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Thema: Game of Thrones  (Gelesen 1703 mal)

Gabi

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Antw:Game of Thrones
« Antwort #60 am: November 09, 2017, 07:23:54 Nachmittag »
So bestürzende Ereignisse wie Oberyns Tod oder Margaerys Sprengung oder Neds Enthauptung werden wir wohl nicht mehr erleben :-(

Dann könnte ich es mir ja wieder anschauen ;). Mir ging dieses wir-nieten-alle-um-weil-wir-es-können so auf die Nerven, dass ich in der zweiten (glaube ich?) Staffel aufgegeben habe.

Racussa

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Antw:Game of Thrones
« Antwort #61 am: November 09, 2017, 07:45:38 Nachmittag »
Ich fürchte gerade nicht. Denn jetzt lechzt die Community darauf, dass die süße Teenie-Mörderin einen Feind ihrer Familie nach dem anderen bestialisch und genussvoll tötet; dass die Bösen (mit dem Tod) bestraft und die Zombies mit Drachenfeuer verschmort werden. Es gibt viel mehr Tote als früher, aber eben sehr vorhersehbar und kaum mehr überraschend.
Wahrscheinlich müssen für das Happy End am Ende der achten Staffel einfach alle Publikumswünsche eingearbeitet werden, auch wenn die Originalstory dafür leidet.

ulimann644

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Antw:Game of Thrones
« Antwort #62 am: November 10, 2017, 01:32:38 Nachmittag »
...aber gerade das, was die ersten vier, fünf Staffeln ausmachte, nämlich, dass man nicht weiß, wer stirbt...

Der Punkt hat für mich offen gestanden nie die ganz große Rolle dabei gespielt.

Zum Rest:

Irgendwie war mir auch klar, dass dieses Meucheln von Handlungsträgern nicht ewig weitergehen kann, denn irgendwann bleiben halt nur die übrig, die am Ende übrig bleiben. Meuchelt man die dann auch noch weg, so würde ich schon den ein oder anderen Fan verstehen, der unwillig reagiert.

Jon und Dany, darauf wurde hin gearbeitet. Das kann man dann schwerlich anders lösen denke ich. Klar wird da auch der Geschmack oder die Hoffnung der breiten Masse der Fans bedient. Dass man - egal was man dreht oder auch als FF-Autor schreibt - nie alle Fans erreicht, das kennen die meisten von uns aus eigener Erfahrung. Die einen wollen ein Happy-End, die anderen wollen, dass am Ende alles im Chaos versinkt - und wieder andere dass was noch viel Verrückteres passiert.

Ein Punkt, der hingegen mir selbst an der siebten Staffel etwas abging: Sie war zu kurz. Die (im Vergleich zu den anderen Staffeln) fehlenden drei Episoden hätten noch gut Platz für die liebgewonnenen Intrigen und düsteren Ränkespiele gelassen. Wenn mir was fehlte an der siebten Staffel, dann das.

Was man nie ganz unter einen Hut bekommen wird: Buch-Publikum und TV-Publikum.
An ein Buch stelle ich selbst ganz andere Erwartungen, als an eine TV-Serie. Zwangsläufig, denn beide Medien funktionieren ziemlich verschieden. Von den meisten Literaturverfilmungen (eigentlich von allen, da fallen nur sehr wenige aus dem Rahmen) bin ich persönlich enttäuscht. Die Bücher von Martin habe ich (bis jetzt) nicht gelesen (nur des erste mal grob am Anfang überflogen). Worüber ich im Grunde froh bin, denn zumeist finde ich einen Film bzw. eine Serie dann besser, als wenn ich die Vorlage kenne (wenn sie gut ist).

Über die Jahre habe ich mir angewöhnt, Buchvorlagen und die entsprechenden Umsetzungen für TV und Kino als jeweils eigenständiges Werk, sprich: getrennt als eigenständige Geschichten anzusehen - und mich dem entsprechend auch so darauf einzulassen. Nicht als eine Geschichte. Ich habe für mich persönlich festgestellt, dass ich damit besser fahre. Denn wenn ich das nicht mache, dann wäre ich von jeder Literaturverfilmung nur eins: Enttäuscht.
« Letzte Änderung: November 10, 2017, 01:38:27 Nachmittag von ulimann644 »

Emony

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Antw:Game of Thrones
« Antwort #63 am: November 10, 2017, 07:26:25 Nachmittag »
Uli, ich kann dir in sämtlichen Punkten zustimmen. Verfilmung und Buch muss man wirklich trennen. Es kann gute Umsetzungen geben, zweifellos, aber sie werden immer unterschiedlich sein.

ulimann644

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Antw:Game of Thrones
« Antwort #64 am: November 11, 2017, 12:35:45 Nachmittag »
Was die bessere Vorhersehbarkeit von Staffel zu Staffel betrifft: Das stimmt natürlich, aber ich würde sagen, das liegt an zweierlei Dingen.
Einerseits dünnt sich der Kader aus, so dass die möglichen Plotverläufe zwangsläufig abnehmen. Andererseits: Man kennt bei Staffel 1 natürlich das Setting und die Charaktere bestenfalls rudimentär. Das ändert sich später und man merkt nicht nur, wie die Charaktere angelegt sind, sondern auch, wohin der Drehbuchautor (oder der Romanautor, falls eine Vorlage, oder ein Mix aus Beidem) will.

Momentan geht es mir mit Shannara Staffel 2 ähnlich. In der ersten Staffel wurden noch viele Grundsätzlichkeiten abgehandelt, und die Charaktere positioniert. Jetzt sind sie es (was sich sehr positiv auswirkt) und die gesamte Serie nimmt Schwung auf, so wie ich es gehofft hatte.

BTW: Wer darauf steht, dass am Ende alle umkommen: SONS OF ANARCHY kann man da bestens empfehlen. :keks: