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Thema: Starfleet Academy  (Gelesen 1638 mal)

Emony

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Starfleet Academy
« am: April 16, 2013, 04:11:06 Nachmittag »
So, nachdem ich mir die ersten beiden Starfleet Academy Romane in eBook Form gekauft habe, hier mal meine Rezension zum ersten 'Roman'. 'Roman' in Anführungszeichen, weil das Buch locker an einem Tag gelesen werden kann, so kurz ist es. *seufz*




Grundsätzlich ein gutes Buch. Wäre da nicht a) mal wieder das scheinbar einzige Thema, das neuerdings die Grundlage für JEDES verdammte Star Trek Buch zu sein scheint, nämlich die Borg! (ich kann sie langsam nicht mehr sehen) und b) die Kürze des Romans an sich! Es gibt Fanfictions, die sind drölf mal so lang. Ich war etwas enttäuscht, dass ich das Buch an einem Tag durch hatte. Zum Glück kosten eBooks nicht so viel wie die Printausgaben! Sonst wäre ich echt sauer.
Die Charaktere kommen grundsätzlich gut rüber. Besonders Pille hat mir sehr gut gefallen. Die zarte Bande, die sich zwischen Uhura und Spock entwickelt und Kirk, der  mit Hannah einen wirklich guten Fang gemacht hat. Ein OC der mir wirklich mal gefällt und ich würde mich freuen, sie im nächsten Roman wieder zu 'sehen'.

An sich war ich aber doch enttäuscht, dass Gaila irgendwann in Vergessenheit geriet. Dass 'Der Doktor', der mysteriöse Serienkiller am Ende nur ein Borg-Naniten-Schwarm war? WTF? Ein richtiger Serienkiller, vielleicht mit einer ausgeprägten Xenophobie hätte mir da besser gefallen und wäre letztlich vielleicht gruseliger gewesen. Schade, dass mal wieder auf die Borg zurückgegriffen wurde.

Außerdem sollte sich der Lektor entweder mehr Zeit nehmen und dadurch gründlicher arbeiten, oder schlichtweg besser bezahlt werden. Manche Tippfehler müssen echt NICHT sein. *kopfschüttel*

Emony

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Re: Starfleet Academy
« Antwort #1 am: April 16, 2013, 04:23:59 Nachmittag »



Nicht direkt besser als Band 1, aber auch nicht schlechter. Zum Glück aber keine Borg. Dafür der imense Druck der Starfleet Academy, dem nicht jeder Kadett standhält, ein neues Babe für Kirk (wie könnte es auch anders sein?) und McCoy, der einen unglaublichen Fund macht. Genmanipulation an Kadetten, damit sie den hohen – wie Kirk meint zu hohen – Ansprüchen der Academy standhalten können.
Es kommt zu einem ersten Toten und einem weiteren schweren medizinischen Notfall und eine halbwegs spannende Ermittlung beginnt, zu welcher Spock natürlich auch Uhura hinzuzieht.^^
Der Roman (kaum länger als der erste) ist nette Unterhaltung für zwischendurch. Richtige Spannung kommt jedoch nur an wenigen Stellen und auch nur ganz kurz auf. Die Charaktere entwickeln sich nicht signifikant weiter. Uhura stellt ihre Zuneigung zu Spock fest, dieser ist weiterhin zurückhaltend (alles andere wäre auch unglaubwürdig), Kirk hat eine neue Liebelei (Hannah aus dem ersten Band schon vergessen?!?) und McCoy darf den nur allzu oft vergessenen Freund des ‚Helden’ darstellen.
In diesem Roman wird mehrfach die Freundschaft zwischen Kirk und McCoy erwähnt, ihre gemeinsamen Szenen/Unternehmungen sind jedoch kaum der Rede wert.
Der Zeitraum ist noch ziemlich am Anfang der Academy-Zeit. Müsste sich ihre Freundschaft nicht noch entwickeln? Sie kommen aber so vertraut herüber, als würden sie sich schon ewig kennen. Kein Unterschied zu TOS zu erkennen an dieser Stelle, was ich schade finde, da ich mir gewünscht hätte die Entwicklung ihrer Beziehung erleben zu dürfen. Ebenso wie jene zwischen Spock und Uhura.
Es scheint beinahe so, dass die Autoren sich untereinander nicht absprechen, was eine fortlaufende Charakterentwicklung und Kontinuität der Zeitlinie im Allgemeinen anbelangt. Echt ein Jammer. :(
Auch war ich enttäuscht nichts von der Freundschaft zwischen Gaila und Uhura zu sehen. Die ominöse Zimmergenossin war nie da, wenn Uhura in ihr gemeinsames Quartier kam. *seufz*
Und wo zur Hölle ist eigentlich Pike? Wieso taucht der in den Romanen überhaupt nicht auf?

Immerhin gab es diesmal keine gravierenden Rechtschreibfehler zu finden, wie im ersten Band. Das ist ja schon mal was.

May20

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Re: Starfleet Academy
« Antwort #2 am: Mai 15, 2013, 10:17:05 Nachmittag »
Emony, deine Beschreibung erinnert mich stark an die TNG Academy Romane.
Kurz, oberflächlich, einfallslos.
Vielleicht kaufe ich mir noch einen Roman, der Vollständigkeit halber. Aber eigentlich geb ich das Geld derzeit lieber für Kinokarten aus.
Gibt es heutzutage denn keinen Markt mehr für richtige Star Trek Romane? Meine Güte, das verkommt ja alles zu Kinderbüchern.

Aurora

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RE: Starfleet Academy
« Antwort #3 am: September 05, 2013, 07:30:16 Nachmittag »
Meine Meinung zu den Büchern ist folgende:
Ich hätte mehr erwartet und war ein bisschen enttäuscht.
Der Büchrückentext hört sich eher nach einer (schlechten) Fanfiktion an und dei der Geschichte selber hätte sich der Autor mehr Mühe gegen können. Der Borg hat mich persönlich total enttäuscht. Ich habe mir eher einen verrückten Wissenschaftler oder so was erhofft, aber nicht so was.
Im zweiten Teil hätte ich etwas mehr Aktion erhofft. Ich meine, hallo ein Kadett ist gestorben und die Sternenflotte gibt einem jungen Lehrer die Ermittlung?  Merkwürdig wenn ihr mich fragt.
Emony, ich stimme dir nur zu.

Gut fand ich, dass sie Pille so gut getroffen haben. Einfach spitze. Er ist wie in der Serie oder dem Film. Einfach unser Pille. Kirk fand ich auch nicht schlecht. Der Punkt, dass er in einer Beziehung so lieb sein und auch mal anders kann wie im Buch, kann ich mir ziemlich gut vorstellen. Ziemlich süß fand ich den OC Hannah. Sie wäre sicher eine tolle Freundin. Im zweiten Teil fand ich außerdem noch cool, dass man die Schulzeit gut und nachvollziehbar geschrieben hat.

Jedoch ein großer Nachteil find ich, ist das man im ersten Band ins eiskalte Wasser geworfen wird. Man fängt einfach irgendwo im Schuljahr an und ist in einer Geschichte. Wäre ja nicht so schlimm,  würde man im zweiten Band nicht Zack ganz am Anfang der Akademie stehen. Das hat mich verwirrt, da auf einmal nicht mehr Hannah da war, sondern Linn.
Das hätte man etwas überdenken und es vielleicht andersherum heraus gegeben können, sodass man nicht ganz ins Eiswasser geworfen wird. :argh:

Ich bin mal gespannt, ob sie den dritten Teil auf deutsch raus bringen nur um zu sehen, wies weiter geht.

Emony

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RE: Starfleet Academy
« Antwort #4 am: September 05, 2013, 08:12:13 Nachmittag »
Ich glaub der Crosscult Verlag lässt sich mit den Academy Büchern etwas Zeit. Die kommen nicht wirklich gut an und haben daher keine Priorität. Ich hab aber noch ein oder zwei Folgebände als eBooks - Englisch - falls du Interesse hast. ;)

Die Bücher sind ok, wenn einem die guten Fanfics ausgehen. Ansonsten sind mir die oftmals lieber. *seufz*

Aurora

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RE: Starfleet Academy
« Antwort #5 am: September 05, 2013, 08:22:05 Nachmittag »
Ja, dass kan ich echt gut verstehen wenn sie das tun, sie Bücher sind...nicht wirklich Star Trek mäßig. Wenn sie auf Android-Handys funktionieren immer gerne ;)

Ja, so mache Fanfiktion ist wirklich besser, da gibt es mehr Aktion.

Arielen

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RE: Starfleet Academy
« Antwort #6 am: Oktober 17, 2013, 08:25:40 Nachmittag »
Man merkte den Romanen deutlich an, dass sie als Jugendbücher konzipiert waren - schlichte, geradlinige Handlung mit viel Action, aber ansonsten nur heiße Luft dahinter - und die Figuren waren entsetzlich platt.

Ein paar der Andeutungen waren ganz nett, aber das hat nicht ausgereicht.

Mich wundert daher nicht, dass Cross Cult die Serie eingestellt hat, ich denke nicht, dass sich Band 2 noch gut verkauft hat.

ulimann644

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RE: Starfleet Academy
« Antwort #7 am: Oktober 18, 2013, 12:34:18 Vormittag »
Fast wäre ich versucht gewesen zu sagen, dass man aus einer schlechten Vorlage keine guten Bücher machen kann.
Stimmt aber nicht - denn gerade bei Buchreihen kann man eine Menge gutmachen IMO.

Das Thema Borg wird IMO weniger überstrapaziert, als viel mehr immer nur von einer Seite aufgegriffen.
Ich selbst habe in ICICLE-1 auch das Thema Borg aufgegriffen, aber nicht in Form der elfundneunzigsten Bedrohung, sondern mal den Beginn erzählt - Wer war Spezies-1 und wie konnte es dazu kommen...?? So etwas würde ich sehr gerne kommerziell mal als langen Roman erleben, aber das kommt einfach nicht.

BTW:
Mir waren die Borg zehnmal unheimlicher (und lieber) als man noch nicht auf den Trichter mit der Königin gekommen war, weil man dem bösen Feind ja unbedingt ein Gesicht geben muss - denn bis dahin waren die ein wirklich unheimlicher, weil unfassbarer, Gegner. Eine Macht, die sich nicht so schnell packen lässt, weil es keinen wirklichen Ansatzpunkt gibt. Aber nööö... Nach TNG musste ja unbedingt der "Endgegner" her. :argh:
Auch wenn TNG bei mir hinten dran ist - DAS mit den Borg haben sie in TNG richtig gemacht (und später versaut).

Arielen

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RE: Starfleet Academy
« Antwort #8 am: Oktober 18, 2013, 08:38:40 Vormittag »
Der Ursprung der Borg wurde von Riker und Co. in irgendwelchen der "Titan"-Romane entdeckt und dieses Wissen später in der "Destiny"-Trilogie genutzt, um ihnen endlich den Garaus zu machen.

Aber das gehört nicht hierher. Tatsache ist, das die Andeutungen hier in den "Academy"-Romanen noch das Witzigste waren, aber ansonsten alles irgendwie auf Highschool-Niveau heruntergeschraubt war, vor allem das Verhalten der Starfleet-Kadetten zueinander.

Emony

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RE: Starfleet Academy
« Antwort #9 am: Oktober 19, 2013, 10:38:15 Vormittag »
Dass die Kadetten sich wie College-Studenten aufführen fand ich gar nicht mal so schlimm. Sie sollen ja durch die Ausbildung erwachsen werden - im Lauf der Zeit. Aber sie waren einfach flach.

Dass man die Freundschaft zwischen Kirk und McCoy sofort als gegeben genommen hat, anstatt sie zu entwickeln, fand ich schon mal ätzend ohne Ende. Die kennen sich praktisch noch gar nicht, stehen aber sofort für den anderen ein. Find ich bescheuert. Da hätte ich mir ein besonderes Ereignis gewünscht, irgendwas, dass das Band zwischen ihnen so massiv stärkt, dass sie dadurch eben wirkliche Freunde wurden, die zusammen durch Dick und Dünn gehen.

Da mir besagte Romane gar nicht zusagen, hab ich ja auch beschlossen meine eigene Academy Serie zu schreiben. In der dann eben auch Chapel und Carol Marcus (dank dir Arielen!) und Gary Mitchell, Finnegan, Ben Finney, Gaila etc. vorkommen. Da ist so viel Potential drin, so viele Charaktere, die man einbringen kann.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass Ranya und ich bessere Romane schreiben, aber ich hoffe es doch sehr.^^ Momentan mangelt es uns leider an Zeit. :(

Jungendromane müssen nicht grundsätzlich schlecht sein. Ich mochte die Padawan Romane, die Obi-Wans Werdegang schilderten z.B. auch recht gerne. War einfache Lektüre, aber durchaus unterhaltsam.
Sowas hätte ich mir eben auch für die Starfleet Academy Bücher gewünscht.