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Thema: Interspezies-Beziehungen  (Gelesen 2182 mal)

Gabi

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Antw:Interspezies-Beziehungen
« Antwort #15 am: März 29, 2015, 01:24:36 Nachmittag »
Hi visitor, herzlich Willkommen hier!

Und ja, ich halte auch das Züchten einer Überspezies für möglich: Die Robustheit eines Klingonen gepaart mit dem Gehörsinn eines Vulkaniers, den telepathischen Fähigkeiten eines Betazoiden, der einen Symbionten in sich trägt und mit andorianischen Antennen gesegnet ist – schließlich befinden wir uns „in einer fernen Zukunft“ – ob es für die Fans lesenswert ist, diesen unschlagbaren Helden im „Streichelzoo des Universums“ zu begleiten, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Wenn man allerdings eine „genetisch zusammengebaute Heldengruppe“ aufziehen würde und sie Agenten gleich auf Superschurken ansetzen würde (vgl. „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“), dann wäre auch dieser Ansatz etwas, das durchaus lesenswert wäre.

Muss aber extrem gut hergeführt sein. Bei so einem Ansatz würde bei mir beim Lesen wahrscheinlich als erstes eine Gary Stu Alarmglocke schellen  ;D .
"Helden" genauso wie "Superschurken" empfinde ich persönlich im ST-Universum für eher unpassend.

Zitat
Skeptisch bin ich bei einem Wechselbalg – Solid-Nachwuchs.
Wir wissen: Wenn ein Wechselbalg Flüssigkeit von sich abtrennt, kann er deren Form nicht kontrollieren. Wie sollte er also seine Zellstruktur bewahren, um mit einer anderen Zelle verschmelzen zu können? Noch schlimmer: Was ist, wenn er in seinen Ruhezustand zurückfällt?

Halte ich für komplett unmöglich (außer jetzt meinetwegen gentechnisch im Reagenzglas). Warum sollten die Zellen eines Formwandlers eine Meiose durchführen, wenn die Spezies diese Art der genetischen Rekombination offensichtlich gar nicht benötigt?

Zitat
Zusätzlich gibt es auch andere Canon-Fakten, die mich nachdenklich stimmen:
Aus Odo wurde ein „Solid“ gemacht und man nahm ihm die Gabe zum Formwandeln. Bashir bezeichnete Odos Zustand als „menschlich“ (laut Memory Alpha). Nun ist die Frage: Ist Odo wirklich „menschlich“ oder nur „menschenähnlich“, sprich: humanoid?
Es ist höchst unwahrscheinlich, dass die Wechselbälger früher wirklich Menschen/ Terraner waren. Wenn Odo wirklich „zum Menschen gemacht wurde“, so deutet das in meinen Augen darauf hin, dass man ihn in dieser einen Form eingesperrt hatte. Dies klingt plausibel, denn schließlich wollte man ihn ja bestrafen. Das bedeutet aber auch, dass er dennoch – rein genetisch – ein Wechselbalg geblieben sein muss.

Auf jeden Fall! Er hat lediglich seine Fähigkeit verloren formzuwandeln. Bei aller Göttlichkeit, welche die Vorta ihnen andichten  ;) , sind die Formwandler sicherlich nicht in der Lage eine Spezies in eine andere zu verwandeln.

Zitat
Ich habe mir die Fortpflanzung der Wechselbälger so erklärt, dass sie sich durch das Abtrennen von Körperflüssigkeit vermehren. Wenn diese Flüssigkeit dann ein eigenes Bewusstsein aufbauen kann, wird daraus ein Wechselbalg werden. So handhabe ich das in meinem Canon.

Ja, da klingt sehr plausibel.

Zitat
Ich denke, dass quasi alles möglich sein kann, wenn die äußeren Bedingungen stimmen. Die Frage ist also nicht, ob es möglich ist, sondern ob es so erläutert wurde, dass es plausibel klingt und ob man sich als Leser darauf einlassen möchte. Dies sind die elementaren zwei Punkte, wie ich finde.

Das ist auf jeden Fall (für jeden Ansatz) das Wichtigste. Als Leser möchte ich ein "Warum?" aus den Charakteren heraus verstehen. Ein "Das ist halt so" wäre für mich dann eher ein Fall, die FF beiseite zu legen.

Zitat
Sind nicht Konflikte dieser Art genau der Stoff, der die Geschichte lesenswert macht? Sind es nicht die Gedanken und Empfindungen und die daraus resultierenden Gemüter, die sich von der grauen Masse abheben?

Da gebe ich Dir vollkommen recht. Gut gemachte sogenannte "Character studies" finde ich persönlich meist am lesenswertesten.

Zitat
Ob diese Charaktere scheitern oder nicht entscheidet nicht darüber, ob die Geschichte gut oder schlecht ist. Es liegt vielmehr am Autor dem Leser die Ausgangssituation zu schildern und ihn dann
auf eine Reise mitzunehmen, die diese Wesen zurückgelegt haben um ihm letztendlich zu zeigen, wo sie nun stehen. Ist diese Reise nachvollziehbar, logisch und plausibel, ist alles in Ordnung.

Ganz genau. Das ist dann wieder die Klärung nach dem "Warum".


Zitat
Aus diesem Grunde halte ich es durchaus für möglich, dass auch eine Bajoraner-Cardassianer-Beziehung funktionieren kann, sowohl als Partnerschaft, als auch auf Eltern-Kinder-Basis.

Klar kann die funktionieren, auch wenn sie den Premierminister den Posten kostet  :P (sorry, ist mein Steckenpferd in meinem persönlichen post-DS9-Kopfcanon)

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Antw:Interspezies-Beziehungen
« Antwort #16 am: März 29, 2015, 02:23:17 Nachmittag »
Hi visitor, herzlich Willkommen hier!
Danke, danke. Wie einst Spock scheine auch ich von "V'Ger" angezogen zu werden...  ;)

Zitat
Muss aber extrem gut hergeführt sein. Bei so einem Ansatz würde bei mir beim Lesen wahrscheinlich als erstes eine Gary Stu Alarmglocke schellen  ;D .
"Helden" genauso wie "Superschurken" empfinde ich persönlich im ST-Universum für eher unpassend.
Da fallen mir für das Star Trek-Universum auf Anhieb ein paar wirklich interessante Charaktere ein: Wir haben Khan, den "Superschurken", der es sogar bis ins Kino schaffte und als Beispiel für die Guten kann man Dr. Julian Bashir benennen, der Startzeitpunkt und Warpgeschwindigkeiten schneller im Kopf berechnen kann als Dax es schafft diese Daten vom Computer berechnen zu lassen...  ^^
Wir haben Menschen auf der Darwin-Station, die nach der Manipulation telepathisch und telekinetische Kräfte entwickelt haben und wir haben "Jack" (einfach nur "Jack"), der eine Art "Rundumaufwertung" spendiert bekommen hat. Damit haben wir schon "Superindividuen" geschaffen, die sogar noch zu 100% menschlich sind, aber alles Dagewesene um Längen schlagen! Gary/ Mary Sue? Hm, vielleicht, aber doch nicht so abgehoben, um sie gänzlich unsympathisch zu machen, finde ich. Und ob man sie als passend oder unpassend empfindet wie du sagst, ist damit ebenfalls noch nicht geklärt. Nichts desto trotz haben auch solche Charaktere viel Potential und selbst die abgehobensten und mächtigsten Ideen passen sich ziemlich gut ins Star Trek-Universum ein: Die Q.  ;D

Zitat
Halte ich für komplett unmöglich (außer jetzt meinetwegen gentechnisch im Reagenzglas). Warum sollten die Zellen eines Formwandlers eine Meiose durchführen, wenn die Spezies diese Art der genetischen Rekombination offensichtlich gar nicht benötigt?
Der Rekombination mit einer anderen Spezies wegen. Nur so hätte ein "Mischlingskind" die Möglichkeit von den Genen beider Eltern zu profitieren. Dies könnte durchaus ein Wunsch der Eltern sein, nicht zuletzt bei dem Versuch eine Brücke zwischen Solids und Formwandler zu schlagen, vielleicht. Aber wie du sagst: Ich denke ebenfalls, das dies ein Job für einen/ eine Reagenzglas-Künstler/in ist.  8)

Zitat
Das ist auf jeden Fall (für jeden Ansatz) das Wichtigste. Als Leser möchte ich ein "Warum?" aus den Charakteren heraus verstehen. Ein "Das ist halt so" wäre für mich dann eher ein Fall, die FF beiseite zu legen.
So geht es mir auch. Leider bedeutet das auch, dass man vieles erklären muss, auf die ein oder andere Art. Eine Ausnahme würde ich noch für "Nebencharaktere" machen, Charaktere also, die nicht "mal eben schnell" das Universum im Alleingang retten...

Zitat
Da gebe ich Dir vollkommen recht. Gut gemachte sogenannte "Character studies" finde ich persönlich meist am lesenswertesten.
Darin schmökere ich auch sehr gerne.  :-[

Zitat
Klar kann die funktionieren, auch wenn sie den Premierminister den Posten kostet  :P (sorry, ist mein Steckenpferd in meinem persönlichen post-DS9-Kopfcanon)
Es liegt auf der Hand, dass nicht jede Beziehung von der Gesellschaft akzeptiert wird.  ;)

VGer

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Antw:Interspezies-Beziehungen
« Antwort #17 am: März 29, 2015, 03:18:01 Nachmittag »
Da fallen mir für das Star Trek-Universum auf Anhieb ein paar wirklich interessante Charaktere ein (...) Damit haben wir schon "Superindividuen" geschaffen, die sogar noch zu 100% menschlich sind, aber alles Dagewesene um Längen schlagen! Gary/ Mary Sue? Hm, vielleicht, aber doch nicht so abgehoben, um sie gänzlich unsympathisch zu machen, finde ich. Und ob man sie als passend oder unpassend empfindet wie du sagst, ist damit ebenfalls noch nicht geklärt. Nichts desto trotz haben auch solche Charaktere viel Potential und selbst die abgehobensten und mächtigsten Ideen passen sich ziemlich gut ins Star Trek-Universum ein: Die Q.  ;D

Das ist ein total spannendes Thema! Ich bin grundsätzlich auch kein Fan von Superhelden und Superschurken, aber Du hast recht, die genannten Beispiele sind überzeugend. Ob sie Garys / Marys sind, das sei einmal dahingestellt (es gibt übrigens auch einen Mary Sue Thread, um hier nicht den Rahmen völlig zu sprengen ;) ), das kommt wohl auch auf die individuelle Charakterisierung an.

Allerdings stelle ich mir auch die Frage, zu welchem Zwecke man solche Figuren "braucht", bzw. warum und von wem sie überhaupt "produziert" werden. Dass es genetisch /biotechnologisch / medizinisch möglich ist, bezweifle ich nicht einmal, aber ethisch ...? Es hat irgendwie etwas frankensteinmäßig gruseliges, wenn man sich überlegt, dass so eine "Züchtung" auch völlig schiefgehen kann und dann die schlechten Eigenschaften jeder Spezies in einer Person verbunden werden ...

Auf jeden Fall! Er hat lediglich seine Fähigkeit verloren formzuwandeln. Bei aller Göttlichkeit, welche die Vorta ihnen andichten  ;) , sind die Formwandler sicherlich nicht in der Lage eine Spezies in eine andere zu verwandeln.

Das sehe ich auch so. Ich habe mich zwar noch nicht eingehend mit Formwandlern beschäftigt, und habe es auch nicht vor, aber Eure Argumente leuchten mir total ein. Irgendwann bin ich über eine Kira/solid!Odo-Babyfic gestolpert, und habe mich da schon sehr gewundert wie das funktionieren soll (abgesehen von "weil Plot" natürlich ;) )

Es liegt auf der Hand, dass nicht jede Beziehung von der Gesellschaft akzeptiert wird.  ;)

Interessant ist es, diese Beweggründe zu erfahren und zu hinterfragen ... und Konsequenzen daraus zu ziehen. Vor allem, wenn es sich um eine grundsätzlich aufgeschlossene und diverse Gesellschaft handelt, wie Roddenberrys Utopia es wohl sein soll. Für das Jetzt, das 21. Jahrhundert auf der Erde, ist Deine Aussage natürlich valide, aber ich bin mir nicht sicher ob das 1 : 1 in die Zukunft übertragen werden kann oder sollte.

Es handelt sich aber um eine menschliche Gemeinschaft. Innerhalb einer Spezies dürften die Unterschiede wohl geringer ausfallen, als zwischen verschiedenen Spezies.
Verschiedene Spezies können nämlich auch - trotz aller Ähnlichkeiten - sich grundlegend voneinander unterscheiden: Während (Feld-)Hasen Nestflüchter sind, sind Kaninchen Nesthocker. Zugegebenermaßen lässt sich dieser Umstand nicht 1:1 auf den "Familiensinn" umlegen, aber dennoch ist die Ähnlichkeit auffallend groß, um meiner Meinung nach dennoch Parallelen sehen zu können.

Um nochmal darauf zurück zu kommen ... vielleicht können ja die studierten Biologinnen hier etwas Licht ins Dunkel bringen, bevor ich dank Visi noch eine schlaflose Nacht erleiden muss ;) Die Überlegung finde ich ja grundsätzlich einleuchtend, aber das Internet ist voll von niedlichen Videos, in denen Gänseküken den Hofhund (oder Konrad Lorenz) für ihre Mama halten und ein verwaistes Ziegenbaby von einem Pferd aufgezogen wird und so ... wie funktioniert so etwas, wenn es nicht doch irgendwie die Möglichkeit gibt, den Instinkt zugunsten des Überlebens zu überwinden und sich anzupassen? Zumal wir ja nicht wissen, was in den Köpfen von Tieren genau vor sich geht, aber ich vermute mal, dass eine intelligente, sentiente, humanoide Spezies da (auch im Kindesalter) eher in der Lage ist zu rationalisieren und dementsprechend bewusst zu handeln als ein Tier. Oder denke ich da ganz falsch?

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Antw:Interspezies-Beziehungen
« Antwort #18 am: März 29, 2015, 03:23:53 Nachmittag »
Um nochmal darauf zurück zu kommen ... vielleicht können ja die studierten Biologinnen hier etwas Licht ins Dunkel bringen, bevor ich dank Visi noch eine schlaflose Nacht erleiden muss ;) Die Überlegung finde ich ja grundsätzlich einleuchtend, aber das Internet ist voll von niedlichen Videos, in denen Gänseküken den Hofhund (oder Konrad Lorenz) für ihre Mama halten und ein verwaistes Ziegenbaby von einem Pferd aufgezogen wird und so ... wie funktioniert so etwas, wenn es nicht doch irgendwie die Möglichkeit gibt, den Instinkt zugunsten des Überlebens zu überwinden und sich anzupassen? Zumal wir ja nicht wissen, was in den Köpfen von Tieren genau vor sich geht, aber ich vermute mal, dass eine intelligente, sentiente, humanoide Spezies da (auch im Kindesalter) eher in der Lage ist zu rationalisieren und dementsprechend bewusst zu handeln als ein Tier. Oder denke ich da ganz falsch?
Bei den Küken gibt es eine Prägephase. Was denen in dieser Zeit unter die Augen kommt, wird als Mama akzeptiert und so im Gedächtnis abgespeichert, fertig! Sie folgen ihr, egal ob Fußball, Hofhund... (Ja, auch mit einem Ball wurden solche Versuche schon gemacht.) Der Instinkt wird bei ihnen also nicht abgeschaltet, im Gegenteil: Die Prägephase ist teil dieses Instinktes.

JoeBestan

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Antw:Interspezies-Beziehungen
« Antwort #19 am: März 29, 2015, 04:34:42 Nachmittag »
Jaaaaa!!!
Das ist ja das beste an so einem Küken.
Und die sind Sowas von süß. :heart: :heart: :heart:

Nerys

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Antw:Interspezies-Beziehungen
« Antwort #20 am: März 29, 2015, 04:53:16 Nachmittag »
Ja, die Prägephase bei Küken von Gänse- und Entenvögeln ist instinktiv. Vielleicht kennt ja jemand de Film "Amy und die Wildgänse". Bei Stockenten kommt zudem bewusst Adoption vor d.h. wenn eine Stockentenutter richtig viele Küken hinter sich her rennen/schwimmen hat, sind meistens nicht alle ihre eigenen. Bei Vögeln, die Nesthocker sind (etwa sämtliche Singvögel) gibt es diese Prägung jedoch nicht. Die anfangs gar nicht sehr süßen Küken sperren ihre Schnäbel weit auf und warten, dass ihnen jemand etwas hinein stopft. Und dann gibts noch die richtigen Gfraster, die Kuckucke, die ihr Ei in ein fremdes Nest legen. Dieser Fremdling schlüpft als erstes und wirft erst einmal alle Eier seiner Zieheltern aus dem Nest. Die Elternvögel füttern ihn durch bis er groß ist (am Ende größer als sie selbst). Am Ende bleibt er ein Kuckuck, auch wenn er etwa von Drosseln großgezogen wurde, und wird sein eigenes Ei auch in ein fremdes Nest legen. Dieses Verhalten ist in seiner Art verwurzelt.

Ad Säugetiere, die fremden Nachwuchs großziehen: das kommt in der Natur normalerweise nicht vor, sondern nur in einem von Menschen gestalteten Umfeld. Es gibt aber auch Arten, die sich von Natur aus in Familienverbänden auch um Nachwuchs anderer "Familienmitglieder" kümmern. Bei Elefantenherden ist das der Fall.
« Letzte Änderung: März 29, 2015, 05:03:43 Nachmittag von Nerys »

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Antw:Interspezies-Beziehungen
« Antwort #21 am: März 29, 2015, 04:55:50 Nachmittag »
Ja, soweit wusste ich auch noch Bescheid. Das wirklich interessante ist allerdings, diesen Gedanken einen Schritt weiter zu denken ...

Wenn die Prägung aus welchem Grund auch immer "schiefgeht", dann ist die Mama eben nicht die Mama (siehe u.a. auch Fly Away Home). Eine Gans wird im schlimmsten Fall daran sterben, weil ein Hund oder ein Fußball ihr eben nicht zeigen können wie man frisst, fliegt, etc. – aber die Alien-Spezies, von denen wir ausgehen, sind weder Gänse noch Hunde noch Fußbälle, sie sind wesentlich weiter entwickelt. Daher rührt meine Frage ... ob, mit ausreichend Intelligenz, Bewusstsein, Konditionierung (oder "Verhaltenstherapie" oder wie auch immer man das nennen soll?), Wissen und Wollen solche Instinkte überwunden bzw. in ein die eine oder andere Richtung umgepolt werden können.

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Antw:Interspezies-Beziehungen
« Antwort #22 am: März 29, 2015, 05:36:00 Nachmittag »
Daher rührt meine Frage ... ob, mit ausreichend Intelligenz, Bewusstsein, Konditionierung (oder "Verhaltenstherapie" oder wie auch immer man das nennen soll?), Wissen und Wollen solche Instinkte überwunden bzw. in ein die eine oder andere Richtung umgepolt werden können.
Ein Instinkt ist für mich ein bestimmtes Verhalten, das man nicht erlernen muss.

Natürlich kann man solche Verhaltensmuster korrigieren. Das fängt mit der Selbstbehauptung an, wenn man von Vorgesetzten zusammengefaltet wird und endet auch nicht beim Selbstverteidigungstraining, wenn man Handlungsabläufe übt, bis sie einem zur zweiten Natur werden (Stichwort "konditionierte Reflexe": Es geht darum, Handlungen durchführen zu können, ohne bewusst darüber nachdenken zu müssen).

Jede Verhaltenstherapie ziehlt ja darauf ab, gewisse Muster zu korrigieren, zum Beispiel die Impulsivität zu kontrollieren, oder die (verbale) Schlagfertigkeit zu erhöhen.

Ich denke man könnte einem Klingonen durchaus beibringen, sich selbst zu beherrschen. Natürlich braucht man nicht nur viel Verständnis, sondern muss auch sicher sein, dass er es selbst will, wie du schon sagst und wie tief das Individuum "vorgeschädigt" ist.

Gabi

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Antw:Interspezies-Beziehungen
« Antwort #23 am: März 29, 2015, 07:34:29 Nachmittag »
Ja, soweit wusste ich auch noch Bescheid. Das wirklich interessante ist allerdings, diesen Gedanken einen Schritt weiter zu denken ...

Wenn die Prägung aus welchem Grund auch immer "schiefgeht", dann ist die Mama eben nicht die Mama (siehe u.a. auch Fly Away Home). Eine Gans wird im schlimmsten Fall daran sterben, weil ein Hund oder ein Fußball ihr eben nicht zeigen können wie man frisst, fliegt, etc. – aber die Alien-Spezies, von denen wir ausgehen, sind weder Gänse noch Hunde noch Fußbälle, sie sind wesentlich weiter entwickelt. Daher rührt meine Frage ... ob, mit ausreichend Intelligenz, Bewusstsein, Konditionierung (oder "Verhaltenstherapie" oder wie auch immer man das nennen soll?), Wissen und Wollen solche Instinkte überwunden bzw. in ein die eine oder andere Richtung umgepolt werden können.

Davon gehe ich aus. Gibt es nicht auch Geschichten von Menschen, die bei Tieren aufgewachsen sind? (oder waren das urban legends? Ich bin da nicht mehr auf dem Laufenden). Ich gehe davon aus, dass man mit den entsprechenden (legalen oder illegalen Methoden) vor allem auch in ein paar Jahrhunderten Personen in die eine oder andere Richtung konditionieren kann. Geht es bei Dir denn um Menschen, VGer? Selbst bei unserer Spezies sind ja alle paar Jahre die Weisheiten, was genetisch bedingt ist und was nicht, wieder andere (meine einzige Konstante in dieser Hinsicht ist das rosa-Gen bei Mädchen ;) ). Bei anderen Spezies kannst Du das für Dich festlegen, inwieweit deren Verhalten erlernt ist. Für mich habe ich z.B. entschieden, dass der cardassianische Hang zu Disziplin genetisch bedingt ist, weswegen Katalya wesentlich disziplinierter als andere Altersgenossen ist, obwohl sie in der bajoranisch chaotischen Umgebung Shakaars aufwächst.

VGer

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Antw:Interspezies-Beziehungen
« Antwort #24 am: März 29, 2015, 07:50:20 Nachmittag »
Es geht eigentlich um nichts Konkretes, Gabi ... nur so ein hypothetisches Gedankenspiel. ;)

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« Antwort #25 am: März 29, 2015, 08:16:21 Nachmittag »
Cardassianer und Disziplin? Hm, Disziplin kann man aber auch durch rigorose Drill und Bestrafungsaktionen etablieren, und da die Cardis eher nicht zu den feinfühligen Wesen in solchen Belangen zählen und nicht zimperlich sind, bin ich nicht sicher, ob das wirklich genetisch bedingt sein muss.
Worauf stützt du deine These Gabi? Welches ist für dich das ausschlaggebende Indiz dafür? Und anders herum gefragt, um deine Intension besser zu verstehen: Weswegen muss es die Ursache genetisch sein und kann nicht anerzogen worden sein?

Bei Wechselbälgern könnte man den Ordnungssinn als genetisch betrachten.
Wer das Gefieder eines Vogels oder das Fell einer Maus immitieren kann, der muss sich diese Formen schon sehr genau vorstellen können.

Gabi

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Antw:Interspezies-Beziehungen
« Antwort #26 am: März 30, 2015, 09:49:28 Vormittag »
@ Visitor: mir erscheinen die auftretenden Cardassianer (mit Ausnahme von Schnapsdrossel Damar)  immer sehr aristokratisch und emotional kontrollier,  diszipliniert eben. Wie Garak sagt, ist die Hingabe an den Staat alles.EhEheschließungen finden oft auch eher unter weniger emotionalen Aspekten statt (ich glaube die Erkenntnis stammt aus Sekundär Literatur "a stitch in time" oder "The neverending sacrifice"). Kinder untergehen in jungen Jahren einem mentalen Training. (Aussage von Dukat in, ich glaube, "The maquis")
Natürlich kann diese geistige und emotionale Kontrolle auch durch radikale Maßnahmen erreicht werden. Dagegen spricht für mich jedoch die extrem starke Betonung der Familie in der cardassianischen Gesellschaft. Dass sie anderen gegenüber wenig feinfühlig sind, keine Frage. Da wird jeder Bajoraner ein Lied davon singen können. Gegenüber Waisenkinder verhalten sie sich für unsere Maßstäbe auch extrem herzlos. Aber die eigene Familie ist heilig. Das scheint in Dialogen immer wieder durch.vor allem bei Dukat, dem man als allererstes jedes brutale Attribut zusprechen würde.
Aus diesem Grund kann ich mir nicht vorstellen, dass sie ihre Kinder in so jungen Jahren Bestrafungsaktionen unterwerfen würden. Daher gehe ich bei mir davon aus, dass die Veranlagung zur Disziplin vorhanden ist und durch strengen (jedoch nicht brutalen) Unterricht gefördert und verfeinert wird.

So, und das ist jetzt komplett off Topic... Sorry!

David

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Antw:Interspezies-Beziehungen
« Antwort #27 am: Dezember 22, 2016, 08:17:07 Nachmittag »
Ah, schön dass wir auch hierzu schon einen, wenn auch verstaubten Thread haben.
*Staub wegpust*

Interspeziesbeziehungen sind ja in Star Trek nicht gerade selten.
Über eine zu schreiben, würde mich reizen, aber manchmal denke ich, dass mein "Cadets"-Zeitrahmen (2380er) dafür nicht wirklich geeignet ist; immerhin sind in der Zeit derartige Beziehungen nichts außergewöhnliches mehr.

Würde Cadets eher zur Zeit von "Enterprise" spielen, wäre das wahrscheinlich noch faszinierender.

Also...

Ich bin am überlegen, eine kürzere Geschichte zu erzählen, die eine Art "Prequel" zu Cadets darstellen soll.
Beleuchten möchte ich vor Allem den Beginn einer Beziehung, vom Kennenlernen, über "das Erste Date" bis zu einem gewissen Punkt später.
Protagonist soll ein männlicher Mensch sein, der eine Interspeziesbeziehung eingeht.

Aus irgendeinem Grund reizt es mich sehr, ihm als "Partnerin" eine Vulkanierin zu geben, weil ich die Chemie als interessant erachte.
Ein männlicher Mensch könnte ganz andere Probleme, aber auch viel einfachere Erfahrungen machen, da Männer ja - angeblich - nicht so emotional sind, wie Frauen (typisches Klischee, manchmal aber wahr).

Das Problem ist hierbei, dass mir diese "Speziesmischung" zu abgegriffen erscheint.
Menschen und Vulkanier haben wir schon desöfteren gesehen (Sarak/Amanda, T'Pol/Trip, sowie ein Wissenschaftspaar aus einer TNG Folge)
Daher bin ich am überlegen, eine andere Spezies zu wählen, wobei ich eine Humanoide Spezies bevorzugen würde.
Caitianer oder etwas Ähnliches ist mir dann doch irgendwie zu abgedreht.

Was haltet Ihr von so einer Geschichte?
Sie dreht sich also eher um die Beziehung und nicht um etwas "drumherum".

Wichtig wäre mir ein junges Pärchen.

Gabi

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« Antwort #28 am: Dezember 22, 2016, 08:25:21 Nachmittag »
@David: Dann wäre doch die Zeit von ENT am Idealsten. Oder magst Du in der Zeit nicht schreiben? Wo alles noch so neu und so anders ist. Interessant wäre sicherlich auch mal eine romantische Annährung von Mensch und Tellarit.

David

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« Antwort #29 am: Dezember 22, 2016, 08:40:05 Nachmittag »
@David: Dann wäre doch die Zeit von ENT am Idealsten. Oder magst Du in der Zeit nicht schreiben? Wo alles noch so neu und so anders ist. Interessant wäre sicherlich auch mal eine romantische Annährung von Mensch und Tellarit.

Lol,... da könnte man dann in der Tat von "Schweinkram" schreiben  :P :P :P
Oh je,... jetzt geht hier gerade das "Kopfkino" los.  :help:  :o
Oder eine hundeähnliche Spezies...
okay,.. Schluss jetzt, das wird hier im Kopf gerade wirklich... seltsam  :-X

Prinzipiell mag ich Enterprise sehr gerne, aber da dort - aus historischen Gründen - viele Dinge fehlen und ich auch wieder mit völlig anderen Figuren arbeiten müsste, habe ich das bislang ausgeschlossen.

In jedem Falle könnten wir dieses Thema doch mal für eine Challenge aufgreifen oder was meint Ihr?
Für eine kurze Geschichte könnte ich es vielleicht schaffen, den "Cadets-Rahmen" mal zu verlassen, auch wenn ich mich dann erstmal in neue Figuren reindenken müsste.

Aber ich finde wirklich, wir sollten das mal als Challenge ausschreiben.
Wenn mir dann was verrücktes dazu einfällt, beteilige ich mich gern.