in den Serienverlauf einfügt, und eine Seite betrachtet, die man sonst nicht häufig in FFs zu lesen bekommt (für mich war es das erste Mal, dass ich so eine ausführliche Erzählung zu Ferengi oder gar Nausikaanern in den Händen hielt). Der Stil ist (von kleinen grammatikalischen Eigenheiten abgesehen) angenehm flüssig zu lesen und besonders durch die POVs der Ferengis streckenweise wunderbar sarkastisch gehalten.
Besonders das Einflechten in das (Vor-)Kriegsgeschehen und die Andeutung der Breen'schen Mentalität (die jedoch nichts von der Mystik nimmt), empfinde ich als sehr gelungen.

Ob man Ferengis mag oder (wie ich) die entsprechenden Folgen eher im Vorlauf gesehen hat - man muss sie einfach gern haben nach der Lektüre dieses Romans. Die unterschiedliche Weltansicht, die so hart auf die Moralvorstellung der Föderation klatscht, ist aus der POV-Perspektive gänzlich verständlich und nachvollziehbar herübergebracht.

Action, das Spinnen politischer Fäden und sogar eine Ferengi-Liebesgeschichte - das alles ist dieser wunderbare Roman, den ich nur wärmstens empfehlen kann.

Hier ein kurzer Auszug, der sehr schön den Geist des Romans widerspiegelt (Brunts Gedanken in Kapitel 56)

Zitat
„Vielleicht lag die Föderation auch mit dem Rest richtig; vielleicht paßten die Ferengi wirklich nicht zu ihnen; vielleicht waren die Wertvorstellungen, Prioritäten und Vorgehensweisen zu verschieden und beide Seiten waren ohne einander besser dran. Aus den Ohren, aus dem Sinn; kein Vergleichen und Abwägen, wer im Recht war, kein Kräftemessen, um der anderen Seite seine Überlegenheit zu beweisen, - einfach aneinander vorbei existieren, ohne den abschätzenden Blick auf den Rivalen. Leichter gedacht, als getan, ging ihm dann auf. Zwei so aufdringliche Kulturen konnten einander nicht ohne weiteres aus dem Weg gehen. Die Föderation zog durch den Quadranten und versuchte, jeder halbwegs intelligenten Lebensform ihre Moralvorstellungen aufzuzwängen und die Ferengi versuchten ihrerseits, jeder halbwegs - und vorzugsweise nicht ganz so intelligenten - Lebensform Handelsbeziehungen aufzuschwatzen. Und so wie es für die Ferengi absurd war, eine Welt ohne einen unterzeichneten Vertrag zu belassen, so wenig konnte die Föderation damit leben, wenn direkt vor ihrer Nase jemand eigene Werte den ihren vorzog. Gut möglich, dass beide aus purem Instinkt handelten und deswegen nie wirklich voneinander ablassen konnten. Für die Föderation war es schlicht unerträglich, eine Welt wie Ferenginar auch ohne ihr Zutun funktionieren zu sehen; für die Ferengi war es ebenso unerträglich, all die verschwendeten Handelsgüter und Finanzmittel der Föderationswelten unangetastet zu lassen. Und so kollidierten die beiden Großmächte in einem ewigen Kreislauf, archaischen Trieben folgend, mit einer unbewußten Gewißheit, dass letztlich keine Seite triumphieren und das Spiel nur von vorn beginnen würde.“

Amber

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Antw:Lieblingsstories
« Antwort #123 am: August 27, 2017, 10:15:41 Vormittag »
"Was bleibt ist Sehnsucht" von Gabi

Ein ganz wunderbares DS9/ENT Crossover. G e n a u so hätte eine perfekte DS9 bzw ENT Episode sein müssen (abgesehen von Leetas Auftritt  :P ).

Gabi vermag es wie kaum eine andere DS9-Autorin, die Stimmung und Charaktere originalgetreu wiederzugeben. Bereits nach den ersten Sätzen fühlt man sich zuhause. :)

Die Geschichte ist in gleichen Teilen fesselnd und überaus humorvoll, ich hab mich mehr als nur gut unterhalten gefühlt.

Wer also Zeitreisen, Humor, Spannung, Action und DS9/ENT mag, loslesen!

Gabi

Antw:Lieblingsstories
« Antwort #124 am: August 29, 2017, 05:43:30 Nachmittag »
Ganz lieben Dank für diese Empfehlung, Amber!
Ich freu mich total, dass Dich meine Story so gut unterhalten hat  :hug:

Amber

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Antw:Lieblingsstories
« Antwort #125 am: September 23, 2017, 12:54:05 Nachmittag »
Die Geschichte ist aus der Gruselchallenge 2016 und mir hatte die damals schon gut gefallen. Und gestern hab ich sie wieder mal als kleine nächtliche Ablenkung gelesen.

"Weyouns Horror" von Racussa

Akte X meets Star Trek meets Racussas Kopf! Man muss ihre vorherigen Werke nicht unbedingt kennen, obwohl einen eine Charaktervielfalt mit unglaublich vielen Eigenarten unterkommt. Sich einfach darauf einlassen ist wohl das beste und man kann ein mysteriöses Gruselabenteuer mit Racussas herrlich wirrem Humor erleben. :)

Gabi

Antw:Lieblingsstories
« Antwort #126 am: März 28, 2018, 02:04:29 Nachmittag »
Ich möchte euch hiermit die Fanfiktion "Die Geburt des Widerstandes" von Lady Q empfehlen. ...
Link: www.fanfiktion.de/s/590e4ff100077dd6222d25d5/1/Die-Geburt-des-Widerstandes

Ich möchte hier noch einmal auf die Empfehlung von USS-Stories eingehen, denn ich bin jetzt mit dem Mammutwerk (160 k Wörter) durch. Der Inhalt wurde im obigen post schon beschrieben. Ich kann das alles nur unterstreichen und möchte noch hinzufügen, dass die letzten beiden Kapitel (vor dem Epilog) für mich zum Perfektesten gehören, was ich jemals im FF-Bereich habe lesen dürfen. Da sitzt alles. Ich meine ... Ich habe geweint ... geweint, ich! a) ich mag Voyager nicht, b) zwei der drei Hauptprotagonisten (Janeway, Chakotay und Paris) gehören zu meinen unbeliebtesten ST Charakteren und c) ich bin selten von FFs zu bewegen. Aber ich habe immer noch einen Schleier vor Augen.

NIcht, weil die Geschichte so schön war, denn "schön" ist sie unter Garantie nicht! Sie ist kompromisslos, authentisch und in ihrer unausweichlichen Art perfekt. Der Stil ist absolut passend und hat mich von Zeit zu Zeit zwischen aufjapsen und Gänsehaut schwanken lassen.

Ich schließe mich USS-Stories an: Das ist ein Meisterwerk!

Mylady Q, ich verbeuge mich - neidlos!  :beifall:

USS-Stories

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Antw:Lieblingsstories
« Antwort #127 am: März 28, 2018, 05:08:02 Nachmittag »
Ich schließe mich USS-Stories an: Das ist ein Meisterwerk!

Mylady Q, ich verbeuge mich - neidlos!  :beifall:

Bedingungslos!
Und ich finde, dass kann man unserer lieben LadyQ gar nicht oft genug sagen.
LadyQ, du hast das großartig gemacht und verdienst all meinen Respekt!  :love:

Lady Q

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Antw:Lieblingsstories
« Antwort #128 am: März 28, 2018, 05:14:54 Nachmittag »
Was macht ihr mit mir?

Ich bin... grade ehrlich zu Tränen gerührt. Und überlege, ob ich mir das ausdrucke und aufhänge.

Es bedeutet mir unendlich viel. Vielen, vielen Dank.

Oriane

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Antw:Lieblingsstories
« Antwort #129 am: März 28, 2018, 05:22:47 Nachmittag »
Ich schließe mich USS-Stories an: Das ist ein Meisterwerk!

Mylady Q, ich verbeuge mich - neidlos!  :beifall:

Ich mich auch! Gabi und USS-Stories haben eigentlich alles wichtige gesagt.
Aber von mir auch eine bedingungslose Empfehlung für dieses fantastische Werk!  :love:

CAMIR

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« Antwort #130 am: März 28, 2018, 05:54:09 Nachmittag »
Mensch, da muss ich es direkt auch mal lesen. Laut Inhaltsangabe ist es right up my alley. Ich weiß zwar nicht, was das über mich aussagt, aber... *Leseliste*

Gabi

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« Antwort #131 am: März 28, 2018, 06:03:21 Nachmittag »
@Camir
Mensch, da muss ich es direkt auch mal lesen. Laut Inhaltsangabe ist es right up my alley. Ich weiß zwar nicht, was das über mich aussagt, aber... *Leseliste*

Definitiv! Ich würde sogar sagen, dass das absolut und überhaupt auf Deiner Wellenlänge liegt. Und dazu kommt noch, dass Du ein J/C-Fan bist und Janeway magst. Da dürfte das Ganze noch viel mehr wirken. Mir gehen ja die beiden völlig am Allerwertesten vorbei, so dass ich "nur" über den Stil und den Inhalt der Geschichte begeistert war und die Charaktere recht neutral betrachten konnte. Ich möchte gar nicht wissen, wie ich gefühlt hätte, wäre ich noch ein Fan von beiden. (wahrscheinlich hätte ich dann gar nicht mehr tippen können ...)

CAMIR

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Antw:Lieblingsstories
« Antwort #132 am: März 28, 2018, 06:24:33 Nachmittag »
Das hab ich mir auch gedacht. Hab es mir als PDF zusammengepfriemelt, dann kann ich es gut nebenher lesen. :)

Cola

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Antw:Lieblingsstories
« Antwort #133 am: April 06, 2018, 01:47:21 Nachmittag »
Meine momentan allerliebste Geschichte zu TOS:

»Chaos gegen Sternenmut« (erster Teil der Serie »Alter Normen Schuldigkeit«) von BlueScullyZ. Die Geschichte gibt es sowohl hier im Archiv als auch auf FanFiktion.de und Wattpad zu lesen - ich hab mir dreist die FF.de-Version auf meinen Reader gezogen, weil ein EPUB einfach augenfreundlicher ist als eine PDF, dann aber hier reviewt. :D

Einen eigenen Thread hat die Serie hier ebenfalls, aus dem ich mir einfach mal die erweiterte Kurzbeschreibung klaue:


Die Enterprise bekommt den Auftrag, Caden Masron zu der Sternenbasis 482 zu bringen, wo er die Ausbildung als Mechaniker beginnen soll. Aufgrund seiner Beeinträchtigung stehen Zweifel im Raum, was seine Eignung betrifft und auf der Reise soll sich zeigen, wie dahingehend mit ihm verfahren werden soll.
Caden selbst ist hin und hergerissen, wie er das bevorstehende Abenteuer angehen soll. Einerseits freut er sich, seine Berufung gefunden zu haben und womöglich bald auch beruflich auf eigenen Beinen zu stehen, andererseits betrachtet er mit Skepsis die Möglichkeit, dass das Vorhaben scheitert und fragt sich, ob er dem wirklich gewachsen ist.
Er ist froh, als er einen Mentor als Ansprechpartner bekommt. Commander Spock. Für die berufliche Beurteilung wird Scotty eingespannt, dessen Vorgehensweise schon im Vorhinein den ein oder anderen kritischen Kommentar wert ist, wenngleich es andersrum nicht anders ist.

Die Geschichte dreht sich um die Reise der Enterprisevon Cadens Heimatplaneten zur Sternenbasis 482 und Cadens Erlebnisse an Bord, was sich nicht nur auf Schwierigkeiten beschränkt sondern durchaus auch auf schöne Erlebnisse ausweitet.
Und natürlich geht es um die Entscheidung, ob Caden zur Ausbildung zugelassen wird oder nicht und welche Zweifel die Crew hegt, welche sich bestätigen, welche neuen Probleme auftreten und ob und wie sie sie bewältigen können. Grob gesagt muss sich das Team der Enterprise um einen großen Gedanken einen Kopf machen: Inklusion und wo endet sie womöglich auch noch im 22. Jahrhundert. Leider gibt es immer Leute, die mehr Probleme sehen als Lösungswege zu suchen, so dass das ganze Unternehmen nicht so einfach ist, wie es mal gedacht war.



Diese Geschichte hat mich unglaublich begeistert. Sie ist auf allen Handlungsebenen sehr gründlich recherchiert und ausgearbeitet, besitzt glaubwürdige OCs und trifft bei den ECs den richtigen Ton. Caden Masron ist ein Protagonist, den ich letzten Endes genauso lieb hatte wie die ECs - DAS ist eine Leistung, die mit mir als Leserin schwer zu erreichen ist. Ein OC muss wirklich, wirklich gut vorgestellt und eingearbeitet werden, damit er es bei mir in diese Sphären schafft - Caden und Scully haben es geschafft.

Ein ganz großes Plus ist außerdem: Christine Chapel bekommt relativ viele Auftritte, und ihr wird dabei jemand zur Seite gestellt, mit dem sie schnell eine Art Hassliebe verbindet, die oft zum Brüllen komisch ist und Bones und Spock ernsthaft Konkurrenz macht. :D

Also - eine riesengroße Empfehlung von mir, wenn man TOS mag und offen für gut ausgearbeitete OCs und tiefgründige Themen ist. <3